Organisierte Aufstellunternehmer wehren sich gegen haltlose und inakzeptable Vorwürfe von Prof. Dr. Gerhard Meyer

 

Mit BAdirekt Nr. 23 vom 18. April 2019 (Anlage) informierten wir Sie über das Jahrbuch Sucht 2019, herausgegeben durch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) und der darin erhobenen Vorwürfe von Prof. Dr. Gerhard Meyer (Universität Bremen). Demnach wirft Meyer der Branche vor, dass das legale Glücksspiel gesetzliche Vorgaben vorsätzlich ignoriere und ein ausgeprägtes Sucht- und Gefährdungspotential entwickle.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. kritisierte in seinem Rundschreiben die tendenziöse Pressemeldung, richtet sie sich doch an die falschen Adressaten. BA-Präsident Thomas Breitkopf: „Geräte, die in unseren Spielhallen und Gastronomieaufstellbetrieben stehen, werden von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) nach den gesetzlichen Vorgaben geprüft und zugelassen.“

 

Auch BA-Landes- und Fachverbände melden sich zu Wort und zeigen ihre Verärgerung. Bei den Unternehmern regt sich massiver Unmut über die Äußerungen von Prof. Dr. Meyer.

 

So weist der Bayerische Automaten-Verband e.V. (BAV) in einer Pressemitteilung vom 04. Juni 2019 die unseriösen und haltlosen Anschuldigungen entschieden zurück (Anlage). Andy Meindl, 1. Vorsitzender des BAV: „Das gewerbliche Spiel in Spielhallen und Gaststätten ist das sicherste Automatenspiel in Deutschland und unterscheidet sich hier signifikant von vergleichbaren Angeboten in Internet-Casinos oder vom illegalen Spiel in „Hinterzimmern“. Die Aufstell-unternehmer des gewerblichen Automatenspiels repräsentieren ein legales, geschütztes und gesetzlich reguliertes Spiel von maximaler Qualität und Transparenz und halten sich strikt an die umfassenden gesetzlichen Vorgaben“.

 

Auch auf den Jahreshauptversammlungen des Fachverband Spielhallen e.V. (FSH) und des Automatenverband Niedersachsen e.V. (AVN) wurde die Thematik diskutiert (Anlage).

Nach Auswertung der von staatlichen Institutionen veröffentlichten offiziellen und aktuellen Statistiken zum pathologischen Spiel, liegen die Spielhallen mit einer Anzahl problematischer und pathologischer Spieler von 7,9 % weiter unter den Werten des „kleinen“ und „großen Spiels“ in den Spielbanken und Online-Casinos. Gerade beim Glücksspiel im Internet ist inzwischen jeder Vierte suchtgefährdet. Von anderen Suchtmitteln wie Alkohol, Tabak und Drogen, welche ähnliche oder noch höhere Werte erreichen, müsse man gar nicht erst anfangen. „Dennoch“, so der Vorsitzende des FSH, Frank Waldeck, „sei es gerade das terrestrische Spiel, das konstant von Suchtstellen und übereifrigen Politikern angegriffen werde“ und ruft zu einem fairen und ehrlichen Umgang zwischen Branche und Hilfesystem auf.

 

Der BA schließt sich der deutlich vorgebrachten Kritik aus den Reihen seiner Mitgliedsverbände zu den Veröffentlichungen von Prof. Dr. Gerhard Meyer an und bekräftigt seine Aussage vom April: „Es zeigt sich nun, dass durch die gesetzlichen Vorgaben die Geräte deutlich an Attraktivität verloren haben, was die Abwanderung der Spielgäste in Hinterzimmer, Café-Casinos sowie ins illegale Online-Spiel massiv angekurbelt hat. Zusammen mit einer Vielzahl von Schließungen von Spielhallen aufgrund der Landesspielhallengesetze können wir den im Glücksspielstaatsvertrag geforderten Kanalisierungsauftrag, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, nur noch eingeschränkt nachkommen. Weitere Beschneidungen werden eine Reihe unserer Unternehmen nicht überleben.

 

Die Pressemeldung der DHS ist ein Schlag ins Gesicht all jener Unternehmer, die den Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz ernst nehmen und tagtäglich in ihren Betrieben umsetzen.“

 

Wir stellen fest: Die von Prof. Meyer vorgebrachten Vorwürfe sind haltlos und inakzeptabel. Unsere organisierten Aufstellunternehmer stehen für das legale Spiel.

Der BA bekräftigt damit seine Forderung an die die DHS, mit den Anbietern des legalen Spiels, organisiert in den BA-Landes- und Fachverbänden, an Konzepten zur fortwährenden Weiterentwicklung des Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutzes zu arbeiten und die haltlosen Angriffe auf unser legales Gewerbe zu unterlassen. Die andauernde Blockadehaltung gegenüber unseren Aufstellunternehmern muss aufgegeben werden. Nur durch ein gemeinsames Miteinander kann problematischen Spielern effektiv geholfen werden.

 

 

Erstellt: 12. Juni 2019

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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