Wirtschaft

Die gewerbliche Unterhaltungsautomatenwirtschaft erzielte im Jahr 2019 Gesamtumsätze in Höhe von 187 Milliarden Euro. Das entspricht 2,7 Prozent des gesamten Freizeit- und Unterhaltungsmarktes. Die Branche ist dabei in drei wesentliche Strukturereiche zu unterteilen.

  • Industrie
  • Großhandel
  • Automatenaufstellung in Spielhallen und Gastronomiebetrieben


Dabei ist das gewerbliche Geldspiel in Spielhallen und Gastronomiebetrieben ist als Teilmarkt des Freizeit- und Unterhaltungsmarktes dem Dienstleistungssektor (auch tertiärer Sektor) zuzuordnen.

Über alle drei Strukturbereiche beschäftigt die gewerbliche Unterhaltungsautomatenwirtschaft ca. 70.000 Arbeitnehmer*innen und entrichtet jährlich ca. 2,5 Milliarden Euro an Steuern und Sozialabgaben an den Staat. Davon gehen knapp über eine Milliarde Euro (2019: 997 Millionen Euro) über die Vergnügungssteuer direkt an die Kommunen. Damit trägt die Unterhaltungsautomatenwirtschaft einen maßgeblichen Anteil zur finanziellen Stabilität und des kommunalen Gemeinwohls bei.

Das gewerbliche Geldspiel in Spielhallen und Gastronomiebetrieben wird durch rund 5.000 zumeist kleine und mittelständische sowie oftmals familiengeführte Unternehmen angeboten.

Weitere spezifische Kennzahlen:

  • Umsätze: 5 Milliarden Euro
  • Spielhallenstandorte bundesweit: ca. 8.800
  • Anzahl Geldspielgeräte in Spiehallen: ca. 143.000
  • Anzahl Geldspielgeräte in Gastronomiebetrieben: 77.000
  • Spielgäste: rund fünf Millionen, die gelegentlich spielen; 10 Millionen, die mehr oder weniger regelmäßig spielen.


Seit 2008 bietet die Unterhaltungsautomatenwirtschaft überdies auch den branchenspezifischen Ausbildungsberuf „Automatenfachmann/-frau“ an und investiert damit in die Zukunft junger Menschen. Die staatlich anerkannte Ausbildung bietet den jährlich rund 300 Auszubildenden einen IHK-Abschluss in zwei Fachrichtungen: Automatenmechatronik oder Automatendienstleistungen (kaufmännisch bzw. serviceorientiert).