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Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland – Ergebnisse des Surveys 2019 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Seit 2007 erhebt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) regelmäßig Daten zum Thema Glückspiel in Deutschland und hat zu Beginn diesen Jahres einen Bericht hierzu veröffentlicht. Auf Grundlage von regelmäßig durchgeführten Befragungen erfolgt eine Gesamtbetrachtung zum Glücksspielverhalten und zur Glücksspielsucht, die es erlauben soll Vergleiche mit vergangenen Untersuchungen durchzuführen und allgemeine Trends aufzuzeigen. Die Gesamtausgabe des nunmehr 7. Berichts ist hier als PDF erhältlich.

 

Methodik

Die Untersuchungsmethodik der Erhebung ist eine alle zwei Jahre stattfindende Repräsentativbefragung der 16- bis 70-jährigen in der Bevölkerung und findet in Form von Telefoninterviews statt. Im Befragungszeitraum vom 07. Mai bis 15. August 2019 wurden insgesamt 11. 503 Personen zu 19 verschiedenen Angebotsformen des Glücksspiels in Deutschland befragt.

 

Kernaussagen

Insgesamt hatten im Befragungszeitraum 75,3 Prozent der Befragten Glücksspielerfahrung und mindestens einmal im Leben an einem Glücksspiel teilgenommen (Lebenszeitprävalenz). In den letzten 12 Monaten vor der Befragung haben 37,7 Prozent der Befragten an mindestens einem Glücksspiel teilgenommen (12-Monats-Prävalenz). Seit Beginn der Erhebung sind die 12-Monats-Prävalenzen kontinuierlich von 55 Prozent auf 37,3 Prozent im Jahr 2017 gesunken. Die jüngste Befragung verzeichnet also ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Am größten ist die 12-Monats-Prävalenz bei den Lotterien (32,5 Prozent) gefolgt von Automaten- und Casinospielen (4,1 Prozent) und Sportwetten (2,2 Prozent).

18,4 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten 12 Monaten nur eine Glücksspielform nachgefragt zu haben. 11,2 Prozent gaben an zwei oder drei verschiedene Glücksspielangebote wahrgenommen zu haben, 8,1 Prozent haben an vier oder mehr Glücksspielen teilgenommen. Im Vergleich zu 2017 sind hier keine Veränderungen zu verzeichnen.

Als Hauptmotiv für die Teilnahme an einem oder mehreren Glücksspielen gaben die Befragten den „Wunsch nach Geldgewinn“ und „Spaß haben zu wollen“ an. Das Interesse am Thema Glücksspiel ist dabei insgesamt zurückgegangen, von 19,5 Prozent im Jahr 2007 auf 12,4 Prozent im Jahr 2019.

 

Problematisches und pathologisches Glücksspielverhalten

Im Fokus der Untersuchung liegt stets die Betrachtung der Verbreitung problematischen und pathologischen Spielverhaltens in der Bevölkerung. Insgesamt ist der Anteil mindestens problematisch Spielender von 0,87 Prozent im Jahr 2017 auf 0,73 Prozent gesunken. Dabei ist der Anteil der problematisch Spielenden um 0,17 Prozent gesunken, der Anteil pathologisch Spielenden um 0,03 Prozent gestiegen. Hochgerechnet auf die 16- bis 70-jährigen in der Bevölkerung geht die BZgA 2019 von ca. 229.000 problematisch und ca. 200.000 pathologisch Glücksspielenden aus (2017: 326.000 problematisch Spielende, 180.000 pathologisch Spielende).

Die 12-Monats-Prävalenz für problematisches Glücksspielverhalten beträgt in der aktuellen Untersuchung 0,39 Prozent, für pathologisches Glückspielverhalten 0,34 Prozent. Männliche Befragte weisen dabei höhere Quoten auf als Frauen (12-Monats-Prävalenz problematisches Glücksspielverhalten Männer: 0,68 Prozent, Frauen: 0,10 Prozent; 12-Monats-Prävalenz pathologisches Glücksspielverhalten Männer: 0,60 Prozent, Frauen: 0,08 Prozent). Der Anteil der Personen, die eine Beratungsstelle kennen, an die man sich bei glücksspielbedingten Problemen wenden kann, ist von 2007 bis 2015 kontinuierlich von 15,3 Prozent auf 25,9 Prozent gestiegen. In der darauffolgenden Untersuchung 2017 ist der Wert leicht auf 24 Prozent gesunken und seitdem konstant.

 

Insgesamt ist die Verbreitung auffälligen, problematischen und pathologischen Glücksspielverhaltes auf dem niedrigsten Stand seit 2009.

 

Fazit

Wir weisen zunächst daraufhin, dass die Auswertung in diesem BAdirekt  eine Zusammenfassung des vorliegenden Zahlenmaterials darstellt und weder einer tiefergehenden fachlichen noch politischen Bewertung unterzogen wurde. Dies wird derzeit geprüft.

Unzweifelhaft ist jedoch, dass die Bemühungen der Glücksspielbranche um einen effektiven Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz Wirkung zeigen. Allem voran die Unternehmen und Verbände der Automatenbranche setzen sich konsequent für ein sicheres legales Spiel ein. Geschultes Personal, Information und Aufklärung, Sozialkonzepte sowie der branchenübergreifende Austausch auf den Präventionstagen sind wichtige Bausteine um unseren Spielgästen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

 

Erstellt am: 23.04.2020

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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