Herbstversammlung des Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. in Gambach – „Wer sich nicht an Regeln hält, hat in unserer Branche nichts zu suchen“

Am 13. November 2019 fand die Herbstversammlung für die im Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. (HMV) organisierten Aufstellunternehmer statt. Der Einladung des Vorstandes folgten zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, die eine inhaltsreiche und spannende Mitgliederversammlung erwarten sollten.

Pünktlich um 11:00 Uhr begrüßte Michael Wollenhaupt die Mitgliedsunternehmer und übergab nach einer kurzen Einführung das Wort an Michael Stang, zweiter Vorsitzender des HMV und des Fachverbandes Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA), der zu dem Schwerpunktthema der Versammlung „Gastronomieaufstellung“ referierte. Stang, der sich seit Jahren mit Herzblut und Sachverstand für die Gastronomieaufstellung engagiert, berichtete von der erfolgreichen Durchführung des Runden Tisches. Hierbei treffen sich auf Initiative der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. (DAW) Gastronomieaufstellunternehmer auf der einen Seite und Ministerien und Behörden auf der anderen Seite, und ringen um eine stetige Verbesserung des Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutzes. Durch eine gute Informationspolitik soll die Sicherung eines hohen Qualitätsniveaus der Gastronomieaufstellung in Deutschland erzielt werden.
Nur drei Tage nach dem 10. November 2019 war selbstverständlich das Thema“ Abbau des dritten Gerätes in der Gastronomie“ ein wesentlicher Punkt. Der HMV selbst hat seine Mitglieder frühzeitig und umfassend über die Rechtslage informiert, sodass sich die organisierten Unternehmer rechtzeitig auf die Regelung der Spielverordnung einstellen konnten und ihr drittes Gerät abgebaut haben.

Ein weiteres Schwerpunktthema der Versammlung galt der Bekämpfung des illegalen Spiels. Hier appellierte Wollenhaupt deutlich, sich gegen rechtliche Verstöße sogenannter Mitbewerber zu wehren. Er rief die Unternehmer auf, die anonyme Meldeplattform BAlarm zu nutzen. „ Wer sich nicht an Regeln hält, hat in unserer Branche nichts zu suchen. Jeder Verstoß, jedes illegal aufgestellte Gerät schadet der gesamten Branche!“, so Wollenhaupt. Er ließ keinen Zweifel daran, dass die Entspanntheit, die einige „Marktteilnehmer“ bezüglich der Rechtsordnung an den Tag legen, inakzeptabel ist. Er forderte seine Mitglieder auf: „Nicht wegsehen, sondern melden!“ und verwies darauf, dass die Branche fünf Jahre Zeit hatte, um sich auf die Situation einzustellen. Die Ordnungsämter würden ihre Kontrollen entsprechend verschärfen.
In diesem Zusammenhang berichtete Wollenhaupt auch über das nächste Vorhaben, das der HMV zusammen mit dem BA und in Kooperation mit der IHK Frankfurt am Main gerade realisiert. So werden ab Ende November für Mitarbeiter der Ordnungs- und Gewerbeämter mehrere Infoveranstaltungen durchgeführt, wo Experten aus der Branche den Beamten die korrekte Handhabung direkt an den Geldspielgeräten vorstellen. Damit soll den Beamten die Arbeit erleichtert werden, um illegale von legalen Geräten unterscheiden zu können.

Sodann berichtete RA Simon Scherer (Justitiar des Arbeitskreises Jungunternehmer im HMV) über die aktuellen Entwicklungen zum Glücksspielstaatsvertrag. Im Fokus hatte er insbesondere den Bereich der Sportwetten. Anschließend kam der Beauftrage für Länderkommunikation der DAW, Andreas Rey, zu Wort. Seiner Einschätzung nach wird der Online-Markt liberalisiert werden. „Aktuell ist unheimlich viel Bewegung in der Diskussion. Wir können hier nur mit Qualität punkten“, so Rey. Beim HMV ist zudem geplant, ein landesspezifisches Eckpunktepapier zum kommenden Glücksspielstaatsvertrag zu entwickeln.

HMV-Vorstandsmitglied Christoph Schwarzer, der über Jahre politisch auch in den Verbänden aktiv ist, wandte sich direkt an die Unternehmer. Er fragte die Unternehmerinnen und Unternehmer wo sie ihre Zukunft sehen: „Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Mich interessiert Ihre Meinung, sodass wir unsere politische Arbeit entsprechend ausrichten können.“. Schwarzer, der über exzellente Kontakte in die Politik verfügt, sprach darüber wie wichtig es ist, als Unternehmer in die Öffentlichkeit zugehen und Menschen sowie Politiker, die über die Branche entscheiden, über das Geschäft des Aufstellunternehmers zu informieren. Zudem bedankte er sich bei der DAW für die Unterstützung der politischen Arbeit des HMV.

Im Bericht aus Berlin informierte die BA-Geschäftsführerin, Simone Storch, die Unternehmerinnen und Unternehmer über die Arbeit des Bundesverbandes, die enge Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesverband und welche Branchenprojekte durch den BA projektleitend bearbeitet werden. „Wir bieten Qualität.“ lautete die zentrale Botschaft. „Mit der BAinfo-App sind Sie auf dem aktuellsten Stand bezüglich branchenrelevanter politischer, wirtschaftlicher und juristischer Themen. Mit BAlarm haben Sie die Möglichkeit diejenigen zu melden, die sich nicht an die Regeln halten und der gesamten Branche schaden. Mit den Präventionstagen, den Einsatz für eine Qualifizierung des Berufszugangs und dem Projekt „Außengestaltung“ setzen wir alle gemeinsam nachhaltige Qualitätsmaßstäbe.“
Sie stellte zudem die zahlreichen Kontakte des HMV heraus, die bei der Organisation und Vorbereitung der Informationsveranstaltungen für die Mitarbeiter der Ordnungsbehörden sehr hilfreich waren. „Wir erfahren große Zustimmung von den Institutionen. Die Zusammenarbeit mit der IHK Frankfurt und dem Wirtschaftsministerium verlief, dank der Kontakte des HMV, sehr effektiv und zielführend“, so Storch.

Grit Roth, Präventionsbeauftragte der DAW, machte den Unternehmerinnen und Unternehmern bewusst, dass es viele kleine „Tools“ gibt, welche die Branche nutzen kann, um die Qualität in Spielhallen, in der Kommunikation und im Umgang mit dem Spielgast zu erhöhen. Auch informierte sie über die Anforderung aus dem Sozialkonzept. Flankiert wurden die Aussagen von Michael Wollenhaupt, der einräumte, dass auch bei ihm selbst ein Erkenntnisprozess eingesetzt hat: „Wir haben das gemacht, weil es verlangt wurde. Und jetzt machen wir es, weil wir selber einsehen, dass es erforderlich ist“, so Wollenhaupt. Er verwies auf die BA-Website, wo die entsprechenden Flyer bestellt werden können oder auch das Sozialkonzept heruntergeladen werden kann.

Auch der Arbeitskreis Jungunternehmer im HMV kam zu Wort. Dennis Adam, Sprecher und selbst politisch aktiv, informierte über das Sommerfest der DAW und des HMV sowie über seine Gespräche mit Politikern der Landesregierung. Auch fand ein informatives Gespräch mit dem Hessischen Innenminister Beuth statt, zu der Georg Stecker, Manfred Stoffers, Dennis Adam und Andres Rey geladen waren. Demnächst soll zudem ein Treffen der Jungunternehmer des Deutschen Automaten-Verband e.V. (DAV) und HMV stattfinden. Wollenhaupt machte deutlich, dass die Jungunternehmer in Hessen einen wesentlichen Teil der Verbandsarbeit übernommen haben. Adam bestätigte durch seinen Auftritt den Gestaltungswillen der Jungunternehmer in Hessen als Aktivposten der Landespolitik in der Branche.

Das Spielhallengesetz und die Spielapparatesteuer waren Themen der HMV-Justitiarin, RAin Christel Sondermann. Zu den Auswahlverfahren und Abstandsregelungen gibt es derzeit nicht viel Neues zu sagen. Nach wie vor erfahren Kommunen und Städte unterschiedliche Auslegungen und Regelungen. Die Aufmerksamkeit richtete sie auf die Erhöhung der Spielapparatesteuer und rief die Unternehmerinnen und Unternehmer auf sich zu informieren, wann in den Kommunen die jeweiligen Haushaltspläne beraten werden. Dies wird häufig zum Anlass genommen, um über Steuern zu sprechen. Hier ist es geboten rechtzeitig in die Diskussion mit der Politik zu treten. Schließlich informierte sie über drei Musterverfahren bevor der letzte Tagesordnungspunkt anstand.

Oliver Ickenroth, HMV-Vorstandsmitglied und Beauftragter für Gerätesicherheit, berichtete über seine Erfahrung mit der TÜV-Zertifizierung. Er konnte o.a. einen positiven Impuls im Team seines Betriebes feststellen. Aber nicht nur die Mitarbeiter zeigen mehr Motivation durch eine Zertifizierung, auch gegenüber den Behörden lässt sich ein zertifizierter Betrieb ganz anders darstellen. Ickenroth kündigte an, dass am 23. Januar 2020 eine TÜV-Roadshow in Hessen durchgeführt wird.

Der HMV bot den Unternehmerinnen und Unternehmern eine intensive und informative Herbstversammlung, die bei Gesprächen im Kollegenkreis, auch während der Pause bei einem leckeren Mittagsimbiss, vertieft wurde.

 

Erstellt: 20. November 2019

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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