Pressemeldung zum Parlamentarischen Abend in Schwerin – Automatenverbände fordern Regulierung des Glücksspiels nach qualitativen Maßstäben

 

Am Dienstag, den 27. August 2019 luden der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (AV) und Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) gemeinsam zum bereits dritten Parlamentarischen Abend in das Schweriner Stadtschloss, dem wohl schönsten Landtag der Bundesrepublik, ein. Zahlreiche Gäste aus allen Landtagsfraktionen, der Landesregierung und dem Wirtschaftsbereich sind der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, um sich mit Branchenvertretern über die Glücksspielregulierung in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch über Regulierungsfragen über die Landesgrenzen hinaus, auszutauschen.

In Redebeiträgen und Gesprächen stellten die Branchenvertreter zweifelsfrei fest, dass die derzeitige Rechtslage das legale und saubere Spiel schwächt und unsicheren, illegalen Angeboten Tür und Tor öffnet. Die Ziele des Glücksspielstaatsvertrages, das Entstehen von Glücksspielsucht zu verhindern, der Abwanderung der Nachfrage in Grau- und Schwarzmärkte entgegenzuwirken sowie einen effektiven Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten, sind zunehmend gefährdet. Ursächlich für diese Entwicklung sind rein quantitative Maßstäbe bei der Regulierung des gewerblichen Geldspiels, so die Branchenvertreter. Für die Zukunft gilt es die Qualität in den Mittelpunkt der Regulierung zu rücken, um so Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen gerecht zu werden.

In einer Pressemitteilung des AV und BA vom 29. August 2019 bekräftigt der AV die Forderung nach einer Regulierung des Glücksspiels nach qualitativen Maßstäben. Gern möchten wir Ihnen nachfolgend den Wortlaut der Pressemitteilung übersenden, die an die Medien in Mecklenburg-Vorpommern übermittelt wurde:

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Glücksspiel in Mecklenburg-Vorpommern

Automatenverbände fordern Regulierung des Glücksspiels nach qualitativen Maßstäben

Schwerin, 29. August 2019. Wenn es darum geht, das Glücksspiel in Mecklenburg-Vorpommern in geordnete Bahnen zu führen, sprechen sich Vertreter der Automatenverbände für eine Regulierung nach qualitativen Maßstäben aus. „Wir brauchen eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach Qualitätsmaßstäben. Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag muss das legale Spiel nachhaltig stärken.“, erklärte Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) auf dem parlamentarischen Abend am vergangenen Dienstag im Schweriner Stadtschloss. Wichtige Maßnahmen zur Qualitätssicherung seien demnach die Zertifizierung von Spielhallen, die Qualifizierung von Spielhallenmitarbeitern und regelmäßige Präventionstage zum Jugend- und Spielerschutz.

Hingegen sehen Branchenvertreter die Schließungen von Spielhallen nach quantitativen Maßstäben wie Mindestabstandsregelungen kritisch. Schließungen nach dem Rasenmäherprinzip würden lediglich zu Arbeitsplatzverlusten und zur Abwanderung von Freizeitspielern ins unkontrollierte Spiel im Internet oder sogar in die Illegalität führen. Hier gelte kein Jugend- und Spielerschutz, hieß es.

Steffen Rehr, 2. Vorsitzender Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (AV), plädiert indes für einen Schutz ordentlich geführter Spielhallen: „Wir, die Betriebe, die das legale Spiel geregelt in der Fläche anbieten, sehen uns genauso wie die staatlichen Lotterien oder Spielbanken als gleichberechtigte Marktteilnehmer. Nur zusammen können wir die Ziele des Glücksspielstaatsvertrages erfüllen und eine Balance zwischen attraktiven Angeboten, Wirtschaftlichkeit sowie Jugend- und Spielerschutz erreichen.“

Am vergangenen Dienstag hat im Schweriner Stadtschloss der dritte parlamentarische Abend stattgefunden. Eingeladen hatten hierzu Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (AV) Zahlreiche Gäste aus allen Landtagsfraktionen, der Landesregierung und dem Wirtschaftsbereich nutzten die Gelegenheit, um sich mit den Vertretern der Automatenbranche über die Glücksspielregulierung in Mecklenburg-Vorpommern und zu Regulierungsfragen über die Landesgrenzen hinaus auszutauschen. In einem Grußwort hieß die Vizepräsidentin des Landtags, Dr. Mignon Schwenke, die Gäste und Branchenvertreter herzlich willkommen.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) wurde bei der Veranstaltung von seinem Präsidenten Thomas Breitkopf vertreten. Breitkopf, gleichzeitig 1. Vorsitzender des AV: „Der BA unterstützt seine Mitgliedsunternehmer in Mecklenburg-Vorpommern, wie in allen anderen Bundesländern auch, in ihrem Kampf um den Bestand legaler Spielhallen und setzt sich konsequent für einen effektiven Spielerschutz und eine hohe Qualität der Spielhallen ein. Nur mit vernünftigen rechtlichen Rahmenbedingungen lässt sich die Zukunft des legalen Spiels gestalten.“

 

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Der BA setzt sich Seite an Seite mit seinen Mitgliedsverbänden und den in der DAW organisierten Spitzenverbänden für die Stärkung und den Erhalt des legalen Automatenspiels ein. Nur eine kohärente und insbesondere qualitätsorientierte Regulierung kann effektiven Jugend- Spieler- und Verbraucherschutz gewährleisten und gleichzeitig illegalen Angeboten ein Riegel vorschieben. Wir freuen uns, dass die Vetreter aus Poltik und Verwaltung dem offenen Austausch und der Diskussion der mitunter kontroversen Fragestellungen mit Offenheit und Interesse gegenüber stehen.
Die sich wiederholende positive Resonanz des Parlamentarischen Abends verdeutlicht, dass die Vertiefung des Dialogs vor Ort von großer Wichtigkeit ist, um eine nachhaltige Regulierung zu schaffen, welche die unterschiedlichen Interessen aller beteiligten Akteure berücksichtigt.

 

Erstellt: 30. August 2019

 

 

 

 

 

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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