Unterhaltungsautomatenwirtschaft im Abschwung – Wachstumskräfte schwinden

Unterhaltungsautomatenwirtschaft im Abschwung

In seinem jährlich erscheinenden Gutachten „Die Unterhaltungsautomatenwirtschaft im Abschwung entgegen dem Trend im Glücks- und Gewinnspielmarkt“ analysiert Dr. Hans-Günther Vieweg die aktuellen Wirtschaftsdaten der Branche.

So stellt Vieweg fest, dass im Zeitraum von 2014 bis 2018 ein Wegfall von 10.000 Geldspielgeräten im Gesamtmarkt zu verzeichnen ist, wobei die Reduzierung allein im Bereich der Spielhallen festzustellen ist (12.000 Geldspielgeräte), die Gastronomie konnte bis dato noch mit ein Wachstum von 2.000 Geldspielgeräten verzeichnen. Letztere Entwicklung wird mit dem Wegfall des 3. Gerätes ab 10. November 2019 in die umgekehrte Richtung gelenkt werden.

Zwar sind die Umsätze im Aufstellerbereich relativ konstant geblieben, doch prognostiziert Vieweg einen negativen Trend im Jahr 2019, begründet durch die mangelnde Attraktivität der Geräte durch die Technische Richtlinie 5.0, die bereits erwähnte Gerätereduzierung in der Gastronomie sowie den weiteren Vollzug der Länderspezifischen Spielhallenregelungen.

 

Industrie in der Rezession – Wachstumskräfte schwinden

Unabhängig von den Entwicklungen der Branche macht sich derzeit auch eine wirtschaftliche Abwärtsbewegung in Deutschland bemerkbar. Die Projektgruppe „Gemeinschaftsdiagnose“ analysiert zweimal im Jahr die wirtschaftliche Lage in Deutschland und überprüft die gesamtwirtschaftlichen Prognosen, die den Haushalts- und Finanzplanungen der Bundesregierung zugrunde liegen. Die Berichte werden jeweils im Frühling und Herbst veröffentlicht. Der Projektgruppe gehören gegenwärtig das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. in Kooperation mit der ETH Zürich, das Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle e.V. (IWH) sowie das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Essen in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien in Wien an.

In der aktuellen Gemeinschaftsdiagnose stellen die Forschungsinstitute fest, dass sich die Konjunktur in Deutschland weiter abkühlt. Die Gründe für die konjunkturelle Abkühlung sind vielfältig. Als Hauptgrund wird der Rückgang der Produktion in der Industrie identifiziert. Im laufenden Jahr beginnt diese Industrierezession bereits auf den Dienstleistungssektor überzugehen. Insgesamt erwarten die Institute ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, also 0,3 Prozent weniger als im Frühjahr 2019. Die Prognosen für das kommende Jahr wurden ebenso herabgesetzt. Gingen die Forschungsinstitute im Frühjahr 2019 noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent für das Jahr 2020 aus, so senkten sie diese Prognose auf 1,1 Prozent. Bis zum Jahr 2024 wird ein jahresdurchschnittliches Wachstum von 1,2 Prozent erwartet. Dennoch sprechen die Forschungsinstitute nicht von einer Wirtschaftskrise und sehen derzeit keinen Bedarf für kurzfristig angelegte Interventionen der Wirtschaftspolitik.

 

 

Erstellt: 05.11.2019

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