Jahreshauptversammlung des Deutschen Automatenverband e.V. in Essen

 

Am Dienstag, den 21. Mai 2019, fand die Jahreshauptversammlung des Deutschen Automatenverband e.V. (DAV) im traditionsreichen Tagungsort Philharmonie Saalbau Essen mitten im Ruhrgebiet in Essen statt.

Der Fragestellung „Wo stehen wir heute?“ widmete sich Horst Hartmann, Vorstandsmitglied des DAV, gleich zu Beginn der Versammlung und analysierte die Lage der Branche. Dabei stellte er fest: „In Politik und Verwaltung ist angekommen, dass die Branche für das legale Spiel steht. Diese Botschaft wurde erfolgreich transportiert.“ Gleichzeitig regte er an: „Eines muss aber ebenso klar gemacht werden, dass wir stark reglementiert und weitere Restriktionen nicht sinnvoll sind, wenn die Unternehmen wirtschaftlich arbeiten und gleichzeitig die hohen Anforderungen an Qualität im Jugend- und Spielerschutz erfüllen sollen.“

In seiner Ansprache hob er die gute Zusammenarbeit zwischen dem DAV und dem Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) – allen voran mit dem Vorstandssprecher RA Georg Stecker – hervor.

Er beschrieb die Arbeit des Vorstandes im Schulterschluss mit der DAW: „Wir sprechen mit allen Fraktionen, wir besuchen Veranstaltungen, wir sind bei den Parteitagen dabei und wir kümmern uns darum, die Botschaft unserer Branche nach außen zu tragen. Unser Ziel ist der Erhalt aller ordentlich arbeitenden Betriebe.“ Dabei betonte er, dass es beim DAV nicht um „Klein“ und „Groß“ gehe. „Auf Bundesebene“, so Hartmann, „ ist die Zusammenarbeit mit dem  Bundesverband Automatenunternehmer e.V.(BA) gut und intensiv. Wir nehmen regelmäßig an den BA-Präsidiumssitzungen in Berlin teil. Wir bringen unsere Kompetenz und unsere politischen Kontakte in NRW und darüber hinaus auf Bundesebene ein.“

Für den  DAV nimmt Horst Hartmann als Kassenprüfer an der satzungsgemäßen Prüfung des BA teil, die gerade erst gewesen ist.

Er betonte an dieser Stelle den geordneten und nachvollziehbaren Ablauf in der Buchführung der Bundesgeschäftsstelle. Hartman informierte die Anwesenden, dass er gemeinsam mit Herrn Fischer an der Anfang Juni stattfindenden BA-Jahreshauptversammlung teilnehmen wird.

Schließlich stellte er jedes Vorstandsmitglied mit seinen speziellen Kompetenzen vor und bedankte sich bei seinen Mitstreitern sowie dem neuen Justitiar RA Bernd Fröhlingsdorf und der versierten Geschäftsstellenleiterin Bettina Kaiser, die auch die Versammlung mit der nötigen „Liebe zum Detail“ hervorragend vorbereitet hatte. Auch dem DAW-Länderreferent Nico Ernstberger wurde für seinen fleißigen Einsatz in der Koordinierungsrunde, bei den Parlamentarischen Abenden und auf Parteitagen – alles Projekte, die von der DAW maßgeblich unterstützt werden – gedankt.

In seinem anschließenden Beitrag machte der Ehrenvorstandsvorsitzende des DAV, Karl Besse, deutlich, wie wichtig es ist, dass sich jedes Mitglied in seinem Verband wiederfindet. „Artenvielfalt“ wird derzeit überall positiv propagiert. „Also, lassen wir doch auch die „Artenvielfalt“ auch in unserer Branche zu! Groß ist nicht besser als Klein, Klein nicht besser als Groß! und darum tut jedes Unternehmen gut daran sich auch in schwierigen Zeiten, einem fairen Wettbewerb zu stellen.“, so Besse.

Gerne ehrte er die Jubilare des Landesverbandes. So sind im DAV bereits seit 60 Jahren Aufstellunternehmer organisiert.

Auch der BA gratuliert den Unternehmern für die erfolgreiche Unternehmensführung und ihr Engagement in einem Wirtschaftsverband!

Angenehm spontan fiel der Aufruf von Wolfgang Pütz und Freddy Fischer auf. Beide richteten den Aufruf mit Fragen an die jungen Unternehmer: Wird in zehn Jahren noch an unseren Geräten gespielt? Wo überall finden wir in unseren Betrieben Digitalisierung? Wie können wir diese Entwicklung aktiv begleiten? Diese und andere Fragestellungen warten auf die nachfolgende Unternehmergeneration. Sie luden interessierte junge Unternehmer nach der Sommerpause zu einem Treffen: „Zukunft denken, die junge DAV-Gruppe“ ein.

Interessant auch der Vortrag von RA Bernd Fröhlingsdorf. Der DAV-Justitiar, der bereits am Morgen vor der DAV- Jahreshauptversammlung einen Gastro-Workshop durchführte, berichtete über diverse Verfahren zur Vergabe glücksspielrechtlicher Erlaubnisse in NRW. Die Praxis des Auswahlverfahrens zur Erlaubniserteilung gestaltet sich in den Kommunen sehr unterschiedlich. Demnach ist nach der aktuellen Rechtsprechung nach wie vor unklar, welcher Betrieb die Erlaubnis bekommt. „Wir sind wieder am Anfang! Oder im digitalen Wording zu bleiben: Wir befinden uns im Stadium des Reset!“, so Fröhlingsdorf. Auch zu Fragestellungen der Härtefälle nahm RA Fröhlingsdorf Stellung.

Zur Vergnügungssteuer setzte sich der DAV-Justitiar kritisch mit dem Argument der Erdrosselung auseinander.

Auch äußerte er sich zur gleichzeitigen Aufstellung von Wett-Terminals und Geldspielgeräten in der Gastronomie und riet dringend davon ab, insbesondere solange noch glücksspielrechtliche Verfahren laufen.

Ein sehr schöner und zuweilen rührender Augenblick bei der DAV-Jahreshauptversammlung ist immer wieder die Vergabe des Karl-Besse-Preises, den seit 2014 ausgewählte soziale Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen erhalten, die besondere Projekte bestreiten. In diesem Jahr ging der Preis nach Dülmen.

Burkhard Revers fand einleitende Worte zur Begrüßung des Laudators zum diesjährigen Karl-Besse–Preis, Herrn Henning Höne, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion im Landtag von NRW. In seiner kurzen Laudatio stellte Höne die Preisträger vor und betonte, dass es viele Aspekte gibt, sich mit bürgerschaftlichem Engagement in die Gesellschaft einzubringen. Neben der finanziellen Zuwendung, die sozialen Einrichtungen immer helfen, ist vor allem auch ein ganz großes Plus, dass die Menschen aus dem Umgang miteinander lernen. „Immer wenn Menschen für ihr unmittelbares Umfeld Verantwortung übernehmen, profitiert die Gesellschaft“, so der junge Abgeordnete. „Soziale Kompetenzen werden durch solche Projekte gestärkt. Die kann man nicht digitalisieren – und das ist auch gut so.“

Schließlich kam die Leiterin der Einrichtung zu Wort und stellte der Versammlung die Familienbildungsstätte Dülmen mit einem kurzen Film vor. In diesem Jahr wurden jugendliche Seniorenbegleiter ausgezeichnet. Es handelt sich um Jugendliche kurz vor dem Erwachsenenalter, die nach 40 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis in der Lage sind, alte Menschen, die zum Beispiel an Demenz leiden, im Alltag zu begleiten.

Die jugendlichen Erwachsenen wurden ebenfalls interviewt und ernteten viel Beifall. – Mich persönlich haben die Interviews sehr berührt, zeigen sie doch, welch ausgeprägte menschliche Reife junge Menschen haben können indem sie freiwillig Aufgaben annehmen und Verantwortung übernehmen. Respekt für so viel Einsatz! Mit dem Karl-Besse-Preis bringen die Unternehmer im DAV ihr soziales Engagement klar zum Ausdruck und geben damit ein wichtiges Signal an die Politik und in den gesellschaftlichen Raum.

Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es dann wieder um die eigentlichen Themen der Aufstellunternehmer – es ging um TR 5. Im letzten halben Jahr war TR 5 das Top-Thema bei der Aufstellerschaft, was sich auch in jeder BA-Mitgliedsverbandssitzung wiederspiegelt. Auch in Essen kamen die Unternehmer hinsichtlich Informationsbedarf auf ihre Kosten. Arthur Stelter von der Löwen Entertainment GmbH hielt einen informativen Vortrag zum richtigen Umgang mit der digitalen Signatur. Von der Merkur Casino GmbH konnte Axel Bornemann die Unternehmer über den erfolgreichen Umgang mit TR 5 informieren. Beide standen noch vor Beginn der Versammlung sowie während der Pausen an den jeweiligen Messeständen für individuelle Fragestellungen zur Verfügung. Vertreter auf der Messe waren auch eine Reihe von Dienstleistern, die gerne ihre Angebote präsentierten und mit den Unternehmern ins Gespräch kamen.

Die hervorragend organisierte Versammlung schloss gegen 17 Uhr.

 

 

Erstellt: 29. Mai 2019

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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