Praxis trifft Politik: SPD-Abgeordnete Leni Breymaier besucht BA-Mitgliedsunternehmer

 

Anfang vergangener Woche besuchte die Bundestagsabgeordnete der SPD-Fraktion Leni Breymaier im Rahmen der sehr sinnvollen Maßnahme „Praxis trifft Politik“, die der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) zusammen mit seinen Mitgliedsverbänden — in diesem Fall mit dem BA — durchführt, die Löwen Play Spielhalle in Heidenheim. Das Unternehmen ist bereits viele Jahre Mitglied im Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V.

Die engagierte SPD-Abgeordnete Leni Breymaier und ihr Team wurden von Julia Lensing, Justitiarin der Löwen Play Gruppe, und dem Referenten für Politik und Kommunikation des Unternehmens, Jan Kowala, begrüßt. Ebenfalls anwesend war der Bezirksleiter Michael Ott, der im Verlauf des Besuchs detailliert und sachkundig die Geräte erklärte, sowie Holger Werner, Geschäftsführer der Gesellschaft für Spielerschutz und Prävention (GSP). Die BA-Familie wurde durch den politischen Repräsentanten des AV Baden-Württemberg, Alfred Haas, und durch die Geschäftsführerin des BA, Simone Storch, vertreten.

Die Spielhalle, eine ansprechende Dreierkonzession, befindet sich im wunderschönen Ländle in Baden-Württemberg nahe der bayerischen Landesgrenze. Der Besuch begann mit einem umfassenden Vortrag von Jan Kowala, der die Geschichte des Unternehmens, die Ziele der Unternehmensführung und auch die Schwerpunkte der Arbeit in einer Spielhalle vorstellte. Hier gab es eine Reihe von Zwischenfragen seitens der SPD-Abgeordneten, die sich unter anderem über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter informierte. Jan Kowala legte den Schwerpunkt in seinem Vortrag vor allem auf das Thema Prävention und Spielerschutz. Auch sprach er über die Zertifizierung, die nachweislich die Prozesse im Betrieb verbessert und dafür sorgt, eine standardisierte Qualität in allen Filialen zu schaffen. Vergleichbar, so Jan Kowala, sei das mit Unternehmen wie McDonalds, deren Fast Food Produkte stets gleich schmecken, egal in welcher Stadt und in welcher Filiale man sich befindet. Bei Löwen Play ist der Eintritt in die Spielhalle zudem erst ab 21 Jahren erlaubt. Der Spielgast besitzt in der Regel in diesem Alter eine größere Reife und kann bewusster spielen als mit 18 Jahren.

Bei einigen weiteren Nachfragen der Abgeordneten wurden auch kritische Töne angeschlagen und die Vertreter der Branche konnten vermitteln, was die Unternehmer derzeit besonders bedrückt. Die Gesetze sind weiterhin nach quantitativen Kriterien gestaltet und die Abstandsregelungen, all das könne in Zukunft das Aus für viele Unternehmen bedeuten.

Während Alfred Haas, der Vertreter des AV Baden-Württemberg, sachkundig über die branchenpolitische Situation im Land Auskunft gab, konnte die eloquente Justitiarin RAin Julia Lensing eine rechtliche Einordnung der baden-württembergischen Lage beitragen. Die BA-Geschäftsführerin Simone Storch informierte unter anderem über den Gästerückgang und beklagte, dass dieser spätestens nach Einführung der TR5 in allen Bundesländern zu verzeichnen ist. Gleichzeitig erfolgt eine Abwanderung in die Illegalität. Auch sie vermittelte dringlich, dass nur eine Regulierung nach qualitativen Kriterien sinnvoll und zielführend sein kann.

Holger Werner, der Geschäftsführer der GSP, gab anschließend einen Überblick über die Schulungsprogramme, die Spielhallenmitarbeiter in Baden-Württemberg und allen anderen Bundesländern absolvieren müssen. In Baden-Württemberg ist es so, dass eine Servicekraft ihre Arbeit in der Spielhalle erst beginnen darf, wenn sie eine Basisschulung von 14 Stunden absolviert hat.

Nach Abschluss der 90-minütigen Diskussionsrunde wurde mit Spannung die Führung von Michael Ott erwartet. Der Bezirksleiter arbeitet schon seit 15 Jahren bei Löwen Play und konnte der aufgeschlossenen Parlamentarierin Aufbau, Funktionsweise und Spielerschutzfunktionen direkt an den Geräten erklären. Leni Breymaier nahm sich auch ein paar Minuten um einmal kurz selbst an einem Automaten zu spielen.

Für die SPD-Abgeordnete war der Praxistermin aufschlussreich. „Ich hatte bis jetzt noch keine Berührung mit der Branche, finde es aber sehr interessant, die unterschiedlichen Perspektiven von allen Akteuren der Branche aufzunehmen. Mich hat gereizt, in eine ganz neue Thematik einzusteigen. Vor allem das Engagement des Spielerschutzes ist für mich erstmal eine neue Information“, so Breymaier.

Die Branchenvertreter hatten der Abgeordneten gegenüber keinen Zweifel daran gelassen, dass mit der aktuellen Regulierung das illegale Spiel gestärkt wird. Diese eindrückliche Erkenntnis nahm sie mit zurück in den Bundestag.

Dieser Termin zeigte einmal mehr wie wichtig die Information der Politiker vor Ort ist. Um eine an den Bürgern orientierte Politik zu machen, ist es von essentieller Bedeutung, dass Politiker den Alltag der Menschen und Unternehmen kennen lernen und sich mit den Problemen, aber auch den positiven Rückmeldungen aus der Gesellschaft auseinandersetzen. Es freut uns daher sehr, dass Leni Breymaier an dieser Stelle so viel Interesse für unsere Branche aufgebracht hat.

 

Erstellt: 12. September 2019

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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