Der Bundesverband Automatenunternehmer traf sich zur BA-Jahreshauptversammlung 2019 im Verbändehaus Handel –Dienstleistung – Tourismus – Neuer Vorstand – Viel zu tun!

Am 04. und 05. Juni 2019 fand turnusgemäß die diesjährige BA-Jahreshauptversammlung statt. Der Einladung von BA-Präsident Thomas Breitkopf und seiner Vorstandskollegen nach Berlin folgten Vertreter aus elf BA-Landes- und zwei Fachverbänden, um einen neuen Vorstand zu wählen. Neben der Wahl des BA-Vorstandes standen aktuelle Themen sowie Diskussionen zur strategischen Ausrichtung auf der Tagesordnung. Traditionsgemäß konnte auch ein Gastreferent gewonnen werden. Die 1. und die 2. Vorsitzenden sowie die Justitiare der BA-Mitgliedsverbände erwartete also eine spannende, inhaltlich dichte und zugleich abwechslungsreiche Tagesordnung.

 

BA-Präsident Thomas Breitkopf eröffnete die Sitzung und ließ im Jahresbericht des Vorstandes das Jahr 2018 Revue passieren. Dieser fasste die prägendsten Ereignisse zusammen. Dazu zählten der logistische und finanzielle Kraftakt der Umstellung aller Geldspielgeräte auf die Technische Richtlinie – TR 5.0, der „Tag des Automatenunternehmers“, die Meldeplattform BAlarm sowie Eckpunkte der Zusammenarbeit mit den Spitzenverbänden der Branche und dem Dachverband (DAW).

 

Im Anschluss daran folgte die Abhandlung der Regularien, wie der Vorstellung des Jahresabschlusses 2018 durch Vizepräsident und Schatzmeister Gundolf Aubke, die Entlastung von Vorstand, Schatzmeister und der BA-Geschäftsführerin, der Bericht der Rechnungsprüfer und die Vorstellung des Haushaltsvoranschlages. Schließlich stand die mit Spannung erwartete Wahl des BA-Vorstandes auf der Tagesordnung, die souverän durch den Wahlleiter, RA Stephan Burger, vollzogen wurde.

 

Das Ergebnis kennen sie bereits. Wie mit BAdirekt Nr. 33 vom 04. Juni 2019 informiert, wurde der bisherige BA-Vorstand – bestehend aus Präsident Thomas Breitkopf, Vizepräsident und Schatzmeister Gundolf Aubke sowie Vizepräsident Wolfgang Götz – im Amt bestätigt.

Als weiterer Vizepräsident wurde Dirk Fischer, Automatenkaufmann und Vorstandsmitglied des Fachverband Spielhallen e.V. sowie Mitglied im Automatenverband Baden-Württemberg e.V.) in das Amt als neuer Vizepräsident gewählt. Der viele Jahre aktive Vizepräsident, Wolfgang Voß, entschied, nicht erneut für das Amt des Vizepräsidenten zu kandidieren und machte seinem Kollegen aus Baden-Württemberg den Platz frei.

Unter stehendem Applaus des gesamten BA-Präsidiums und mit emotionalen Worten des BA-Präsidenten wurde, Wolfgang Voß gebührend verabschiedet.

Die verantwortungsvolle Aufgabe der Kassenprüfung nehmen weiterhin Petra Höcketstaller (2. Vorsitzende des Bayerischen Automaten-Verband e.V.) und Horst Hartmann (Vorstandsmitglied des Deutschen Automaten-Verband e.V.) wahr.

 

Im Anschluss an die Verbandsregularien berichtete der BA-Justitiar unter dem Tagesordnungspunkt „Recht und Politik“ über allgemeine juristische und politische Themenfelder. Der thematische Bogen reichte von der anstehenden Evaluierung der Spielverordnung, über die Diskussion um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag bis zu Entwicklungen der Umsatz- und Vergnügungssteuer. Traditionsgemäß berichteten die jeweiligen Justitiare und Vorsitzenden der Mitgliedsverbände über aktuelle Rechtsfragen aus den Verbandsgebieten. Demnach gestaltet sich die Lage weiterhin sehr unterschiedlich. Es gibt Länder, die einen sehr restriktiven und Länder, die einen eher liberaleren Kurs fahren. In allen Ländern jedoch scheint es, dass vor allem in den Verwaltungen aufgrund der Entwicklungen zum neuen Glücksspielstaatsvertrag eher abgewartet wird.

 

Diskutiert wurden ferner die neuen Entwicklungen der vom BA verantworteten anonymen Meldeplattform BAlarm. Durch diese besteht für jeden Unternehmer aus der Branche die Möglichkeit, wettbewerbswidriges Verhalten zu melden und damit einen Beitrag für einen fairen Wettbewerb zu leisten.

Natürlich steht die Plattform immer einmal wieder in der Kritik und ist auch aus Sicht der Unternehmer an der einen oder anderen Stelle etwas verbesserungswürdig, jedoch überwiegen die Vorteile erheblich die Nachteile; dafür investieren die Spitzenverbände viel Geld in die Plattform.

 

Nach diesem klaren Bekenntnis zu BAlarm stand als letzter Tagesordnungspunkt eine Aussprache zu den Arbeitsständen der im BA-Strategieworkshop vom 02. und 03. Mai 2019 in Frankfurt besprochenen Schwerpunkte an. Der BA zielt darauf ab, seine eigenen Kräfte zu bündeln und mit einer neuen strategischen Ausrichtung weitere Projekte zu starten, zum Beispiel die Durchführung einer Zentralkonferenz der Aufstellunternehmer. Auch das Strategie-Folgetreffen zur Sitzung im Mai wurde besprochen.

 

In angenehmer Atmosphäre kamen am Abend die fleißigen Sitzungsteilnehmer zu einem gemeinsamen Essen in der CLASSIC REMISE Berlin zusammen. Bei sommerlichen Abendtemperaturen ließen Vorstand, Präsidiumsmitglieder und Geschäftsstellenmitarbeiter den ereignisreichen ersten Tag der BA-Jahreshauptversammlung unter freiem Himmel ausklingen.

 

Der zweite Sitzungstag begann mit einem Gastreferat von Sebastian Frevel, Geschäftsführender Gesellschafter der Beratungsgesellschaft von Beust & Coll., zum Thema „Gefechtslage Glücksspielstaatsvertrag“. Pointiert wurde dem BA-Präsidium ein Überblick über den derzeitigen Verhandlungsstand gegeben. Frevel führte aus, welche Handlungsempfehlungen sich aus seiner Sicht für die politische Kommunikation ergeben. Im Anschluss daran nahmen die Sitzungsteilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen gerne wahr.

 

“Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum — besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“ Mit diesem zutreffenden Zitat von Willy Brandts eröffnete der BA-Justitiar die mit Spannung erwartete „Elefantenrunde“, ein Diskussionsformat angelehnt an die Talkrunden mit den Spitzenkandidaten der Parteien nach einer Wahl. Es diskutierten zur Frage „Ist die Verbandsstruktur der Branche noch zeitgemäß?“ BA-Präsident Thomas Breitkopf, Pit Arndt (Vorsitzender Deutscher Automaten-Großhandels-Verband e.V.), Martin Restle (Stellvertretender Vorsitzender FORUM der Automatenunternehmer e.V.),   Manfred Stoffers (Vorstandsmitglied Gauselmann-Gruppe) sowie RA Georg Stecker (Sprecher des DAW-Vorstandes). In ihren Eingangsstatements und der anschließenden Diskussion erörterten die Teilnehmer die zeitliche und organisatorische Entwicklung der Spitzenverbände und des Dachverbandes. Es herrschte weitgehende Einigkeit darüber, dass die derzeitigen Strukturen in der Praxis Erfolge aufweisen können, wenngleich es aufgrund sich verändernder Rahmbedingungen auch immer gilt, den Status Quo zu überprüfen und anzupassen.

 

Schließlich nahm der Sprecher des Vorstandes der DAW die Gelegenheit wahr, in einem gesonderten Tagesordnungspunkt, über die Arbeit des Dachverbandes zu berichten. Aktuell ist ein Hauptschwerpunkt der politischen Arbeit der Glücksspielstaatsvertrag ab 2021. Hier werden zahlreiche Gespräche geführt, um „die alte Denke“ abzubauen und den künftigen Regulierungsrahmen mitzugestalten. Neben der Bundespolitik ist ebenso die Zusammenarbeit mit den BA-Landes- und Fachverbänden von wichtiger Bedeutung, z.B. in den Koordinierungsrunden der Länder Rheinland-Pfalz, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, die Veranstaltung Parlamentarischer Abende und der Präventionstage.

 

Um 15:00 Uhr schloss BA-Präsident Thomas Breitkopf die lebhafte und intensive zweitägige Jahreshauptversammlung des BA. Er dankte allen Teilnehmern für ihre engagierte Mitarbeit sowie der BA-Geschäftsführerin, die mit ihrem gesamten Team zuverlässig für einen reibungslosen Ablauf der Jahreshauptversammlung sorgte. Im Anschluss hatten die Teilnehmer bei einem Glas Sekt die Möglichkeit die ereignisreichen Tage ausklingen zu lassen.

 

Die BA-Jahreshauptversammlung 2019 bot insgesamt eine Mischung aus Information und einen Raum für einen konstruktiven Austausch. Als wesentliches Ergebnis kann festgehalten werden, dass die politische Kommunikation immens an Bedeutung gewonnen hat und für die kommenden Jahre immer wichtiger wird. Das gilt sowohl für die Kommunikation, die sich an die Politik, Verwaltung und wichtige Entscheidungsträger richtet, aber auch für die Verbandskommunikation. Innerhalb einer immer komplexer werdenden Verbändelandschaft ist Abgrenzung notwendig, gleichwohl sollen Gemeinsamkeiten und Schnittstellen zum Erreichen gemeinsamer Ziele immer genutzt werden. In den nächsten Jahren stehen viel Arbeit und die Realisierung einer Vielzahl von Projekten an.

Der BA wird auch weiterhin mit starker Stimme die Interessen der Aufstellunternehmer auf Bundesebene vertreten und sich hierbei auf die vielfältigen Stärken seiner Mitgliedsverbände stützen.

 

 

 


Erstellt: 14. Juni 2019

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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