7. Präventionstag in Stuttgart — Offener Dialog und klare Worte

 

Seit 2017 veranstaltet Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) unter Projektleitung des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) die Präventionstage. Ziel ist ein offener und ehrlicher Austausch zwischen Hilfesystem, Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Glücksspielanbietern über den Jugend- und Spielerschutz. Im Fokus steht dabei stets der Spielgast.

Am Montag, den 16. September 2019, kehrte der Präventionstag an seinen „Ursprungsort“ Stuttgart zurück. Im Hospitalhof in der baden-württembergischen Landeshauptstadt setzten sich mehr als 30 Teilnehmer im Rahmen eines „Runden Tisches“ mit dem Thema: „Ist eine engere Verzahnung von Hilfesystem, Glücksspielbranche und Ordnungsbehörden möglich?“ auseinander und diskutierten lebendig und durchaus auch kontrovers über ihre Vorstellungen, Ansprüche und die gelebte Realität.

Von Maßnahmen der Sozialkonzepte, über Wirksamkeit und Überprüfung von Spielerschutzmaßnahmen bis hin zur Qualität von Schulungsinhalten für die Mitarbeiter von Spielhallen — eine Reihe Problemfelder kamen auf den Tisch!

Moderiert wurde der Präventionstag von der versierten Journalistin Angelika Hensolt. Zu den Referenten zählten unter anderem: Volker Brümmer (Leiter der Spielerselbsthilfegruppe Stuttgart), Kristina Kasimirski und Günther Zeltner (eva — Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V.) und Michael Mühleck (1. Vorsitzender des Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V.).

Die Teilnehmer waren sich einig: Vorurteile und Ressentiments bestehen auf allen Seiten. Aber nicht festgefahrene Standpunkte, sondern pragmatische Lösungsansätze sollten diese Diskussionsplattform prägen. Im Mittelpunkt steht der Mensch und das aus allen Perspektiven. Vor diesem Hintergrund ergaben sich aus der intensiven Diskussion heraus verschiedene Handlungsfelder, welche die Verantwortung, der Glücksspiel- und Schulungsanbieter, des Hilfesystems sowie der Politik widerspiegeln:

Responsible Gaming: Voranzubringen sind gemeinsame und übergeordnete Konzepte, welche einen Grundkonsens aller Beteiligten des Bereichs Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz definiert. Das übergeordnete Ziel lautet hierbei: „Neuerkrankung vermeiden. Betroffenen helfen.“

Machbarkeit und Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen: Bisher liegen zu diesem Aspekt kaum wissenschaftlich fundierte Daten vor. Hier muss gearbeitet werden, um eine Überprüfbarkeit von Präventionsmaßnahmen zu erreichen. Nur so kann ein effektives Präventions- und Schutzsystem etabliert werden.

Die Servicekraft vor Ort: Deutlich wurde einmal mehr, der Mitarbeiter ist der Schlüssel zum Spielgast — auch zum problematisch oder pathologischen Spieler. Die Servicekraft baut erste Kontakte auf. Dafür wird sie geschult und benötigt fortlaufend Unterstützung bei dieser verantwortungsvollen und wichtigen Aufgabe. Es gilt die Servicekraft vor Ort zu stärken, so dass sie im Alltag gut ausgerüstet ist, um dieser Aufgabe gerecht zu werden.

Spielerschutz braucht den legalen Anbieter: Nur wenn die Rahmenbedingungen für den Betrieb von Spielhallen und in der Gastronomieaufstellung so sind, dass wirtschaftliches  Arbeiten möglich ist, kann Jugend- und Spielerschutz wirksam umgesetzt werden.

Die Teilnehmer brachten Ihre Anliegen in der Gesprächsrunde mit Herzblut zur Sprache, entsprechend lebendig gestaltete sich auch der Dialog.

Für die Branche ist klar: Der moderne und verantwortungsbewusste Automatenunternehmer betreibt keine Feigenblattpolitik. Rückmeldungen unterstützen ihn dabei die Qualität seiner Arbeit zu verbessern und die Mitarbeiter für ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten.

Der Präventionstag macht einmal mehr deutlich: Miteinander reden ist besser als übereinander! Nur gemeinsam können die Herausforderungen dieses sensiblen Bereichs bewältigt werden.

Unter dem Motto „Gemeinsam. Lernen. Helfen.“ wird die Reihe der Präventionstage in diesem und im kommenden Jahr fortgeführt.

Der nächste Präventionstag findet

am                  Montag, den 21. Oktober 2019,

von                 11:00 bis 15:00 Uhr

in                    Wiesbaden, Mercure Hotel Wiesbaden City, Bahnhofsstraße 10-12, 65185 Wiesbaden

statt.

In Wiesbaden wird der Runde Tisch die These: „Dogma oder Pragmatismus? Das Hilfesystem und die Automatenwirtschaft haben mehr gemeinsam als gedacht wird. Zum Schutze von Spielgästen, die ein problematisches Spielverhalten entwickeln, arbeiten sie zusammen, um dieses Risiko zu minimieren.“ diskutieren. Sie sind herzlich eingeladen hierbei mitzuwirken.

Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie unter:

https://gemeinsam-lernen-helfen.de/

Wir freuens uns über Ihre Teilnahme.

 

Erstellt: 18. September 2019

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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