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Die erste Sitzungswoche der Spitzenverbände unter dem Dach des Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) in diesem Jahr ist vorüber. Die Ausrichtung der Verbandsarbeit für 2020 steht.

Wie gewohnt trafen sich die ehrenamtlichen Verbandsvertreter des BA-Präsidiums in Berlin, um sich teilweise über drei Tage hinweg zusammen mit den anderen Spitzenverbänden den dringenden Themen der Branche anzunehmen. Generell werden die Sitzungen analog zu den Sitzungswochen des Deutschen Bundestages terminiert, um die größtmögliche Effizienz in der Kontaktpflege im Einklang mit den Branchenaktivitäten in der politischen Hauptstadt zu erreichen.

Beim BA begann der Sitzungsmarathon mit der BA-Vorstandssitzung am Dienstag den 14. Januar. Thomas Breitkopf (Präsident), Gundolf Aubke (Vizepräsident und Schatzmeister), Wolfgang Götz (Vizepräsident) und Dirk Fischer (Vizepräsident) trafen sich gemeinsam mit den Gästen Frank Waldeck (1. Vorsitzender Niedersächsischer Automaten-Verband e.V.) und Martin Reuvers (2. Vorsitzender Nordwestdeutscher Automaten-Verband e.V.) in der BA-Geschäftsstelle in Berlin-Mitte. Sie besprachen die aktuellen Entwicklungen in der Rechtsprechung und der politischen Landschaft, die auch über die Weihnachtstage kaum eine Pause gemacht hatten. Das hervorstechendste Thema war, wie zu erwarten, der Glücksspielstaatsvertrag 2021, der ohne Frage die Branche auch in diesem Jahr intensiv beschäftigen wird. Zusätzlich wurden neueste wissenschaftliche Publikationen diskutiert und konkrete Dienstleistungen, die der BA für seine Landes- und Fachverbände erbringen wird, erörtert.

Am Mittwoch dann wurde im Maritim proArte Hotel in Berlin die BA-Präsidiumssitzung durchgeführt. Auch die Präsidiumsmitglieder diskutierten ausgiebig über die aktuellen Geschehnisse in den Ländern und besonders über den Glücksspielstaatsvertrag. Hierzu war RA Georg Stecker, der Vorstandssprecher des Dachverbandes DAW, als Gastredner eingeladen. Er berichtete über aktuelle Sachstände und diskutierte zusammen mit den Unternehmern wesentliche Fragestellungen zum Glücksspielstaatsvertrag. Anschließend ging es um die Abklärung der wissenschaftlichen Faktenlage des Glücksspielmarktes und um die Abstimmung einiger BA-Projekte und Arbeitskreise wie zum Beispiel BAlarm. Auch die Vorstandssitzung des Dachverbandes am darauffolgenden Tag wurde vom BA-Präsidium vorbereitet.

Am Mittwochabend lud die DAW dann zu ihrem großen Neujahrsempfang in das Tipi am Kanzleramt ein. In einer tollen Atomsphäre bei stimmungsvoller Beleuchtung und guter Unterhaltung konnten über 400 Gäste aus Politik und Gesellschaft begrüßt werden. Inhaltlich wurde die Veranstaltung von der Diskussion um die Glücksspielregulierung getragen. Die anwesenden Verbandsvertreter waren sich einig, dass diese sich leider weiterhin in vielen Punkten in einer Schieflage befindet und teilweise an der Realität vorbei geht. Gerade im Bezug auf das immer stärker wachsende Online-Spiel wurden die überholten Regulierungen kritisiert. In der Tat ergibt es keinen Sinn, dass Spielhallen aufgrund von Mindestabstandsregelungen reihenweise schließen müssen, obwohl jede Person per Smartphone durchgehenden Zugriff auf illegale oder unregulierte Angebote im Internet hat. Mit eindringlichen Worten mahnte auch der Vorstandssprecher des Dachverbandes, Georg Stecker, dass Qualität in die Glücksspielregulierung Einzug finden sollte. Die anstehende Neuauflage des Glücksspielstaatsvertrages bietet Hoffnung, dass der Glücksspielmarkt endlich kohärent gestaltet wird und qualitativ hochwertige Angebote den Markt bestimmen.

Bei den Gästen gab es keinen Zweifel: Die Automatenbranche steht vor einem entscheidenden Jahr. Der BA wird gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden und im Schulterschluss mit den vier Spitzenverbänden unter dem Dach der DAW die anstehenden Aufgaben koordiniert weiterverfolgen.

 

Erstellt am: 17.01.2020

Zu Beginn des neuen Jahres und gleichzeitig neuen Jahrzehnts wünscht Ihnen der BA viel Glück, Gesundheit und Erfolg, sowohl im Privaten als auch mit Ihrem Unternehmen.

Aktualisierung der Spielrelevanten Informationen

Zunächst möchten wir Sie darüber informieren, dass sich die Spielrelevanten Informationen geändert haben. Die Änderung bezieht sich auf Punkt 5 und kann der pdf Anlage (206 KB) entnommen werden.

Wir bitten Sie, die aktualisierte Version sowohl im Sozialkonzept als auch für den Aushang in unmittelbarer Nähe der Geldspielgeräte auszutauschen. Im Sozialkonzept befinden sich die Spielrelevanten Informationen auf der ersten Seite des Anhangs.

Entscheidungsjahr 2020

Mit Hinblick auf die Debatte um den Glücksspielstaatsvertrag wird das Jahr 2020 ein entscheidendes Jahr für die gesamt Branche sein. Einigen sich die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag, werden die Bundesländer ihre jeweiligen Ausführungsgesetze und landesspezifischen Spielhallenregelungen auf den Weg bringen. Natürlich werden diese Entwicklungen intensiv von den BA-Landesverbänden sowie dem BA und der DAW begleitet. Nur gemeinsam können wir unsere Interessen auf dem zukünftigen Glücksspielmarkt durchsetzen!

Zunächst steht gleich zu Beginn des neuen Jahres, am Freitag, den 10. Januar, eine mündliche Anhörung zum Niedersächsischen Glücksspielgesetz an. Im Vorfeld haben hier der Automatenverband Niedersachsen e.V. (AVN) und die DAW jeweils schriftlich Stellung bezogen.

Es stehen schwierige und herausfordernde Aufgaben an, denen wir uns auch in 2020 stellen werden.

 

 

Erstellt: 08. Januar 2020

beim Bundesfinanzhof (BFH) sind aktuell zwei Verfahren unter den Aktenzeichen XI R 23/18 und XI R 26/18 zur Frage der Rechtswidrigkeit der Umsatzsteuer aus dem Betrieb von Geldspielgeräten anhängig. Eine mündliche Verhandlung hat am 11. Dezember 2019 stattgefunden, es wurde jedoch noch kein Urteil verkündet.

Im Hinblick darauf, dass mit Ablauf des Jahres 2019 weitere Jahre in Bestandskraft erwachsen, kann es sinnvoll sein, entsprechende Änderung für diese Jahre gem. § 164 AO bis zum Jahresende beim zuständigen Finanzamt zur Fristwahrung zu beantragen. Betroffen sind grundsätzlich die Jahre 2014 und davor.

Sobald das Urteil verkündet ist, kann der Änderungsantrag zurückgenommen oder eingehend begründet werden.

Wir danken dem Deutschen Automaten-Verband e.V. (DAV) für die Zurverfügungstellung seines Rundschreibens.

 

Erstellt: 20. Dezember 2019

Seit dem 01. Januar 2015 gilt in Deutschland für alle Arbeitnehmer ab 18 Jahren ein einheitlicher, flächendeckender Mindestlohn. Der Mindestlohn startete im Jahr 2015 mit einer Höhe von 8,50 EUR brutto je Arbeitsstunde und hat nach weiteren Erhöhungen zum 01. Januar 2017 und zum
01. Januar 2018 derzeit die Höhe von 9,19 EUR pro Arbeitsstunde erreicht.

Zum 01. Januar 2020 wird der Mindestlohn 9,35 EUR brutto je Arbeitsstunde betragen.

Im Laufe des Jahres 2020 wird die Mindestlohnkommission erneut zusammentreten und einen Vorschlag für den Mindestlohn ab dem Jahr 2021 erarbeiten. Das letzte Entscheidungsrecht für den Mindestlohn liegt allerdings bei der Bundesregierung, die den Vorschlägen der Mindestlohnkommission jedoch in aller Regel folgt.

Wir empfehlen Ihnen aufgrund der neuen Höhe des Mindestlohns, Ihre bisherigen Gehaltszahlungen zu überprüfen und ggf. anzupassen. Eine Änderung der bestehenden Arbeitsverträge ist in aller Regel nicht erforderlich, da die Anpassung automatisch zu erfolgen hat.

Kritisch kann die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns insbesondere bei Minijobbern sein, da die Grenze von 450 EUR bereits dann überschritten wird, wenn ein Arbeitnehmer mehr als 48,12 Stunden pro Monat arbeitet. Ist im Arbeitsvertrag nun eine feste Arbeitszeit vereinbart, die zu einer Überschreitung der 450 EUR Grenze führt, entsteht in aller Regel ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. In diesem Falle empfehlen wir Ihnen dringend eine Anpassung des Arbeitsvertrages (Reduzierung der Stunden).

Für konkrete Auskünfte stehen Ihnen die Justitiare Ihrer BA-Mitgliedsverbände zuverlässig zur Verfügung.

 

 

 

Erstellt: 20. Dezember 2019

Für die Branche geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Wir wünschen Ihnen für die bevorstehenden Weihnachtstage Ruhe und Harmonie. Lassen Sie das vergangene Jahr Revue passieren und schöpfen Sie Kraft und Zuversicht für die kommenden Aufgaben im neuen Jahr.

Der BA bedankt sich herzlich für Ihr Vertrauen und Engagement und wünscht Ihnen, Ihrer Familie und den Mitarbeitern der Betriebe alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen.

Unsere BA-Geschäftsstelle ist vom 23. Dezember 2019 bis einschließlich 01. Januar 2020 geschlossen.
Ab dem 02. Januar 2020 sind wir gerne wieder für Sie da.

 

Herzliche Grüße
Ihr Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

 

erstellt: 19. Dezember 2019

Im Rahmen eines Informationsaustauschs des Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft e.V. (BDWi) mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fand am Montag, den 09. Dezember 2019, ein Gespräch zwischen dem Präsidialrat des BDWi, dem Bundeswirtschaftsminister, Peter Altmaier, sowie dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister, Christian Hirte, statt. Neben einer Reihe anderer Branchen aus dem Dienstleistungssektor, wie der Zeitarbeit, der privaten Altenpflege und dem Bewachungsgewerbe, war auch die Automatenbranche durch unseren BA-Präsidenten Thomas Breitkopf, den Vorsitzenden des Forum der Automatenunternehmer e.V. (FORUM), Andreas Engler, sowie der BA-Geschäftsführerin, Simone Storch, vertreten. Entsprechend der Teilnehmer wurden viele unterschiedliche Themenbereiche angesprochen. Dies zeigte einmal mehr, dass in jeder Branche ein permanentes Ringen für die Umsetzung der unternehmerischen Interessen, nur durch Informationsaustausch und mit gegenseitigem Verständnis für die Problemlagen erreicht werden kann.

Die Branchenvertreter sprachen im Wirtschaftsministerium vor allem die Spielverordnung an. Sie berichteten über ihre Erfahrungen mit der Umsetzung der Technischen Richtlinie 5.0 und mit dem Abbau des 3. Gerätes in der Gastronomieaufstellung. Dabei mahnten sie, dass der Verlust an Attraktivität der Geldspielgeräte zu Lasten des Spielerschutzes gehe. „Unser legales terrestrisches Angebot entfaltet seine Wirkung nur, wenn die Spielgäste gerne an unseren Automaten spielen. Wenn das nicht mehr der Fall ist, wandert zumindest ein Teil in unregulierte illegale Bereiche ab, wo es keinen Jugend- und Spielerschutz gibt.“, so Thomas Breitkopf. Andreas Engler positionierte sich vor allem zur Gastronomieaufstellung. Hier werden große Anstrengungen unternommen, um in den gastronomischen Betrieben den Jugend- und Spielerschutz zuverlässig umzusetzen.

Auch die Qualifizierung des Berufszugangs war Gesprächsthema. Die Branchenvertreter hoben deutlich hervor, wie wichtig es ist, dass der Unternehmer seine Verantwortung vollumfänglich wahrnimmt und dafür die entsprechende Qualifikation besitzt. 

Insgesamt war der Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine sehr gelungene und interessante Veranstaltung, bei der die Automatenbranche eine Reihe ihrer Problemfelder platzieren konnte.

 

 

Erstellt: 16. Dezember 2019

Zur gemeinsamen Wintersitzung luden Detlev Graß, 1. Vorsitzender des Nordwestdeutschen Automatenverband e.V. (NAV), und Heinz Basse, 1. Vorsitzender des Automaten-Verband Niedersachen e.V. (AVN), ihre Mitgliedsunternehmer in die urbane, im Industrial Style gestaltete Location Hudson Eventloft nach Bremen ein. Der Einladung folgten zahlreiche Teilnehmer, so dass der Saal voll besetzt war. Eine Reihe von Ausstellern platzierten ihre neuen und interessanten Produkte und Dienstleistungsangebote ebenfalls im Saal, so dass das entsprechende Umfeld für einen produktiven Austausch in moderner Atmosphäre gegeben war.

Die Begrüßung übernahm Detlev Graß der insbesondere Carsten Meyer-Heder, Landesvorsitzender der CDU Bremen, ankündigte. Der sympathische IT-Unternehmer richtete später sein Grußwort an die Mitgliedsunternehmer und brach eine Lanze für den Mittelstand. Er betonte in seiner Rede, dass gerade Mittelständler klare Vorgaben brauchen, um ein in die Zukunft gerichtetes Unternehmen führen zu können. Er bekannte sich zur Branche und stellte sich als Ansprechpartner gerne zur Verfügung, um die Interessen der Automatenaufstellunternehmer zu vertreten.

Zuvor jedoch übernahm der 1. Vorsitzende des AVN, Heinz Basse, das Wort. Ein Höhepunkt gleich zu Beginn der Veranstaltung, da jeder im Saal wusste, dass Heinz Basse nach Geschäftsaufgabe seinen Landesvorsitz niederlegen wird. Basse erklärte seine Überlegungen für diesen Schritt. „Die rasante Entwicklung der Branche hat in den letzten Jahren das Arbeitspensum exorbitant nach oben getrieben. Manches im Privatleben musste ich stark zurückfahren und so konnte ich mich daher auch nur eingeschränkt um wichtige private Themen kümmern. Ich gehe aber mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Natürlich freue ich mich auf etwas mehr Entspannung in Zukunft“, so Basse. „Ich habe aber in den vielen Jahren meiner ehrenamtlichen Tätigkeit auch viele positive Erfahrungen sammeln dürfen. Ich habe außergewöhnliche Menschen kennengelernt, besondere Situationen erlebt und konnte in einer schwierigen Zeit zusammen mit meinen Kollegen einiges bewegen. Ich danke allen, die an meiner Seite standen und die mit mir zusammengearbeitet haben“, so der 1. Vorsitzende. „Für die Zukunft freue ich mich, dass mein Amt Frank Waldeck übernehmen wird. Frank ist nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern ein Profi in der politischen Arbeit. Dies hat er in den letzten Jahren, neben seinem Vorsitz im Fachverband Spielhallen e.V., natürlich auch im Vorstand unseres Landesverbandes mehr als nur einmal bewiesen.“ Frank Waldeck übernahm im Anschluss an die emotionale Rede, die mit Standing Ovations honoriert wurde, das Wort und dankte für das Vertrauen. Er versicherte den Unternehmern, dass er sich auch in seiner neuen Funktion mit aller Kraft für die Belange des kleinen und mittelständischen Unternehmers einsetzen wird. Viele Anwesende waren nach der Ansprache von Basse emotional berührt.

Der Präsident des BA, Thomas Breitkopf, zollte Heinz Basse als Gastredner gleich im Anschluss seinen Respekt für die hervorragende ehrenamtliche Arbeit über Jahre hinweg und dankte ihm für die zuverlässige Zusammenarbeit, auch als Vizepräsident im BA-Vorstand.

In seiner kurzen Ansprache versicherte er allen Anwesenden, dass er mit seiner Person und in seiner Funktion als BA-Präsident immer für alle Landes- und Fachverbände einstehe. Dies galt in der Vergangenheit und wird in der Zukunft gelten, solange er die Verantwortung als BA-Präsident trägt. „Solange ich die Verantwortung als BA-Präsident trage, setze ich mich zusammen mit meinen Vorstandskollegen ausschließlich für die Interessen der Aufstellunternehmer ein. In diesem Zusammenhang rufe ich Sie alle zur Geschlossenheit innerhalb der Reihen der Aufsteller auf. Ich bin fest davon überzeugt, nur wenn wir geschlossen agieren sind wir in der Lage gegenüber der Politik stark und überzeugend aufzutreten.“ Breitkopf berichtete abschließend von einem Besuch und Erfahrungsaustausch im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Die Geschäftsführerin des BA, Simone Storch, brachte einen „Bauchladen“ der Serviceangebote des BA für die in den BA-Mitgliedsverbänden organisierten Aufstellunternehmer mit. So stellte sie die vom BA entwickelte App „BAInfo“ vor und motivierte die Unternehmer, auch BAlarm zu nutzen. „Qualität ist der Dreh- und Angelpunkt für die Zukunftssicherung der Branche, daher engagieren wir uns vor allem auch in Projekten, die Die Deutsche Automatenwirtschaft ins Leben gerufen hat. Die Umsetzung der Präventionstage, die Qualifizierung des Berufszugangs oder auch die Außengestaltung von Spielhallen, all das fließt in unser operatives Tagesgeschäft mit ein. Hier arbeiten wir eng mit den Spitzenverbänden und der DAW zusammen.“ Gegen Ende ihres Vortrages bedankte sie sich, auch im Namen der Mitarbeiter der BA-Geschäftsstelle, für die gute Zusammenarbeit, die Heinz Basse über Jahre hinweg mit dem BA gepflegt hat.

Anschließend übernahm der Justitiar des AVN und NAV, Prof. Dr. Florian Heinze, das Wort und führte unter dem Motto „Recht aktuell“ die Unternehmer durch die Rechtslage in Niedersachsen und Bremen. Er versprach den Anwesenden, dass die Verabschiedung des Niedersächsischen Glücksspielgesetzes (NGlüSpG) voraussichtlich im ersten Quartal 2020 im Landtag erfolgen wird und umriss in einer atemberaubenden Sprechgeschwindigkeit unter anderem die fünf Schwerpunkte des Gesetzes. Dabei ging er auf die Regelung des Auswahlverfahrens zwischen miteinander in echter Abstandskonkurrenz befindlichen Spielhallen, den Vertrauensschutz für ausgeloste Spielhallen, die Schaffung einer neuen Härtefallregelung und die Verbote sowie die Installation eines Spielersperrsystems (Modell „OASIS“/Hessen) ein. Auch eine Reihe von Beispielen für das Auswahlverfahren legte er den Anwesenden dar. Ebenso Beispiele für Härtefälle im Sinne des § 10e des Entwurfs des NGlüSpG. Themen in seinem Vortrag waren auch der Vertrauensschutz sowie Fristen. Anschließend ging er auf das Bremische Spielhallengesetz (BremSpielhG) ein. Er konzentrierte seine Ausführungen hier vor allem auf die Ablehnung von Anträgen wegen gewerblicher Unzuverlässigkeit, insbesondere auch die Entscheidung über Härtefallanträge gemäß § 11 BremSpielhG und kritisierte, dass die Stadt Bremen teilweise rechtlich zweifelhaft entschieden habe.

Nach der Kaffeepause stand ein gerade für den Mittelstand hochbrisantes Thema auf der Tagesordnung – die Personalsuche in der Automatenwirtschaft. Kerstin Schäfer, Geschäftsführerin von Hobby Play Spielgeräte Vertriebs GmbH, berichtete über Probleme, die sich im Bereich Personalsuche in den letzten Jahren erheblich verstärkt haben. So hat sich der Markt vollständig gewandelt. Während sich früher der Arbeitgeber das Personal in den Spielhallen aussuchen konnte, suchen heute Bewerber den Arbeitgeber aus. Gleichzeitig ist die Qualität der Arbeit der Mitarbeiter in den letzten Jahren massiv zurückgegangen, so dass die Spielhallen vor großen Herausforderungen stehen. Neben der Homepage nutzt Schäfer vielfältige Wege um Personal zu rekrutieren und fragte auch in die Runde, wie dies in anderen Unternehmen bewältigt wird.

Über ähnliche Problemstellungen berichtete auch Lars Holdgrewe, Bereichsleiter Personal bei der Merkur Casino GmbH. Das Thema Schnelligkeit des Bewerbungsprozesses ist eines seiner Erfolgsfaktoren in der Rekrutierung von Mitarbeitern. Wochenlanges Warten auf Antworten, lange Bewerbungsschreiben, all das ist derzeit nicht angesagt. Maximal 14 Tage dauert der Prozess vom Eingang der Bewerbung bis zur Einstellung. Holdgrewe zeigte in verschiedenen Diagrammen, welche Maßnahmen zur Rekrutierung am erfolgversprechendsten seien. Die digitale Welt bestimmt auch hier zunehmend den Markt. Beide Referenten betonten, dass die Kontaktpflege, die Förderung und ein angenehmes zwischenmenschliches Miteinander für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausschlaggebende Punkte sind, sich an ihr Unternehmen gebunden zu fühlen.

Die Zukunft der Gastronomieaufstellung war der letzte, mit Spannung erwartete Tagesordnungspunkt. Versiert wurde die Gesprächsrunde von Prof. Dr. Heinze moderiert. Lars Rogge, der aus einem traditionellen klassischen Familienbetrieb der Gastronomieaufstellung kommt, die Firma wurde bereits 1926 gegründet, und Detlev Graß, der auf mehr als 40 Jahre Berufserfahrung in der Gastronomieaufstellung zurückblicken kann, waren souveräne und fachlich hervorragend geeignete Protagonisten für diese Runde.

Gleich zu Beginn stellte Prof. Dr. Heinze die provokante Frage, ob die Reduzierung von 3 auf 2 Geräten für die Gastronomie überhaupt tragbar ist. Hierzu gab es die Meinung, dass der Abbau für die Gastronomieaufstellunternehmer natürlich eine extreme Belastung ist. Gleichzeitig wird das Überleben der Gastronomieaufstellung bei guten anderen Rahmenbedingungen auch mit zwei Geräten noch möglich sein. Sie warnten jedoch davor, dass eine vermehrte Abwanderung in den illegalen Online-Markt, aber auch in Hinterzimmer, sogenannte Cafe-Casinos, zu beobachten ist. „Hier entwickelt sich etwas, was die Politik nicht gewollt haben kann“, so Graß.

Jugend- und Spielerschutz, ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Gastronomieaufstellung, war ebenfalls Thema dieser Gesprächsrunde. Als besonders schwierig stellt sich dar, dass der Automatenaufstellunternehmer manchmal nur wenig direkten Kontakt zu Mitarbeitern vor Ort hat. Umso wichtiger ist, dass der Gastwirt das Thema Jugend- und Spielerschutz ernst nimmt und es in seiner Gaststätte oder Kneipe lebt.

Die Umstellung auf die TR 5.2 Geräte wurde ebenfalls thematisiert. „Die Einführung von V2 Geräten in der Gastronomie sollte rechtzeitig umgesetzt und konsequent gefördert werden, damit ein Gewöhnungsprozess seitens der Gäste und auch seitens des Wirtes einsetzen kann“, so Rogge.
Detlev Graß thematisierte auch die Probleme, die durch die Neueinsteiger in den Markt entstehen. Diese haben von Qualität teilweise nur wenig oder gar nichts gehört. „Dieser Trend erfüllt uns mit Sorge“, so Graß. „Umso wichtiger ist die Qualifizierung des Berufszugangs“, ergänzte Lars Rogge. Rogge verwies auch auf die Runden Tisch-Gespräche, die derzeit auf Initiative der DAW mit der Bundesdrogenbeauftragen und Spielerschützern sowie Vertretern der Branche durchgeführt werden. Hier werden Maßnahmen beschlossen, die die Qualität erhöhen und die Zukunft der Gastronomieaufstellung sichern sollen.

Ein positiver Abschluss dieser Gesprächsrunde, der gleichzeitig die Versammlung schließen sollte.

In Bremen wird im Winter das Nationalgericht „Kohl und Pinkel“ gegessen. So konnten sich die Unternehmerinnen und Unternehmer auf ein deftig-leckeres Abendessen zusammen mit einem zünftigen Glas Bier oder Wein freuen.

Die Herbstversammlung von NAV und AVN zeigte einmal mehr, dass Verbandsarbeit Spaß machen kann und dass menschliche Beziehungen der Kit für eine starke Interessenvertretung sind.

Wie immer waren auch bei dieser Versammlung Jasmine Rohde und Laura Wilms, die Damen der zweitenReihe, im Einsatz. Ohne sie wäre die Umsetzung einer Versammlung in dieser Qualität nur schwer denkbar gewesen. Beide Vorstände dankten den Damen für die professionelle Vorbereitung dieser Top-Veranstaltung. Auch von uns ein herzliches Dankeschön für die Einladung!

Die Herbstversammlung in Bremen bildete den Abschluss der Herbstversammlungen der BA-Mitgliedsverbände. Im Frühjahr 2020 geht es in die nächste Runde.

 

Erstellt am: 09. Dezember 2019

Nach einigem Widerstand und mit einem Monat Verspätung hat die neue EU-Kommission um Präsidentin Ursula von der Leyen am 01. Dezember 2019 offiziell ihre Arbeit aufgenommen. In ihrer ersten Europa-Rede spricht sie von einem Ruf nach einer stärkeren europäischen Stimme in der Welt: „Die Welt ruft nach mehr Europa, sie braucht mehr Europa. Es sollte eine stärkere und vereintere Stimme in der Welt haben – und es muss schnell handeln“.

Aufgabe der EU-Kommission ist, das Einbringen von Gesetzesinitiativen und die Einhaltung europäischen Rechts in den Mitgliedsstaaten zu überwachen. Von wichtiger Bedeutung für den gesamten europäischen Wirtschaftsraum und damit auch für die Branche, ist die Kompetenz des Erlassens politischer Leitlinien durch die Kommission. Diese Leitlinien müssen durch die Mitgliedstaaten in der nationalen Gesetzgebung umgesetzt werden. Ein Beispiel hierfür ist die EU-Arbeitszeitrichtlinie (2003/88/EG), welche Arbeitgeber in der Europäischen Union dazu verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer komplett zu erfassen. Jeder Mitgliedsstaat entsendet im Einvernehmen mit dem Chef der EU-Kommission und dem Europäischen Parlament einen Kommissar nach Brüssel. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Als neue Kommissionchefin hat von der Leyen das Thema Klimaschutz zu ihrem Hauptziel erklärt. Im Rahmen eines „Green New Deal“ solle Europa mit neuen Technologien, Investitionen und Wachstum eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz einnehmen. Doch auch in anderen Themengebieten will von der Leyen Lösungen für dringende Fragestellungen liefern. So sollen die EU-Außengrenzen verstärkt, eine europäische Arbeitslosenrückversicherung eingeführt und Klima- und Arbeitnehmerschutzrechte auf „höchstem“ Niveau in Freihandelsverträgen verankert werden. Zudem soll die Bürgerbeteiligung in sogenannten „Bürgerdialogen“ erhöht und das EU-Parlament mit einem Initiativrecht zur Vorlage von Gesetzentwürfen ausgestattet werden.

Die neue EU-Kommission  wird sich auch weiterführend mit dem Thema Geldwäsche befassen. Neben bestehenden Fragestellungen sollen unter anderem neue Ansätze für Kryptowährungen und eine Strategie für Fintechs erarbeitet werden. Dies ist sicherlich nicht uninteressant im Bezug auf eine mögliche Liberalisierung von Glücksspielangeboten im Internet. Verantwortlicher Kommissar für Wirtschaft und Kapitaldienstleistungen ist der lettische Politiker Valdis Dombrovskis (Europäische Volkspartei).

 

Erstellt: 05. Dezember 2019

Bereits Anfang November fand im Konferenzsaal des Hotels „Altes Stahlwerk“ in Neumünster die Mitgliederversammlung des Automaten-Verband Schleswig-Holstein e.V. (ASH) statt. Der erste Vorsitzende des ASH, Wolfgang Voß, konnte eine wie immer gut besuchte Versammlung mit einem Grußwort an die anwesenden Mitglieder und Gäste eröffnen.

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit und Genehmigung der Tagesordnung stand gleich zu Beginn die Wahl des Vorsitzenden an, die der langjährige ASH-Justitiar RA Lüder Gause versiert leitete. Einziger Kandidat war der bisherige Vorsitzende Wolfgang Voß, welcher sodann auch einstimmig für die nächsten 5 Jahre gewählt wurde.

Neben den Wahlen standen natürlich noch aktuelle Themen auf der Tagesordnung die sodann behandelt wurden. Traditionell wird den Mitgliedern in Schleswig-Holstein ein umfassender Einblick in die gesamte Branche gegeben:

So berichtete zunächst RA Lüder Gause gemeinsam mit dem BA-Justitiar, RA Stephan Burger, über die Änderung der Geräteaufstellung in der Gastronomie, insbesondere über den Wegfall des 3. Gerätes, welcher nach Auffassung beider Justitiare nicht zu ändern ist. Daneben berichtete Gause über die aktuelle juristische Situation rund um das Spielhallengesetz und führte aus, das Schleswig-Holstein zwar nicht die „Insel der Glückseeligen“ sei, jedoch durch das recht ordentliche Gesetz sowie den Härtefallregelungen kein Kahlschlag wie in anderen Bundesländern drohe.

Grit Roth, Präventionsbeauftragte der Deutschen Automatenwirtschaft, berichtete anschließend über die Aktualisierung der Sozialkonzepte sowie die notwendigen Präventionsschulungen. Sie betonte die Wichtigkeit der Sozialkonzepte, insbesondere für die Gastronomieaufstellung gerade im Hinblick auf anstehende Diskussionen über künftige Regulierungsentscheidungen. Daneben ging Grit Roth auf die Präventionstage als Gesprächsformat zwischen Branche, Politik und Hilfsstellen ein. Auch im Jahr 2020 soll ein Präventionstag in Schleswig-Holstein stattfinden.

Im Anschluss stand der Bericht aus Berlin auf dem Programm, der vom Präsidenten des Bundesverband Automatenunternehmer e.V., Thomas Breitkopf, eröffnet wurde. Er dankte zunächst Wolfgang Voß für sein großes Engagement und gratulierte zur Wiederwahl. Inhaltlich ging Breitkopf auf die „großen Themen“ Glücksspielstaatsvertrag und Spielverordnung ein. Ergänzt wurde er hierbei von dem BA-Justitiar, der die BA-Geschäftsführerin, Simone Storch, bei dem Bericht aus Berlin vertrat. Daneben war es dem BA-Präsidenten ein Anliegen, auf die Qualitätsinitiative der Deutschen Automatenwirtschaft hinzuweisen. Besonders am Herzen liegt ihm hier die Außengestaltung der Spielhallen, die wesentlich zur Verbesserung des jeweiligen Stadtbildes beiträgt, was in den zukünftigen Diskussionen über die Regulierung der Branche nicht von Nachteil sein kann.

Nach dem Bericht des BA-Präsidenten ging der BA-Justitiar noch auf BA-Projekte wie BAlarm, die BAinfo-App, welche den Mitgliedsunternehmen der BA Landes- und Fachverbänden exklusiven und kostenfreien Zugang zu den neuesten branchenrelevanten Entwicklungen gewährt, dem neuen Projekt BAMarkt, einer Marktplattform die im Jahr 2020 online gehen soll und den aktuellen Schulungsangeboten für Ordnungsbehörden ein, die im Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landesverband durchgeführt werden.

Daran anschließend berichtete Mario Tants, DAW-Länderreferent für Schleswig-Holstein, über Maßnahmen der politischen Kommunikation die aktuell durchgeführt werden, um die Interessen der Aufstellunternehmer sachgerecht zu vertreten. Hierzu zählen Gespräche mit Abgeordneten, die Teilnahme an parlamentarischen Veranstaltungen und einer öffentlichkeitswirksamen Pressearbeit.

Die Automatenunternehmer Schleswig-Holsteins und die anwesenden Gäste erlebten wieder einmal eine muntere, Informative und lebhafte Veranstaltung. Zudem konnten sie die Situation nutzen, um mit Kollegen und Vertretern der Industrie zu diskutieren und dringende Fragen zu stellen. Bei einem gemeinsamen Abendessen konnte die Teilnehmer den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen.

 

Erstellt: 04. Dezember 2019

 

Am 20. November 2019 führten der Hessische Münzautomatenverband e.V. (HMV) und der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main die erste Informationsveranstaltung „Gewerbliches Geldspiel und Geldspielgeräte“ durch.

Die Informationsveranstaltung ist speziell für Mitarbeiter von Ordnungs- und Gewerbeämtern konzipiert und soll diesen die Arbeit rund um die Automatenaufstellung in Spielhallen und Gastronomiebetrieben erleichtern.

Bevor der 1. Vorsitzende des HMV, Michael Wollenhaupt, die Gäste willkommen hieß, begrüßte Martin Süß, Referent für Standortpolitik der IHK Frankfurt/Main, als Kooperationspartner die Teilnehmer. Er machte deutlich, wie wichtig der faire Wettbewerb und ein konsequenter Vollzug sind: „Mit dieser Veranstaltung wollen wir dazu beitragen, hohe Qualitätsstandards bei den Betrieben zu gewährleisten“. Zudem zeigte er sich positiv überrascht, wie unkompliziert und professionell das Projekt von der Branche auf die Beine gestellt wurde. Wollenhaupt, der von Michael Stang dem 2. Vorsitzenden des HMV tatkräftig unterstützt wurde, machte auf die Dringlichkeit, den Vollzug zu stärken, aufmerksam, um konsequent gegen illegale Angebote vorgehen zu können.

Den ersten thematischen Schwerpunkt setzte RA Harro Bunke, der 23 Jahre lang die Geschicke des BA als Geschäftsführer mitbestimmte. Auch heute noch ist Bunke für die Automatenunternehmer im Einsatz. So unterstützt er an der Seite von Christian Antz, dem 1. Vorsitzenden des Automaten-Verband-Saar e.V. (AVS) als Justitiar die Unternehmer im Saarland. Bunke informierte mit seinem profunden Wissen die Beamten und Mitarbeiter ausführlich über den rechtlichen Rahmen der Aufstellung von Geldspielgeräten in Spielhallen und in der Gastronomie. Zudem informierte er über alle relevanten Vorschriften bezüglich Prävention sowie Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz. Die Ausführungen wurden mit wichtigen Informationen zur aktuellen Rechtsprechung und juristischen Einordnungen seitens unseres BA-Justitiars, RA Stephan Burger, ergänzt und fortgeführt.

Der zweite Teil der Veranstaltung war dann der Praxis gewidmet. Hier konnten wir den versierten Experten Rüdiger Schink, Unternehmensbeauftragter für Gerätesicherheit der adp Gauselmann GmbH, gewinnen, der die technische Funktionsweise von Geldspielgeräten und die Vorgaben der Spielverordnung erklärte.

Besonderes Interesse zeigten die Teilnehmer, als es ans Gerät ging.  An drei unterschiedlichen Geräten, wurde sehr plastisch die Funktionsweise der Geldspielgeräte und die Unterschiede zu illegal aufgestellten Geräten demonstriert.

Unterstützt wurden die Referenten von den anwesenden Unternehmern mit Erfahrungsberichten aus ihrer Unternehmerpraxis. So nahm beispielsweise die 1. Vorsitzende des Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA), Sabine Dittmers-Meyer, interessiert an der Veranstaltung teil.

Die BA-Geschäftsführerin, Simone Storch, die zusammen mit ihrem Team die erfolgreiche Umsetzung des Projektes übernommen hatte und durch den Tag führte, beendet die Veranstaltung pünktlich um 17 Uhr. 

Erfreulich ist die große Nachfrage seitens der Behörden. So sind bereits im kommenden Jahr, am 13. und 25. Februar 2020, weitere Informationsveranstaltungen in Hessen geplant, die bereits jetzt nahezu ausgebucht sind. Das große Interesse in den Ordnungs- und Gewerbeämtern zeigt, dass der Austausch mit den Behörden von enormer Wichtigkeit ist. Der BA und seine Mitgliedsverbände zeigen einmal mehr, dass sie im Kampf gegen Regelverstöße, Manipulation und Illegalität stets verlässliche Partner sind. 

Nach dem erfolgreichen Projektstart in Hessen arbeiten wir daran, das Format gemeinsam mit anderen regionalen Partnern in ganz Deutschland weiterzuentwickeln und bald in anderen Regionen durchzuführen.

Beigefügt erhalten Sie die Pressemeldung des BA zur Informationsveranstaltung:

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Automatenbranche und IHK Frankfurt am Main informieren Ordnungsamtsmitarbeiter in Hessen

Berlin, den 02. Dezember 2019. Am 20. November 2019 veranstaltete der Hessische Münzautomaten-Verband e.V. (HMV) gemeinsam mit dem Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main die erste Informationsveranstaltung „Gewerbliches Geldspiel und Geldspielgeräte“.

Hierbei erläuterten Experten der Automatenbranche die rechtlichen Rahmenbedingungen, die in Spielhallen und bei der Automatenaufstellung in Gastronomiebetrieben beachtet werden müssen. Die automatenspezifischen Ausführungen wurden vor Ort direkt am Geldspielgerät demonstriert.

Mit diesem Format leisten die Verbände und die IHK Frankfurt am Main einen Beitrag, um den konsequenten Vollzug gegen illegale Angebote und Manipulationen zu unterstützen.

Michael Wollenhaupt, 1. Vorsitzender des HMV: „Als organisierte Automatenunternehmer ist es für uns essentiell wichtig, gegen das illegale Spiel in Deutschland vorzugehen. Regelverstöße oder gar Manipulationen an Geldspielgeräten werden wir nicht hinnehmen. Sie führen nicht nur zu einem unfairen Wettbewerb und schaden unseren Spielgästen, sondern untergraben auch die Arbeit des ehrlichen Automatenkaufmanns. Wer sich nicht an die Regeln hält, hat in unserer Branche nichts verloren.“

Martin Süß, Referent im Bereich Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main: „Die IHK Frankfurt am Main bietet zentral für Hessen die Spielgeräteaufstellerunterrichtung an. Mit dieser Veranstaltung wollen wir dazu beitragen, hohe Qualitätsstandards bei den Betrieben zu gewährleisten.“

„Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Austausch mit den Behörden ist.“, so die Geschäftsführerin des BA, Simone Storch. „Da das Projekt nun erfolgreich in Hessen angelaufen ist, werden wir daran arbeiten, die Informationsveranstaltung gemeinsam mit weiteren regionalen Partnern auch in anderen Teilen Deutschlands anzubieten. Ziel ist die Stärkung des legalen Spiels.“

Die nächsten Informationsveranstaltungen in Hessen sind für den 13. und 25. Februar 2020 geplant.

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Erstellt: 04. Dezember 2019

Am 20. November 2019 fand im Hotel Schloss Reichmannsdorf die Jahreshauptversammlung des Fachverband Spielhallen e.V. (FSH) statt. Der Einladung des Vorstandes in das idyllische Oberfranken folgten zahlreiche Mitgliedsunternehmer, die eine abwechslungsreiche und unternehmernahe Tagesordnung erwarten konnten.

Traditionell eröffnete FSH-Geschäftsführerin Jasmine Rohde die Versammlung. Sie berichtete über die zahlreichen Verbandsaktivitäten im Jahr 2019 und gab einen Ausblick für das kommende Jahr. Neben einer Aktualisierung der Homepage und des Feiertags- und Sperrzeitenkalenders können die Mitglieder eine aktualisierte Version der FSH-Informationsbroschüre „Auf den Punkt“ sowie die zweite Auflage des Handbuchs „Arbeitsrecht Automatenbranche“ erwarten.

Im Anschluss folgten die Vorstandswahlen. Im Vorfeld gab es hier einiges an Bewegung: Heinz Basse, Max-Herbert Krumme, Karl Weber und Gundolf Aubke ließen sich nach Jahren des ehrenamtlichen Engagements feierlich vom amtierenden Vorsitzenden, Frank Waldeck, verabschieden. Neu zur Wahl, neben dem bisherigen Vorstand um Frank Waldeck, Jean Pierre Berlejung, Andreas Braun, Dirk Fischer und Marcus Sueffert, standen Benjamin Roick, Michael Holderer und Tobias Schneegans.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause wurde der öffentliche Teil der Sitzung mit der Verkündung des Wahlergebnisses eröffnet. Wahlleiter Dr. Damir Böhm verkündete die Wiederwahl Waldecks zum Vorsitzenden des FSH und der angetretenen neuen und alten Kandidaten. Als neue Kassenprüfer wurden Uwe Lücker und Martin Reuvers gewählt. Auch wenn sie aus der Vorstandsarbeit ihren Abschied genommen haben, Max-Herbert Krumme und Gundolf Aubke unterstützen den Vorstand weiter als Schlichter.
Der BA gratuliert den im Amt bestätigten sowie den neu in das Ehrenamt gewählten Vorstandsmitgliedern, Beisitzern, Schlichtern und Kassenprüfer zu ihrer Wahl und freut sich auf eine weitere positive und konstruktive Zusammenarbeit.

Nach der Wahl hieß der frisch wiedergewählte Vorsitzende, Frank Waldeck, die neuen Vorstandkollegen willkommen und referierte über Probleme in der Legislative und das Ringen um den Glücksspielstaatsvertrag ab 2021. „Um schwarze Schafe aus unserer Branche zu sortieren, haben wir BAlarm gegründet. Wir gefährden das Wohl der gesamten Branche, wenn wir nicht zeigen und beweisen, dass wir bereit sind Illegalität in den eigenen Reihen nicht zu dulden.“, so Waldeck. Er betonte zudem, dass hierzu glücklicherweise in der Branche und Verbändelandschaft ein breiter Konsens besteht.

Auf die politischen Ausführungen Waldecks folgte der Praxisdialog, welcher den Fokus auf das Thema „Personal“ legte. Benjamin Roick, neu im FSH-Vorstand, referierte über Wege und Möglichkeiten der Personalbeschaffung im Kontext der zunehmenden Digitalisierung des Arbeitsmarktes. Roick legte den Unternehmern nahe, die sozialen Medien im Zuge ihrer Personalsuche miteinzubinden. Suchanzeigen können hier passgenau an die gewünschte Zielgruppe gerichtet werden und verursachen nur einen Bruchteil der Kosten von Zeitunganzeigen.
Jean Pierre Berlejung, ergänzte den Dialog mit praktischen Möglichkeiten um Personal im Unternehmen zu halten. Ob Firmenwagen, regelmäßige Betriebsausflüge, Weiterbildungen oder Schulungen, die Bandbreite an Mitteln und Wegen das Personal an das Unternehmen zu binden ist groß. Tim Hilbert, juristischer Berater des FSH, ergänzte den Dialog mit rechtlichen Richtlinien rund um die Personalsuche.

Im Anschluss folgte ein Blick auf die aktuelle Lage in rechtlichen und politischen Fragestellungen durch Tim Hilbert und Dr. Damir Böhm. Sie empfahlen den Unternehmern, die noch offene Erlaubnisanträge bei den Behörden haben, nicht proaktiv auf die Behörden zu zugehen. Je länger der Antrag unbearbeitet auf den Schreibtischen liegt, desto länger können die Betreiber die Spielhallen geöffnet lassen. Ein „drängen“ zur Bearbeitung der Anträge könne auch schnelle und negative Entscheidungen nach sich ziehen.

Als letzter Punkt stand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Online-Gaming“ auf der Tagesordnung. Moderiert von Tim Hilbert diskutierten Frank Waldeck, Dr. Damir Böhm und Nicolas Kremer, IT-Experte und Geschäftsführer JuMatech DC B.V., die  Chancen und Risiken einer Liberalisierung des Online-Glücksspiels.

Waldeck begründete hierbei warum er als Spielhallenbetreiber der Liberalisierung skeptisch gegenübersteht: „Das Online-Spiel ist nicht unser Gewerbe, aber unser Wettbewerber. Ich glaube nicht, dass die Voraussetzungen gegeben sind, dass gleiche Wettbewerbsbedingungen vorliegen werden. Daran haben Online-Anbieter auch gar kein Interesse.“
Kremer beleuchtete vor allem den technischen Aspekt. Er führte aus, dass die moderne und zunehmend komplexe Technologie nur schwer mit alten Mustern zu regulieren ist. Ein restriktiver Vollzug ist natürlich möglich, aber bei der gegenwärtigen Einstellung zum „freien Internet“ eher unwahrscheinlich. Umfassende einschränkende Maßnahmen, wie bspw. in China, würde es in Deutschland und Europa nicht geben, so Kremer.

Dr. Damir Böhm ergänzte, dass die Spielhallenbetreiber selbstverständlich auf Kohärenz zu anderen Spielformen hinarbeiten können und müssen. Wichtig sei zudem, bei allen Regulierungsfragen, auch die Attraktivität des eigenen Angebotes im Blick zu haben. Diese Attraktivität ist der Hauptschlüssel zum Erfolg.

Abgeschlossen wurde die inhaltlich und organisatorisch auf höchstem Niveau vorbereitete Versammlung bei einem Glühweinempfang und anschließendem Abendessen in den Weingewölben des Schlosshotels.

 

 

Erstellt: 02. Dezember 2019

Am 19. November 2019 lud Thomas Breitkopf, 1. Vorsitzender des Verband der Automatenkaufleute Berlin und
Ostdeutschland e.V., die Mitgliedsunternehmer zur Herbstversammlung nach Berlin ein. Nachdem sich die
Unternehmer im Atrium des Verbändehauses über die neuesten Entwicklungen der Geräte informieren konnten,
begann pünktlich um 13:00 Uhr die Versammlung.

Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung durch Thomas Breitkopf, übernahm RA Hendrik Meyer, Justitiar
des Verbandes, das Wort. Er informierte die Mitgliedsunternehmer über die Entwicklungen zum
Glücksspielstaatsvertrag, insbesondere über die Konzessionsvergabe bei Sportwetten. Auch die Regulierung des
Online-Spiels und die unterschiedlichen Positionen der Länder wurden vorgestellt. Wichtig ist, dass der
Qualitätsgedanke der Branche von der Politik aufgegriffen wird. Der Vorstand des Verbandes sprach sich in diesem
Zusammenhang erneut geschlossen für die Zertifizierung von Spielhallen aus.
Auch der Frage, was passiert wenn der Glücksspielstaatsvertrag nicht zustande kommt, ging Meyer nach. Sofern
vorhanden, würden dann die Landesspielhallengesetze weiter gelten. In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern,
wo es Ausführungsgesetze zum Glücksspielstaatsvertrag gibt, sollten die Regelungen ebenfalls ausreichend sein.
„Die Branche ist in diesem Falle nicht unreguliert. Es gibt entweder Fortgeltungsklauseln oder auch die
Gewerbeordnung und die Spielverordnung. Letztere haben in der Vergangenheit gewirkt und werden auch in der
Zukunft einen starken Regulierungsrahmen bieten, der für Spielhallen klare rechtliche Vorgaben setzt.“
Wünschenswert wäre, so RA Meyer, wenn der neue Glücksspielstaatsvertrag endlich für rechtliche Sicherheit sorgt.

Anschließend kamen die DAW-Länderreferenten zu Wort. Zunächst berichtete Dr. Johannes Weise insbesondere
über die Wahlergebnisse in Brandenburg und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Branche. Er sprach

über die Parlamentarischen Abende, die erfolgreich in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt
durchgeführt werden. Zudem ermunterte er die Mitgliedsunternehmer, Kommunalpolitiker in ihre Spielhallen
einzuladen und bot an, sie hierbei zu begleiten. Im Bundesland Berlin stellt sich die Situation nicht so positiv dar.
Es gibt jedoch auch dort Kontakte zur Politik, die weiter gepflegt und ausgebaut werden.

Die DAW-Länderreferentin, Katrin Wegner, berichtete über das Bundesland Sachsen nach der Wahl. Ab Januar soll
die Regierung handlungsfähig sein. Da die CDU weiter die regierende Partei bleibt, ist mit großen personellen
Änderungen nicht zu rechnen. In Thüringen hingegen ist die Lage derzeit kompliziert. Wegner beschrieb die
Situation als „Blackbox“. Wenn der Ministerpräsident die Regierungsbildung abgeschlossen hat, ist mit einer
konstruktiven Arbeit für die Branche zu rechnen. Der Thüringer Unternehmer, Vorstandsmitglied Tobias
Schneegans, der hervorragend in der Politik vernetzt ist, brachte sich ebenfalls in die Diskussion ein.

Steffen Rehr aus Mecklenburg-Vorpommern appellierte an alle Mitgliedsunternehmer, sich an Recht und Ordnung
zu halten und konsequent die Spielersperre anzuwenden. „Wir sind ein legales Gewerbe und müssen dies der
Politik glaubhaft vermitteln. Dies geht nur, wenn wir uns an Recht und Ordnung halten“. Im Anschluss daran wurde
über das Online-Spiel diskutiert. Im Fokus stand hierbei auch der Vollzug. Der Vollzug muss gestärkt werden, denn
nur so kann es einen fairen Wettbewerb geben. Derzeit ist das Online-Spiel verboten. „Sollte es legalisiert werden“,
so Breitkopf, „müssen wir als Verband für gleiche Wettbewerbsbedingungen kämpfen“. Auch die Frage, wie der
Aufstellunternehmer am Online-Spiel partizipieren kann, wurde von der Versammlung erörtert.

Die Zukunft der Gastronomieaufstellung stand ebenfalls auf der Versammlungsagenda. Zum Stichtag 10.
November 2019 wurde das 3. Gerät in der Gastronomie abgebaut. Die Behörden haben auf den Vollzug im
Verbandsgebiet unterschiedlich reagiert. Auch wenn der Abbau des 3. Gerätes eine weitere Beschränkung des
legalen Gewerbes ist, so müssen die Gesetze beachtet und eingehalten werden. „Es macht keinen Sinn, mit
juristischen Spitzfindigkeiten dagegen zu halten“, so Meyer. „Auch vor dem Hintergrund der Evaluierung der
Spielverordnung ist die konsequente Umsetzung geboten und eine Selbstverständlichkeit.“

Die BA-Geschäftsführerin, Simone Storch, stellte den Mitgliedsunternehmerinnen und Unternehmern eine
Auswahl an Serviceangeboten vor. Ob Onlineapplikationen, wie die BAinfo App und BAlarm oder die Entwicklung

eines Webshops, der kurz vor der Fertigstellung steht, – all dies kann die Mitgliedsunternehmer im
Unternehmensalltag unterstützen. Auch die DAW-Projekte wie Präventionstage, Qualifizierung des Berufszugangs
und „Außengestaltung“ sind Maßnahmen der Qualitätsinitiative und sollen die Branche darin unterstützen,
gewerbliches Geldspiel auf hohem Niveau anzubieten. Dafür setzt sich der BA maßgeblich ein. In diesem
Zusammenhang informierte Steffen Rehr auch über die Aufklärungskampagne. Demnach ist eine neue Kampagne
in Planung, die 2020 gestartet werden soll. Auch die TÜV-Roadshow wurde in diesem Jahr wieder durchgeführt. Im
Mai 2020 kommt diese nach Sachsen/ Sachsen-Anhalt.

Zum Abschluss der Versammlung stellte schließlich Michael Koch von meistro Energie GmbH, ein Partner der BA-
Service GmbH, sein Produkt für klimaneutralen Strom- und Erdgasverbrauch vor.

Die Versammlungsteilnehmer nutzten die Pausen, um sich bei einem schmackhaften Angebot des Caterings
untereinander auszutauschen.

 

 

Erstellt: 27. November 2019

Am 21. November 2019 hat die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) zusammen mit dem Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (VA) im Rahmen eines Pressegesprächs in Magdeburg über die Situation des gewerblichen Geldspiels in Sachsen-Anhalt informiert. Im Fokus der Gespräche standen hierbei die Qualitätsinitiative der Branche sowie konkrete Maßnahmen, die zur Sicherstellung und stetigen Verbesserung eines hohen Qualitätsniveaus in Spielhallen und in Gastronomiebetrieben umgesetzt werden.

Durch das Pressegespräch führte der Journalist Oliver Dunk. Branchenseitig waren Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes der DAW; Thomas Breitkopf, BA-Präsident und 1. Vorsitzender des VA sowie BA-Geschäftsführerin Simone Storch vor Ort. Ebenfalls stand VA-Vorstandsmitglied Ben-Ari Chasklowicz für Rückfragen zur Verfügung. Am Ende der Fragerunde konnten Medienvertreter Einzelinterviews führen und sich über die modernen technischen Möglichkeiten der biometrischen Zutrittskontrollsysteme am Gerät informieren. Im Anschluss an das Gespräch haben die Journalisten zudem eine Spielhalle in Magdeburg besucht.

Gerne möchten wir Ihnen nachfolgend die Pressemitteilung übersenden, die den Medien in Sachsen-Anhalt übermittelt wurde.

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Glücksspiel soll neu geregelt werden – Automatenwirtschaft setzt Standards mit Qualitätsinitiative

Magdeburg, 21. November 2019. – Im Kreise der Bundesländer wird die Neuregulierung des Glückspielmarktes diskutiert. Geplant ist, einen ab Sommer 2021 gültigen Glücksspielstaatsvertrag zu verabschieden. Seit Jahren beklagt die Automatenwirtschaft einen starken illegalen Markt. Es handelt sich vor allem um Online- Casinos, Zweitlotterien und scheingastronomischen Café-Casinos. Experten schätzen den Schwarzmarkt in Deutschland auf rund 20 Prozent. „Diese Entwicklung beobachten wir mit großer Sorge. In der Anonymität illegaler Online-Angebote oder in Hinterzimmern wird Verbrauchern kein mit Spielhallen gleichwertiger Jugend- und Spielerschutz geboten. Unser wichtiger gesetzlicher Auftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, ist massiv gefährdet“, warnt Georg Stecker, Vorstandssprecher Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW). Mit Blick auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag sagt Stecker: „Nur wenn alle Spielformen, auch das gewerbliche Automatenspiel, ausschließlich nach Qualitätsmaßstäben reguliert werden, können der Schwarzmarkt eingedämmt, Verbraucher nachhaltig geschützt und die legalen Unternehmen gestärkt werden.“

Die Branche unterbreitet deshalb konkrete Vorschläge für eine Regulierung des gewerblichen Automatenspiels nach Qualitätskriterien. „Mit einem Maßnahmenkatalog setzen wir uns selbst Standards, die über die gesetzlichen Bestimmungen, wie Altersbeschränkungen beim Zutritt, Alkoholverbot, und geschultes Personal hinausgehen,“ so Thomas Breitkopf, Präsident Bundesverband Automatenunternehmer e.V. und 1. Vorsitzender Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. „Wir treten für die gesetzliche Verankerung einer Spielhallenzertifizierung, einen qualifizierten Berufszugang sowie ein biometrisches Zutrittskontrollsystem ein“, erläutert Breitkopf. Er betont: „Als Automatenunternehmer tragen wir eine besondere Verantwortung für unsere Spielgäste und fühlen uns verpflichtet, den Jugend- und Spielerschutz beim gewerblichen Automatenspiel noch weiter zu stärken“.

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Das Pressegespräch hat bei den in Sachsen-Anhalt ansässigen Medien breite Resonanz hervorgerufen. Den folgenden TV-Beitrag (ab Minute 01:55) des MDF.1 Fernsehens möchten wir Ihnen daher nicht vorenthalten:

MDF.1 Fernsehen - Mehr Qualität für Spielhallen

Die Berichterstattung zeigt, dass die Medien für jugend-, spieler- und verbraucherschutzrelevante Fragestellungen der Branche zunehmend sensibilisiert werden können. Die Branchenverbände werden weiterhin das öffentliche Gespräch suchen und die politischen Entscheidungsträger auf Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen.

Über weitere Pressegespräche im kommenden Jahr werden wir Sie selbstverständliche aktuell informieren.

 

 

Erstellt: 25. November 2019

Am 13. November 2019 fand die Herbstversammlung für die im Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. (HMV) organisierten Aufstellunternehmer statt. Der Einladung des Vorstandes folgten zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, die eine inhaltsreiche und spannende Mitgliederversammlung erwarten sollten.

Pünktlich um 11:00 Uhr begrüßte Michael Wollenhaupt die Mitgliedsunternehmer und übergab nach einer kurzen Einführung das Wort an Michael Stang, zweiter Vorsitzender des HMV und des Fachverbandes Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA), der zu dem Schwerpunktthema der Versammlung „Gastronomieaufstellung“ referierte. Stang, der sich seit Jahren mit Herzblut und Sachverstand für die Gastronomieaufstellung engagiert, berichtete von der erfolgreichen Durchführung des Runden Tisches. Hierbei treffen sich auf Initiative der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. (DAW) Gastronomieaufstellunternehmer auf der einen Seite und Ministerien und Behörden auf der anderen Seite, und ringen um eine stetige Verbesserung des Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutzes. Durch eine gute Informationspolitik soll die Sicherung eines hohen Qualitätsniveaus der Gastronomieaufstellung in Deutschland erzielt werden.
Nur drei Tage nach dem 10. November 2019 war selbstverständlich das Thema“ Abbau des dritten Gerätes in der Gastronomie“ ein wesentlicher Punkt. Der HMV selbst hat seine Mitglieder frühzeitig und umfassend über die Rechtslage informiert, sodass sich die organisierten Unternehmer rechtzeitig auf die Regelung der Spielverordnung einstellen konnten und ihr drittes Gerät abgebaut haben.

Ein weiteres Schwerpunktthema der Versammlung galt der Bekämpfung des illegalen Spiels. Hier appellierte Wollenhaupt deutlich, sich gegen rechtliche Verstöße sogenannter Mitbewerber zu wehren. Er rief die Unternehmer auf, die anonyme Meldeplattform BAlarm zu nutzen. „ Wer sich nicht an Regeln hält, hat in unserer Branche nichts zu suchen. Jeder Verstoß, jedes illegal aufgestellte Gerät schadet der gesamten Branche!“, so Wollenhaupt. Er ließ keinen Zweifel daran, dass die Entspanntheit, die einige „Marktteilnehmer“ bezüglich der Rechtsordnung an den Tag legen, inakzeptabel ist. Er forderte seine Mitglieder auf: „Nicht wegsehen, sondern melden!“ und verwies darauf, dass die Branche fünf Jahre Zeit hatte, um sich auf die Situation einzustellen. Die Ordnungsämter würden ihre Kontrollen entsprechend verschärfen.
In diesem Zusammenhang berichtete Wollenhaupt auch über das nächste Vorhaben, das der HMV zusammen mit dem BA und in Kooperation mit der IHK Frankfurt am Main gerade realisiert. So werden ab Ende November für Mitarbeiter der Ordnungs- und Gewerbeämter mehrere Infoveranstaltungen durchgeführt, wo Experten aus der Branche den Beamten die korrekte Handhabung direkt an den Geldspielgeräten vorstellen. Damit soll den Beamten die Arbeit erleichtert werden, um illegale von legalen Geräten unterscheiden zu können.

Sodann berichtete RA Simon Scherer (Justitiar des Arbeitskreises Jungunternehmer im HMV) über die aktuellen Entwicklungen zum Glücksspielstaatsvertrag. Im Fokus hatte er insbesondere den Bereich der Sportwetten. Anschließend kam der Beauftrage für Länderkommunikation der DAW, Andreas Rey, zu Wort. Seiner Einschätzung nach wird der Online-Markt liberalisiert werden. „Aktuell ist unheimlich viel Bewegung in der Diskussion. Wir können hier nur mit Qualität punkten“, so Rey. Beim HMV ist zudem geplant, ein landesspezifisches Eckpunktepapier zum kommenden Glücksspielstaatsvertrag zu entwickeln.

HMV-Vorstandsmitglied Christoph Schwarzer, der über Jahre politisch auch in den Verbänden aktiv ist, wandte sich direkt an die Unternehmer. Er fragte die Unternehmerinnen und Unternehmer wo sie ihre Zukunft sehen: „Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Mich interessiert Ihre Meinung, sodass wir unsere politische Arbeit entsprechend ausrichten können.“. Schwarzer, der über exzellente Kontakte in die Politik verfügt, sprach darüber wie wichtig es ist, als Unternehmer in die Öffentlichkeit zugehen und Menschen sowie Politiker, die über die Branche entscheiden, über das Geschäft des Aufstellunternehmers zu informieren. Zudem bedankte er sich bei der DAW für die Unterstützung der politischen Arbeit des HMV.

Im Bericht aus Berlin informierte die BA-Geschäftsführerin, Simone Storch, die Unternehmerinnen und Unternehmer über die Arbeit des Bundesverbandes, die enge Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesverband und welche Branchenprojekte durch den BA projektleitend bearbeitet werden. „Wir bieten Qualität.“ lautete die zentrale Botschaft. „Mit der BAinfo-App sind Sie auf dem aktuellsten Stand bezüglich branchenrelevanter politischer, wirtschaftlicher und juristischer Themen. Mit BAlarm haben Sie die Möglichkeit diejenigen zu melden, die sich nicht an die Regeln halten und der gesamten Branche schaden. Mit den Präventionstagen, den Einsatz für eine Qualifizierung des Berufszugangs und dem Projekt „Außengestaltung“ setzen wir alle gemeinsam nachhaltige Qualitätsmaßstäbe.“
Sie stellte zudem die zahlreichen Kontakte des HMV heraus, die bei der Organisation und Vorbereitung der Informationsveranstaltungen für die Mitarbeiter der Ordnungsbehörden sehr hilfreich waren. „Wir erfahren große Zustimmung von den Institutionen. Die Zusammenarbeit mit der IHK Frankfurt und dem Wirtschaftsministerium verlief, dank der Kontakte des HMV, sehr effektiv und zielführend“, so Storch.

Grit Roth, Präventionsbeauftragte der DAW, machte den Unternehmerinnen und Unternehmern bewusst, dass es viele kleine „Tools“ gibt, welche die Branche nutzen kann, um die Qualität in Spielhallen, in der Kommunikation und im Umgang mit dem Spielgast zu erhöhen. Auch informierte sie über die Anforderung aus dem Sozialkonzept. Flankiert wurden die Aussagen von Michael Wollenhaupt, der einräumte, dass auch bei ihm selbst ein Erkenntnisprozess eingesetzt hat: „Wir haben das gemacht, weil es verlangt wurde. Und jetzt machen wir es, weil wir selber einsehen, dass es erforderlich ist“, so Wollenhaupt. Er verwies auf die BA-Website, wo die entsprechenden Flyer bestellt werden können oder auch das Sozialkonzept heruntergeladen werden kann.

Auch der Arbeitskreis Jungunternehmer im HMV kam zu Wort. Dennis Adam, Sprecher und selbst politisch aktiv, informierte über das Sommerfest der DAW und des HMV sowie über seine Gespräche mit Politikern der Landesregierung. Auch fand ein informatives Gespräch mit dem Hessischen Innenminister Beuth statt, zu der Georg Stecker, Manfred Stoffers, Dennis Adam und Andres Rey geladen waren. Demnächst soll zudem ein Treffen der Jungunternehmer des Deutschen Automaten-Verband e.V. (DAV) und HMV stattfinden. Wollenhaupt machte deutlich, dass die Jungunternehmer in Hessen einen wesentlichen Teil der Verbandsarbeit übernommen haben. Adam bestätigte durch seinen Auftritt den Gestaltungswillen der Jungunternehmer in Hessen als Aktivposten der Landespolitik in der Branche.

Das Spielhallengesetz und die Spielapparatesteuer waren Themen der HMV-Justitiarin, RAin Christel Sondermann. Zu den Auswahlverfahren und Abstandsregelungen gibt es derzeit nicht viel Neues zu sagen. Nach wie vor erfahren Kommunen und Städte unterschiedliche Auslegungen und Regelungen. Die Aufmerksamkeit richtete sie auf die Erhöhung der Spielapparatesteuer und rief die Unternehmerinnen und Unternehmer auf sich zu informieren, wann in den Kommunen die jeweiligen Haushaltspläne beraten werden. Dies wird häufig zum Anlass genommen, um über Steuern zu sprechen. Hier ist es geboten rechtzeitig in die Diskussion mit der Politik zu treten. Schließlich informierte sie über drei Musterverfahren bevor der letzte Tagesordnungspunkt anstand.

Oliver Ickenroth, HMV-Vorstandsmitglied und Beauftragter für Gerätesicherheit, berichtete über seine Erfahrung mit der TÜV-Zertifizierung. Er konnte o.a. einen positiven Impuls im Team seines Betriebes feststellen. Aber nicht nur die Mitarbeiter zeigen mehr Motivation durch eine Zertifizierung, auch gegenüber den Behörden lässt sich ein zertifizierter Betrieb ganz anders darstellen. Ickenroth kündigte an, dass am 23. Januar 2020 eine TÜV-Roadshow in Hessen durchgeführt wird.

Der HMV bot den Unternehmerinnen und Unternehmern eine intensive und informative Herbstversammlung, die bei Gesprächen im Kollegenkreis, auch während der Pause bei einem leckeren Mittagsimbiss, vertieft wurde.

 

Erstellt: 20. November 2019

Am 05. November 2019 stellte die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CDU), den jährlichen Drogen- und Suchtbericht 2019 vor. Wie jedes Jahr zeigt der Bericht aktuelle Entwicklungen diverser Suchtprobleme in der Gesellschaft wie Alkohol, Drogen, Internet usw. So konnte unter anderem ein Rückgang des Rauchens bei gleichzeitigem Anstieg des E-Zigaretten-Konsums festgestellt werden. Illegalen Substanzen wie Heroin oder Kokain wurden weniger konsumiert, die Zahl der durch sie verursachten Drogentote blieb aber identisch zum Vorjahr.

Auch die Trends im Glücksspielwesen werden erneut ausgewertet. Die Anzahl der problematischen und pathologischen Spieler in Deutschland liegt weiterhin bei ca. 500.000 Menschen. Besonders anfällig sind Menschen in einem Alter von 25 Jahren, Menschen mit geringem Bildungsniveau oder einem niedrigen Haushaltseinkommen (maximal 1500€ netto) und junge Männer mit Migrationshintergrund.

Insgesamt sind in der Entwicklung der Prävalenzen im Glücksspiel keine signifikanten Veränderungen zu verzeichnen. So spielen Männer etwas weniger problematisch oder pathologisch als im Vorjahr, während für Frauen das Gegenteil der Fall ist. Die Prävalenzen für Frauen und besonders Mädchen (16-17 Jahre) sind vergleichsweise aber sehr gering. Generell nehmen Männer häufiger am Glücksspiel teil als Frauen.

Für die Hauptmotive, warum Menschen das Glücksspiel aufsuchen, steht an 1. Stelle der Befragungen die „Aufregung“. Dies geben 60% der Teilnehmer an. Darauf folgen der „Geldgewinn“ mit 38,6% und die „Geselligkeit“ mit 34,8%. An vierter und fünfter Stelle und weit seltener werden die Motive „sich auskennen“ und „ungestört sein“ genannt.

Im Drogen- und Suchtbericht 2019 findet zudem das Projekt der „Runden Tische“ Erwähnung, bei welchen, gemeinsam mit der ehemaligen Drogenbeauftragten Marlene Mortler (CDU), ein Gemeinsames Papier zum Jugend- und Spielerschutz erstellt wurde, welches 2019 mit einer unabhängigen Prüfung der Gast- und Raststätten begleitet wurde.

In dieser Überprüfung konnten deutliche Fortschritte festgestellt werden. Während im Vergleich zu 2017 nur 72,2% der untersuchten Betriebe Informationsmaterial zum problematischen Spielen ausgelegt hatten, traf dies 2019 auf 91,1% zu. Die Zahl der Betriebe, die Informationsmaterial zum Mitnehmen für Spielende ausgelegt hatten, wuchs von 49,8% auf 88,9% — eine Entwicklung die wir sehr positiv bewerten. Wir freuen uns, dass die Runden Tische und die dort vertretenen BA-Mitgliedsunternehmer an diesem Erfolg mitgewirkt haben.

Der Bericht warnt allerdings auch davor, dass diese Ergebnisse insgesamt nicht als repräsentativ angenommen werden können. Es ist zu erwarten, dass die Qualität des Spielerschutzes in der Gastronomie aufgrund der sehr unterschiedlichen Angebote stark variiert. Hierzu sollten neue Untersuchungen erfolgen um den Grad der Umsetzung zu ermitteln, wozu der Runde Tisch als Modell dienen könnte.

In einem Gastbeitrag im Anhang der Ausführungen zur Glücksspielsucht bezieht Prof. Dr. iur. Stefan Korte Stellung zu dem neuen Phänomen der sog. „Lootboxen“. Bei diesen handelt es sich um virtuelle Beutekisten in Online-Spielen, welche oftmals für Echtgeld gekauft werden können und Gegenstände, Kleidung oder andere Verbesserungen für den eigenen Spielcharakter beinhalten. Beim Öffnen einer solchen Box wird per Zufall ausgewählt, welche Gegenstände der Spieler erhält. Diese können, je nach Spiel und Seltenheit des Gegenstandes, teilweise in Sekundärmärkten für hohe Preise an andere Spieler verkauft werden. Da hier sowohl Zahlungspflichten, Gewinnmöglichkeiten und Zufall gegeben sind, ist, so Prof. Stefan Korte, zu überprüfen, ob es sich bei den Lootboxen um eine Form des Glücksspiels handelt. Sollte dies der Fall sein, müsste eine strenge Regulierung erfolgen. Korte sieht hier Einsatzgrenzen, Pausenzeiten, Spielwiederholungsverbote und Spielsperren als probate Mittel, um Spieler zu schützen. Ein Verbot hält er für nicht sinnvoll, da Verbote meist die Entstehung von Schwarzmärkten fördern.

 

Erstellt: 13. November 2019

Unterhaltungsautomatenwirtschaft im Abschwung

In seinem jährlich erscheinenden Gutachten „Die Unterhaltungsautomatenwirtschaft im Abschwung entgegen dem Trend im Glücks- und Gewinnspielmarkt“ analysiert Dr. Hans-Günther Vieweg die aktuellen Wirtschaftsdaten der Branche.

So stellt Vieweg fest, dass im Zeitraum von 2014 bis 2018 ein Wegfall von 10.000 Geldspielgeräten im Gesamtmarkt zu verzeichnen ist, wobei die Reduzierung allein im Bereich der Spielhallen festzustellen ist (12.000 Geldspielgeräte), die Gastronomie konnte bis dato noch mit ein Wachstum von 2.000 Geldspielgeräten verzeichnen. Letztere Entwicklung wird mit dem Wegfall des 3. Gerätes ab 10. November 2019 in die umgekehrte Richtung gelenkt werden.

Zwar sind die Umsätze im Aufstellerbereich relativ konstant geblieben, doch prognostiziert Vieweg einen negativen Trend im Jahr 2019, begründet durch die mangelnde Attraktivität der Geräte durch die Technische Richtlinie 5.0, die bereits erwähnte Gerätereduzierung in der Gastronomie sowie den weiteren Vollzug der Länderspezifischen Spielhallenregelungen.

 

Industrie in der Rezession – Wachstumskräfte schwinden

Unabhängig von den Entwicklungen der Branche macht sich derzeit auch eine wirtschaftliche Abwärtsbewegung in Deutschland bemerkbar. Die Projektgruppe „Gemeinschaftsdiagnose“ analysiert zweimal im Jahr die wirtschaftliche Lage in Deutschland und überprüft die gesamtwirtschaftlichen Prognosen, die den Haushalts- und Finanzplanungen der Bundesregierung zugrunde liegen. Die Berichte werden jeweils im Frühling und Herbst veröffentlicht. Der Projektgruppe gehören gegenwärtig das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. in Kooperation mit der ETH Zürich, das Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle e.V. (IWH) sowie das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Essen in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien in Wien an.

In der aktuellen Gemeinschaftsdiagnose stellen die Forschungsinstitute fest, dass sich die Konjunktur in Deutschland weiter abkühlt. Die Gründe für die konjunkturelle Abkühlung sind vielfältig. Als Hauptgrund wird der Rückgang der Produktion in der Industrie identifiziert. Im laufenden Jahr beginnt diese Industrierezession bereits auf den Dienstleistungssektor überzugehen. Insgesamt erwarten die Institute ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, also 0,3 Prozent weniger als im Frühjahr 2019. Die Prognosen für das kommende Jahr wurden ebenso herabgesetzt. Gingen die Forschungsinstitute im Frühjahr 2019 noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent für das Jahr 2020 aus, so senkten sie diese Prognose auf 1,1 Prozent. Bis zum Jahr 2024 wird ein jahresdurchschnittliches Wachstum von 1,2 Prozent erwartet. Dennoch sprechen die Forschungsinstitute nicht von einer Wirtschaftskrise und sehen derzeit keinen Bedarf für kurzfristig angelegte Interventionen der Wirtschaftspolitik.

 

 

Erstellt: 05.11.2019

Am 24. Oktober trafen sich Politiker, Forscher und Interessenten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Berlin, um an der vierten Jahreskonferenz des Netzwerk Verbraucherforschung teilzunehmen. Das Netzwerk ist eine dem Justizministerium unterstellte Initiative, in der ca. 170 Wissenschaftler interdisziplinär den Konsum in Deutschland erforschen.

Die Überschrift der Veranstaltung trug in diesem Jahr den Namen „Die dunklen Seiten des Konsums – alte Probleme, neue Herausforderungen?“, ein Thema, das sich in einem breit gefächerten, ganztägigen Programm niederschlug und das problematische Verbraucherverhalten in unserer Gesellschaft beleuchten wollte.

Besonders interessant für unsere Branche war das erste Diskussionspanel mit dem Titel „Zwischen Glücksspiel, Smartphone, LikeKultur: Alte und neue Süchte?“. Zu diesem war nicht nur Georg Stecker, der Vorstandssprecher des Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) eingeladen, sondern auch Prof. Dr. Tilman Becker von der Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim, der oftmals sehr kritisch mit der Automatenbranche umgeht.

Prof. Becker führte das Publikum zunächst in die Glücksspielforschung ein. Er sprach über die Unterschiede zwischen den Suchtgefahren der einzelnen Glücksspielformen und betonte die Gefährlichkeit des Automatenspiels in Spielbanken und Spielhallen. Dabei verwies er allerdings auf Erhebungen, die statistisch nicht abgesichert sind.

Der Sprecher der DAW, Georg Stecker, hielt in der Paneldiskussion dagegen. Für Stecker entsteht eine Gefährdung der Verbraucher vielmehr durch den unregulierten Bereich, online und offline, in dem kein Verbraucherschutz stattfindet. Allein in Berlin geht Stecker derzeit von etwa 2200 illegalen Glücksspielbetrieben aus, während das Spielhallenangebot auf ca. 200 Standorte reduziert wurde. Betrachtet man zudem den Spielerrückgang im legalen terrestrischen Spiel seit der Einführung der Technischen Richtlinie 5, ist anzunehmen, dass jene Gäste aus den Spielhallen in den wachsenden unregulierten Markt abgewandert sind.

Hier gestand auch Prof. Becker ein, dass die aktuelle Ausweitung des illegalen Spiels besorgniserregend sei. Er stimmte Stecker zu, dass die spielhallenspezifischen Abstandsregelungen absurd sind und keine suchtpräventive Grundlage haben. Zudem schloss er sich den aktuellen Forderungen der Branche nach einer bundeseinheitlichen, spielformübergreifenden Sperrdatei an.

Zum Abschluss des Diskussionspanels stand trotz teils gegenteiliger Ansichten der klare Konsens, dass die Regulierung des legalen Glücksspielangebots in seiner derzeitigen Form für niemanden zufriedenstellend sein kann.

Nach einer kurzen Mittagspause wurde sich dann anderen Verbraucherschutzthemen gewidmet. Im zweiten Diskussionspanel des Tages ging es um neue Sehnsuchtswelten der Verbraucher. Prof. Kaspar Maase von der Universität Tübingen sprach über den aktuellen Trend der Glorifizierung des „Bösen“ in populären Medien wie Filmen, Serien und Büchern. Dr. Janina Loh von der Universität Wien referierte über die von vielen angestrebte Selbstoptimierung. Sie zeigte auf, wie sich der menschliche Selbstoptimierungsgedanke in radikalen und ihrer Ansicht nach gefährlichen Ideologien niederschlagen kann.

Die Professoren Andrea Gröppel-Klein von der Universität des Saarlandes und Stefan Hoffmann aus Kiel beschäftigten sich anschließend mit egoistischem und unmoralischem Verbraucherverhalten und stellten verschiedene Experimente vor. Sie hatten in mehreren Studien getestet, unter welchen Bedingungen Verbraucher bereit sind „moralische“ (z.B. nachhaltige oder selbstlose) Entscheidungen zu treffen und wann sie andererseits egoistisch handeln oder versuchen, sich unfaire Vorteile zu sichern. Eine Erkenntnis hier war unter anderem, dass das positive Image eines Unternehmens wichtig ist. Je höher das Unternehmen im Ansehen der Verbraucher steht, desto weniger sind sie dazu geneigt, Regeln zu umgehen. Dies bestärkt auch unsere Fokussierung auf ein qualitativ hochwertiges Angebot und die Umsetzung eines guten Jugend- und Verbraucherschutzes.

Zum Abschluss der sehr interessanten Veranstaltung referierte der ehemalige Staatsminister Prof. Julian Nida-Rümelin über die aktuellen Digitalisierungstrends in Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft. Entgegen der Ansicht vieler wissenschaftlicher Strömungen ist die Digitalisierung und das Entstehen neuer Technologien für ihn keine losgelöste Dynamik, die der Mensch nicht kontrollieren könne. Vielmehr sprach er sich eindringlich für eine gesellschaftliche, demokratische Gestaltung der Technologien der Zukunft aus. Er nannte diese Bestrebungen den „digitalen Humanismus“.  

 

Erstellt am: 31.10.2019

Knapp sieben Wochen nach der Landtagswahl in Brandenburg haben sich die Spitzen von SPD, CDU und Grüne auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Stimmen die Parteien in ihren jeweiligen Gremien dem Vertrag zu, kann der bisherige Ministerpräsident, Dietmar Woidke (SPD), im November wiedergewählt werden. Die sogenannte „Kenia-Koalition“ ist ein politisches Novum in der Bundesrepublik Deutschland.

Die für die Branche relevanten Ressorts werden dem bereits vorliegenden Entwurf des Koalitionsvertrages nach wie folgt aufgeteilt:

  • Die SPD stellt den Ministerpräsidenten und führt das Ministerium für Finanzen, Wirtschaft und Arbeit sowie die Staatskanzlei.
  • Die SPD tritt das Innenministerium an die CDU ab.
  • Die Grünen übernehmen das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Familie.

Inhaltlich sieht der Entwurf des Koalitionsvertrags vor allem eine Erhöhung der öffentlichen Ausgaben vor. So sollen Millionen Euro in den Ausbau von Straßen und Radwegen sowie der digitalen Infrastruktur aufgewendet werden. Zudem sollen mehr Stellen im öffentlichen Sektor geschaffen werden, insbesondere bei der Polizei in Schulen und der Justiz. Die Kenia-Koalition hat sich zudem gegen neue Tagebaue, Tagebauerweiterungen und Dorfumsiedlungen ausgesprochen. Insgesamt sind Mehrausgaben von 600 Millionen Euro in der Planung. Bezüglich des gewerblichen Geldspiels werden keine Aussagen getätigt.

Die brandenburgische SPD war bei der Landtagswahl, trotz Stimmenverluste, stärkste Kraft (26,2 Prozent) noch vor der AfD (23,5 Prozent). Mit gleichzeitigen Verlusten der Linken (10,7 Prozent) verlor das bisherige rot-rote Bündnis die notwendige Mehrheit.
Die CDU stürzte bei der Wahl auf 15,6 Prozent ab, die Grünen verbesserten sich auf 10,8 Prozent, die Freien Wähler kamen auf genau 5 Prozent und zogen damit erstmals in den brandenburgischen Landtag ein.

 

 

Erstellt: 28. Oktober 2019

Seit 2017 veranstaltet Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) unter Projektleitung des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) die Präventionstage. Unser Anliegen ist ein offener und ehrlicher Austausch zwischen Hilfesystem, Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Glücksspielanbietern über Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz. Im Mittelpunkt der Gespräche steht dabei stets der Spielgast.

Am Montag, den 21. Oktober 2019, fand der Präventionstag zum nunmehr zweiten Mal in Wiesbaden statt. In der hessischen Landeshauptstadt fanden sich circa 20 Teilnehmer an einem runden Tisch zusammen und diskutierten lebhaft das Thema: „Dogma oder Pragmatismus? Das Hilfesystem und die Automatenwirtschaft haben mehr gemeinsam als gedacht wird. Zum Schutze von Spielgästen, die ein problematisches Spielverhalten entwickeln, arbeiten sie zusammen, um dieses Risiko zu minimieren.“ Moderiert wurde der Präventionstag von dem Journalisten Dr. Volker Nies, Leitender Redakteur für Wirtschaft, Medizin und regionale Themen der Fuldaer Zeitung.


Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes der DAW begrüßte die Gäste und führte in das Thema ein, bevor Volker Brümmer, Leiter der Selbsthilfegruppe Stuttgart, Jean-Christoph Schwager, Gruppentherapeut MEDIAN Klinik und Dr. Ralf-Norbert Bartelt, Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag kurze Impulsreferate zur Arbeitsthese hielten.

Die Anwesenden waren sich einig: Alle beteiligten Akteure sollten den Dialog suchen und kontinuierlich weiterführen. Diese Botschaft gilt es in allen Bereichen zu verbreiten und dafür zu werben. Die Automatenwirtschaft hat in den letzten Jahren dazu gelernt und eine Reihe eigener Ansätze entwickelt und erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Das Thema Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz ist mittlerweile ein Anliegen, das nicht nur in Pflicht ist, sondern Überzeugung. Rückmeldungen, allem voran aus dem Hilfesystem, sind eine wichtige Unterstützung für den Automatenunternehmer um die Qualität seiner Arbeit zu verbessern.

Nach einer mehr als zweistündigen Diskussion hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in einer Mittagspause das zuvor besprochene in persönlichen Gesprächen weiter zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Michael Wollenhaupt, 1. Vorsitzender des Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. (HMV), fasste die Ergebnisse des Präventionstages zusammen. Er stellte fest, dass der Präventionstag allen in der Branche beteiligten Personen und den Vertretern der Politik und des Hilfesystems die Möglichkeit eines offenen und ehrlichen Austauschs bietet. Die Vertreter des gewerblichen Geldspiels wissen um die Sensibilität des angebotenen Produktes. Sie stehen zu ihrer Verantwortung und bekennen sich zu Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz. Wollenhaupt lud die anwesenden Gäste ein, kurz die Unternehmensperspektive einzunehmen. Unternehmer tragen auch eine soziale Verantwortung, die neben den Spielgästen auch den Beschäftigten in den Betrieben gilt. Dieser Verantwortung können die Unternehmer nur gerecht werden, wenn sie als legale Anbieter den Spielgästen ein attraktives und sauberes Spiel anbieten können und damit gleichzeitig die Arbeitsplätze ihrer Angestellten sichern. Für die Zukunft wünscht sich Wollenhaupt eine höhere Beteiligung seitens des Hilfesystems an den Gesprächsrunden. Der richtige Weg ist, miteinander zu reden, statt übereinander.

Das Land Hessen geht voran. Mit dem OASIS-Sperrsystem wurde ein Instrument geschaffen, welches in Hessen flächendeckend dafür sorgt, dass Jugend- und Spielerschutz sichergestellt werden kann. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Der BA setzt sich Seite an Seite mit seinen Mitgliedsverbänden dafür ein, dass weitere Schritte in allen Bundesländern folgen und wir gemeinsam mit dem Hilfesystem, der Politik und Verwaltung, der Wissenschaft und den in der DAW organisierten Spitzenverbänden Rahmenbedingungen gestalten, die Spielerschutz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen gerecht werden.

 

 

Erstellt: 24. Oktober 2019

Heute möchten wir Sie gern auf eine pdf Pressemitteilung (376 KB) unseres bayerischen Landesverbandes, dem Bayerischen Automaten-Verband e.V. (BAV), vom 21. Oktober 2019 aufmerksam machen. Unter dem Titel „Für Sicherheit und maximalen Spielerschutz“ informiert der BAV über die Präsenz des Landesverbandes auf dem CSU Parteitag in München sowie über den Erfolg nachhaltiger Qualitätskonzepte.

Mehr dazu im nachfolgenden Wortlaut der Pressemeldung:

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Für Sicherheit und maximalen Spielerschutz

Neuötting, 21. Oktober 2019 – Unter dem Motto „Spiel. Spaß. Spannung. Schutz. Sicherheit.“ präsentierte sich der Bayerische Automaten-Verband e.V. (BAV) gemeinsam mit Vertretern der „Deutschen Automatenwirtschaft e.V.“ (DAW) am 18. und 19. Oktober 2019 auf dem CSU Parteitag in München. Zahlreiche Landtags- und Kommunalpolitiker informierten sich vor Ort zu den Chancen und Herausforderungen, mit denen die Aufstellunternehmer des gewerblichen Automatenspiels aktuell konfrontiert sind. 

Im konstruktiven Dialog mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft war es dem BAV insbesondere ein

Anliegen, auf die hohe Qualität des gewerblichen Spiels aufmerksam zu machen. Das gewerbliche 

Spiel ist in Deutschland die Spielform, die mit Abstand den härtesten gesetzlichen Auflagen unterliegt 

und den Spielenden maximalen Spielerschutz bietet. Folgende fünf Regeln machen den entscheidenden Unterschied zu unregulierten und illegalen Spielformen: Zutritt ab 18 Jahren, kein Ausschank von Alkohol, fachkundiges, geschultes Personal, bestmöglicher Spielerschutz sowie geprüfte Qualität. Derzeit sind in Bayern rund 90 Prozent der organisierten Automatenunternehmen zertifiziert. Der bayerische Weg, basierend auf einem nachhaltigen Qualitätskonzept, hat sich als Erfolgsmodell bewährt. Er umfasst eine Vielzahl langjährig erfolgreicher Qualitätskriterien wie Zertifizierung, Sozialkonzept zum Spieler-  und Jugendschutz sowie umfangreiche Präventionsschulungen der Mitarbeiter, u.a. die vom BAV  initiierte IHK-Schulung für Servicekräfte in Spielhallen. Der Umfang sowie das hohe Niveau der Zertifizierungs- und Präventionsmaßnahmen tragen ganz entscheidend zur Qualitätssicherung in Bayern bei. 

So wurde der BAV u.a. 2018 von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) für seine vorbildliche 

Arbeit im Bereich „Prävention für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ als VBG_NEXT Botschafter

ausgezeichnet. Gemeinsam mit der VBG konzipierte er das „BAV-Sicherheitskonzept“, mit dem Ziel Risiken frühzeitig zu erkennen und den sicheren Spielraum „Spielhalle“ professionell und nachhaltig zu stärken. Das Sicherheitskonzept umfasst sämtliche relevanten Informationen und Arbeitshilfen im Bereich „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ in Spielstätten, inklusive Schautafeln, Prüfschemata und insbesondere aller Gefährdungsbeurteilungen, die gemäß aktueller Unfallverhütungsvorschriften umgesetzt werden müssen. Ergänzt wird das kompakt und verständlich aufbereitete Kompendium durch relevante Informationen zu den Themen Hygiene- und Lebensmittelvorschriften.

Andy Meindl, 1. Vorsitzender BAV: „Im digitalen Zeitalter sind wir auch in unserer Branche täglich mit einer immensen Flut an Informationen konfrontiert. Für den Verbraucher ist es oft schwierig, zwischen qualitativ hochwertigen, seriösen und illegalen Angeboten zu unterscheiden. Umso wichtiger ist es, die Spielenden kompetent und transparent zu informieren, um ihnen eine klare Orientierung bieten zu können. Im Angebots-Dschungel zeigt der BAV klar Profil und steht für ein modernes, attraktives Spielangebot in ansprechend gestalteten Spielhallen mit professionell geschultem Personal und maximalem Jugend- und Spielerschutz.“

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Auch in einem Pressegespräch am 09. Oktober 2019 zeigte der BAV, dass er aktiv voran geht und sich für eine nachhaltige und sichere Zukunft der Branche einsetzt. Nähere Information zu dem Pressegespräch und der Resonanz in den Medien finden Sie hier:

https://www.bavev.de/bav-pressemitteilung-zukunft-des-gewerblichen-spiels-pressegespraech-vom-09-10-2019/

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) setzt sich gemeinsam mit seinen Landes- und Fachverbänden für ein legales und attraktives Spielangebot mit effektiven Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz ein. Der BAV zeigt hierbei größtmögliches Engagement zum Wohle aller Interessen der Aufstellunternehmer des gewerblichen Automatenspiels.

 

Erstellt: 24.Oktober 2019

 

Mit diesem BAdirekt möchten wir Sie auf das heute veröffentlichte Rundschreiben des Automatenverband Niedersachsen e.V. (AVN) und des Nordwestdeutschen Automatenverband e.V. (NAV) zur Änderung des Niedersächsischen Glücksspielgesetzes hinweisen.

Das niedersächsische Kabinett hat am 22. Oktober 2019 beschlossen, dem Landtag den Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Glücksspielgesetzes zuzuleiten. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Neuregelung des Gesetzes und zum Schutz der niedersächsischen Aufstellunternehmer getan.

Die näheren Inhalte des Gesetzentwurfs, die weiteren Stationen im Gesetzgebungsverfahren und wichtige Hinweise zu den befristeten glücksspielrechtlichen Erlaubnissen in Niedersachsen entnehmen Sie bitte dem AVN-Schreiben.

Das Schreiben finden Sie pdf hier. (372 KB)

 

Erstellt am: 23. Oktober 2019

 

Am Donnerstagabend der vergangenen Woche endete eine arbeitsintensive Sitzungswoche für die ehrenamtlichen Vertreter der Landes- und Fachverbände des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA). Drei Tage hintereinander reihte sich eine Sitzung an die nächste.

So tagten nicht nur, wie üblich, der BA-Vorstand und das BA-Präsidium. Auch eine außerordentliche BA-Mitgliederversammlung wurde durchgeführt. Für eine Reihe von BA-Vertretern kamen zusätzlich noch Sitzungen der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. (DAW) sowie eine Gesellschafterversammlung der AWI Automaten-Info GmbH (AWI) hinzu. Als Spitzenverband der Branche war der BA an allen Sitzungen maßgeblich beteiligt und vertrat die Interessen der organisierten Aufstellunternehmer.

Bereits am Dienstag arbeitete sich der BA-Vorstand routiniert durch eine inhaltlich dichte Tagesordnung. Gundolf Aubke (Vizepräsident und Schatzmeister) und die beiden Vizepräsidenten Wolfgang Götz und Dirk Fischer begrüßten unter anderem Freddy Fischer (Vorstandsmitglied Deutscher Automaten-Verband e.V.), Frank Waldeck (1. Vorsitzender Fachverband Spielhallen e.V.) und Markus Schackmann (2. Vorsitzender Automaten-Verband Saar e.V.) als Gäste der Sitzung, welche sehr kollegial und produktiv verlief.

Gemeinsam gingen die Teilnehmer durch die anstehenden Regularien des Verbandes, berieten über verschiedene BA-Projekte und informierten sich über die aktuellen Sachstände von Maßnahmen in den Arbeitsgruppen des BA und der DAW. Aber es wurden nicht nur Probleme gewälzt. Man verständigte sich auch über organisatorische Eckdaten.

Nach der „kleinen“ Runde des Vorstands am Dienstag traf sich dieser dann mit seinen Unternehmerkollegen aus den BA-Landesverbänden zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung und zur Präsidiumssitzung am Mittwoch.

In der Sitzung des Präsidiums ging die Arbeit weiter und die Vorsitzenden der Landesverbände nutzten das gemeinsame Treffen um sich über das aktuelle Geschehen und die spezifische Lage in den Ländern auszutauschen und die aktuelle Ausrichtung des BA für die anstehende Neuauflage des Glücksspielstaatsvertrags im Jahr 2021 zu diskutieren.

Der BA-Vorstand informierte über jene Themengebiete, welche das Präsidium in den Strategieworkshops vom Mai und September 2019 als besonders bedeutsam herausgearbeitet hatte und zeigte auf, was der BA gemeinsam mit seinen Landesverbänden bis dato in diesen Kernangelegenheiten unternommen hatte. BA-Justitiar RA Stephan Burger berichtete wie üblich über die aktuellen rechtlichen Verfahren, was anschließend mit einer kurzen Rundum-Stellungnahme zu den Situationen in den einzelnen Ländern ergänzt wurde.

Nach einer stärkenden Mittagspause mit einem reichhaltigen Buffet ging die Sitzung dann in die zweite Runde. Als Gast war Svenja Hinrichs von der Agentur elephantlogic eingeladen, die den Unternehmern aktuelle Öffentlichkeitsarbeitsprojekte vorstellte. Auf dieser Grundlage konnte im BA-Präsidium ein klares Stimmungsbild zu den bevorstehenden Maßnahmen erreicht werden.

Im Anschluss machten sich die Unternehmer daran, die anstehenden Sitzungen des kommenden Tages vorzubereiten — die AWI-Gesellschafterversammlung und die DAW-Mitglieder- und Vorstandssitzungen.

An den Sitzungen, die von Donnerstagvormittag bis in die frühen Abendstunden dauern sollten, nahmen der BA-Vorstand und Vertreter einiger Landesverbände teil und sorgten, gestärkt durch die Beschlüsse des Präsidiums vom Vortag, dafür, dass die Interessen der organisierten Aufstellunternehmer stets gut vertreten waren.

Erwähnt sei an dieser Stelle auch noch das große Abendprogramm des Sitzungsmarathons. Erneut war zur bewährten Veranstaltungsreihe „Politik trifft Unterhaltung“ eingeladen worden, welche dieses Mal am Mittwochabend im Haus Ungarn in Berlin stattfand und neben der Branche von Vertretern aus Politik und Verwaltung besucht wurde.

Eine Woche mit viel inhaltlicher und organisatorischer Arbeit liegt nun hinter den ehrenamtlichen Vertretern und den hauptamtlich Beschäftigten des BA.

Allesamt setzen sich mit Herzblut und Enthusiasmus für den Fortbestand des gewerblichen Geldspiels in Deutschland ein. In Zeiten wie diesen ist dieses Engagement mehr gefragt denn je!

 

Erstellt am: 21. Oktober 2019

Nach Art. 5 i.V.m. Art. 7 Abs. 5 der 6. Verordnung zur Änderung der Spielverordnung hat der Abbau des 3. Geldspielgerätes in der Gastronomie bis zum 10. November 2019 zu erfolgen. Eine reine Außerbetriebnahme, etwa durch die Unterbrechung der Stromzufuhr, reicht nicht aus.

Teilweise wird argumentiert, dass eine vorhandene Geeignetheitsbestätigung für drei Geldspielgeräte gemäß § 33c Abs. 3 der Gewerbeordnung (GewO) eine eigene Rechtsposition darstelle, die aktiv durch die zuständige Behörde angegriffen werden müsse. Hierzu ist jedoch zu bemerken, dass eine Geeignetheitsbestätigung regelmäßig lediglich bestätigt, dass der Aufstellort den auf der Grundlage des § 33 f Abs. 1 Nr. 1 GewO entsprechenden Durchführungsverordnungen entspricht. Die Anzahl der zum Zeitpunkt der Erteilung einer Geeignetheitsbestätigung (maximal) zulässigen Zahl von Geldspielgeräten ergibt sich danach aus der Spielverordnung selbst. Dies bedeutet, dass die zuständige Behörde nicht die bestehende Geeignetheitsbestätigung widerrufen oder zurücknehmen muss, sondern dass der Abbau unmittelbar zu erfolgen hat, da die entsprechende Regelung zum 10. November 2019 greift. Diese Auffassung wird von allen Mitgliedsverbänden des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) sowie dem BA selbst vertreten.

Es ist davon auszugehen, dass die zuständigen Behörden vor Ort über die Sach‑ und Rechtslagen informiert wurden und daher zeitnahe Kontrollen durchgeführt werden. Unternehmern, die sich nicht an die entsprechende Regelung halten, drohen empfindliche Bußgelder.

Wir raten neben der Beachtung der Abräumpflicht dringend, die entsprechenden Verträge rund um das 3. Gerät genau zu analysieren und ggf. zu kündigen.

Wir bedauern den Abbau des 3. Gerätes in der Gastronomie. Leider besteht hierzu keine Alternative.

 

Erstellt: 11. Oktober 2019

 

Heute, am 25. September 2019, wird der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht begangen. Dieser findet bereits seit neun Jahren jeweils am letzten Mittwoch im September statt.

Gemeinsam weisen die 16 Bundesländer und die Mitarbeiter des Suchthilfesystems in vielen regionalen Aktionen auf die Risiken des Glücksspiels hin.

In einer heutigen Pressemitteilung hat der BA zum Aktionstag Stellung bezogen und auf die Bedeutung der Präventionsarbeit so wie die besondere Verantwortung hingewiesen, die die Automatenunternehmer mit ihrem Angebot tragen.

Mehr dazu im nachfolgenden Wortlaut der Pressemeldung:

 

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Aktionstag gegen Glücksspielsucht – Sensibles Angebot verlangt Bewusstsein für besondere Verantwortung:

Berlin, den 25. September 2019 Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) weist anlässlich des „Aktionstag gegen Glücksspielsucht“ am 25. September 2019 auf die besondere Verantwortung von Glücksspielanbietern hin.

Auf Initiative der Bundesländer lenken auch beim diesjährigen „Aktionstag gegen Glücksspielsucht“ ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter des Hilfesystems mit verschiedenen Aktionen die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Problematik des pathologischen Glücksspiels in Deutschland.

Seit vielen Jahren ist die Suchtprävention auch essentieller Bestandteil des operativen Tagesgeschäfts des legalen Aufstellunternehmers. Jeder ordentlich arbeitende Unternehmer legt großen Wert auf regelmäßige Schulungen seiner Mitarbeiter in Spielhallen und Gastronomiebetrieben. Eine Reihe von Unternehmen haben ihre Betriebe auf freiwilliger Basis zertifizieren lassen. „Mit unserem Angebot tragen wir eine besondere Verantwortung.“, so der BA-Präsident, Thomas Breitkopf. „Daher ist es selbstverständlich, dass wir denen, die ein Problem mit unserem Angebot haben, helfen. In unseren Unternehmen ist die Präventionsarbeit gut organisiert. Die Hauptarbeit wird dabei von den Mitarbeitern geleistet! Sie haben direkten Kontakt zu unseren Spielgästen und ihnen kommt vor allem in der Erstansprache eine besondere Aufgabe zu. Ich weiß, dass Prävention für viele meiner Kollegen in den BA-Landes- und Fachverbänden eine Herzensangelegenheit ist!“

In der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. hat sich die Präventionsarbeit in den letzten Jahren weiterentwickelt. Im Rahmen der Qualitätsinitiative 2020 gibt es viele Maßnahmen, bei der die Qualität im Fokus liegt. Spielerschutz findet auf mehreren Ebenen statt – im Gerät, am Aufstellort, beim Mitarbeiter. Wichtig ist, das nötige Bewusstsein für die besondere Verantwortung zu haben. Auch wenn die Branche sich auf den Weg gemacht hat, liegt noch eine gute Strecke vor ihr.

Um effektiven Spielerschutz zu realisieren, braucht es aus Sicht des Verbandes auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die das legale Spiel stärken. Gundolf Aubke, BA-Vizepräsident und von Anfang an in die Konzeption der Präventionsarbeit der Branche involviert: „Wer das gewerbliche Geldspiel am Automaten zunehmend unattraktiver macht, provoziert, dass die Spielenden auf unregulierte Angebote z.B. ins Internet ausweichen. Dort gibt es keinen Spielerschutz. Diese Entwicklung konterkariert nicht nur die Präventionsarbeit der Automatenbranche sondern schadet dem Spieler, der in geschützten Räumen spielen möchte. Spielerschutz kann nicht über die quantitative Begrenzung des gewerblichen Spiels erreicht werden. Hier gilt: Qualität vor Quantität.“

Für den BA steht fest: Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. tragen eine besondere Verantwortung, der sie sich tagtäglich stellen.

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pdf 19 09 25 PM Aktionstag gegen Glücksspielsucht Anlage (241 KB)

 

Erstellt: 25. September 2019

 

Heute möchten wir Sie gern auf eine Pressemitteilung unseres bayerischen Landesverbandes, dem Bayerischen Automaten-Verband e.V., vom 17. September 2019 aufmerksam machen. Unter dem Titel „BAV fordert kohärente Regulierung“ nimmt der BAV zu den Werbemarktaktivitäten im Sektor des Glücksspiels Stellung.

Besonders gravierend ist der Gegensatz zwischen den Werbebeschränkungen im Bereich des gewerblichen Geldspiels, das strengstens reguliert ist, und den Werbeaktivitäten anderer Glücksspielanbieter. Vor allem die Werbeaktivitäten der Online-Casinos verzeichnen einen enormen Zuwachs.

Mehr dazu im nachfolgenden Wortlaut der Pressemeldung:

 

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BAV fordert kohärente Regulierung

Neuötting, 17. September 2019 – Die Werbeausgaben in der Glücksspielbranche nehmen laut der Studie „Werbemarktanalyse Glücksspiel 2019“ (herausgegeben von reserach tools) seit Jahren kontinuierlich zu. Dabei verzeichnen Online-Casinos das größte Volumenwachstum. Der Bayerische Automaten-Verband nimmt hierzu Stellung und fordert eine kohärente Regulierung der Werbeaktivitäten aller Glücksspielanbieter. 

Gewerbliches Spiel – erlaubte Werbemaßnahmen sind strengst reguliert 

Werbung für öffentliches Glücksspiel (z.B. für Lotto, Spielbanken, gewerbliches Geldspiel, Sportwetten, Pferdewetten) muss mit § 5 des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) und der auf dessen Basis von den Ländern erlassenen Werberichtlinie vereinbar sein. Sie darf sich u.a. nicht an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Zielgruppen richten. Irreführende Werbung für öffentliches Glücksspiel, insbesondere solche, die unzutreffende Aussagen über die Gewinnchancen oder Art und Höhe der Gewinne enthält, ist verboten. Zudem ist die Werbung für öffentliches Glücksspiel im Fernsehen, im Internet sowie über Telekommunikationsanlagen verboten.  Mit diesen Rahmenbedingungen möchte der Gesetzgeber Rechtssicherheit schaffen und seinen  im Glücksspielstaatsvertrag definierten Auftrag erfüllen, den natürlichen Spielbetrieb im Menschen nachhaltig in zielgerichtete, legale Bahnen zu lenken. 

Diese Beschränkungen gelten grundsätzlich für alle Glücksspielangebote gleichermaßen. Für den Bereich des gewerblichen Spiels – dem am strengsten regulierten Spiel, da hier zusätzlich noch  die Werbebeschränkungen der Spielverordnung gelten – ist es aufgrund dieser Regelungen strikt untersagt, über Werbung jegliche (zusätzliche) Anreize für den Spielbetrieb zu schaffen: sei es in  der äußeren Gestaltung der Spielhalle oder durch Werbung im Fernsehen oder im Internet; zusätzlich sind Spielanreize in Form von Bonusspielen oder durch das Angebot kostenloser Getränke und Speisen verboten.

Werbeaktivitäten – größtes Volumenwachstum bei Online-Casinos

In dramatischem Gegensatz zur strikt regulierten Branche des gewerblichen Spiels stehen die Werbeaktivitäten anderer Glücksspielanbieter. Laut Studie „Werbemarktanalyse Glücksspiel 2019“, hat sich das mediale Kommunikationsvolumen der Glücksspielanbieter innerhalb des beobachteten Fünf-Jahres-Zeitraums fast verdreifacht und erreicht eine Rekordmarke von rund 400 Millionen Euro. Das größte Volumenwachstum verzeichnen dabei Online-Casinos, die ihre Werbeaktivitäten allein im Vergleich zum Vorjahr um über 70 Millionen Euro ausgeweitet haben. Im Netz findet man jede Menge Werbespots für diese in Deutschland grundsätzlich illegalen Angebote (legal sind diese einzig für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort im Bundesland Schleswig-Holstein) häufig mit starken Anreizen in Form von Boni wie „10 Euro einzahlen und mit 50 Euro spielen“.   

Fatale Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft

Die Schäden für den Staat sind gravierend: nicht nur entgehen dem Fiskus hohe Beträge an Steuereinnahmen, auch die gesellschaftlichen Folgen sind erschreckend: erwiesenermaßen ist gerade bei den Online-Casinos die Gefahr der Spielsucht besonders hoch, da die Angebote rund um die Uhr verfügbar sind. Die Kunden können jederzeit und beliebig lange (an 7 Wochentagen, 24 Stunden) spielen. Eine soziale Kontrolle, Spieler- und Jugendschutz sowie Prävention finden in keiner Weise statt. Diese unkontrollierten Umstände schlagen sich auch in den Ergebnissen der Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nieder. Laut der Studie „GLÜCKSSPIELVERHALTEN UND GLÜCKSSPIELSUCHT IN DEUTSCHLAND. Ergebnisse des Surveys 2017 und Trends“ ist bei Internet-Casino-Spielen der Anteil an problematischen und pathologischen Spielern von 2015 auf 2017 exorbitant um 345 % gestiegen. 

Andy Meindl, 1. Vorsitzender des Bayerischen Automaten-Verband e.V.: „An die Werbung für öffentliches Glücksspiel gelten zu Recht besondere Anforderungen – insbesondere für eine starke Prävention und einen vorbildlichen Verbraucherschutz.“ Die aktuelle Situation ist alarmierend.  Kunden können oft nicht erkennen, dass das beworbene Spiel im Internet mit Ausnahme für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort im Bundesland Schleswig-Holstein illegal ist.  Sie wandern zu unregulierten und unkontrollierten Angeboten ab. Nicht regulierte Internet-Casinospiele verdrängen somit das gesetzlich stark regulierte und begrenzte Automatenspiel und in Folge sind tausende legaler Existenzen massiv bedroht. Deshalb fordert der BAV eine kohärente Regulierung auch im Bereich der Werbemarktaktivitäten, z.B. das Verbot von TV-Werbung oder die Schaffung zusätzlicher Spielanreize in Form von Boni. Der Gesetzgeber ist gefordert, die legalen Spielformen nachhaltig zu stärken. Für ein sicheres und legales Spiel. Zum Schutz der Verbraucher und für eine tragfähige Perspektive aller legaler, qualifizierter Unternehmen. 

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Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) schließt sich den Forderungen des BAV nach einer kohärenten Regulierung im Bereich der Werbemarktaktivitäten und einer Stärkung der legalen Spielformen uneingeschränkt an.

 

Erstellt: 20. September 2019

 

Im Mai dieses Jahres wurde Marlene Mortler, die bis zu diesem Zeitpunkt ihr Amt als Drogenbeauftragte der Bundesregierung erfüllte, in das Europaparlament gewählt. Mehrere Monate blieb das Amt unbesetzt.

Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 18. September 2019 steht nun die neue Bundesdrogenbeauftragte der Bundesregierung fest.

Die Aufgabe wird künftig Daniela Ludwig (CSU) übernehmen. Ludwig wurde von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder für das neue Amt vorgeschlagen. Sie ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages und vertritt den Wahlkreis Rosenheim in Bayern. Derzeit ist Daniela Ludwig verkehrspolitische Sprecherin der Unionsfraktion und Mitglied und Obfrau im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung koordiniert die Sucht- und Drogenpolitik der Bundesregierung und vertritt diese in der Öffentlichkeit. Seit 2014 wird das Amt von der CSU besetzt.

Bezüglich Jugend- und Spielerschutz darf die neue Drogenbeauftragte mit Unterstützung aus ihrer Heimat rechnen. Durch die engagierte Arbeit des Vorstandes des Bayerischen Automaten-Verband e.V. (BAV) sind die Aufstellunternehmer in Bayern bestens informiert und in den Bereichen Prävention und Spielerschutz vorne dran. Auch die Zertifizierung von Spielhallen ist in Bayern vorbildlich. Ein Verdienst des BAV, der die Zertifizierung in der Branche maßgeblich nach vorne gebracht hat.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) beglückwünscht Daniela Ludwig zur Aufnahme der wichtigen und verantwortungsvollen Aufgabe der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und wird sich zusammen mit der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. dafür einsetzen, dass die gute und konstruktive Zusammenarbeit, wie mit ihrer Vorgängerin, Marlene Mortler, fortgeführt werden kann.

Die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit fügen wir Ihnen selbstverständlich bei (Anlage).

pdf 19 09 19 046 PM Ludwig Drogenbeauftragte Kabinett Anlage (158 KB)

 

Erstellt: 19. September 2019

 

Seit 2017 veranstaltet Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) unter Projektleitung des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) die Präventionstage. Ziel ist ein offener und ehrlicher Austausch zwischen Hilfesystem, Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Glücksspielanbietern über den Jugend- und Spielerschutz. Im Fokus steht dabei stets der Spielgast.

Am Montag, den 16. September 2019, kehrte der Präventionstag an seinen „Ursprungsort“ Stuttgart zurück. Im Hospitalhof in der baden-württembergischen Landeshauptstadt setzten sich mehr als 30 Teilnehmer im Rahmen eines „Runden Tisches“ mit dem Thema: „Ist eine engere Verzahnung von Hilfesystem, Glücksspielbranche und Ordnungsbehörden möglich?“ auseinander und diskutierten lebendig und durchaus auch kontrovers über ihre Vorstellungen, Ansprüche und die gelebte Realität.

Von Maßnahmen der Sozialkonzepte, über Wirksamkeit und Überprüfung von Spielerschutzmaßnahmen bis hin zur Qualität von Schulungsinhalten für die Mitarbeiter von Spielhallen — eine Reihe Problemfelder kamen auf den Tisch!

Moderiert wurde der Präventionstag von der versierten Journalistin Angelika Hensolt. Zu den Referenten zählten unter anderem: Volker Brümmer (Leiter der Spielerselbsthilfegruppe Stuttgart), Kristina Kasimirski und Günther Zeltner (eva — Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V.) und Michael Mühleck (1. Vorsitzender des Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V.).

Die Teilnehmer waren sich einig: Vorurteile und Ressentiments bestehen auf allen Seiten. Aber nicht festgefahrene Standpunkte, sondern pragmatische Lösungsansätze sollten diese Diskussionsplattform prägen. Im Mittelpunkt steht der Mensch und das aus allen Perspektiven. Vor diesem Hintergrund ergaben sich aus der intensiven Diskussion heraus verschiedene Handlungsfelder, welche die Verantwortung, der Glücksspiel- und Schulungsanbieter, des Hilfesystems sowie der Politik widerspiegeln:

Responsible Gaming: Voranzubringen sind gemeinsame und übergeordnete Konzepte, welche einen Grundkonsens aller Beteiligten des Bereichs Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz definiert. Das übergeordnete Ziel lautet hierbei: „Neuerkrankung vermeiden. Betroffenen helfen.“

Machbarkeit und Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen: Bisher liegen zu diesem Aspekt kaum wissenschaftlich fundierte Daten vor. Hier muss gearbeitet werden, um eine Überprüfbarkeit von Präventionsmaßnahmen zu erreichen. Nur so kann ein effektives Präventions- und Schutzsystem etabliert werden.

Die Servicekraft vor Ort: Deutlich wurde einmal mehr, der Mitarbeiter ist der Schlüssel zum Spielgast — auch zum problematisch oder pathologischen Spieler. Die Servicekraft baut erste Kontakte auf. Dafür wird sie geschult und benötigt fortlaufend Unterstützung bei dieser verantwortungsvollen und wichtigen Aufgabe. Es gilt die Servicekraft vor Ort zu stärken, so dass sie im Alltag gut ausgerüstet ist, um dieser Aufgabe gerecht zu werden.

Spielerschutz braucht den legalen Anbieter: Nur wenn die Rahmenbedingungen für den Betrieb von Spielhallen und in der Gastronomieaufstellung so sind, dass wirtschaftliches  Arbeiten möglich ist, kann Jugend- und Spielerschutz wirksam umgesetzt werden.

Die Teilnehmer brachten Ihre Anliegen in der Gesprächsrunde mit Herzblut zur Sprache, entsprechend lebendig gestaltete sich auch der Dialog.

Für die Branche ist klar: Der moderne und verantwortungsbewusste Automatenunternehmer betreibt keine Feigenblattpolitik. Rückmeldungen unterstützen ihn dabei die Qualität seiner Arbeit zu verbessern und die Mitarbeiter für ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten.

Der Präventionstag macht einmal mehr deutlich: Miteinander reden ist besser als übereinander! Nur gemeinsam können die Herausforderungen dieses sensiblen Bereichs bewältigt werden.

Unter dem Motto „Gemeinsam. Lernen. Helfen.“ wird die Reihe der Präventionstage in diesem und im kommenden Jahr fortgeführt.

Der nächste Präventionstag findet

am                  Montag, den 21. Oktober 2019,

von                 11:00 bis 15:00 Uhr

in                    Wiesbaden, Mercure Hotel Wiesbaden City, Bahnhofsstraße 10-12, 65185 Wiesbaden

statt.

In Wiesbaden wird der Runde Tisch die These: „Dogma oder Pragmatismus? Das Hilfesystem und die Automatenwirtschaft haben mehr gemeinsam als gedacht wird. Zum Schutze von Spielgästen, die ein problematisches Spielverhalten entwickeln, arbeiten sie zusammen, um dieses Risiko zu minimieren.“ diskutieren. Sie sind herzlich eingeladen hierbei mitzuwirken.

Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie unter:

https://gemeinsam-lernen-helfen.de/

Wir freuens uns über Ihre Teilnahme.

 

Erstellt: 18. September 2019

 

Die Entwicklungen um den Dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrags haben massiv Fahrt aufgenommen. Die Länder sind aufgerufen hierzu ihre Positionen einzubringen, um schließlich zu einem schlüssigen, kohärenten, belastbaren Vertragswerk zu kommen. Dazu werden in vielen Bundesländern in sogenannten „Verbändeanhörungen“ auch die Interessenvertreter aller beteiligten Anspruchsgruppen rund um den Glücksspielstaatsvertrag eingeladen. Für die Bundesländer Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben die BA-Mitgliedsverbände Automatenverband Niedersachsen e.V., Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. und Fachverband Spielhallen e.V. zusammen mit ihrem Bundesverband Automatenunternehmer e.V. jeweils eine gemeinsame Stellungnahme vorgelegt.

Nachfolgend die Pressemitteilung vom heutigen 12. September 2019:

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Organisierte Aufstellunternehmer ringen gemeinsam im politischen Prozess um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag
Berlin, den 12. September 2019 Im Rahmen der Verbändeanhörungen in den Bundesländern Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern beziehen der Automatenverband Niedersachen e.V. (AVN), der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (AV), der Fachverband Spielhallen e.V. (FSH) und der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) gemeinsam Stellung zu den jeweiligen Gesetzentwürfen zur Ratifizierung des Dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrages.

Die genannten Verbände begrüßen, dass mit der Ratifizierung der rechtliche Stillstand des Vollzugs mit Hinblick auf Sportwettkonzessionen beendet werden soll.
Der Dritte Glücksspieländerungsstaatsvertrag hebt künftig die zahlenmäßige Beschränkung der Sportwettkonzessionen für die Experimentierphase auf, wodurch der Bereich der Sportwette aus der rechtlichen Grauzone geleitet wird.
Der AVN, der AV, der BA und der FSH betonen, dass die Ratifizierung des Dritten Glückspieländerungsstaatsvertrags nur der erste Schritt zu einer Neuregulierung des Marktes ist.

Im Zuge der Verhandlungen zum Glücksspielstaatsvertrag 2021 ist die konsequente Stärkung des legalen Spiels unabdingbar. Illegale Spielangebote an denen der Staat durch fehlende Steuereinnahmen nicht einmal wirtschaftlich partizipiert, keine Arbeitsplätze in den Regionen geboten werden und allem voran Jugend- und Spielerschutz nicht gewährleistet wird, müssen vom Markt verdrängt werden.
Mit Aufgabe der mengenmäßigen Begrenzung der Sportwettkonzessionen wird deutlich gemacht, dass die Menge des Angebotes oder der Anbieter nicht maßgeblich für das Erreichen der im § 1 aufgezählten Ziele verantwortlich ist. Auch für den Bereich des gewerblichen Automatenspiels muss dieser Weg konsequent beschritten werden.

Daher sprechen sich die Verbände dafür aus, den für Sportwetten aufgegriffenen Regulierungsansatz auch im Bereich des gewerblichen Automatenspiels anzuwenden. Die Qualität des Angebotes ist entscheidend für die Prävention von Glücksspiel- und Wettsucht. Nur ein für den Spieler attraktives Angebot verhindert die Abwanderung in Grau- und Schwarzmärkte.

Heinz Basse, Vorsitzender des AVN: „Der Glücksspieländerungsstaatsvertrag weist in die richtige Richtung. Aber der Gesetzgeber muss darauf achten, dass alte Fehler nicht wiederholt werden. Gute Regulierung orientiert sich an der Qualität der Betriebe und gute Qualität bedeutet wirkungsvollen Spieler- und Jugendschutz.“
Thomas Breitkopf, Präsident des BA und gleichzeitig 1. Vorsitzender des AV: “Die Zukunft des legalen Spiels liegt im Ansatz qualitativer Regulierungsmaßstäbe. Nur ein vernünftiger rechtlicher Rahmen kann Wirtschaftlichkeit und Verbraucherschutz in Einklang bringen. Der BA unterstützt seine Mitgliedsunternehmer im gesamten Bundesgebiet. Nur gemeinsam können wir den politischen Rahmen mitgestalten.“
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Der BA begrüßt die abgestimmte Vorgehensweise für die Interessenvertretung aller organisierten Aufstellunternehmer. Auch Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. hat in den Verbändeanhörungen im Sinne aller Branchenstufen Stellung bezogen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten stehen wir zusammen und tragen die gebündelten Interessen zum Wohle der Branche an die Politik heran.

 

Erstellt: 12. September 2019

 

Anfang vergangener Woche besuchte die Bundestagsabgeordnete der SPD-Fraktion Leni Breymaier im Rahmen der sehr sinnvollen Maßnahme „Praxis trifft Politik“, die der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) zusammen mit seinen Mitgliedsverbänden — in diesem Fall mit dem BA — durchführt, die Löwen Play Spielhalle in Heidenheim. Das Unternehmen ist bereits viele Jahre Mitglied im Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V.

Die engagierte SPD-Abgeordnete Leni Breymaier und ihr Team wurden von Julia Lensing, Justitiarin der Löwen Play Gruppe, und dem Referenten für Politik und Kommunikation des Unternehmens, Jan Kowala, begrüßt. Ebenfalls anwesend war der Bezirksleiter Michael Ott, der im Verlauf des Besuchs detailliert und sachkundig die Geräte erklärte, sowie Holger Werner, Geschäftsführer der Gesellschaft für Spielerschutz und Prävention (GSP). Die BA-Familie wurde durch den politischen Repräsentanten des AV Baden-Württemberg, Alfred Haas, und durch die Geschäftsführerin des BA, Simone Storch, vertreten.

Die Spielhalle, eine ansprechende Dreierkonzession, befindet sich im wunderschönen Ländle in Baden-Württemberg nahe der bayerischen Landesgrenze. Der Besuch begann mit einem umfassenden Vortrag von Jan Kowala, der die Geschichte des Unternehmens, die Ziele der Unternehmensführung und auch die Schwerpunkte der Arbeit in einer Spielhalle vorstellte. Hier gab es eine Reihe von Zwischenfragen seitens der SPD-Abgeordneten, die sich unter anderem über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter informierte. Jan Kowala legte den Schwerpunkt in seinem Vortrag vor allem auf das Thema Prävention und Spielerschutz. Auch sprach er über die Zertifizierung, die nachweislich die Prozesse im Betrieb verbessert und dafür sorgt, eine standardisierte Qualität in allen Filialen zu schaffen. Vergleichbar, so Jan Kowala, sei das mit Unternehmen wie McDonalds, deren Fast Food Produkte stets gleich schmecken, egal in welcher Stadt und in welcher Filiale man sich befindet. Bei Löwen Play ist der Eintritt in die Spielhalle zudem erst ab 21 Jahren erlaubt. Der Spielgast besitzt in der Regel in diesem Alter eine größere Reife und kann bewusster spielen als mit 18 Jahren.

Bei einigen weiteren Nachfragen der Abgeordneten wurden auch kritische Töne angeschlagen und die Vertreter der Branche konnten vermitteln, was die Unternehmer derzeit besonders bedrückt. Die Gesetze sind weiterhin nach quantitativen Kriterien gestaltet und die Abstandsregelungen, all das könne in Zukunft das Aus für viele Unternehmen bedeuten.

Während Alfred Haas, der Vertreter des AV Baden-Württemberg, sachkundig über die branchenpolitische Situation im Land Auskunft gab, konnte die eloquente Justitiarin RAin Julia Lensing eine rechtliche Einordnung der baden-württembergischen Lage beitragen. Die BA-Geschäftsführerin Simone Storch informierte unter anderem über den Gästerückgang und beklagte, dass dieser spätestens nach Einführung der TR5 in allen Bundesländern zu verzeichnen ist. Gleichzeitig erfolgt eine Abwanderung in die Illegalität. Auch sie vermittelte dringlich, dass nur eine Regulierung nach qualitativen Kriterien sinnvoll und zielführend sein kann.

Holger Werner, der Geschäftsführer der GSP, gab anschließend einen Überblick über die Schulungsprogramme, die Spielhallenmitarbeiter in Baden-Württemberg und allen anderen Bundesländern absolvieren müssen. In Baden-Württemberg ist es so, dass eine Servicekraft ihre Arbeit in der Spielhalle erst beginnen darf, wenn sie eine Basisschulung von 14 Stunden absolviert hat.

Nach Abschluss der 90-minütigen Diskussionsrunde wurde mit Spannung die Führung von Michael Ott erwartet. Der Bezirksleiter arbeitet schon seit 15 Jahren bei Löwen Play und konnte der aufgeschlossenen Parlamentarierin Aufbau, Funktionsweise und Spielerschutzfunktionen direkt an den Geräten erklären. Leni Breymaier nahm sich auch ein paar Minuten um einmal kurz selbst an einem Automaten zu spielen.

Für die SPD-Abgeordnete war der Praxistermin aufschlussreich. „Ich hatte bis jetzt noch keine Berührung mit der Branche, finde es aber sehr interessant, die unterschiedlichen Perspektiven von allen Akteuren der Branche aufzunehmen. Mich hat gereizt, in eine ganz neue Thematik einzusteigen. Vor allem das Engagement des Spielerschutzes ist für mich erstmal eine neue Information“, so Breymaier.

Die Branchenvertreter hatten der Abgeordneten gegenüber keinen Zweifel daran gelassen, dass mit der aktuellen Regulierung das illegale Spiel gestärkt wird. Diese eindrückliche Erkenntnis nahm sie mit zurück in den Bundestag.

Dieser Termin zeigte einmal mehr wie wichtig die Information der Politiker vor Ort ist. Um eine an den Bürgern orientierte Politik zu machen, ist es von essentieller Bedeutung, dass Politiker den Alltag der Menschen und Unternehmen kennen lernen und sich mit den Problemen, aber auch den positiven Rückmeldungen aus der Gesellschaft auseinandersetzen. Es freut uns daher sehr, dass Leni Breymaier an dieser Stelle so viel Interesse für unsere Branche aufgebracht hat.

 

Erstellt: 12. September 2019

 

Am Dienstag, den 27. August 2019 luden der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (AV) und Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) gemeinsam zum bereits dritten Parlamentarischen Abend in das Schweriner Stadtschloss, dem wohl schönsten Landtag der Bundesrepublik, ein. Zahlreiche Gäste aus allen Landtagsfraktionen, der Landesregierung und dem Wirtschaftsbereich sind der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, um sich mit Branchenvertretern über die Glücksspielregulierung in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch über Regulierungsfragen über die Landesgrenzen hinaus, auszutauschen.

In Redebeiträgen und Gesprächen stellten die Branchenvertreter zweifelsfrei fest, dass die derzeitige Rechtslage das legale und saubere Spiel schwächt und unsicheren, illegalen Angeboten Tür und Tor öffnet. Die Ziele des Glücksspielstaatsvertrages, das Entstehen von Glücksspielsucht zu verhindern, der Abwanderung der Nachfrage in Grau- und Schwarzmärkte entgegenzuwirken sowie einen effektiven Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten, sind zunehmend gefährdet. Ursächlich für diese Entwicklung sind rein quantitative Maßstäbe bei der Regulierung des gewerblichen Geldspiels, so die Branchenvertreter. Für die Zukunft gilt es die Qualität in den Mittelpunkt der Regulierung zu rücken, um so Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen gerecht zu werden.

In einer Pressemitteilung des AV und BA vom 29. August 2019 bekräftigt der AV die Forderung nach einer Regulierung des Glücksspiels nach qualitativen Maßstäben. Gern möchten wir Ihnen nachfolgend den Wortlaut der Pressemitteilung übersenden, die an die Medien in Mecklenburg-Vorpommern übermittelt wurde:

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Glücksspiel in Mecklenburg-Vorpommern

Automatenverbände fordern Regulierung des Glücksspiels nach qualitativen Maßstäben

Schwerin, 29. August 2019. Wenn es darum geht, das Glücksspiel in Mecklenburg-Vorpommern in geordnete Bahnen zu führen, sprechen sich Vertreter der Automatenverbände für eine Regulierung nach qualitativen Maßstäben aus. „Wir brauchen eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach Qualitätsmaßstäben. Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag muss das legale Spiel nachhaltig stärken.“, erklärte Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) auf dem parlamentarischen Abend am vergangenen Dienstag im Schweriner Stadtschloss. Wichtige Maßnahmen zur Qualitätssicherung seien demnach die Zertifizierung von Spielhallen, die Qualifizierung von Spielhallenmitarbeitern und regelmäßige Präventionstage zum Jugend- und Spielerschutz.

Hingegen sehen Branchenvertreter die Schließungen von Spielhallen nach quantitativen Maßstäben wie Mindestabstandsregelungen kritisch. Schließungen nach dem Rasenmäherprinzip würden lediglich zu Arbeitsplatzverlusten und zur Abwanderung von Freizeitspielern ins unkontrollierte Spiel im Internet oder sogar in die Illegalität führen. Hier gelte kein Jugend- und Spielerschutz, hieß es.

Steffen Rehr, 2. Vorsitzender Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (AV), plädiert indes für einen Schutz ordentlich geführter Spielhallen: „Wir, die Betriebe, die das legale Spiel geregelt in der Fläche anbieten, sehen uns genauso wie die staatlichen Lotterien oder Spielbanken als gleichberechtigte Marktteilnehmer. Nur zusammen können wir die Ziele des Glücksspielstaatsvertrages erfüllen und eine Balance zwischen attraktiven Angeboten, Wirtschaftlichkeit sowie Jugend- und Spielerschutz erreichen.“

Am vergangenen Dienstag hat im Schweriner Stadtschloss der dritte parlamentarische Abend stattgefunden. Eingeladen hatten hierzu Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. (AV) Zahlreiche Gäste aus allen Landtagsfraktionen, der Landesregierung und dem Wirtschaftsbereich nutzten die Gelegenheit, um sich mit den Vertretern der Automatenbranche über die Glücksspielregulierung in Mecklenburg-Vorpommern und zu Regulierungsfragen über die Landesgrenzen hinaus auszutauschen. In einem Grußwort hieß die Vizepräsidentin des Landtags, Dr. Mignon Schwenke, die Gäste und Branchenvertreter herzlich willkommen.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) wurde bei der Veranstaltung von seinem Präsidenten Thomas Breitkopf vertreten. Breitkopf, gleichzeitig 1. Vorsitzender des AV: „Der BA unterstützt seine Mitgliedsunternehmer in Mecklenburg-Vorpommern, wie in allen anderen Bundesländern auch, in ihrem Kampf um den Bestand legaler Spielhallen und setzt sich konsequent für einen effektiven Spielerschutz und eine hohe Qualität der Spielhallen ein. Nur mit vernünftigen rechtlichen Rahmenbedingungen lässt sich die Zukunft des legalen Spiels gestalten.“

 

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Der BA setzt sich Seite an Seite mit seinen Mitgliedsverbänden und den in der DAW organisierten Spitzenverbänden für die Stärkung und den Erhalt des legalen Automatenspiels ein. Nur eine kohärente und insbesondere qualitätsorientierte Regulierung kann effektiven Jugend- Spieler- und Verbraucherschutz gewährleisten und gleichzeitig illegalen Angeboten ein Riegel vorschieben. Wir freuen uns, dass die Vetreter aus Poltik und Verwaltung dem offenen Austausch und der Diskussion der mitunter kontroversen Fragestellungen mit Offenheit und Interesse gegenüber stehen.
Die sich wiederholende positive Resonanz des Parlamentarischen Abends verdeutlicht, dass die Vertiefung des Dialogs vor Ort von großer Wichtigkeit ist, um eine nachhaltige Regulierung zu schaffen, welche die unterschiedlichen Interessen aller beteiligten Akteure berücksichtigt.

 

Erstellt: 30. August 2019

 

 

 

 

 

 

wir haben die Servicemitteilung Info – 05 August 2019 vom 23. August 2019 der adp Gauselmann GmbH erhalten und möchten Ihnen diese gerne zur Kenntnis bringen.


Die Servicemitteilung teilt mit, dass es mit einer unüblichen Spielweise im Spiel „Super Frutta“ zu erhöhten Gewinnen kommen kann. Daher sollte das Spiel „Super Frutta“ umgehend gesperrt werden.


Die Details zu der Servicemitteilung entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage.

pdf Technische Information (68 KB)

 

 

Das Thema Jugend- und Spielerschutz ist ein zentrales Anliegen unserer Branche. Aus diesem Grunde hat Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW), unter Federführung des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), im Jahr 2017 das Veranstaltungsformat des Präventionstags etabliert. Mittlereile fanden bundesweit sechs Präventionstage statt.

Was bringt der Präventionstag? Der Präventionstag soll Raum für einen ideologiefreien Austausch zwischen Vertretern des Hilfesystems, der Verwaltung und Politik, der Wissenschaft und den Glücksspielanbietern geben. Spielerschutz ist so komplex wie die das Thema Spielsucht selbst und daher nicht isoliert umzusetzen. Die Branche hat sich in den letzten Jahren intensiv mit Prävention beschäftigt und es zeigt sich– wir befinden uns in einem fortlaufenden Lernprozess. Daher suchen wir zur weiteren Verbesserung der Präventionsarbeit den offenen Austausch mit allen Akteuren des Bereiches Spielerschutz und setzen unter dem Motto „Gemeinsam. Lernen. Helfen.“ die Präventionstage auch im Jahr 2019 weiter fort.

Was erwartet mich beim Präventionstag? Der Besucher eines Präventionstags kann sich an einem hoffentlich spannenden und ergebnisoffenen Dialog an einem Runden-Tisch-Gespräch beteiligen. Hier können Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände oder Präventionsbeauftragte diskutieren, Fragen stellen, an Lösungsvorschlägen arbeiten oder einfach nur neue Sichtweisen kennenlernen. Sie können sich informieren, wie die Einrichtungen in Ihrer Nähe arbeiten und vielleicht auch einen Einblick in die Präventionsarbeit aus Sicht des Hilfesystems gewinnen. Gleichzeitig können Sie Ihre Erfahrungen und Wünsche einbringen.

Wann und wo finden die nächsten Präventionstage statt? Notieren Sie sich in Ihren Kalendern die nächsten Termine.

 

Stuttgart

am      Montag, den 16. September 2019,

von     10:00 bis 14:00 Uhr

im       Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart

Es diskutieren mit Ihnen:

  • Volker Brümmer, Leiter der Spielerselbsthilfegruppe Stuttgart
  • Kristina Kasimirski und Günther Zeltner, eva Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V.
  • Michael Mühleck, 1. Vorsitzender des Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V.

Moderiert wird der zweite Präventionstag in Baden-Württemberg von Angelika Hensolt, Redakteurin beim Südwestrundfunk (SWR).

 

Außerdem freuen wir uns, erstmalig einen Präventionstag in Mecklenburg-Vorpommern durchführen zu können.

Schwerin

am         Dienstag, den 24. September 2019

von        10:00 bis 13:00 Uhr

im          Haus der Verbände, Graf-Schack-Allee 10a, 19053 Schwerin

Es diskutieren mit Ihnen:

  • Torsten Koplin, Gesundheitspolitischer Sprecher Die LINKE im Landtag Mecklenburg-Vorpommern
  • Lara Bücker, M. Sc. Psychologin im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Volker Brümmer, Leiter der Spielerselbsthilfegruppe Stuttgart
  • Roman Neßhold, Präsident Institut Glücksspiel & Abhängigkeit

Michaela Skott, freie Journalistin und Öffentlichkeitsarbeiterin aus der Region wird diesen Präventionstag moderieren.

 

Beide Präventionstage gehen der Frage nach: „Ist eine engere Verzahnung von Hilfesystem, Glücksspielbranche und Ordnungsbehörden möglich?“

 

Schließlich kündigen wir Ihnen gleich noch den zweiten Präventionstag in Hessen an. Dieser findet am Montag, den 21. Oktober 2019, von 10:00 bis 15:00 Uhr im Mercure Hotel Wiesbaden City statt. Nähere Informationen zur Tagesordnung und den Referenten erhalten Sie in einem weiteren Rundschreiben.                                                   

Sie wollen mehr wissen? Weitere allgemeine Information zu den Präventionstagen, Berichte vergangener Präventionstage sowie den Zugang zur Anmeldung für kommende Präventionstage finden Sie unter:

https://gemeinsam-lernen-helfen.de/

Bei Fragen oder Anregungen zu den Präventionstagen stehen wir Ihnen gern jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

 

Erstellt: 22. August 2019

 

Im März diesen Jahres einigten sich die Länder im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz einen neuen Glücksspielstaatsvertrag zu schaffen. Hierzu erstellten die Chefinnen und Chefs der Staas- und Senatskanzleien ein Eckpunktepapier, welches den Regierungschefinnen und Regierungschefs am 06. Juni 2019 zur Information und Kenntnisnahme übergeben worden ist. In den Bereichen Sportwetten, Sperrdatei und Erhalt des Lottomonopols lässt sich bereits jetzt einiges Potential zur Einigung erkennen. Der zukünftige Umgang mit Online-Glücksspielen ist jedoch weiterhin stark umstritten.

 

In einer Pressemitteilung vom 04. Juli 2019 bezieht der Bayerische Automaten Verband e.V. (BAV) hierzu klare Position und fordert eine zeitgemäße, gesamtkohärente Regulierung, die alle Glücksspielbereiche umfasst. Gerne möchten wir Ihnen nachfolgend der Wortlaut der offiziellen Pressemitteilung übersenden:

 

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Neuötting, 4. Juli 2019 – Am 9. Mai 2019 konzipierten die Chefinnen und Chefs der Staatskanzleien in der CdS-Arbeitsgruppe im Rahmen ihrer Sitzung ein Eckpunktepapier für eine gemeinschaftliche glücksspielrechtliche Anschlussregelung der Länder ab 1. Juli 2021. Dieses wurde am 6. Juni 2019 der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder (MPK) zur Information übergeben. Themen des Eckpunktepapiers sind u.a. der künftige Umgang mit Online-Glücksspielen, Sportwetten und Lotterien. Der Bayerische Automaten-Verband e.V. (BAV) bezieht hierzu klar Position und fordert eine zeitgemäße, gesamtkohärente Regulierung, die alle Glücksspielbereiche umfasst.

 

Flickwerk unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen

In Deutschland sind die Bundesländer für das Glücksspielwesen zuständig. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind im Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) der 16 Bundesländer und den jeweiligen Ausführungsgesetzen zum Glücksspielstaatsvertrag der Länder geregelt. Mit dem Ziel, die Glücksspielregulierung auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen und Rechtssicherheit zu schaffen. Für die unterschiedlichen Spielformen gibt es bisher keine einheitlichen gesetzlichen Vorgaben. In Folge herrscht ein Flickenteppich unterschiedlicher Bestimmungen und Verordnungen. Manche Bereiche sind außerordentlich streng und bis ins Detail reguliert, manche Spielformen nur mäßig bis unreguliert, manche aktuell sogar verboten.

 

Gewerbliches Automatenspiel – mit Abstand am Strengsten reguliert

So ist z.B. das gewerbliche Automatenspiel und das der Spielhallen der mit Abstand am Strengsten regulierte Bereich im gesamten deutschen Glücksspielmarkt. Alle Unternehmer der Automatenwirtschaft müssen ihre Geräte (in legalen Spielhallen sowie in der Gastronomie) vor der Inbetriebnahme einer Prüfung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) unterziehen. Erst wenn die PTB attestiert, dass die Geräte sämtliche spielrechtliche Eckdaten und damit alle gesetzlichen Anforderungen und Vorgaben erfüllen, erfolgt die Zulassung. Die maximalen Gewinn- und Verlustsummen sind gesetzlich klar definiert, ebenso der Betrag des Höchsteinsatzes sowie die Laufzeit des Spiels und die Spielpausen. Auch der Konsum von Alkohol in Spielstätten ist strikt untersagt. Eine Vielzahl strengster Regelungen, um insbesondere einen professionellen Spieler- und Jugendschutz sicherzustellen.

 

Zusätzliche Regelungen seit November 2018 – für maximalen Spielerschutz

Mit der jüngsten Änderung der Spielverordnung (Ablauf der Übergangszeit für die Automaten-Generation TR4.1 am 11.11.2018) ging eine Vielzahl neuer, zusätzlicher Regelungen und Begrenzungen einher, mit dem Ziel, die Spielenden noch besser und umfassender zu schützen. So wurde u.a. der maximale Stunden Verlust von 80 € auf 60 €, also um 25 % reduziert sowie der maximale Gewinn pro Stunde von 500 € auf 400 € gesenkt. Der Maximalbetrag im Geldspeicher wurde von 25 € auf 10 € herabgesetzt. Außerdem muss aufgrund der Abschaffung der Automatiktaste jeder Einsatz manuell und separat ausgelöst werden. Zudem muss seit dem 11.11.2018 nach der 3. Stunde Spielbetrieb eine absolute Nullstellung aller Anzeigen und Speicher erfolgen. Mit dem Inkrafttreten der neuen Spielverordnung hatte insbesondere der Spielerschutz im Fokus gestanden.

 

Die Zukunft des gewerblichen Spiels – Opfer illegaler Angebote?  

Doch wo keine Spielform-übergreifende, stimmige gesetzliche Regelung greift, ist dem Schwarzmarkt Tür und Tor geöffnet und auch eine professionelle Prävention sowie ein wirksamer Jugend- und Spielerschutz ist nicht umsetzbar. Werden die Bereiche der anderen Glücksspielformen weiterhin ohne solch essenzielle, verbindliche, kohärente Regelungen zugänglich sein, ist das legale, sichere, gewerbliche Automatenspiel nicht mehr konkurrenzfähig, sondern massiv bedroht und in Folge stehen Tausende seriöser, legaler und für ein sicheres Glücksspiel engagierter Existenzen vor dem Aus.

 

Verbindliche Qualitätskriterien für alle Glücksspielformen  

Der BAV plädiert deshalb für eine kohärente, qualitätsorientierte Regulierung, die alle Glücksspielbereiche umfasst. Andy Meindl, 1. Vorsitzender des BAV: „Wir brauchen dringend ein tragfähiges Konzept und klare rechtskonforme Regularien für einen transparenten und kohärenten Glücksspielmarkt. Nur wenn alle Spielformen nach konkret definierten, gleichen Qualitätsstandards (z.B. Gewinn- und Verlustbegrenzungen, Jugendschutz, Spielerschutz etc.) reguliert werden, ist ein transparenter und fairer Wettbewerb gewährleistet.“ Nur so kann die Zukunft des attraktiven, sicheren, legalen Spiels gestärkt werden und illegale Spielangebote des unkontrollierten Schwarzmarkts erfolgreich zurückgedrängt werden. Zum Schutz der Verbraucher und für eine zukunftssichere Perspektive aller legaler, qualifizierter Unternehmen. Sowie zum Erreichen der im Glücksspielstaatsvertrag vorgegebenen Ziele, den natürlichen Spielbetrieb im Menschen nachhaltig in zielgerichtete, legale Bahnen zu lenken.

 

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Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) schließt sich den Forderungen des BAV an. Nur mit einer gesamtkohärenten Regulierung kann der natürliche Spieltrieb des Menschen nachhaltig in sichere und geschützte Bahnen gelenkt werden.

 

 

Erstellt: 11. Juli 2019

 

 

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber da wir transparent über die Versammlungen in all unseren BA-Mitgliedsverbänden informieren wollen – erhalten Sie heute den Bericht aus Hamburg.
Am Montag, den 27. Mai 2019, fand die Jahreshauptversammlung des Hamburger-Automaten-Verband e.V. (HAV) im Hotel Böttcherhof statt.
Der erste Vorsitzende, Gundolf Aubke, eröffnete die Versammlung pünktlich um 14:00 Uhr mit einem Grußwort an die anwesenden Mitglieder und Gäste.

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit präsentierte Gundolf Aubke seinen Jahresbericht. Im Mittelpunkt stand die schwierige Situation der Automatenaufsteller in Hamburg, welche sich mit vielen Unwägbarkeiten zu befassen haben. So fanden insbesondere die mit der Änderung der Spielverordnung verbundene neue Technische Richtlinie 5.0 und der Vollzug des Hamburger Spielhallengesetzes besondere Erwähnung. Positiv vermerkte Aubke, das sich der Hamburger Automatenverband nunmehr politisch breiter aufgestellt habe und Gespräche mit allen wesentlichen Fraktionen der Bürgerschaft führt. Im Rahmen dieser Kontaktpflege ist Aubke überzeugt, seitens der Politik eine höhere Sensibilität hinsichtlich der Probleme des gewerblichen Glücksspiels in Hamburg fördern zu können.
Nach dem Jahresbericht und der Abhandlung weiterer Formalien wie der Jahresbericht des Schatzmeisters und dem Bericht der Kassenprüfer, konnte der Vorstand einstimmig entlastet werden und die Versammlung startete die inhaltlichen Highlights.

Zunächst nahm Prof. Dr. Heiko Sauer (Lehrstuhl für deutsches und europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht– Uni Bonn) nochmals kritisch zu den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2017 Stellung. Er resümierte, dass alles in allem der Spielhallenbeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 17. März 2017 es an „Rechtsstaatlicher Sensibilität“ vermissen lässt. Er deute hierbei vorsichtig an, dass die Branche des gewerblichen Geldspiels eben nicht zu den beliebtesten Branchen im Lande gehöre, was einige Passagen der Entscheidung, jedenfalls für den unbefangenen Betrachter, in ein zweifelhaftes Licht taucht. Auch sieht Prof. Sauer, auf die aktuelle Situation der Auswahlentscheidungen angesprochen weitere rechtsstaatliche Probleme auf die zuständigen Behörden zukommen.
   
Nach diesem hervorragenden Vortrag behandelte der Justitiar des HAV, RA Sven Achnitz, die Entwicklungen rund um das Hamburger Spielhallengesetz unter besonderer Berücksichtigung des Auswahlverfahrens. Hier hat sich seit der vergangenen Sitzung im November nicht viel getan. Dies ist jedoch als durchweg positiv zu bewerten, da es folglich auch zu keinen weiteren Spielhallenschließungen gekommen ist. Ob dies an der von der Kanzlei Redeker Sellner Dahs eingereichten Verfassungsbeschwerde bezüglich des Auswahlverfahrens liege, kann man nicht sicher beantworten.

Ebenso informierten Rechtsanwalt Achnitz und der Justitiar des Bundesverband Automatenunternehmer e.V., RA Stephan Burger, sowohl über die gegenwärtige Rechtsprechung in den übrigen Bundesländern, als auch über die rechtlichen Implikationen hinsichtlich der Richtlinie TR 5 und der geänderten Spielverordnung. Anschließend stellte Burger den 3. Änderungsstaatsvertrag zum Glücksspielstaatsvertrag kurz dar, welcher sich insbesondere mit der Regulierung von Sportwetten befasst.

In ihrem „Bericht aus Berlin“ führte die BA-Geschäftsführerin die Teilnehmer dann durch die vielschichtigen Projekte und Arbeitsbereiche des BAs. Dabei ging Sie auf all die Themen ein, die in der Automatenbranche derzeit wirtschaftlich und politisch wichtig sind: Prävention, Zertifizierung, BAlarm, Berufszugang, Schulungen, die Außengestaltung von Spielhallen usw. Hierzu stellte sich auch die verschiedenen Projekte vor, die der BA teils allein, teils in Zusammenarbeit mit der DAW stemmt, wie die Präventionstage, und gab den Teilnehmern einen transparenten und kompetenten Einblick in die Arbeit des Bundesverbandes.
Der nächste Tagesordnungspunkt handelte von dem Ausblick, bzw. der Zukunft der Gastronomieaufstellung. Hier informierte der zweite Vorsitzende, Frank Sengpiel, die Gäste über die Zwischenergebnisse der Runden Tische bezüglich der Gastronomieaufstellung. Frank Sengpiel führte aus, dass sich die Unternehmer im Gastronomiebereich auf eine Stärkung des Spielerschutzes, ähnlich dem Niveau der Spielhallen, vorbereiten müssten. Dies umfasse die Bereitstellung von Infomaterial über Suchtprävention, Suchtberatung, spezielle Schulung des Personals etc. Um Spielsucht zu verhindern und den Spielerschutz in der Gastronomie aktiv voranzutreiben ist hier langfristiges Engagement von Nöten zu dem sich alle beteiligten Unternehmer verpflichtet fühlen sollten.

Die Hamburger Automatenunternehmer und die anwesenden Gäste erlebten eine muntere und informative Versammlung. Gleichzeitig konnten Sie die Situation nutzen, um mit den Kollegen zu diskutieren oder dringende Fragen an die anwesenden Experten stellen. Bei einem gemeinsamen Abendessen konnten alle Teilnehmer den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen.

 

Erstellt: 28. Juni 2019

 

 

In einer Pressemitteilung (Anlage) hat der Verband der Deutschen Automatenindustrie e. V. (VDAI) darüber informiert, dass Paul Gauselmann nach 38 Jahren nicht mehr als Vorsitzender des Verbandes antritt. Auf der Jahreshauptversammlung am Dienstag, den 25. Juni 2019, bedankten sich die Mitglieder und würdigten den Branchenpionier mit der einstimmigen Wahl zum Ehrenpräsidenten.

 

Vom Musikboxenaufsteller zum Gründer eines Milliardenunternehmens prägte Paul Gauselmann wie kein anderer die Branche. Das Engagement des westfälischen Unternehmers in den Branchenverbänden reicht viele Jahre zurück. 1966 trat Paul Gauselmann in den Vorstand des Deutschen Automaten-Verbandes e.V. (DAV) in Nordrhein-Westfalen ein. Nur vier Jahre später, im Jahr 1970, wurde er zum Vorsitzenden des DAV ernannt. Seit 1981 stand er ununterbrochen an der Spitze des Verbands der Deutschen Automatenindustrie e.V. (VDAI).

2016 wurde Paul Gauselmann für sein Lebenswerk und den unermüdlichen Einsatz zum Wohl der gesamten Branche mit der Goldenen Ehrennadel des BA ausgezeichnet.

 

Zukünftig werden die Aufgaben des Vorsitzenden durch ein Führungstrio, bestehend aus Dr. Daniel Henzgen (Löwen Entertainment), Lars Rogge (Bally Wulff) und Manfred Stoffers (Gauselmann AG), übernommen. Weitere Vorstandsmitglieder, die übrigens alle einstimmig gewählt wurden, sind Uwe Christiansen (Löwen Entertainment) und Christian Trenner (wh-Münzprüfer). Schatzmeister ist Theo Kiesewetter.

 

Auch wenn sich Paul Gauselmann aus der ersten Reihe der Verbandsarbeit zurückzieht, lässt sich vermuten, dass er das Branchengeschehen weiter beobachten und sich das eine oder andere Mal deutlich zu Wort melden wird.

Der BA bedankt sich für die langjährige, vertrauens- und gehaltvolle Zusammenarbeit und wünscht Paul Gauselmann weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

 

 

Erstellt: 26. Juni 2019

 

 

Am 12. Juni 2019 hielt der Nordwestdeutsche Automaten-Verband e.V. (NAV) seine Jahreshauptversammlung des Jahres 2019 ab. Der NAV-Vorstand entschied sich diesmal für das originelle Bremer Hudson Eventloft, wo der Mitgliederversammlung im urban-innovativen Style „Denk-Raum“ für die vielen brisanten Fragestellungen der Branche geboten wurde.

 

Bereits ab 12:30 Uhr konnten die Mitgliedsunternehmer mit verschiedenen Servicepartnern des Verbandes und Vertretern der Herstellunternehmen bei einem lecker-leichten Mittagsimbiss in Kontakt treten. Davon machen viele Unternehmer Gebrauch, denn Fragen gibt es immer für unsere Aufstellunternehmer.

 

Um 14:00 Uhr dann eröffnete der 1. Vorsitzende des NAV, Detlev Graß, die Sitzung offiziell. Souverän und gleichzeitig bodenständig unterrichtete Graß die Mitglieder über die aktuelle Lage und die Arbeit des Verbandes. Fast ein wenig emotional bekannte er mit Augenzwinkern, dass er sich „ … bis zum letzten Blutstropfen… “ für die Belange der Aufstellunternehmer einsetzen werde. So äußerte er seine Unzufriedenheit darüber, dass die standortbezogene Spielersperre im Sinne des Spielerschutzes mehr als unbefriedigend ist und sprach sich mit klaren Worten für eine länderübergreifende Spielersperre aus. Auch provokante Fragestellungen nach dem Nutzen des gerätegebundenen Identifikationsmittels, nach Sinn und Unsinn von TR5 stellte Graß zur Diskussion.

„Es ist nun mal Fakt, dass die Kumulation der ‚Maßnahmen zum Spielerschutz‘ spätestens nach TR 5, unsere Gäste in die Illegalität getrieben haben. Die Unternehmer haben bereits das Vertrauen einiger Gäste verloren. Die spielen jetzt woanders. Denn die Menschen wollen spielen, die Menschen werden spielen, sie werden sich das Vergnügen nicht verbieten lassen und wandern eben dorthin, wo sie bekommen, was sie sich wünschen. Da interessiert es nicht, ob es sich um ein illegales Angebot handelt!“, so Graß.

 

Die Betriebstemperatur war bereits nach wenigen Minuten erreicht, dass die Fahrt auf hohem Level weiter gehen konnte und Verbandsjustitiar des NAV, Prof. Dr. Florian Heinze als Moderator das Ruder für eine spannende Diskussion übernahm.

Neben dem 1. NAV-Vorsitzenden diskutierten die Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft Antje Grotheer (SPD), als Vertreterin der SPD Bürgerschaftsfraktion und Mustafa Kemal Öztürk (Bündnis 90/Die Grünen).

 

Nach kurzen Eingangsstatements nahmen die Parlamentarier zunächst zur allgemeinen Lage nach der Wahl der Bremischen Bürgerschaft Stellung, die erst wenige Wochen zuvor am 26. Mai 2019, parallel zur Europawahl durchgeführt wurde. Demnach hat die SPD in Bremen erdrutschartig an Stimmen verloren (fast 10 %), während die Grünen, die Linke und die AFD zulegten. Die CDU verlor „nur“ 0,5% Stimmen – das Ergebnis spiegelt den aktuellen gesellschaftlichen Trend wider. Auch das stellten die Politiker fest. Während die SPD-Politikerin die gute Wahlbeteiligung lobte.

 

Aber die Unternehmer interessierten vor allem die Haltung der Parlamentarier zum Bereich der Glücksspielregulierung. Grotheer sprach sich gegen den immer größer werdenden Markt der Grauzone aus. „Ich will, dass die Menschen in Ihren Einrichtungen spielen können. Ich will, dass sie sicher spielen können. Die Regelungen sind dazu da, das legale Angebot nicht kaputt zu machen, sondern Schlimmeres zu verhindern. ‚Nur‘ die Spielsucht im Fokus zu haben, ist der falsche Ansatz und reiche nicht aus“ so Grotheer. „Wir haben 2012 in den GlüStV mehr eingebunden als Spielsucht, da wir wissen, dass das zu kurz greift. Ebenso wichtig ist auch der Jugendschutz und die Kriminalitätsbekämpfung.“ Graß entgegnete, dass die Reduktion der Zahl der Spielhallen nicht das seligmachende Mittel gegen Sucht ist. Vielmehr sollte die Politik nach qualitativen Kriterien regulieren.

„Es zeigt sich doch, dass die Rädchen, an denen die Politik gedreht hat, die falschen sind!“, so der 1. Vorsitzende des NAV. „Wenn wir von Spielerschutz reden, müssen wir das legale Spiel stärken und nicht schwächen!“

 

Mustafa Kemal Öztürk, der sich für „Regulieren statt Liberalisieren“, aussprach replizierte auf das Vereinsrecht. In Deutschland haben Kulturvereine eine tief verankerte Tradition. Es ist auch dort schwierig, an illegal aufgestellte Geräte zu kommen.“ Gleichzeitig sprach er sich für eine „starke europäische Lösung“ aus – ließ jedoch die Versammlung darüber im Unklarem, was genau damit gemeint sein könnte. Deutlicher bezog die SPD-Politikerin Stellung: „Ich will kein Onlineglücksspiel!“

Beide sehen eine Lösung in einer gemeinsamen, zentralen Anstalt für Glücksspiel in Deutschland.

Die Frage, ob eine Einigung der Länder auf einen GlüStV zu erreichen ist, sah der Grünen-Politiker eher pessimistisch. Grotheer hofft jedoch, dass sich die Länder auf ein Vertragswerk verständigen werden.

Graß mahnte noch einmal, dass jetzt noch die Chance bestehe, das sichere, regulierte legale Angebot für die Kanalisierung des Spieltriebs in geordneten Bahnen zu nutzen. „Wenn wir weg reguliert werden, passiert genau das Gegenteil, des Gewollten.“

Auch die Versammlung diskutierte mit und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. So empfahl Andy Meindl ( 1. Vorsitzender des Bayerischen Automatenverband e.V.), dass sich die Politik einmal ernsthaft mit der Statistik der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) befassen sollte. Die Zahlen sprechen nämlich eine andere Sprache. Einige forderten ganz klar, dass Politik dafür sorgen soll, das Spiel wieder attraktiv zu machen.

 

Nach der spannenden Diskussion gab es eine wohlverdiente 45-minütige Kaffeepause mit leckerem Kuchen.

 

Gestärkt gingen die Verbandsmitglieder in den zweiten Teil der Sitzung. Zuerst berichtete Prof. Heinze, der vorher souverän die Moderation des Wirtschaftstalks meisterte, über die aktuellen juristischen Entwicklungen in Bremen und dem Norden Deutschlands.

Mit seinem Überblick auf das Gesetzgebungsverfahren in Niedersachsen ging er zunächst auf die Verbandsanhörung ein. Neben dem Automatenverband Niedersachsen e.V. und weiteren Branchenverbänden wie dem Fachverband Spielhallen e.V., dem BA, dem Forum der Automatenunternehmer e.V. und dem Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. erhalten auch die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsen, die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen Gelegenheit zur Stellungnahme zum Gesetzentwurf. Anschließend nahm er erneut den Parcours durch das Niedersächsischen Glücksspielgesetzes (NGlüSpG-E) in Angriff.

 

Unter anderem erläuterte er die gesetzlichen Neuregelungen, die aufgrund der Rechtsprechung des Niedersächsischen OVG vom 04.09.2017 notwendig werden. Das OVG Lüneburg hatte Auswahlentscheidungen in echten Konkurrenzverhältnissen durch Losverfahren mangels entsprechender gesetzlicher Grundlage für rechtswidrig erklärt. Es ist zu erwarten, dass das Gesetz nach der parlamentarischen Sommerpause in der zweiten Jahreshälfte in Kraft treten wird. Behörden entscheiden dann nach gesetzlich festgelegten Kriterien, wobei das primäre Kriterium die bestmögliche Ausschöpfung der Standortkapazität ist. Falls es nach Anwendung zu keiner Auflösung der Konkurrenzsituation kommt, werden weitere Kriterien in einer bestimmten Reihenfolge Anwendung finden, die RA Prof. Dr. Heinze erläuterte. Hierzu berichteten wir bereits in unserem BAdirekt „Entwurf des Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Glücksspielgesetzes pünktlich zur Jahreshauptversammlung des Automatenverbandes Niedersachsen e.V.“ vom 31. Mai 2019.

 

Im Anschluss des hochinteressanten Vortrags Heinzes wurden diverse Regularien des Verbandes abgestimmt. So wurde der Kassenbericht des Jahres 2018 vorgelegt und der Vorstand wurde für das zurückliegende Geschäftsjahr einstimmig entlastet.

Zudem wurden eine Änderung der Verbandssatzung und eine Anpassung der Mitgliedschaftsbeiträge beschlossen. Inhalt der Satzungsänderung war, die Kündigung der Mitgliedschaft innerhalb der ersten zwei Jahre nach Beitritt zum Verband auszuschließen. Hier hatte es Fälle gegeben, in denen Mitgliedschaften für nur ein Jahr geschlossen wurden, um einen kostenfreien Zugang zum AWI Sozialkonzept ergattern zu können. Die Satzungsänderung wurde mehrheitlich angenommen.

 

Die Anpassung der Mitgliedsbeiträge und die Sonderumlage für das Jahr 2019 wurden vorgeschlagen, da gerade in den derzeit besonders turbulenten Zeiten der Verband mehr Mittel benötigt, um die Interessen der Mitglieder professionell und effektiv in der Öffentlichkeit und gegenüber den politischen Entscheidungsträgern vertreten zu können. Auch hier wurde mehrheitlich zugestimmt.

 

Zum Abschluss der professionell organisierten und gleichzeitig fast familiär geführten Jahreshauptversammlung konnten die Bremer Automatenaufsteller und die geladenen Gäste noch gemeinsam im Hudson Eventloft ein sehr leckeres Abendessen genießen.

 

Erstellt am: 20. Juni 2019

 

 

 

aufgrund von guten Anregungen aus  Mitgliederkreisen wird der BA nunmehr des Öfteren einen etwas ausführlicheren juristischen Beitrag liefern. Wir haben diese neue Kategorie „Urteil des Monats“ genannt, wobei die Besprechung nicht zwingend ein Urteil zum Gegenstand haben muss. Die Kategorie gibt uns die Möglichkeit, bei Gelegenheit auch ein Stück über den Tellerrand hinauszuschauen und Fragen zu diskutieren, die nicht unbedingt tagesaktuell auf der Agenda stehen. Der heutige Beitrag widmet sich einer Entscheidung des europäischen Gerichtshofes, welche sich mit der Erfassung von Arbeitszeiten durch die Arbeitgeber befasst.

Bevor wir nun auf die Entscheidung an sich eingehen lohnt es sich, einen Blick auf das oberste Gericht der Europäischen Union, welches das tägliche Leben der Bürger in Europa mindestens in ähnlichem Maße prägt einerseits, wie die nationalen Gerichte, sowie andererseits auch auf das Europarecht zu werfen.

Grundsätzlich gliedert sich das Europarecht in zwei Teile (sogenanntes Primär- und Sekundärrecht).
Das Primärrecht besteht aus den zwischen den Mitgliedsstaaten geschlossenen völkerrechtlichen Verträgen (Gründungs-, Revisions- und Beitrittsverträge). Das Primärrecht enthält also die grundlegenden Regelungen der Europäischen Union an sich (z. B. Institutionen, Kompetenzordnung usw.) sowie die auf dem europäischen Binnenmarkt ausgerichtete Wirtschaftsverfassung. In diesem Kontext werden den Bürgern und Unternehmen Europas die sogenannten Grundfreiheiten (Freiheit des Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehrs) eingeräumt, die im Ergebnis die marktwirtschaftliche Betätigung schützen. Teil des Primärrechts ist auch die Charta des Grundrechts der Europäischen Union, welche im obigen Fall auch Gegenstand des Verfahrens war.

Das sogenannte Sekundärrecht bezieht seine Legitimation aus dem oben dargestellten Primärrecht und stellt die Masse der übrigen Rechtsakte dar. Als klassische Rechtsakte des Sekundärrechts sind die Verordnungen und Richtlinien zu nennen. Sie unterscheiden sich darin, dass eine Verordnung unmittelbar, d.h. ohne nationalen legislativen Umsetzungsakt, Geltung beansprucht, während Richtlinien allgemeine Regelungen darstellen, die von den Mitgliedsstaaten in einer bestimmten Frist umzusetzen sind. Zu dem Sekundärrecht zählt auch die Arbeitszeitrichtlinie, welche Gegenstand des Verfahrens war.

Erwähnenswert ist noch, dass nicht die gesamte wirtschaftsrechtliche Materie in der EU einheitlich geregelt ist. So wird z.B. den Mitgliedsstaaten im Bereich des Glücksspiels eine weitgehende Freiheit zugestanden, da hier europaweit traditionell große soziokulturelle Unterschiede herrschen.

Weiterhin ist wissenswert, dass bei einer Kollision zwischen einer nationalen Regelung und einer europarechtlichen Regelung die europarechtliche Regelung einen sogenannten Anwendungsvorrang genießt, was bedeutet, dass ein Vorrang vor dem Recht der Mitgliedsstaaten besteht, so sich die entsprechenden Normen widersprechen.

Zentrale Aufgabe des europäischen Gerichtshofes (EuGH) ist, das EU-Recht auszulegen und damit zu gewährleisten, dass es in allen EU-Ländern auf die gleiche Weise angewendet wird. Außerdem entscheidet er in Rechtsstreitigkeiten zwischen nationalen Regierungen und EU-Institutionen. Daneben ist der EuGH berechtigt, solche EU-Rechtsakte des Sekundärrechts zu annullieren, welche gegen die EU-Verträge verstoßen. In der öffentlichen Diskussion stehen oft die sogenannten Vertragsverletzungsverfahren, in welchem ein EU-Land das EU-Recht nicht oder falsch anwendet. Der EuGH entscheidet sodann in einem bestimmten Verfahren, welches von der EU-Kommission oder einem anderen EU-Land eingereicht werden kann, ob der Vorwurf zutreffend ist. Wenn dies der Fall sein sollte, wird das Land verpflichtet, den Missstand sofort zu beheben. Sollte dies nicht erfolgen wird das Mitglied in einem zweiten Verfahren zu einem Bußgeld verurteilt. Für den Fall, das ein EU-Rechtsakt selbst gegen die EU-Verträge oder die Grundfreiheit verstößt, besteht ferner für die Europäischen Institutionen, aber auch für alle Unionsbürger das Recht, eine sogenannte Nichtigkeitsklage vorzulegen, um einen EU-Rechtsakt zu annullieren.

In unserer Entscheidung hat der EuGH am 14. Mai 2019 (Rechtssache C-55/18) eine vielbeachtete Entscheidung getroffen. So müssen nunmehr die EU-Mitgliedstaaten Arbeitgeber dazu verpflichten, ein System einzurichten, mit dem die tägliche Arbeitszeit der Mitarbeiter gemessen werden kann. Aus Sicht des EuGH kann nur so der durch die EU-Grundrechte Charta und Arbeitszeitrichtlinie manifestierte, Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer tatsächlich einer Kontrolle durch Behörden und Gerichte zugeführt werden.
Ohne ein System, das die tägliche Arbeitszeit misst, sei es äußerst schwierig oder gar praktisch unmöglich, dass Arbeitnehmer ihre Rechte durchsetzen können, so der EuGH. Der EuGH zielt mit dieser Entscheidung jedoch nicht nur auf die maximale Arbeitsbelastung, sondern auch auf die Einhaltung von Pausenzeiten.

Zur Orientierung seien hier noch einmal kurz die Regelungen in Deutschland erwähnt:
Das Arbeitszeitrecht gliedert sich in öffentlich-rechtliche und zivilrechtliche Regelungen auf. Der vorliegende Beitrag kann sich nur mit der öffentlich-rechtlichen Komponente befassen, da zivilrechtliche Regelungen (etwa Tarifverträge und Arbeitsverträge) Individualvereinbarungen enthalten.
Die Arbeitszeit ist als die Zeit von Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen definiert. In der Arbeitszeit steht der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber voll und ganz zur Verfügung oder, bei Bereitschaftsdiensten, auf Abruf bereit. Weg- oder Anfahrtszeiten zwischen Arbeitsstelle und Wohnung des Arbeitnehmers sowie die Körperpflege zählen im Gegensatz zum An- und Ablegen vorgeschriebener Arbeitskleidung nicht zur Arbeitszeit. So ist es beispielsweise auch unzulässig, den Arbeitnehmer aufzuerlegen, seine spezielle Dienstkleidung bereits zu Hause anzuziehen.
Gemäß § 3 des Arbeitszeitgesetzes gelten als Werktage im Sinne des Arbeitszeitgesetzes alle Tage von Montag bis einschließlich Samstag. Das heißt, dass bei allen Berechnungen im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes eine 6-Tage-Woche zugrunde zu legen ist. Hieraus folgt weiter, das ein Betrieb für die Berechnung der Arbeitszeit auch dann auf den 6 Tag der Woche zurückgreifen kann, wenn in den jeweiligen Betrieb nur eine 5-oder gar 4-Tage-Woche üblich ist. Aus dem § 3 Arbeitszeitgesetz verankerten Arbeitszeit von 8 Stunden und aus dem Grundsatz der 6-Tage-Woche folgt daher, dass dem Arbeitszeitgesetz generell eine 48 Stunde Woche zugrunde liegt. Dieses ist widerrum im Jahr für 48 Wochen (52 Jahreswochen abzüglich 4 Wochen gesetzlicher Urlaub) zulässig.

Von dieser Gesamtarbeitszeit (2304 Stunden im Jahr) ist die im § 3 Arbeitszeitgesetz festgelegte 8 stündige werktägliche Arbeitszeit zu unterscheiden. Diese kann ausnahmsweise gemäß § 3 Satz 2 Arbeitszeitgesetz auf maximal 10 Stunden verlängert werden. Diese 10-Stunden-Grenze ist zwingend und darf in der werktäglichen Arbeitszeit in keinem Fall überschritten werden. Dem Arbeitgeber ist es damit nach dem Arbeitszeitgesetz gestattet, einem Arbeitnehmer zeitweilig bis zu 10 Stunden an einem Werktag zu beschäftigen, woraus sich wiederrum eine absolut höchstzulässige Wochenarbeitszeit von 60 Stunden ergibt (6 Tage mit jeweils 10 Stunden).

Allerdings ist eine Überschreitung des Arbeitszeitrahmens von 8 Stunden bis auf 10 Stunden nur möglich, soweit der Verlängerung der täglichen Arbeitszeit entsprechende Verkürzungen der täglichen Arbeitszeit in der Folgezeit gegenüber stehen. Generell ist vorgesehen, dass ein solcher Ausgleich innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten zu erfolgen hat.

Ein solcher Ausgleich der werktäglichen Arbeitszeit kann aber wöchentlich stattfinden, da das Arbeitszeitgesetz einerseits eine Regelarbeitszeit von 48 Stunden durchschnittlich vorsieht, andererseits bei vielen Arbeitgebern eine 40-Stunden-Woche gegeben ist. So ist es möglich, an einem arbeitsfreien Samstag die ausgefallene Arbeitszeit von 8 Stunden auf die übrigen 5 Tage umzulegen, so dass die gesetzliche Arbeitszeit an den übrigen Wochentagen bis zu 9,6 Stunden betragen kann. Inwieweit derartige Regelungen tatsächlich durchsetzbar sind, obliegt dem Zivilrecht und Ihrem Verhandlungsgeschick.

Hinzuweisen ist jedenfalls darauf, dass Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz mit empfindlichen Strafen geahndet werden. Die gesetzliche Pausenregelung findet sich in § 4 des Arbeitszeitgesetzes. So ist bei einer Arbeitszeit von mindestens 6 Stunden eine Pause von 30 Minuten obligat. Bei mehr als 9 Stunden Arbeitszeit müssen mindestens 45 Minuten Pause durch den Arbeitnehmer gemacht werden. Nach spätestens 6 Arbeitsstunden muss die Ruhepause eingelegt werden. Ruhepausen zählen nicht zur Arbeitszeit und werden daher in der Regel nicht vergütet. Aus Gründen des Arbeitnehmerschutzes kann dieser auch selber nicht auf Pausen verzichten. Es sei darauf hingewiesen, dass auch hier dem Arbeitgeber empfindliche Strafen drohen.

Beide Regelungen sind im Grundsatz nicht durch die EuGH Entscheidung berührt. Jedoch erfährt die bisherige Dokumentationspflicht eine Änderung. Derzeit sind in Deutschland die Arbeitgeber nämlich nur verpflichtet, die über die werktägliche Arbeitszeit hinaus gehende Arbeitszeit (Überstunden) zu erfassen und diese Dokumentation mindestens 2 Jahre aufzubewahren (§ 16 Abs. 2 Arbeitszeitgesetz).

Die Entscheidung des EuGH ist nicht direkt anwendbar. Vielmehr muss der deutsche Gesetzgeber nunmehr die gesetzliche Grundlage für die Arbeitszeiterfassung schaffen. Wie dies aussehen wird und ob Ausnahmen greifen können, steht noch nicht fest. Der BA hofft, dass der deutsche Gesetzgeber in der Umsetzung Augenmaß beweist und unnötige Bürokratie für die Unternehmen des gewerblichen Geldspiels vermeidet. Daneben werden die Unternehmer mit denjenigen Mitarbeitern zu sprechen haben, mit denen eine Vertrauensarbeitszeit vereinbart wurde, da diese nunmehr unzulässig wird. Dieser Eingriff von dritter Seite in das über Jahre gewachsene Vertrauensverhältnis ist aus unserer Sicht sehr zu bedauern.

Hinsichtlich der Einzelheiten der nationalen Umsetzung werden wir Sie auf dem Laufenden halten. Als Arbeitshilfe verweisen wir Sie auf die Checkliste „Arbeitszeit“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, mit der Sie die für Ihr Unternehmen geltende Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit sicher beurteilen können und Sie in Ihren Gestaltungswillen unterstützt wird.
Der Link zur Checkliste: https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Arbeitszeit/Checkliste-Arbeitszeit.html


 

Am 04. und 05. Juni 2019 fand turnusgemäß die diesjährige BA-Jahreshauptversammlung statt. Der Einladung von BA-Präsident Thomas Breitkopf und seiner Vorstandskollegen nach Berlin folgten Vertreter aus elf BA-Landes- und zwei Fachverbänden, um einen neuen Vorstand zu wählen. Neben der Wahl des BA-Vorstandes standen aktuelle Themen sowie Diskussionen zur strategischen Ausrichtung auf der Tagesordnung. Traditionsgemäß konnte auch ein Gastreferent gewonnen werden. Die 1. und die 2. Vorsitzenden sowie die Justitiare der BA-Mitgliedsverbände erwartete also eine spannende, inhaltlich dichte und zugleich abwechslungsreiche Tagesordnung.

 

BA-Präsident Thomas Breitkopf eröffnete die Sitzung und ließ im Jahresbericht des Vorstandes das Jahr 2018 Revue passieren. Dieser fasste die prägendsten Ereignisse zusammen. Dazu zählten der logistische und finanzielle Kraftakt der Umstellung aller Geldspielgeräte auf die Technische Richtlinie – TR 5.0, der „Tag des Automatenunternehmers“, die Meldeplattform BAlarm sowie Eckpunkte der Zusammenarbeit mit den Spitzenverbänden der Branche und dem Dachverband (DAW).

 

Im Anschluss daran folgte die Abhandlung der Regularien, wie der Vorstellung des Jahresabschlusses 2018 durch Vizepräsident und Schatzmeister Gundolf Aubke, die Entlastung von Vorstand, Schatzmeister und der BA-Geschäftsführerin, der Bericht der Rechnungsprüfer und die Vorstellung des Haushaltsvoranschlages. Schließlich stand die mit Spannung erwartete Wahl des BA-Vorstandes auf der Tagesordnung, die souverän durch den Wahlleiter, RA Stephan Burger, vollzogen wurde.

 

Das Ergebnis kennen sie bereits. Wie mit BAdirekt Nr. 33 vom 04. Juni 2019 informiert, wurde der bisherige BA-Vorstand – bestehend aus Präsident Thomas Breitkopf, Vizepräsident und Schatzmeister Gundolf Aubke sowie Vizepräsident Wolfgang Götz – im Amt bestätigt.

Als weiterer Vizepräsident wurde Dirk Fischer, Automatenkaufmann und Vorstandsmitglied des Fachverband Spielhallen e.V. sowie Mitglied im Automatenverband Baden-Württemberg e.V.) in das Amt als neuer Vizepräsident gewählt. Der viele Jahre aktive Vizepräsident, Wolfgang Voß, entschied, nicht erneut für das Amt des Vizepräsidenten zu kandidieren und machte seinem Kollegen aus Baden-Württemberg den Platz frei.

Unter stehendem Applaus des gesamten BA-Präsidiums und mit emotionalen Worten des BA-Präsidenten wurde, Wolfgang Voß gebührend verabschiedet.

Die verantwortungsvolle Aufgabe der Kassenprüfung nehmen weiterhin Petra Höcketstaller (2. Vorsitzende des Bayerischen Automaten-Verband e.V.) und Horst Hartmann (Vorstandsmitglied des Deutschen Automaten-Verband e.V.) wahr.

 

Im Anschluss an die Verbandsregularien berichtete der BA-Justitiar unter dem Tagesordnungspunkt „Recht und Politik“ über allgemeine juristische und politische Themenfelder. Der thematische Bogen reichte von der anstehenden Evaluierung der Spielverordnung, über die Diskussion um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag bis zu Entwicklungen der Umsatz- und Vergnügungssteuer. Traditionsgemäß berichteten die jeweiligen Justitiare und Vorsitzenden der Mitgliedsverbände über aktuelle Rechtsfragen aus den Verbandsgebieten. Demnach gestaltet sich die Lage weiterhin sehr unterschiedlich. Es gibt Länder, die einen sehr restriktiven und Länder, die einen eher liberaleren Kurs fahren. In allen Ländern jedoch scheint es, dass vor allem in den Verwaltungen aufgrund der Entwicklungen zum neuen Glücksspielstaatsvertrag eher abgewartet wird.

 

Diskutiert wurden ferner die neuen Entwicklungen der vom BA verantworteten anonymen Meldeplattform BAlarm. Durch diese besteht für jeden Unternehmer aus der Branche die Möglichkeit, wettbewerbswidriges Verhalten zu melden und damit einen Beitrag für einen fairen Wettbewerb zu leisten.

Natürlich steht die Plattform immer einmal wieder in der Kritik und ist auch aus Sicht der Unternehmer an der einen oder anderen Stelle etwas verbesserungswürdig, jedoch überwiegen die Vorteile erheblich die Nachteile; dafür investieren die Spitzenverbände viel Geld in die Plattform.

 

Nach diesem klaren Bekenntnis zu BAlarm stand als letzter Tagesordnungspunkt eine Aussprache zu den Arbeitsständen der im BA-Strategieworkshop vom 02. und 03. Mai 2019 in Frankfurt besprochenen Schwerpunkte an. Der BA zielt darauf ab, seine eigenen Kräfte zu bündeln und mit einer neuen strategischen Ausrichtung weitere Projekte zu starten, zum Beispiel die Durchführung einer Zentralkonferenz der Aufstellunternehmer. Auch das Strategie-Folgetreffen zur Sitzung im Mai wurde besprochen.

 

In angenehmer Atmosphäre kamen am Abend die fleißigen Sitzungsteilnehmer zu einem gemeinsamen Essen in der CLASSIC REMISE Berlin zusammen. Bei sommerlichen Abendtemperaturen ließen Vorstand, Präsidiumsmitglieder und Geschäftsstellenmitarbeiter den ereignisreichen ersten Tag der BA-Jahreshauptversammlung unter freiem Himmel ausklingen.

 

Der zweite Sitzungstag begann mit einem Gastreferat von Sebastian Frevel, Geschäftsführender Gesellschafter der Beratungsgesellschaft von Beust & Coll., zum Thema „Gefechtslage Glücksspielstaatsvertrag“. Pointiert wurde dem BA-Präsidium ein Überblick über den derzeitigen Verhandlungsstand gegeben. Frevel führte aus, welche Handlungsempfehlungen sich aus seiner Sicht für die politische Kommunikation ergeben. Im Anschluss daran nahmen die Sitzungsteilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen gerne wahr.

 

“Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum — besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“ Mit diesem zutreffenden Zitat von Willy Brandts eröffnete der BA-Justitiar die mit Spannung erwartete „Elefantenrunde“, ein Diskussionsformat angelehnt an die Talkrunden mit den Spitzenkandidaten der Parteien nach einer Wahl. Es diskutierten zur Frage „Ist die Verbandsstruktur der Branche noch zeitgemäß?“ BA-Präsident Thomas Breitkopf, Pit Arndt (Vorsitzender Deutscher Automaten-Großhandels-Verband e.V.), Martin Restle (Stellvertretender Vorsitzender FORUM der Automatenunternehmer e.V.),   Manfred Stoffers (Vorstandsmitglied Gauselmann-Gruppe) sowie RA Georg Stecker (Sprecher des DAW-Vorstandes). In ihren Eingangsstatements und der anschließenden Diskussion erörterten die Teilnehmer die zeitliche und organisatorische Entwicklung der Spitzenverbände und des Dachverbandes. Es herrschte weitgehende Einigkeit darüber, dass die derzeitigen Strukturen in der Praxis Erfolge aufweisen können, wenngleich es aufgrund sich verändernder Rahmbedingungen auch immer gilt, den Status Quo zu überprüfen und anzupassen.

 

Schließlich nahm der Sprecher des Vorstandes der DAW die Gelegenheit wahr, in einem gesonderten Tagesordnungspunkt, über die Arbeit des Dachverbandes zu berichten. Aktuell ist ein Hauptschwerpunkt der politischen Arbeit der Glücksspielstaatsvertrag ab 2021. Hier werden zahlreiche Gespräche geführt, um „die alte Denke“ abzubauen und den künftigen Regulierungsrahmen mitzugestalten. Neben der Bundespolitik ist ebenso die Zusammenarbeit mit den BA-Landes- und Fachverbänden von wichtiger Bedeutung, z.B. in den Koordinierungsrunden der Länder Rheinland-Pfalz, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, die Veranstaltung Parlamentarischer Abende und der Präventionstage.

 

Um 15:00 Uhr schloss BA-Präsident Thomas Breitkopf die lebhafte und intensive zweitägige Jahreshauptversammlung des BA. Er dankte allen Teilnehmern für ihre engagierte Mitarbeit sowie der BA-Geschäftsführerin, die mit ihrem gesamten Team zuverlässig für einen reibungslosen Ablauf der Jahreshauptversammlung sorgte. Im Anschluss hatten die Teilnehmer bei einem Glas Sekt die Möglichkeit die ereignisreichen Tage ausklingen zu lassen.

 

Die BA-Jahreshauptversammlung 2019 bot insgesamt eine Mischung aus Information und einen Raum für einen konstruktiven Austausch. Als wesentliches Ergebnis kann festgehalten werden, dass die politische Kommunikation immens an Bedeutung gewonnen hat und für die kommenden Jahre immer wichtiger wird. Das gilt sowohl für die Kommunikation, die sich an die Politik, Verwaltung und wichtige Entscheidungsträger richtet, aber auch für die Verbandskommunikation. Innerhalb einer immer komplexer werdenden Verbändelandschaft ist Abgrenzung notwendig, gleichwohl sollen Gemeinsamkeiten und Schnittstellen zum Erreichen gemeinsamer Ziele immer genutzt werden. In den nächsten Jahren stehen viel Arbeit und die Realisierung einer Vielzahl von Projekten an.

Der BA wird auch weiterhin mit starker Stimme die Interessen der Aufstellunternehmer auf Bundesebene vertreten und sich hierbei auf die vielfältigen Stärken seiner Mitgliedsverbände stützen.

 

 

 


Erstellt: 14. Juni 2019

 

Mit BAdirekt Nr. 23 vom 18. April 2019 (Anlage) informierten wir Sie über das Jahrbuch Sucht 2019, herausgegeben durch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) und der darin erhobenen Vorwürfe von Prof. Dr. Gerhard Meyer (Universität Bremen). Demnach wirft Meyer der Branche vor, dass das legale Glücksspiel gesetzliche Vorgaben vorsätzlich ignoriere und ein ausgeprägtes Sucht- und Gefährdungspotential entwickle.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. kritisierte in seinem Rundschreiben die tendenziöse Pressemeldung, richtet sie sich doch an die falschen Adressaten. BA-Präsident Thomas Breitkopf: „Geräte, die in unseren Spielhallen und Gastronomieaufstellbetrieben stehen, werden von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) nach den gesetzlichen Vorgaben geprüft und zugelassen.“

 

Auch BA-Landes- und Fachverbände melden sich zu Wort und zeigen ihre Verärgerung. Bei den Unternehmern regt sich massiver Unmut über die Äußerungen von Prof. Dr. Meyer.

 

So weist der Bayerische Automaten-Verband e.V. (BAV) in einer Pressemitteilung vom 04. Juni 2019 die unseriösen und haltlosen Anschuldigungen entschieden zurück (Anlage). Andy Meindl, 1. Vorsitzender des BAV: „Das gewerbliche Spiel in Spielhallen und Gaststätten ist das sicherste Automatenspiel in Deutschland und unterscheidet sich hier signifikant von vergleichbaren Angeboten in Internet-Casinos oder vom illegalen Spiel in „Hinterzimmern“. Die Aufstell-unternehmer des gewerblichen Automatenspiels repräsentieren ein legales, geschütztes und gesetzlich reguliertes Spiel von maximaler Qualität und Transparenz und halten sich strikt an die umfassenden gesetzlichen Vorgaben“.

 

Auch auf den Jahreshauptversammlungen des Fachverband Spielhallen e.V. (FSH) und des Automatenverband Niedersachsen e.V. (AVN) wurde die Thematik diskutiert (Anlage).

Nach Auswertung der von staatlichen Institutionen veröffentlichten offiziellen und aktuellen Statistiken zum pathologischen Spiel, liegen die Spielhallen mit einer Anzahl problematischer und pathologischer Spieler von 7,9 % weiter unter den Werten des „kleinen“ und „großen Spiels“ in den Spielbanken und Online-Casinos. Gerade beim Glücksspiel im Internet ist inzwischen jeder Vierte suchtgefährdet. Von anderen Suchtmitteln wie Alkohol, Tabak und Drogen, welche ähnliche oder noch höhere Werte erreichen, müsse man gar nicht erst anfangen. „Dennoch“, so der Vorsitzende des FSH, Frank Waldeck, „sei es gerade das terrestrische Spiel, das konstant von Suchtstellen und übereifrigen Politikern angegriffen werde“ und ruft zu einem fairen und ehrlichen Umgang zwischen Branche und Hilfesystem auf.

 

Der BA schließt sich der deutlich vorgebrachten Kritik aus den Reihen seiner Mitgliedsverbände zu den Veröffentlichungen von Prof. Dr. Gerhard Meyer an und bekräftigt seine Aussage vom April: „Es zeigt sich nun, dass durch die gesetzlichen Vorgaben die Geräte deutlich an Attraktivität verloren haben, was die Abwanderung der Spielgäste in Hinterzimmer, Café-Casinos sowie ins illegale Online-Spiel massiv angekurbelt hat. Zusammen mit einer Vielzahl von Schließungen von Spielhallen aufgrund der Landesspielhallengesetze können wir den im Glücksspielstaatsvertrag geforderten Kanalisierungsauftrag, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, nur noch eingeschränkt nachkommen. Weitere Beschneidungen werden eine Reihe unserer Unternehmen nicht überleben.

 

Die Pressemeldung der DHS ist ein Schlag ins Gesicht all jener Unternehmer, die den Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz ernst nehmen und tagtäglich in ihren Betrieben umsetzen.“

 

Wir stellen fest: Die von Prof. Meyer vorgebrachten Vorwürfe sind haltlos und inakzeptabel. Unsere organisierten Aufstellunternehmer stehen für das legale Spiel.

Der BA bekräftigt damit seine Forderung an die die DHS, mit den Anbietern des legalen Spiels, organisiert in den BA-Landes- und Fachverbänden, an Konzepten zur fortwährenden Weiterentwicklung des Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutzes zu arbeiten und die haltlosen Angriffe auf unser legales Gewerbe zu unterlassen. Die andauernde Blockadehaltung gegenüber unseren Aufstellunternehmern muss aufgegeben werden. Nur durch ein gemeinsames Miteinander kann problematischen Spielern effektiv geholfen werden.

 

 

Erstellt: 12. Juni 2019

 

Alle zwei Jahre ist es soweit: Das Präsidium des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) wählt seinen Vorstand. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung, die heute und morgen, am 04. und 05. Juni 2019, im Verbändehaus Handel – Dienstleistung – Tourismus stattfindet, hat das BA-Präsidium nunmehr heute am 04. Juni 2019 gewählt. Der BA-Vorstand setzt sich für die nächste Amtsperiode wie folgt zusammen:

 

BA-Präsident

Thomas Breitkopf (1. Vorsitzender des Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V.)

 

Vizepräsident und Schatzmeister

Gundolf Aubke (1. Vorsitzender des Hamburger Automaten-Verband e.V.)

 

Vizepräsident

Wolfgang Götz (1. Vorsitzender des Automaten-Verband Rheinland-Pfalz e.V.)

 

Neu im Vorstand:

Vizepräsident

Dirk Fischer (Vorstandsmitglied im Fachverband Spielhallen e.V. und Mitglied im Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V.)

Der langjährige Vizepräsident Wolfgang Voß (1. Vorsitzender des Automaten-Verband Schleswig-Holstein e.V.) trat nicht mehr an. Aus diesem Grund wurde Dirk Fischer als neuer Vizepräsident gewählt.

 

Der BA-Vorstand sieht es als seine wichtigste Aufgabe, den Fortbestand der Aufstellunternehmen in Deutschland zu sichern. Mit starker Stimme will der BA-Vorstand weiterhin die Interessen der in den BA-Mitgliedsverbänden organisierten Unternehmern gegenüber den anderen Branchen-Akteuren sowie gegenüber den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung vertreten.

 

BA-Präsident Thomas Breitkopf: „Im Namen meiner Vorstandskollegen bedanke ich mich zunächst für das erneut entgegen gebrachte Vertrauen und trete meine dritte Amtszeit an. Außerdem möchte ich mich außerordentlich herzlich bei meinem nun ausscheidenden Vorstandskollegen Wolfgang Voß bedanken. Uns verbindet nicht nur eine Beziehung auf Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, sondern auch eine Kameradschaft unter Kollegen, wie sie selten in der Branche zu finden ist!“ Mit diesen für Thomas Breitkopf eher seltenen emotionalen Worten verabschiedete er den scheidenden Vizepräsidenten Voß unter stehenden Applaus des gesamten BA-Präsidiums. Gleichzeitig drückten er und die beiden Vizepräsidenten Gundolf Aubke und Wolfgang Götz ihre Freude darüber aus, dass sie mit Dirk Fischer einen jungen, motivierten Kollegen in ihren Reihen begrüßen dürfen. „Wir Automatenkaufleute stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Diesen Prozess werden wir im BA-Vorstand aktiv mitgestalten. Wir sind angetreten, um uns mit aller Kraft und Herzblut für die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen einzusetzen“, so Breitkopf.

 

Neben der Vorstandswahl und weiterer Regularien befasst sich die zweitägige BA-Jahreshauptversammlung mit diversen Branchenthemen. Die Debatte um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag im Jahr 2021 und Entwicklungen bezüglich der verschiedenen Landesspielhallengesetze stehen ebenso auf der Tagesordnung wie aktuelle politische Themen in den Ländern sowie die Diskussion über die Verbandsstruktur der Branche. Auch das von der DAW geförderte BA-Projekt BAlarm wird im BA-Präsidium diskutiert.

 

Am 05. Juni 2019 werden hochrangige Branchenvertreter zur BA-Jahreshauptversammlung erwartet, die sich zusammen mit dem BA-Präsidium in eine Debatte begeben.

 

Wir werden Sie gern zeitnah ausführlich über den Sitzungsverlauf und die Ergebnisse informieren.

 

Erstellt: 04. Juni 2019

 

 

Am Donnerstag, den 23. Mai 2019, fand nach einiger Zeit im Tagungshotel Best Western Hotel Gut Kronberg in Hannover die Jahreshauptversammlung des Automatenverband Niedersachsen (AVN) statt. Neben vielen Mitgliedsunternehmern waren auch eine Reihe von Dienstleistern und vor allem auch Hersteller eingeladen, die rund um den Tagungsraum ihre Angebote präsentierten.

Heinz Basse, der 1. Vorsitzende des AVN, eröffnete pünktlich die voll besetzte Versammlung. Zuvor, und das ist bereits eine schöne Tradition, waren die Unternehmer zu einem Willkommensimbiss und einem damit verbundenen aktiven Austausch unter Kollegen eingeladen.

Basse informierte in seiner Eröffnungsrede zunächst über aktuelle Entwicklungen in der Branche, hier insbesondere über die Verbandsaktivitäten. So wurde am 02. und 03. Mai 2019 innerhalb der BA-Familie ein Strategietreffen durchgeführt. Darin wurde unter anderem gemeinsam beschlossen, die Verbandsstruktur des BA zu stärken. Vor allem die Unabhängigkeit des BA, die nur durch eine Unterstützung aller Landes- und Fachverbände erfolgen kann, ist besonders wichtig, um die Interessen der Aufstellerschaft in Berlin und bundesweit durchzusetzen.

Mit Spannung wurden natürlich die Neuigkeiten rund um den Entwurf des Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Glücksspielgesetzes (NGlüSpG-E)erwartet. Es knisterte förmlich im Saal. Heinz Basse wollte den Ausführungen des AVN-Justiziars, RA Prof. Dr. Florian Heinze nicht vorgreifen, nahm aber schon mal vorweg, dass es spannend werden wird. „Niedersachsen ist das Bundesland, das die Uhr ein Stück zurück dreht!“.

Zudem informierte er die Mitgliederversammlung, dass der Vorstand des AVN beschlossen hat, Prof. Dr. Heinze zum Geschäftsführer des AVN zu ernennen.

Selbstverständlich wurden auch die Formalien der Versammlung abgehandelt. Friedrich Leinemann stellte den Haushaltsplan vor und Kurt Jainz bestätigte als Kassenprüfer, dass im Abrechnungsjahr alles seine Richtigkeit hat. Nach der Entlastung des Vorstandes war das Podium frei für Prof. Dr. Florian Heinze.

Prof. Heinze wies augenzwinkernd darauf hin, dass pünktlich zur Verbandssitzung, nach nunmehr zwei Jahren, der Gesetzesentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Glücksspielgesetzes zur Verbändeanhörung verteilt wurde. Ausgangspunkt für die Änderung des Gesetzes waren die Beschlüsse des 11. Senats des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichtes (OVG) vom 04.09.2017.

Nachdem im Sommer 2017 der erste Referentenentwurf aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung vorgelegt wurde nahm die Ressortabstimmung zwischen dem Ministerium für Inneres sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung noch zwei Jahre Zeit in Anspruch.

Wesentlicher Inhalt des Änderungsgesetzes zum NGlüSpG-E ist, dass das zuvor durchgeführte Losverfahren nun durch Sachkriterien zur Auflösung echter Konkurrenzverhältnisse ersetzt wird. Dies ist aufgrund der Rechtsprechung des Niedersächsischen OVG vom 04.09.2017 notwendig, welches Auswahlentscheidungen in echten Konkurrenzverhältnissen durch Losverfahren mangels entsprechender gesetzlicher Grundlage für rechtswidrig erklärte. Prof. Dr. Heinze rechnet damit, dass nach der Zeit der Verbandsanhörung und der parlamentarischen Sommerpause das Gesetz in der zweiten Jahreshälfte in Kraft treten könnte.

Die Behörden entscheiden dann nach gesetzlich festgelegten Kriterien, wobei das primäre Kriterium die bestmögliche Ausschöpfung der Standortkapazität ist.

Falls es nach Anwendung zu keiner Auflösung der Konkurrenzsituation kommt, werden weitere Kriterien in einer bestimmten Reihenfolge Anwendung finden. RA Heinze erläuterte nachfolgende Punkte der Kriterien.

Diese sind:

    • Verzicht auf die Aufstellung von Geldspielgeräten in Zweiergruppen i.S.v. § 3 Abs. 2 S. 3 SpielV,
    • Verbot des Rauchens in der Spielhalle,
    • Wegstrecke zwischen der Spielhalle zu Berufsbildenden Schulen und Allgemeinbildenden Schulen des Sekundarbereichs I und II (mit Ausnahme des Abendgymnasiums und des Kollegs),
    • Wegstrecke der Spielhalle zu Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und anderen Einrichtungen und Orten, die dazu bestimmt sind, von Kindern oder Jugendlichen regelmäßig aufgesucht zu werden,
    • Wegstrecke der Spielhalle zu einer Gaststätte, in der alkoholische Getränke angeboten werden.

Das Auswahlverfahren gilt für alle Spielhallen, die bis zum 30. Juni 2019 einer Auswahlentscheidung im Losverfahren unterworfen waren.

Prof. Heinze wies darauf hin, dass die neue Auswahlentscheidung nur durchgeführt wird, wenn die Betreiber dies innerhalb einer gesetzlich vorgeschriebenen Frist beantragt haben. Zur Frist ist derzeit noch nichts bekannt. Laut Gesetzentwurf sind neu erteilte Erlaubnisse bis zum 31. Dezember 2025 zu befristen.

Ein weiterer wesentlicher Inhalt des Gesetzentwurfs sind die Entscheidungen zu den Härtefallanträgen. Demnach soll der restriktiven Handhabungspraxis (nahezu flächendeckende Ablehnung der Härtefallanträge) eine „moderate Lockerung“ folgen. So soll nun für jedenfalls eine Spielhalle eines jeden Spielhallenbetreibers aus einer Konkurrenzsituation „in der Regel“ der härtefallbedingte Weiterbetrieb befristet bis zum 30. Juni 2021 gestattet werden, wenn eine Erlaubnis ausschließlich wegen des Abstandsgebots bzw. des Verbundverbots nicht erteilt werden kann.

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass bereits durch Losverfahren erteilte Erlaubnisse nicht mehr zurückgenommen werden, was Rechtssicherheit schafft.

Auch sonstige Regelungsinhalte, wie die Schaffung eines landesweiten Spielersperrsystems, nach dem „OASIS“- System (hierbei soll jedoch die Sperre 24 Monaten nach Eintragung erlöschen), ein Verbot der Bezeichnung einer Spielhalle als „Casino“ oder „Spielbank“, Verbot von Bargeldabhebungsmöglichkeiten in der Spielhalle oder angrenzenden Gebäudeteilen und das erlaubte Betreten durch Ordnungsamtsmitarbeiter zu Testzwecken, sind in dem Gesetzentwurf vorgesehen. 

Schließlich gab Prof. Heinze noch entsprechende Praxistipps für Spielhallenbetreiber. Diese müssen idealerweise eine Verlängerung ihrer Duldung bis zum 31. Dezember 2019 beantragen, um derzeit geduldete Spielhallen auch über den 30. Juni 2019 hinaus weiter betreiben zu können. Zahlreiche Kommunen dulden bereits jetzt, im Fokus auf die gesetzlichen Neuerungen, den Wiederbetrieb einer zweiten Spielhallen (Doppelkonzession) Die Neuregelungen im NGlüSpG-E sind im Wesentlichen im § 10 a-9. Die § 24 und § 25 des „alten“ Niedersächsischen Glücksspielgesetzes beschäftigen sich mit den Verordnungsermächtigungen und den Strafvorschriften die jeder Unternehmer beachten sollte. 

Der inhaltlich sehr dichte und gut strukturierte Vortrag war zum besseren Verständnis einer komplexen Rechtsmaterie mit Bildern von Praxisbeispielen hinterlegt. Dies war gerade hinsichtlich der Standortkombinationen eine gute Idee. Wieder einmal zeigte der Vortrag von RA Prof. Dr. Heinze neben der exzellenten fachlichen Expertise auch die Fähigkeit der Vermittlung von spröden und komplexen Themenfeldern. Der AVN-Justitiar legte einen juristischen Parcours hin, sodass danach für alle im Saal eine Pause angenehm war.

Gut gestärkt konnten sodann die Mitglieder den ebenso eloquenten Ausführungen von Frank Waldeck folgen. Waldeck befasste sich mit den Veröffentlichungen von Prof. Dr. Meyer aus dem Jahrbuch Sucht und anderen suchtrelevanten Zahlen und Fakten, die allesamt von staatlichen Institutionenpubliziert wurden. Dabei stellte er klar die Frage nach Verhältnismäßigkeit der dauerhaft vorgebrachten Vorwürfe. „Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) greift permanent unsere Branche an. Das können wir so nicht auf uns beruhen lassen!“, so Waldeck. „Prof. Meyer kriminalisiert die Branche und stützt sich hier auf Fakten, die unseriös aus dem Zusammenhang gerissen werden.“ Zudem belegen aktuelle, vom Jahrbuch Sucht 2019 selbst herausgegebene Zahlen eindeutig, dass andere Glücksspielangebote wie Online-Casinos und die Spielbanken weit höhere Suchtgefahren darstellen als das gewerbliche Automatenspie l. Hier sollte fairer mit der Branche umgegangen werden.

Schließlich stellte Prof. Dr. Florian Heinze die Aktivitäten der Stiftung Niedersächsischen Automatenwirtschaft vor, die sich seit einigen Jahren der Unterstützungen karitativer Einrichtungen und Projekten in Niedersachsen widmet. Im Beirat der Stiftung arbeiten Vertreter aus Politik, Sport und Gesellschaft wie Fußballtrainer Mirko Slomka oder Christian Dürr (FDP). Über die Stiftungsarbeit erfahren Sie hier mehr:  https://www.stiftung-na.de/home/.

Der 1. Vorsitzende Heinz Basse schloss die wie immer perfekt organisierte Versammlung und lud zu einem äußerst leckeren Abendessen ein. Unter dem Motto „Spargel –Die Königin des Gemüses“ genossen die Mitgliedsunternehmer des AVN nicht nur das Gemüse, sondern auch guten Wein und vor allem die angeregte und positive Atmosphäre untereinander.

 

Erstellt am: 31. Mai 2019

 

 

Am Dienstag, den 21. Mai 2019, fand die Jahreshauptversammlung des Deutschen Automatenverband e.V. (DAV) im traditionsreichen Tagungsort Philharmonie Saalbau Essen mitten im Ruhrgebiet in Essen statt.

Der Fragestellung „Wo stehen wir heute?“ widmete sich Horst Hartmann, Vorstandsmitglied des DAV, gleich zu Beginn der Versammlung und analysierte die Lage der Branche. Dabei stellte er fest: „In Politik und Verwaltung ist angekommen, dass die Branche für das legale Spiel steht. Diese Botschaft wurde erfolgreich transportiert.“ Gleichzeitig regte er an: „Eines muss aber ebenso klar gemacht werden, dass wir stark reglementiert und weitere Restriktionen nicht sinnvoll sind, wenn die Unternehmen wirtschaftlich arbeiten und gleichzeitig die hohen Anforderungen an Qualität im Jugend- und Spielerschutz erfüllen sollen.“

In seiner Ansprache hob er die gute Zusammenarbeit zwischen dem DAV und dem Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) – allen voran mit dem Vorstandssprecher RA Georg Stecker – hervor.

Er beschrieb die Arbeit des Vorstandes im Schulterschluss mit der DAW: „Wir sprechen mit allen Fraktionen, wir besuchen Veranstaltungen, wir sind bei den Parteitagen dabei und wir kümmern uns darum, die Botschaft unserer Branche nach außen zu tragen. Unser Ziel ist der Erhalt aller ordentlich arbeitenden Betriebe.“ Dabei betonte er, dass es beim DAV nicht um „Klein“ und „Groß“ gehe. „Auf Bundesebene“, so Hartmann, „ ist die Zusammenarbeit mit dem  Bundesverband Automatenunternehmer e.V.(BA) gut und intensiv. Wir nehmen regelmäßig an den BA-Präsidiumssitzungen in Berlin teil. Wir bringen unsere Kompetenz und unsere politischen Kontakte in NRW und darüber hinaus auf Bundesebene ein.“

Für den  DAV nimmt Horst Hartmann als Kassenprüfer an der satzungsgemäßen Prüfung des BA teil, die gerade erst gewesen ist.

Er betonte an dieser Stelle den geordneten und nachvollziehbaren Ablauf in der Buchführung der Bundesgeschäftsstelle. Hartman informierte die Anwesenden, dass er gemeinsam mit Herrn Fischer an der Anfang Juni stattfindenden BA-Jahreshauptversammlung teilnehmen wird.

Schließlich stellte er jedes Vorstandsmitglied mit seinen speziellen Kompetenzen vor und bedankte sich bei seinen Mitstreitern sowie dem neuen Justitiar RA Bernd Fröhlingsdorf und der versierten Geschäftsstellenleiterin Bettina Kaiser, die auch die Versammlung mit der nötigen „Liebe zum Detail“ hervorragend vorbereitet hatte. Auch dem DAW-Länderreferent Nico Ernstberger wurde für seinen fleißigen Einsatz in der Koordinierungsrunde, bei den Parlamentarischen Abenden und auf Parteitagen – alles Projekte, die von der DAW maßgeblich unterstützt werden – gedankt.

In seinem anschließenden Beitrag machte der Ehrenvorstandsvorsitzende des DAV, Karl Besse, deutlich, wie wichtig es ist, dass sich jedes Mitglied in seinem Verband wiederfindet. „Artenvielfalt“ wird derzeit überall positiv propagiert. „Also, lassen wir doch auch die „Artenvielfalt“ auch in unserer Branche zu! Groß ist nicht besser als Klein, Klein nicht besser als Groß! und darum tut jedes Unternehmen gut daran sich auch in schwierigen Zeiten, einem fairen Wettbewerb zu stellen.“, so Besse.

Gerne ehrte er die Jubilare des Landesverbandes. So sind im DAV bereits seit 60 Jahren Aufstellunternehmer organisiert.

Auch der BA gratuliert den Unternehmern für die erfolgreiche Unternehmensführung und ihr Engagement in einem Wirtschaftsverband!

Angenehm spontan fiel der Aufruf von Wolfgang Pütz und Freddy Fischer auf. Beide richteten den Aufruf mit Fragen an die jungen Unternehmer: Wird in zehn Jahren noch an unseren Geräten gespielt? Wo überall finden wir in unseren Betrieben Digitalisierung? Wie können wir diese Entwicklung aktiv begleiten? Diese und andere Fragestellungen warten auf die nachfolgende Unternehmergeneration. Sie luden interessierte junge Unternehmer nach der Sommerpause zu einem Treffen: „Zukunft denken, die junge DAV-Gruppe“ ein.

Interessant auch der Vortrag von RA Bernd Fröhlingsdorf. Der DAV-Justitiar, der bereits am Morgen vor der DAV- Jahreshauptversammlung einen Gastro-Workshop durchführte, berichtete über diverse Verfahren zur Vergabe glücksspielrechtlicher Erlaubnisse in NRW. Die Praxis des Auswahlverfahrens zur Erlaubniserteilung gestaltet sich in den Kommunen sehr unterschiedlich. Demnach ist nach der aktuellen Rechtsprechung nach wie vor unklar, welcher Betrieb die Erlaubnis bekommt. „Wir sind wieder am Anfang! Oder im digitalen Wording zu bleiben: Wir befinden uns im Stadium des Reset!“, so Fröhlingsdorf. Auch zu Fragestellungen der Härtefälle nahm RA Fröhlingsdorf Stellung.

Zur Vergnügungssteuer setzte sich der DAV-Justitiar kritisch mit dem Argument der Erdrosselung auseinander.

Auch äußerte er sich zur gleichzeitigen Aufstellung von Wett-Terminals und Geldspielgeräten in der Gastronomie und riet dringend davon ab, insbesondere solange noch glücksspielrechtliche Verfahren laufen.

Ein sehr schöner und zuweilen rührender Augenblick bei der DAV-Jahreshauptversammlung ist immer wieder die Vergabe des Karl-Besse-Preises, den seit 2014 ausgewählte soziale Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen erhalten, die besondere Projekte bestreiten. In diesem Jahr ging der Preis nach Dülmen.

Burkhard Revers fand einleitende Worte zur Begrüßung des Laudators zum diesjährigen Karl-Besse–Preis, Herrn Henning Höne, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion im Landtag von NRW. In seiner kurzen Laudatio stellte Höne die Preisträger vor und betonte, dass es viele Aspekte gibt, sich mit bürgerschaftlichem Engagement in die Gesellschaft einzubringen. Neben der finanziellen Zuwendung, die sozialen Einrichtungen immer helfen, ist vor allem auch ein ganz großes Plus, dass die Menschen aus dem Umgang miteinander lernen. „Immer wenn Menschen für ihr unmittelbares Umfeld Verantwortung übernehmen, profitiert die Gesellschaft“, so der junge Abgeordnete. „Soziale Kompetenzen werden durch solche Projekte gestärkt. Die kann man nicht digitalisieren – und das ist auch gut so.“

Schließlich kam die Leiterin der Einrichtung zu Wort und stellte der Versammlung die Familienbildungsstätte Dülmen mit einem kurzen Film vor. In diesem Jahr wurden jugendliche Seniorenbegleiter ausgezeichnet. Es handelt sich um Jugendliche kurz vor dem Erwachsenenalter, die nach 40 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis in der Lage sind, alte Menschen, die zum Beispiel an Demenz leiden, im Alltag zu begleiten.

Die jugendlichen Erwachsenen wurden ebenfalls interviewt und ernteten viel Beifall. – Mich persönlich haben die Interviews sehr berührt, zeigen sie doch, welch ausgeprägte menschliche Reife junge Menschen haben können indem sie freiwillig Aufgaben annehmen und Verantwortung übernehmen. Respekt für so viel Einsatz! Mit dem Karl-Besse-Preis bringen die Unternehmer im DAV ihr soziales Engagement klar zum Ausdruck und geben damit ein wichtiges Signal an die Politik und in den gesellschaftlichen Raum.

Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es dann wieder um die eigentlichen Themen der Aufstellunternehmer – es ging um TR 5. Im letzten halben Jahr war TR 5 das Top-Thema bei der Aufstellerschaft, was sich auch in jeder BA-Mitgliedsverbandssitzung wiederspiegelt. Auch in Essen kamen die Unternehmer hinsichtlich Informationsbedarf auf ihre Kosten. Arthur Stelter von der Löwen Entertainment GmbH hielt einen informativen Vortrag zum richtigen Umgang mit der digitalen Signatur. Von der Merkur Casino GmbH konnte Axel Bornemann die Unternehmer über den erfolgreichen Umgang mit TR 5 informieren. Beide standen noch vor Beginn der Versammlung sowie während der Pausen an den jeweiligen Messeständen für individuelle Fragestellungen zur Verfügung. Vertreter auf der Messe waren auch eine Reihe von Dienstleistern, die gerne ihre Angebote präsentierten und mit den Unternehmern ins Gespräch kamen.

Die hervorragend organisierte Versammlung schloss gegen 17 Uhr.

 

 

Erstellt: 29. Mai 2019

 

 

Am 15. Mai 2019 trafen sich die Hessischen Automatenaufstellunternehmer im Bürgerhaus Gambach und folgten damit der Einladung des HMV. Begleitet von einer Produktausstellung aller Herstellunternehmen, die ganztägig den Tagungsteilnehmern zugänglich war, konnten bereits ab 10 Uhr die Kollegen bei einer Tasse Kaffee und einem Willkommensimbiss miteinander in Kontakt treten, bevor die Versammlung im Tagungsraum von Michael Wollenhaupt, dem 1. Vorsitzenden des HMV, eröffnet wurde.

 

Michael Wollenhaupt berichtete in seinem umfassenden Bericht über das Geschäftsjahr 2018 über die Verbandsarbeit des HMV-Vorstandes. Die Mitglieder wurden über eine Vielzahl von Maßnahmen informiert. Über allem standen jedoch immer wieder die mahnenden Worte von Michael Wollenhaupt zum aktiven Mitgestalten jedes einzelnen Unternehmers. In seinem ambitionierten Vortrag sprach sich der 1. Vorsitzende dafür aus, dass die Unternehmer „raus aus der Versenkung“ und rein in den gesellschaftlichen Raum müssen „Zeigen Sie Gesicht! Gehen Sie offen auf Politiker zu, sprechen Sie mit Ihren zuständigen Abgeordneten, gehen Sie in die Ämter! Wir brauchen eine politische Wende, damit das Gesetz uns wieder Raum für unsere Unternehmen schafft.“, so Wollenhaupt. Gleichzeitig warb er für die Verbändearbeit.

 

Auch die Verbandsregularien wurden entsprechend korrekt abgehandelt, sodass nach dem Vortrag des Schatzmeisters, Oskar Adam, und dem positiven Kassenprüfungsbericht der Vorstand entlastet und ein neuer Haushalt verabschiedet werden konnte.

Yvonne Corvinelli, Vorstandsmitglied des HMV, hatte die Aufgabe die Ehrung langjähriger Mitglieder des Verbandes vorzunehmen. Dieser Programmpunkt ist in allen Sitzungen der Landesverbände immer wieder ein schöner Augenblick, der zum Innehalten anregt und auch über die Verbandsgeschichte nachdenken lässt. Der deutsche Automatenunternehmer ist in den letzten Jahrzehnten aufgrund der Regulierung durch Höhen und Tiefen gegangen und lässt sich auch in der Zukunft hoffentlich nicht unterkriegen. Der Blick sollte nach vorne gerichtet sein!

 

Dass dies nur unter dem Stichwort Qualität zu realisieren ist, wurde im nachfolgenden Vortrag durch die BA-Geschäftsführerin, Simone Storch, deutlich. In ihrem „Bericht aus Berlin“ stellte sie eine Reihe von Projekten und Maßnahmen vor, in denen der BA und seine Mitgliedsverbände im Schulterschluss mit der DAW zusammen arbeiten. Zertifizierung, Präventionstage oder BAlarm – all das sind Maßnahmen im Ringen um eine Steigerung der Qualität in der Automatenbranche. Maßnahmen, die trotz einer schwierigen aktuellen Lage, dennoch nicht vernachlässigt werden dürfen. Weiter berichtete die BA-Geschäftsführerin über die Ergebnisse des gemeinsamen BA-Strategieworkshops am 02. und 03. Mai 2019.

 

Nach dem 20-minütgen Vortrag der BA-Geschäftsführerin wurde mit Spannung die Debatte um TR 5 erwartet. Zunächst berichtete der 1. Vorsitzende über seine Erfahrungen und forderte die Unternehmer auf die Zeit für entsprechende Fragen an die Industrie zu nutzen. Jedes Herstellunternehmen bekam die Gelegenheit, über seine jeweiligen Produkte zu sprechen. Alle arbeiten fieberhaft daran mit Updates und Optimierungen im Spielablauf, die Geräte weiter zu verbessern. Alle anwesenden Hersteller brachten zum Ausdruck, dass sie weiterhin bemüht sind, ihre Geräte weiter zu entwickeln. Gleichzeitig baten sie um Rückmeldung, um dies in die Entwicklung einfließen zu lassen. Es sprachen Thomas Trenz (adp Gauselmann) Gerhard Hubmann (Apex), Peter Nötzold (Bally Wulff), Arthur Stelter (Löwen Gruppe), Nicole Helfensdörfer (PSMtec). Auch nach einem halben Jahr Umstellung auf TR 5 gibt es eine Reihe von Fragestellungen, mit denen Aufstellunternehmen und Hersteller gleichermaßen konfrontiert sind. Alle Referenten zeigten sich jedoch optimistisch, dass die Herausforderungen gemeistert werden könnnen.

 

Die Justitiarin des HMV, RAin Christel Sondermann, berichtete über Auslegungen im Hessischen Spielhallengesetz. So sprach sie über einzelne Fälle, über bestimmte Auswahlverfahren und über offene Verfahren. Sie führte unter anderem aus, dass die Stadt Wiesbaden derzeit an einem eigenen Konzept zum Auswahlverfahren arbeitet, welches jedoch noch nicht bekannt ist. Möglicherweise ergibt sich daraus eine pragmatische Lösung, die eine Signalwirkung auf andere Kommunen haben könnte.

 

Der für Hessen zuständige Länderreferent, Andreas Rey, berichtete sodann über die Arbeit in der Koordinierungsrunde. Hierbei werden regelmäßig Treffen, politische Termine aber auch Parlamentarische Abende, Auftritte bei Parteitagen und andere Aktivitäten besprochen. Häufig werden Politiker oder Behördenvertreter eingeladen, um sich in einen Dialog zu begeben und sich gegenseitig zu informieren.

 

Eine Lanze für die Gastronomieaufstellung brach erneut Michael Stang, der neben seinem Amt als 2. Vorsitzender des HMV auch der 2. Vorsitzende des Fachverband Gastronomieaufstellung e.V. (FGA) ist und damit auch unermüdlich in Sachen Gastronomieaufstellung unterwegs ist. Er berichtete über die beiden Gastro-Runden Tische I und II. Hier konnten im Dialog mit verschiedenen Ministerien und der Bundesdrogenbeauftragten erste Ergebnisse erzielt werden. Außerdem erinnerte er noch einmal an die Entfernung des dritten Gerätes in der Gastronomie spätestens am 10. November 2019.

 

Christoph Schwarzer, der nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern auch ein hervorragend vernetztes Vorstandsmitglied des HMV ist, berichtete sehr lebendig über die politischen Arbeit des Vorstandes und die regelmäßige Kontaktpflege mit politischen Entscheidungsträgern und Behörden.

 

Dennis Adam, Sprecher des Arbeitskreises Jungunternehmer im HMV, informierte die anwesenden Mitgliedsunternehmer über die politischen Aktivitäten des Arbeitskreises. Neben der Arbeit als Junioren in den Familienbetrieben gewinnt die politische Lobbyarbeit auch beim Nachwuchs zunehmend an Bedeutung. RA Simon Scherer, Justitiar des Jungunternehmerkreises, ergänzte die Ausführungen um den derzeitigen Stand zur Rechtslage bezüglich der Aufstellung von Geldspielgeräten und Sportwett-Terminals. Der Jungunternehmerkreis ist bisher einzigartig innerhalb der Verbändestrukturen des BA. Dieser nach vorne gerichtete Blick und die Sensibilität für wichtige politische Fragen der Zukunft sollte beispielgebend für die Aufstellerschaft in den anderen BA-Mitgliedsverbänden sein.

 

Vorstandsmitglied Oliver Ickenroth erinnerte noch einmal an die notwendigen Updates einzelner Hersteller, die von der PTB vorgegeben sind und unbedingt aufgespielt werden müssen. Außerdem wies er auf die Einführung der neuen 100 und 200 Euro Banknoten hin.

 

Abgeschlossen wurde die Jahreshauptversammlung des HMV mit einer Vorstellung eines neuen Musterverfahrens bezüglich der Spielapparatesteuer durch die Justitiarin des HMV und einem Schlusswort des 1. Vorsitzenden über die Bekämpfung illegaler Spielangebote. Nach einer informativen Sitzung, mit umfangreicher Tagesordnung, folgte nun ein entspannter Ausklang bevor die Aufstellunternehmer in ihre jeweiligen Heimatorte fuhren.

 

 

Erstellt: 27. Mai 2019

 

 

Präsenz auf Parteitag

 

So fand am 03. und 04. Mai 2019 in Weingarten der 73. Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg statt. Der Automatenverband Baden-Württemberg e.V. und der Dachverband die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) waren hier mit einem gemeinsamen Stand vertreten, um die politischen Vertreter über die Situation des gewerblichen Automatenspiels zu informieren. Hierzu zählten insbesondere die Auswirkungen des Baden-Württembergischen Landesspielhallengesetzes und das Erfordernis qualitativer Regulierungsansätze, um effektiven Spielerschutz und unternehmerische Planungssicherheit gleichermaßen sicherzustellen.

 

Medienarbeit

 

Am 15. Mai 2019 hat der Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V. zusammen mit dem Dachverband DAW – unterstützt durch den Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) – im Rahmen eines Pressegesprächs in Stuttgart über die Lage der Branche informiert. Michael Mühleck konnte den anwesenden Journalisten ein objektives und leider auch ernüchterndes Bild über die aktuelle Situation des gewerblichen Automatenspiels in Baden-Württemberg vermitteln. „Wir haben eine wesentliche Verschlechterung unseres Produktangebotes, durch die Eingriffe und Beschränkungen in den Spielautomaten. Das macht das Spiel wesentlich unattraktiver und lenkt die Spielgäste in illegale Angebote ohne jeglichen Schutz“, so Mühleck. „Wir haben ein Gesetz nach dem unsere bisherigen Betriebserlaubnisse alle 2021 erlöschen. Aber wir wissen nicht, ob wir neue bekommen“. Er fordert, dass regulatorische Bedingungen geschaffen werden, die unternehmerische Planungssicherheit schaffen.

 

Parlamentarischer Abend

 

Am Ende des Tages trafen sich zudem Branchenvertreter mit Vertretern aus Politik und Verwaltung zum Parlamentarischen Abend in Stuttgart. Zu den zahlreichen Gästen zählten unter anderem Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz MdL (CDU), Justizminister Guido Wolf MdL (CDU) sowie der CDU-Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL. Auch hier haben Vertreter des Automaten-Verband Baden-Württemberg und der Deutschen Automatenwirtschaft ihre Vorstellungen und Ansprüche an eine Neuordnung des Marktes verdeutlicht.

 

In einem Grußwort zeigte die die Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz Verständnis für die Branche und ihre Bemühungen um bessere Rahmenbedingungen für alle Marktakteure. Das vollständige Grußwort finden Sie unter nachfolgendem Link:

 

https://gallery.mailchimp.com/6333ec8a65ec35fde4332b9b4/files/cc4c8287-2b60-41b5-a3ee-7187e95c37aa/2019_05_15_Gru%C3%9Fwort_Parl._Abend_Automatenverband.pdf

 

Die Mitgliedsverbände des BA sind kontinuierlich bestrebt, die Öffentlichkeit, Politik und die Verwaltung über die Regulierung des gewerblichen Automatenspiels zu informieren und konstruktive Dialoge zu führen. Der BA sieht es als Daueraufgabe, seine organisierten Mitglieder bei diesem Anliegen stets mit allen Kräften und Mitteln zu unterstützen.

 

 

Erstellt: 24. Mai 2019

 

 

Ausweislich einer Pressemitteilung vom 21. Mai 2019 hat die Niedersächsische Landeregierung einen Entwurf zur Änderung des Niedersächsischen Glücksspielgesetztes beschlossen (Anlage).

 

Prof. Dr. Florian Heinze, Justitiar des Automatenverband Niedersachsen e.V. (AVN) und des Nordwestdeutschen Automaten-Verband e.V. (NAV), hat hierzu in einem Rundschreiben eine erste Einordnung vorgenommen. Dieses Rundschreiben fügen wir Ihnen selbstverständlich bei (Anlage).

 

Der Gesetzentwurf wurde heute zum Zwecke der Verbandsbeteiligung freigegeben. In kollegialer Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden werden wir entsprechend Stellung nehmen und Sie über den Fortgang des Entwurfs informieren.

 

Erstellt: 22. Mai 2019

 

 

Am vergangenen Mittwoch, den 08. Mai 2019, tagte der Fachverband Spielhallen e.V. (FSH) im Stammsitz des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) im Verbändehaus Handel – Dienstleistung – Tourismus in Berlin und lud seine Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein.

 

Der Vorsitzende Frank Waldeck und der Vorstand des FSH konnten zahlreiche Versammlungsteilnehmer begrüßen, darunter viele Gäste aus den Reihen der Hersteller und Dienstleister. Diese hatten bereits im geräumigen Eingangsbereich des Verbändehauses Spielautomaten, Roll-Ups, Informationsstände und Tische aufgestellt. Die Ausstellung ermöglichte den Mitgliedern des FSH miteinander zu reden und in direkten Kontakt mit den Dienstleistern zu treten.

 

Um 13 Uhr begann die offizielle Sitzung mit der Eröffnungsrede des Vorsitzenden. Dieser bedankte sich bei Verbandsvorstand und Geschäftsstelle für die Arbeit des letzten Jahres und warb zugleich bei den anwesenden Verbandsmitgliedern um mehr politische Aktivität. Gerade in diesen turbulenten Zeiten sei die persönliche Ansprache von politischen Entscheidungsträgern wichtiger denn je.

Anschließend ging er auf das Jahrbuch Sucht ein, welches in seiner 2019 Ausgabe einen Schwerpunkt auf den Bereich Glücksspiel setzt. Hier wurden der Automatenbranche in mehreren Pressemitteilungen unter anderem „kriminelle Machenschaften“ unterstellt. Waldeck argumentierte gewohnt eloquent. Er verwies auf offizielle aktuelle Statistiken zum pathologischen Spiel, nach denen die Spielhallen mit einer Anzahl problematischer und pathologischer Spieler von 7,9 % weit unter den Werten des „kleinen“ und „großen Spiels“ in den Spielbanken und im Online-Casinos liegen. Gerade beim Glücksspiel im Internet ist inzwischen jeder Vierte suchtgefährdet. Von anderen Suchtmitteln wie Alkohol, Tabak und Drogen, welche ähnliche oder noch höhere Werte erreichen, müsse man gar nicht erst anfangen. Dennoch, so der Vorsitzende des FSH, sei es gerade das terrestrische Spiel, das konstant von Suchtstellen und übereifrigen Politikern angegriffen werde. Waldeck rief zu einem fairen und ehrlichen Umgang zwischen Branche und Hilfesystem auf. Er wünschte sich für die Zukunft mehr Sachlichkeit und weniger Polemik.

 

Auch der Präsident des Bundesverband Automatenunternehmer e.V., Thomas Breitkopf, war eingeladen und bot den Teilnehmern einen Einblick in die Arbeit des BA. Er erklärte Hintergründe und berichtete über den aktuellen Stand der vielen Projekte, in die der BA eingebunden ist. Ob Präventionstage, Qualifizierung des Berufszugangs oder BAlarm – der BA bringt sich massiv in die Branchenarbeit ein.

Auch über die Ergebnisse des BA-Strategieworkshops, welcher eine Woche zuvor in Frankfurt stattgefunden hatte, informierte er und schwor die Mitglieder auf Einigkeit ein. Der Bundesverband Automatenunternehmer, so Breitkopf, sei politisch stark weil er die Masse der Aufsteller vertritt und hinter sich hat.

 

Darauf folgte Tobias Schneegans, Vorstandsmitglied des Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V., mit seinem Vortrag „Quo Vadis – Möglichkeiten und Wege für Automatenunternehmer“. Er berichtete über die unkonventionellen Pfade, die er in Thüringen eingeschlagen hat, um die Umsetzung der Interessen der thüringischen Automatenunternehmer zu unterstützen.

 

In der anschließenden Juristendebatte diskutierten die beiden juristischen Berater des FSH, RA Dr. Damir Böhm und RA Tim Hilbert, über die praktische Umsetzung von Gesetzen. Die Moderation übernahm Olaf Weinstein, Chefredakteur der Zeitschrift „Automatenmarkt“. Im verbalen Schlagabtausch wurde deutlich, dass die für die Automatenbranche relevanten Gesetzestexte oft nicht eindeutig auslegbar sind. So können sie wortwörtlich gelesen oder im „Sinn des Gesetzes“ interpretiert werden, welcher die dahinterliegende Intention des Gesetzgebers mit einfließen lässt. Praktisch gestaltet sich der Umgang mit Problemstellungen, die sich aus der TR5 ergeben damit sehr schwierig, da schon die juristische Ausgangssituation nicht eindeutig ist und das entsprechende Handeln im Spielhallenalltag somit noch unsicherer wird.

 

Nach einer ausgiebigen Pause mit Kaffee und Kuchen ging die Sitzung dann zum letzten offiziellen Tagespunkt über – einer 90-minütigen Debatte zum Online-Glücksspiel.

Unter der Moderation von RA Damir Böhm diskutierte Frank Waldeck mit dem Präsidenten des Deutschen Online Casinoverbandes, Dr. Dirk Quermann, dem Präsidenten der Österreichischen Vereinigung für Wetten und Glücksspiel, Claus Retschitzegger und dem Vorsitzenden des Österreichischen Automatenverbandes, Helmut Kafka.

In einer sehr lebhaften Diskussion wurde das Für und Wieder einer Legalisierung von Online-Casinos besprochen. Frank Waldeck platzierte sich klar auf der Contra-Seite und hatte einen Großteil des Publikums auf seiner Seite. Auch der 1. Vorsitzende des Automatenverband Niedersachsens und Vorstandsmitglied des FSH, Heinz Basse, sprach sich in mehreren Wortmeldungen gegen eine Liberalisierung des Online-Spiels aus. Besonders Dr. Dirk Quermann hielt dagegen. Für ihn sei es nicht verständlich, dass die Automatenbranche für eine Lockerung der eigenen Gesetze plädiere, aber andere Glücksspielformen weiter streng regulieren wolle. Vielmehr sei eine mögliche Liberalisierung des Online-Gamings als Chance zu verstehen. Er argumentierte sowohl vom Kohärenzgedanken heraus als auch mit Blick auf die Partizipation der Automatenaufsteller in einem neuen – dem digitalen Geschäftsfeld. Dem widersprach Waldeck vehement. Der Online-Markt wird nicht von kleinen, einzelnen Unternehmern beherrscht werden. Das Gegenteil ist der Fall. Eine Liberalisierung würde die Tür für große ausländische Anbieter nur noch weiter öffnen und diese halten sich nicht an deutsche Qualitätskriterien, was dem Spielerschutz zuwiderlaufe. Auch das Kohärenz-Argument hielt er für nicht stichhaltig, da die Branche schon seit langem für eine kohärente Behandlung kämpfe und der Gesetzgeber das terrestrische Spiel nach wie vor stärker reguliere als viele andere Glücksspielangebote.

 

Nach dem Ende der rundum erstklassig organisierten Sitzung lud der FSH die Teilnehmer noch zur Abendveranstaltung in das Restaurant „Freischwimmer“ ein. Dort konnten sie den Abend entspannt in einer modernen Location direkt am Wasser ausklingen lassen.


Erstellt: 14. Mai 2019

 

 

„Das Verhüten von Unfällen darf nicht als eine Vorschrift des Gesetzes aufgefasst werden, sondern als ein Gebot menschlicher Verpflichtung und Vernunft.“

– Werner von Siemens

 

Wie Sie vielleicht wissen, arbeitet der BA seit mehreren Jahren intensiv mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) zusammen. Derzeit wird zum Beispiel zusammen mit Vertretern des BA und anderen eine neue Vorschrift zur Überfallprävention erarbeitet. Heute möchten ich Sie jedoch auf ein Angebot der VBG aufmerksam machen, das vor allem für kleine Betriebe interessant sein dürfte.

 

Gerade in Unternehmen, in denen es keine ausgewiesenen Experten für den Arbeitsschutz gibt, kommen notwendige Vorkehrungen und Maßnahmen, die die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter betreffen, manchmal vielleicht unfreiwillig zu kurz.

Um jene Betriebe zu unterstützen, die die notwendigen Ressourcen zur umfassenden Durchführung des Arbeitsschutzes nicht aufbringen können, bietet die VBG für die notwendige betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung eine alternative Betreuungsform "Die Kompetenzzentren-Betreuung", mit dem online gestützten KPZ-Portal an. Diese Betreuungsform ist für Betriebe mit zehn oder weniger Beschäftigten kostenfrei nutzbar.

 

Im KPZ-Portal finden Sie zur Information Lernmodule und erstellen mit dem PRAXIS-CHECK Ihre notwendige Gefährdungsbeurteilung. Die Lernmodule sind online frei wählbar. Sollten Sie anschließend weitere Fragen haben oder Informationen benötigen, können Sie sich zudem an die kostenlose KPZ-Hotline wenden. Dort bieten Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit telefonische Beratungen an.

 

In manchen Fällen werden Sie trotz Selbstlernen und telefonischer Beratung externe Unterstützung vor Ort benötigen. Dann können Sie die fachlichen Berater entweder frei wählen oder die KPZ-Hotline kann Ihnen auf Wunsch das Kontaktformular zum Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Organisations-Dienst (ArSiD) zustellen.

 

Sollten Sie Interesse daran haben, mit diesem Angebot Ihrer gesetzlichen Pflicht nachzukommen und diesen Service in Anspruch zu nehmen oder sich weiter informieren zu wollen, finden Sie die VBG Kompetenzzentren-Betreuung unter https://kpz-portal.vbg.de/kpz_portal/.

 

Erstellt: 24. April 2019

 

 

Pünktlich zu einem durchgehend sonnigen Wochenende stehen die Ostertage vor der Tür.

 

Im Namen des BA-Vorstandes und der gesamten BA-Geschäftsstelle wünsche ich Ihnen geruhsame Feiertage, schöne Reisen und angenehme Feiern mit Ihren Familien und Freunden.

 

Auch die Mitarbeiter der BA-Geschäftsstelle werden die Osterfeiertage bis einschließlich Ostermontag genießen und sind ab Dienstag, dem 23. April 2019 wieder für Sie da.

 

 

Beste Grüße

 

Ihre

 

Simone Storch
Geschäftsführerin

 

Erstellt: 18. April 2019

 

im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin wurde gestern das Jahrbuch Sucht 2019 vorgestellt. Das Jahrbuch wird regelmäßig durch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) herausgegeben und fasst jeweils die neuesten Zahlen und Fakten zu allen wesentlichen Bereichen der Sucht zusammen. Nachdem im vergangenen Jahr die Thematik Alkoholsucht im Fokus stand, ist diesmal das Thema Glücksspiel Schwerpunkt des Berichts.

 

In seiner Pressemeldung greift Prof. Dr. Gerhard Meyer (Universität Bremen) in Namen der DHS das legale Glückspiel an und erhebt den Vorwurf, dass gesetzliche Vorgaben vorsätzlich ignoriert werden (Anlage).

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. kritisiert die tendenziöse Pressemeldung, richtet sie sich doch an die falschen Adressaten. „Geräte, die in unseren Spielhallen und Gastronomie-aufstellbetrieben stehen, werden von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) nach den gesetzlichen Vorgaben geprüft und zugelassen.“, so Thomas Breitkopf, Präsident des Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

 

In einem riesigen Kraftakt wurde in Deutschland am 11. November 2018 entsprechend der neuen Technischen Richtlinie (TR 5) der gesamte Gerätepark umgebaut.

Es zeigt sich nun, dass durch die gesetzlichen Vorgaben die Geräte deutlich an Attraktivität verloren haben, was die Abwanderung der Spielgäste in Hinterzimmer, Café-Casinos sowie ins illegale Online-Spiel massiv angekurbelt hat. Zusammen mit einer Vielzahl von Schließungen von Spielhallen aufgrund der Landesspielhallengesetze können wir den im Glücksspielstaatsvertrag geforderten Kanalisierungsauftrag, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, nur noch eingeschränkt nachkommen. Weitere Beschneidungen werden eine Reihe unserer Unternehmen nicht überleben.

 

Die Pressemeldung der DHS ist ein Schlag ins Gesicht all jener Unternehmer, die den Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz ernst nehmen und tagtäglich in ihren Betrieben umsetzen. In unseren Mitgliedsunternehmen werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult. Eine Vielzahl der Betriebe hat sich einer Zertifizierung durch eine TÜV-Organisation unterzogen.

Die von Prof. Meyer vorgebrachten Vorwürfe sind haltlos und inakzeptabel, denn unsere organisierten Aufstellunternehmer stehen für das legale Spiel.

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer fordert die DHS auf, mit uns, den Anbietern des legalen Spiels, an Konzepten zur fortwährenden Weiterentwicklung des Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutzes zu arbeiten und die Angriffe auf unser legales Gewerbe zu unterlassen.

Sinnvoll wäre vielmehr, die andauernde Blockadehaltung zwischen Aufstellunternehmern und Hilfesystem aufzugeben. Nur durch ein gemeinsames Miteinander kann problematischen Spielern effektiv geholfen werden.

 

Beigefügt die gestern veröffentlichte Pressemeldung der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. (Anlage)

 

 

 

Erstellt: 18. April 2019

 

am Mittwoch, den 27. März 2019, lud der Vorstand des Bayerischen Automaten-Verband e.V. (BAV), allen voran der 1. Vorsitzende, Andy Meindl, seine Mitglieder nach Rosenheim zur Jahreshauptversammlung ein. Der Einladung folgten nicht nur zahlreich die Aufstellunternehmerinnen und Aufstellunternehmer aus Bayern, sondern auch eine Vielzahl von Gästen.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Andy Meindl, wurden traditionell langjährige und verdiente Verbandsmitglieder geehrt. Hierbei kamen einmal mehr die enge Bindung der Mitglieder zu ihrem Verband und die herzlichen Beziehungen des Vorstandes zu seinen Mitgliedern zum Ausdruck.

Die 2. Vorsitzende des BAV, Petra Höcketstaller, stellte sodann die allseits bekannte Broschüre “Bayern-Dialog“ vor. Hier sind einige interessante Neuerungen zu erwarten. Die Erfahrungen und Anregungen aus den letzten Jahren aufnehmend, ergänzt mit der Kreativität von Petra Höcketstaller, wird die BAV-Broschüre neben einer neuen Struktur auch ein neues Gesicht bekommen. So werden unter anderem die organisierten Unternehmerinnen und Unternehmer, die in der Hauptsache dem klassischen Mittelstand angehören und in der Mehrzahl Familienbetriebe sind, im Heft deutlicher an Präsenz gewinnen. Auch die Branchenkampage „Fünf Regeln – Wir spielen fair“ wird in das Heft integriert. Wir dürfen auf das Ergebnis gespannt sein.

In seinem Vortrag zum Geschäftsbericht 2018 ging Andy Meindl unter anderem auf die Neueröffnung der Geschäftsstelle in Neuötting ein. Er konnte seine Mitglieder von einer gleichbleibend hohen Qualität der Verbandsarbeit überzeugen. Die Arbeit des Bayerischen Automaten-Verband e.V. ist durch eine Vielzahl von Terminen mit Politikerinnen und Politikern, unterschiedlichen Veranstaltungen wie z.B. dem Parlamentarischen Abend, Besuche von Parteitagen und andere Gesprächsplattformen geprägt.

Der Schatzmeister des BAV, Thomas Kießling, übernahm ebenfalls mehrmals das Wort. Eindringlich mahnte er die anwesenden Mitglieder zur aktiveren Teilnahme am Verbandsgeschehen. „Sprechen Sie mit Ihren Politikern in den Kommunen. Sprechen Sie mit den Behörden. Geben Sie der Branche ein Gesicht!“ Außerdem bedankte er sich aufrichtig bei Petra Höcketstaller, der guten Seele und unermüdlichen „Arbeiterin“ des BAV. „Liebe Petra, wenn du nicht wärst, würde der Verband nicht so dastehen!“. Die Versammlung honorierte die Arbeit der 2. Vorsitzenden mit einem herzlichen Applaus.

Nach den Regularien erfolgte die Wahl des BAV-Vorstandes. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig komplett wiedergewählt. Die Mitgliedsunternehmer des Verbandes schätzen die Arbeit des BAV-Vorstandes außerordentlich, wie das Wahlergebnis zeigte.

Ein gern gesehener Gast war der Kriminalhauptkommissar Peter Gittel. Er konnte einen positiven Trend verkünden. Demnach sind die Delikte im Zusammenhang mit Spielhallen drastisch zurückgegangen. Verbesserungsbedarf sieht er in der Kommunikation zwischen Unternehmen und Behörden. Gittel, ein Beamter, dem die Branche am Herzen liegt, riet den Unternehmerinnen und Unternehmern, Kontakt zur örtlichen Polizeibehörde zu halten. Wenn zum Beispiel Fehlalarme ausgelöst werden, sollte direkter Kontakt mit der Polizei aufgenommen werden. Er warb um Verständnis für die Arbeit der Beamtinnen und Beamten, die im gesamten bayerischen Landesgebiet permanent im Einsatz sind. Gittel empfahl den Unternehmern die kostenlosen kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen und den Betrieb überprüfen zu lassen. Wichtig ist auch, die Mitarbeiter einzubinden. Insgesamt sprach er von einer positiven Entwicklung. „Ich hoffe und gehe davon aus, dass sich das so fortsetzt.“

Judith Berkemeyer, die neue PR-Expertin im BAV, hielt einen informativen Vortrag über die Aufgaben der Kommunikation und über das verfolgte Ziel die Wandlung vom “passive victim“ zum „active agent“ zu vollziehen. Wichtig ist auch das einheitliche Bild des Verbandes.

Sabine Dittmers-Meyer, 1. Vorsitzende des FGA, begleitet von Michael Stang, dem 2. Vorsitzenden des FGA, berichtete auf der bayerischen Versammlung über die Gastronomieaufstellung. Sie informierte über die neueste Entwicklung der Runden Tische I und II und lud die Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 25. Juni 2019 nach Berlin ein. „Mit Herzblut und Elan“, so Andy Meindl, „setzt sich der Vorstand des FGA für die Belange der Gastronomieaufstellung ein.“ Dies wurde auch am Ausstellungsstand des FGA deutlich, wo der Fachverband viele interessierte Automatenaufsteller informierte. Hier wurde der aktuell überarbeitete Automaten-Aufstellvertrag und das Gastro-Informationspaket des FGA zum Kauf angeboten.

Zum Thema Zertifizierung referierte Christoph Jannsen vom TÜV InterCert Saar. Er betonte, dass das Prüfkonzept auf einer fundierten wissenschaftlichen Studie aufbaue. Unterstützt wurde der Vortrag von Andy Meindl, den glühenden Verfechter der Zertifizierung: „Es gibt nur ein Bundesland wo die Zertifizierung maßgeblich in die Regelungen eingebracht wurde. Das ist hier in Bayern!“

Interessant war auch der Beitrag von Dr. Christian Kröber, der zu TR 5 berichtete und die juristische Sichtweise erörterte. Kröber, der seit einigen Jahren zum engeren Team des BAV-Vorstandes gehört, berät nach wie vor sachkundig und kompetent den Verband. Andy Meindl und Dr. Kröber legten eine Empfehlung des Wirtschaftsministeriums vor, wie in Zukunft die Handhabung von TR 5 Geräten V2 erfolgen sollte. Der BAV hielt seine Mitglieder dazu an, einen Nachweis über Kontrollgänge zum Logout zu führen. „Wenn Sie die Kontrollgänge dokumentieren, sind Sie auf der sicheren Seite“, so Kröber. Die Vorlage dafür wurde bereits in das bayerische Sozialkonzept integriert und ist eine wirklich praktische Hilfe.

Ein Höhepunkt war die hochkarätig besetzte Diskussion zu TR 5, die eloquent von Thomas Kießling moderiert wurde. Katrin Koch (adp Gauselmann), Thomas Hingerl (Löwen Entertainment), Herr Hubmann (Apex), Herr Nötzel (Bally Wulff), Anton Schmid (PSMtec) stellten sich den interessierten Fragen des Auditoriums und diskutierten lebendig und fachkundig die aufgeworfenen Themen. Dabei wurde deutlich, dass noch einige Verbesserungen nötig sind. Andererseits brachten alle ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass bald ein „Gewöhnungseffekt“ zu verzeichnen ist. Die Hersteller haben versucht das Beste aus den Spielen zu machen. Das, was die Gesetze vorgeben, macht es schwer, ein attraktives Spiel anzubieten.
Simone Storch, Geschäftsführerin des BA, lieferte den Bericht aus Berlin. Sie sprach über die Arbeit des BA-Präsidiums und stellte fest, dass „Qualität der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft“ ist.
Svenja Hinrichs, Geschäftsführerin Elephantlogic, konnte in einem Beitrag über das Projekt „Südliches Bahnhofsviertel in München“ berichten. Hier sind bereits gute Fortschritte durch Spielhallen verschiedenster Betriebsgrößen erzielt worden.
Die sympathische Vertreterin und Trainerin des  Ausbildungsteams der AWI, Ulrike Wiedfeld, stellte den Workshop Personalmanagement vor.

Über das IHK Fachseminar „Spielhallen – Wissensaufbau für Mitarbeiter/-innen“ konnte Herr Hans-Peter Zettler von der IHK informieren. Auch hier gibt es enge Kontakte zwischen Verband und IHK. Der Justitiar des BAV, Christian Szegedi, unterrichtete die anwesenden Mitgliedsunternehmer und Gäste über den aktuellen Stand zum Glücksspielstaatsvertrag und das Bayerische Ausführungsgesetz.

Schließlich konnten auch eine Reihe politische Aktivitäten, die für die neue Legislaturperiode geplant sind, vorgestellt werden. Ebenso baut der BAV an einer neuen Internetseite, um seine Präsenz im Netz zu erhöhen.

Die Mitgliederversammlung des BAV dokumentierte, wie jedes Jahr zuverlässig, eine aktive Verbandsarbeit mit Herzblut und Engagement, die Nähe zu den Mitgliedern und  die erfolgreiche Arbeit des Vorstands geführt von der agilen 2. Vorsitzenden Petra Höcketstaller und dem unermüdlich wirkenden 1. Vorsitzenden Andy Meindl.

 

Erstellt: 16. April 2019

 

Wie in den BA-Mitgliedsverbänden Tradition ist, findet auch in Schleswig-Holstein die Jahreshauptversammlung im Frühjahr statt. So folgten die Mitgliedsunternehmer des ASH sowie eine Reihe von Gästen aus Industrie, Branchenpresse und den Verbänden der Einladung des 1. Vorsitzenden, Wolfgang Voß, am 4. April 2019 in das Alte Stahlwerk nach Neumünster.

Gleich zu Beginn begrüßte der 1. Vorsitzende die Versammlung und nach korrekter Abhandlung der Regularien übermittelte er den Teilnehmern den Jahresbericht 2018. Er konnte darin auf eine Vielzahl von Aktivitäten verweisen, die seine regen Tätigkeiten als Vorsitzender und ebenso das Mitwirken seiner Mitstreiter im ASH-Vorstand dokumentierten. Voß ist seit Jahrzenten ein „Urgestein“ im ASH. Auch im BA-Vorstand, also weit über die Landesgrenze hinaus, ist der 1. Vorsitzende des ASH ehrenamtlich aktiv und setzt sich für die Belange aller Automatenunternehmer ein.
Den Schwerpunkt seines Vortrags setzte Voß auf die Umsetzung der neuen Technischen Richtlinie. Jeder Automatenunternehmer war in die Geräteumstellung nach TR 5.0, die am 11. November 2018 in ganz Deutschland erfolgte, eingebunden. Wie auch in den anderen Bundesländern, gab es in Schleswig-Holstein eine Reihe von Anfangsschwierigkeiten mit denen die Aufstellunternehmer zu kämpfen hatten.
Die Mitglieder stellten hierzu einige Rückfragen.

Nach dem Jahresbericht trug RA Michael Mohr, Schatzmeister des ASH, seinen Haushaltsbericht vor. Die Kassenprüfer waren mit der Kassenführung vollumfänglich zufrieden und empfahlen die Entlastung des Vorstands, welche natürlich auch erfolgte.

Anschließend lieferte die BA-Geschäftsführerin, Simone Storch, den umfassenden Bericht aus Berlin. Im Mittelpunkt stand hier die Qualitätsinitiative 2020. Dabei berichtete sie unter anderem über Arbeitsstände zur Zertifizierung, Prävention, Qualifizierung des Berufszugangs, sowie über BAlarm. Auch die Aufklärungskampagne „Wir spielen fair“ mit Bastian Schweinsteiger wurde den Mitgliedern erläutert. Passend dazu waren auf allen Tischen die Plakate der „Fünf-Finger-Motive“ verteilt, die sich die Unternehmer zur Präsentation in ihren Betrieben mitnehmen konnten. Auch die Arbeit im BA-Präsidium wurde den Teilnehmern der Sitzung näher gebracht. „Es ist mir wichtig, dass wir Ihnen auch über die Landesgrenze hinaus die Situation Ihrer Kollegen übermitteln. Der BA ist eine starke Gemeinschaft und die Mitgliedsunternehmer tun gut daran, wenn sie sich in den Verbänden organisieren, sich austauschen und selbst aktiv in die Gestaltung der Branchenpolitik einbringen und gerade in diesen Zeiten näher zusammen rücken.“, so Storch. Auch die BAinfo-App wurde thematisiert, bei der der Automatenunternehmer die Top-News der gesamten Branche in Echtzeit auf dem Handy erhält (Anmeldung unter: http://ba-info.de/). Ebenso konnte Storch kurz über den Prozess der Branchenpositionierung sowie die politischen Anstrengungen rund um die Gastronomieaufstellung berichten. Ihr Vortrag endete mit der Einladung nach Berlin zum Gaming Summit, der diesen Sommer, am 26. Juni 2019, wieder in Berlin stattfinden wird. (Anmeldungen: https://www.daw-summit.de/).

Grit Roth, die als DAW-Präventionsbeauftragte landaus, landein in Sachen Sozialkonzept unterwegs ist, informierte die Teilnehmer über die Neuerungen hinsichtlich der Änderungen im Sozialkonzept für die Gastronomie. Flankiert wurden ihre Ausführungen von Dirk Lamprecht, Geschäftsführer der AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH, der noch einmal auf die breite Palette an Informationsmaterialien im AWI-Shop hinwies.

Nach der Kaffeepause, zu der beim ASH traditionell äußerst leckerer Blechkuchen gereicht wird, wurde mit Spannung der Tagesordnungspunkt TR 5.0 erwartet. Verbandsjustitiar RA Lüder Gause, bekannt für seine prägnante, mitunter auch polarisierende Rhetorik, führte in das Thema ein und moderierte diesen Tagesordnungspunkt sachkundig, eloquent und sparte dabei jedoch auch nicht mit Kritik.
Die Mitgliedsunternehmer bestätigten in einer Abfrage, dass die Behörden bisher keine Verstöße registriert haben. Steffen Rehr, Vorstandsmitglied im Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V. berichtete dazu aus dem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern, speziell aus Schwerin. Hier gestaltet sich die Situation etwas anders.
Handlungsempfehlungen gab RA Gause jedoch nicht. „Jeder Unternehmer sollte selbst entscheiden, welchen Weg er wählt.“ Anschließend gab es Rückfragen aus dem Unternehmerkreis. Gause resümierte: „Die Umsetzung der Spielverordnung ist für alle Unternehmer eine wirtschaftliche Herausforderung.“

Nach diesem Tagesordnungspunkt informierte der Verbands-Justiziar über den Stand des Musterverfahrens der Stadt Heide zur Vergnügungssteuer. Nach fast zwei Jahren Ruhe kommt nun doch wieder Bewegung in das Verfahren und ein Gerichtstermin wurde in einem Telefonat noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt.

Die Versammlung schloss gegen 18:00 Uhr mit einem reichhaltigen Abendessen. Das Hotel und Restaurant Altes Stahlwerk in Neumünster ist sowohl von den Räumlichkeiten als auch hinsichtlich der Speisen und Getränke eine sehr schöne Location, die den Mitgliedern in einem modernen Ambiente die Durchführung einer angenehmen Tagung ermöglicht.
An dieser Stelle sei auch der hervorragenden Organisation und exquisiten Mitgliederbetreuung durch Eva Gramsch gedankt, die seit einigen Jahren mit souveräner Hand die Verbandsgeschäftsstelle führt.   

Erstellt: 12.04.2019

am 2. April 2019 trafen sich die rheinland-pfälzischen Aufstellunternehmer zur Jahreshauptversammlung ihres Automatenverbandes. Die Versammlung fand traditionell mit „Rheinblick“ im NH Hotel Germany in Bingen statt. Bevor um 11:00 Uhr pünktlich begonnen wurde, konnten die Mitglieder bereits die Ausstellung namhafter Hersteller aus den Sparten Industrie, Handel und Dienstleistung besuchen.

Wolfgang Götz, 1. Vorsitzender des Automaten-Verbandes Rheinland-Pfalz, konnte sodann etwa 120 Mitglieder und Gäste begrüßen. Im Rahmen seiner Eröffnungsrede ging Götz sogleich auf die aktuellen Probleme und die zukünftigen Herausforderungen der Branche in Rheinland-Pfalz ein.
Thematisiert wurde zunächst die neue Technische Richtlinie 5.0, welche aufgrund des reduzierten Spielerlebnisses für Spielgäste dafür sorgt, dass relativ viele Gäste den Spielhallen in Rheinland-Pfalz fern bleiben. Diese stellen jedoch nicht das Glücksspiel ein, sondern migrieren jedenfalls teilweise zu Angeboten der Spielbanken, oder auch hin zu illegalen Spielangeboten. Die im November anstehende Reduzierung der Geldspielgeräte in der Gastronomie von 3 auf 2 wird diesen Migrationseffekt weiter befeuern. Als weiteres aktuelles Problem hat der Vorsitzende die Vergnügungssteuer in den verschiedenen rheinland-pfälzischen Kommunen ausgemacht. Aufgrund sinkender Steuereinnahmen wegen der TR 5-Problematik stünde nunmehr zu befürchten, dass einige Kommunen die Steuersätze nach oben anpassen wollen, was zu einer teilweise existenzgefährdenden Mehrbelastung des einzelnen Unternehmers führe.    
Schließlich ging Götz auf das Landesspielhallengesetz ein. Hier droht ab dem Jahr 2021 eine Reduzierung der Spielhallenstandorte um bis zu zwei Drittel. Verantwortlich ist hier weniger das Abstandsgebot zwischen Spielhallen als das Abstandsgebot von Spielhallen zu Kinder-und Jugendeinrichtungen. Der Vorstand des Automatenverbandes beabsichtigt, frühzeitig in entsprechende Gespräche mit der Politik einzusteigen, um die überaus negativen Folgen abwenden zu können.

Nach der gelungenen Eröffnung konnten die Formalien der Veranstaltung vom Justitiar des Automatenverbandes, Rechtsanwalt Tim Hilbert, souverän abgehandelt werden. Erfreulich ist hier insbesondere, dass die Mitgliederanzahl im Automatenverband Rheinland-Pfalz weiter wächst und bald die Zweihunderter-Grenze überschritten haben wird.
Nach Abhandlung der Formalien fand die Vorstandswahl statt, wobei sich alle Vorstandsmitglieder in dieser schwierigen Situation zur Wiederwahl stellten. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig bestätigt. Wir gratulieren den Herren Wolfgang Götz (1. Vorsitzender), Jürgen Welker (stellvertretender Vorsitzender), Ralf Reichenbach (Schatzmeister), Ralf Bastian und Wolfgang Bauer (weitere Vorstandsmitglieder).

Nach der gelungenen Vorstandswahl hielt der Präsident des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), Thomas Breitkopf, ein etwa 10-minütiges Grußwort und ging auf die aktuellen Herausforderungen für die Automatenunternehmer ein. In den Mittelpunkt stellte er den Aufruf an die Unternehmer, jetzt die Chancen zu ergreifen und die Organisation der Betriebe auf Qualität auszurichten. Der Automatenunternehmer habe seine Zukunft selbst in der Hand und wird die Herausforderungen der veränderten Rahmenbedingungen annehmen! Ferner kündigte Breitkopf an, dass sich der BA im Zuge seiner kommenden Sitzungen umfassend zu branchenrelevanten Themen positionieren werde und versprach, sich immer zum Wohle der Aufstellunternehmer in Politik und Verwaltung einzumischen.     

Dem Präsidenten folgte nun die Geschäftsführerin des BA, Simone Storch. In ihrem Bericht aus Berlin stellte sie die aktuelle Qualitätsinitiative 2020 mit entsprechenden Arbeitsständen vor. In dem etwa 20-minütigen Vortrag ging sie insbesondere auf die Themen Zertifizierung, Prävention, Qualifizierung des Berufszugangs, BAlarm, Schulungen sowie die Aufklärungskampagne ein. Daneben berichtete Sie von den vergangenen Präsidiumssitzungen und wies auf die neu gestaltete BA-info-App hin, bei der der Automatenunternehmer die gesamte Branche in der Westentasche hat (Anmeldung unter:   http://ba-info.de/). Ebenso konnte Storch kurz über den Prozess der Branchenpositionierung sowie die politischen Anstrengungen rund um die Gastronomieaufstellung berichten. Schließlich wies sie noch auf den am 26. Juni 2019 stattfindenden Gaming Summit der Branche hin (Anmeldungen: https://www.daw-summit.de/), zu dem hochkarätige Referenten gewonnen werden konnten.

Nach der Mittagspause, die wie immer ein hervorragendes Buffet bereithielt, ging der Justitiar des Automatenverbandes, RA Hilbert, auf die rechtliche Situation in Rheinland-Pfalz ein. Souverän referierte er die aktuellen Entscheidungen und gab den Automatenunternehmern wertvolle Tipps zum Umgang mit der Genehmigungsbehörden. Auch die aktuelle Rechtsprechung zur Vergnügungssteuer war Thema dieses ausgezeichneten juristischen Vortrages: Hier rief Hilbert die Unternehmer auf, im Zuge der Umstellung auf TR 5 genau zu prüfen, ob eine mögliche Erdrosselung vorliege könnte. Er bat um entsprechende Rückmeldungen.

Die Versammlung schloss mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „2021 und was kommt dann?“ ab. Der Automatenverband Rheinland-Pfalz konnte zur Podiumsdiskussion Andreas Schumacher (Mitarbeiter im Glücksspielreferat des Ministeriums für Inneres und Sport Rheinland-Pfalz) und Nina Roth (Referentin der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz) gewinnen, die mit Wolfgang Götz die aktuellen Probleme der Automatenwirtschaft diskutierten. Alle Diskutanten waren sich einig, dass die Branche in den vergangenen Jahren bereits große Anstrengungen unternommen habe, um die Qualität in ihren Spielhallen zu erhöhen. Alle Diskutanten waren sich ferner einig, dass die Branche auch über das Jahr 2021 hinaus existieren werde. Jedoch scheint der Rechtsrahmen aufgrund des 2021 auslaufenden Glücksspielstaatsvertrages ebenso unklar, wie die Zukunftsaussichten der Mehrzahl der Unternehmer, die vom Abstandsgebot zu Kinder- und Jugendeinrichtungen betroffen sein werden. Hier wurde seitens der Verwaltung versprochen, im Dialog zu bleiben und nach pragmatischen Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wurden die Ergebnisse von den anwesenden Unternehmern breit diskutiert. Auch wenn mit Kritik an der aktuellen Situation nicht gespart wurde, wurde jedenfalls teilweise optimistisch in die Zukunft geblickt.

Die Versammlung klang harmonisch bei Kaffee und Kuchen und weiteren guten Gesprächen aus.   

 

Erstellt: 11. April 2019

 

 

Berlin, den 08. April 2019/019

 

Aktuelles zum Sozialkonzept und Berichtswesen +++ Newsletter Prävention und Spielerschutz

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

hiermit möchten wir Sie wieder einmal über das Thema Prävention und Sozialkonzept informieren.

 

Newsletter Prävention und Spielerschutz

Kennen Sie schon unseren Newsletter Prävention und Spielerschutz? Gerne fügen wir diesem Schreiben die aktuelle Ausgabe des Newsletters Prävention und Spielerschutz bei (19_04_08_019_Anlage_Aktuelles_zum_SozialkonzeptNewsletter_Prävention_und_Spielerschutz.pdf). Neben aktuellen Informationen zu rechtlichen Fragen, Tipps und Hinweisen für den Alltag im Unternehmen und interessanten Gastbeiträgen, finden Sie einen Bericht über den kürzlich stattgefundenen Präventionstag in Münster. Online ist die Ausgabe 01/19 abrufbar unter:

 

https://gemeinsam-lernen-helfen.de/wp-content/uploads/2019/03/Newsletter-Pra%CC%88vention-Spielerschutz-Ausgabe-01_19.pdf

 

Sie möchten den Newsletter abonnieren? Dann melden Sie sich hier an!

 

Praktische Hinweise zur Handhabe mit den Sozialkonzepten

Wie Sie wissen, sagt der Glücksspielstaatsvertrag, dass Betreiber von Geldgewinnspielgeräten gemäß § 6 ein Sozialkonzept zu führen haben. Darüber hinaus ist in den Richtlinien im Anhang festgeschrieben, einen Bericht über die Maßnahmen dieses Sozialkonzeptes alle zwei Jahre an die Ordnungsbehörden zu schicken. Durch die Landesspielhallengesetze, die in den einzelnen Ländern verabschiedet wurden, gestaltet sich auch das Berichtswesen sehr heterogen, manche Länder erwarten einen jährlichen Bericht. Der legal arbeitende Unternehmer hat dies alles bereits in seinen Betrieben umgesetzt.

 

Zur besseren Übersicht senden wir Ihnen gerne noch einmal eine Zusammenfassung zur Berichtspflicht für Spielstätten:

 

Berichtspflicht für Spielstätten

Bundesland

Häufigkeit

Stichtag

Baden-Württemberg, Bremen

Hamburg, Sachsen-Anhalt

Jährlich

Nächster am 31.3.2019

Berlin, Brandenburg

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen,Thüringen

 

Alle zwei Jahre

 

Nächster am 31.03.2019

Bayern

Alle zwei Jahre

Nächster am 31.05. 2019

Hessen

Alle zwei Jahre

Nächster am 31.07.2020

vorhalten, nicht abgeben

Nordrhein-Westfalen

Alle zwei Jahre

Nächster am 01.02.2020

Rheinland-Pfalz

Alle zwei Jahre

Nächster am 01.07.2020

Saarland

Alle zwei Jahre

Nächster für 2017 + 2018 zum 30.6.2019

Schleswig-Holstein

Alle zwei Jahre

Hängt ab vom Datum der Anerkennung des Sozialkonzepts

Sachsen

Jährlich oder alle zwei Jahre

 

(ergibt sich aus glücksspiel-

rechtlicher Erlaubnis)

Berichtspflicht für die Gastronomie

Alle Bundesländer, außer Baden-Württemberg1

Alle zwei Jahre

Nächster am 31.3.2019



[1]Baden Württemberg verzichtet auf Berichte in der Gastronomie

 

 

ACHTUNG – Noch ein Tipp zum Ausfüllen: Wenn Sie das Sozialkonzept auf der BA-Website aufrufen und ausfüllen, vergewissern Sie sich, dass Sie die Änderungen lokal abspeichern, da ansonsten vorgenommene Änderungen verlorengehen würden und Sie die Anpassung erneut vornehmen müssen.

 

 

Beste Grüße

 

Ihre

 

Simone Storch
Geschäftsführerin

 

 

 

 

 

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BA direkt ist ein gemeinsamer Service des BA und seiner Mitgliedsverbände zur kurzfristigen Information der Mitgliedsunternehmen in den Landes- und Fachverbänden des Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

 


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

am Mittwoch den 20. März 2019 tagte die Jahreshauptversammlung des Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. traditionsgemäß im Konferenzsaal des Verbändehauses „Handel – Dienstleistung – Tourismus“. Für die ca. 60 Anwesenden stand eine abwechslungsreiche Agenda an und die Sitzung verlief über viereinhalb Stunden.

 

Einleitend stellte der 1. Vorsitzende Thomas Breitkopf den Jahresbericht 2018 vor. Ein beeindruckender Beleg für den unermüdlichen Einsatz des Landesverbandsvorstands für die Interessen der Unternehmer. Bewährt hat sich u.a. die Ernennung eines Verantwortlichen innerhalb des Vorstandes für jeweils eines der neuen Bundesländer, die im Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland vereint sind. Thomas Breitkopf ist seinerseits für Berlin und Brandenburg zuständig, Steffen Rehr für Mecklenburg-Vorpommern, Ben-Ari Chasklowicz für Sachsen-Anhalt, Tobias Schneegans für Thüringen und Andreas Wardemann ist der Verantwortliche in Sachsen. Dies machte es möglich, rund um die Uhr im Verbandsgebiet tätig und präsent zu sein.

 

Thomas Breitkopf stellte umfangreiche Arbeitsergebnisse des vergangenen Jahres vor. So konnten Gespräche mit Vertretern aller politischen Parteien und diverse Projekte realisiert werden. In Sachsen-Anhalt wurde unter anderem ein Parlamentarischer Abend am 30. August 2018 in der Landeshauptstadt Magdeburg durchgeführt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern können die Branchenvertreter einen durchaus guten Kontakt zu den Landtags- und Kommunalpolitikern vorweisen. So wurde am 05. September 2018 ein Parlamentarischer Abend in Schwerin organisiert. Aufgrund des großen Erfolgs der Veranstaltung soll diese in naher Zukunft wiederholt werden. In Thüringen gestaltet sich die Lage im Augenblick noch ruhig. Auch hier ist ein Parlamentarischer Abend geplant. Komplizierter ist die Situation in den Ländern Sachsen und Berlin. Hier trifft die Unternehmer massiver Gegenwind. Gerade in Sachsen kam es zu einer Vielzahl von Schließungen. Deswegen war das erneute Pressegespräch in Sachsen am 13. Februar 2019 von großer Wichtigkeit. Selbst die Bildzeitung berichtete von der Situation die sich rund um die Eisenbahnstraße in Leipzig abspielt. Hier gilt, das Land nicht fallen zu lassen, auch wenn die Landesdirektion nach wie vor eine starke Blockadehaltung einnimmt. Ein Grund mehr, dass Vorstandsmitglied Andreas Wardemann (Sachsen) sowie der 1. Vorsitzende Thomas Breitkopf weiter intensive Gespräche mit den Politikern führen. In Brandenburg bleibt die Lage abzuwarten. Der 1. Vorsitzende des Landesverbands nimmt hier regelmäßig Termine mit Parlamentariern wahr.

 

Neben den üblichen Abstimmungen wie zum Geschäftsbericht und dem Bericht der Kassenprüferin konnten die Teilnehmer der Versammlung ihren Vorstand neu wählen. Das Ergebnis war hervorragend: Der gesamte Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt und besteht weiterhin aus Thomas Breitkopf (1. Vorsitzender), Steffen Rehr (2. Vorsitzender), Andreas Wardemann (Schatzmeister), Tobias Schneegans (Beisitzer) und Ben-Ari Chasklowicz (Beisitzer). Das Ausbleiben von Gegenkandidaturen und die einstimmige Wiederwahl lassen darauf schließen, dass die Vereinsmitglieder sehr zufrieden mit der Arbeit ihrer Vorsitzenden waren. Auch der BA gratuliert den Herren herzlichst und freut sich auf die Zusammenarbeit in den kommenden zwei Jahren.

In der Mittagspause wartete ein gewohnt umfangreiches Buffet mit herzhafter Suppe, belegten Broten und leckerem Kuchen auf die Teilnehmer der Sitzung.

 

Anschließend gingen die Anwesenden zur Diskussion der Sachthemen über. Die Unternehmer tauschten Erfahrungen und Ansichten aus ihren jeweiligen Ländern aus. Alle Themen die die Automatenunternehmer derzeit in Deutschland am meisten beschäftigen wurden auch in dieser Sitzung aufgegriffen: die Umstellung auf die Technische Richtlinie 5, Mindestabstandsregelungen, der dritte Glücksspieländerungsstaatsvertrag und die Positionierung der Branche gegenüber anderen Glücksspielarten, inklusive dem Online-Spiel. Gewohnt eloquent und professionell brachte auch der Verbandsjustitiar, RA Hendrik Meyer, sich in die Diskussion ein. Er klärte die Anwesenden über diverse Gerichtsverfahren und Beschlüsse des letzten Jahres auf. Rechtsanwalt Meyer gebührt besondere Anerkennung, da er als Justitiar für sechs Bundesländer eine Fülle an Landesgesetzgebungen nicht nur im Auge behält sondern diese Aufgabe stets mit unangefochtener Kompetenz meistert und den Mitgliedern mit gleichbleibender Qualität mit Rat und Tat zur Seite steht.

 

Als Gastredner war zudem Jörg Neuberger eingeladen (Leiter des Produktmanagements bei Bally Wulff). Er referierte über den Umgang mit Fiskaldaten in den Spielautomaten und mit welchen Mitteln diese organisiert und gespeichert werden können. Die Geschäftsführerin des BA, Simone Storch, informierte die Unternehmer im Tagespunkt „Bericht aus Berlin“ anschließend über die Arbeit des BA-Präsidiums rund um die Themen Technische Richtlinie, Spielverordnung, Online-Spiel etc. und sprach über Neuigkeiten aus der Geschäftsstelle in Berlin. Auch mehrere branchenspezifische Projekte, die der BA gemeinsam mit dem Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) vorantreibt, wurden dargestellt. Dirk Lamprecht, Geschäftsführer der AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH, verteilte informative Broschüren und wies auf die bald anstehenden Fristen für die Sozialkonzeptsberichte hin.

 

Nach einer gut strukturierten Sitzung und intensiven Diskussionsrunden verabschiedeten sich die Mitglieder dann und wünschten sich gegenseitig ein erfolgreiches und weniger turbulentes Jahr 2019.

 

 

Beste Grüße

 

Ihre

 

Simone Storch
Geschäftsführerin

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

heute, am 1. April 2019, konnte in der BA-Geschäftsstelle ein besonderer und sehr angenehmer Termin wahrgenommen werden: Die Assistentin der Geschäftsführung, Viola Berger-Stephan, beging ihr 20-jähriges Dienstjubiläum beim BA!

 

Aus diesem Anlass lud BA-Geschäftsführerin, Simone Storch, eine Reihe von Kollegen, Weggefährten sowie aktuelle und ehemalige Mitstreiter in das Verbändehaus „Handel – Dienstleistung – Tourismus“ ein. Bei einem Mittagsimbiss und selbstgemachter Jubiläumstorte stießen die Gäste mit der sympathischen Viola Berger-Stephan an. Auch der BA-Präsident, Thomas Breitkopf, ließ es sich nicht nehmen, sich im Namen des Vorstandes mit einem Blumenstrauß für die erstklassige Arbeit persönlich zu bedanken.
Bereits im Februar dieses Jahres hatte der Vorstand sie aufgrund ihres Jubiläums auf eine zweitägige Reise nach London eingeladen, wo sie die ICE Totally Gaming 2019 besuchte.

 

Die BA-Geschäftsführerin bedankte sich bei ihr für die hervorragende und umsichtige Arbeit. Besonders lobte sie die Loyalität und die immer gleichbleibende hohe Qualität ihres Schaffens. Berger-Stephan genießt sowohl bei den Mitgliedern des BA, den BA-Mitgliedsverbänden, als auch innerhalb der gesamten Verbändelandschaft der Branche unter ihren Kollegen Ansehen und hohen Respekt.

 

Frau Berger-Stephan ist seit 1999 in der BA-Geschäftsstelle tätig. Damals war der BA noch in Bonn ansässig. In der Geschäftsstelle übernimmt sie die Assistenz der Geschäftsführung und ist für eine Vielzahl von Aufgaben verantwortlich. Nach 20 Jahren in der Branche kann sie auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen von dem auch die jüngeren Mitarbeiter des BAs in Zukunft lernen können.

 

Beste Grüße

 

Ihre

 

Simone Storch
Geschäftsführerin

 

 

wie jedes Jahr im Frühling, fand auch diesmal im Saarland die Jahreshauptversammlung für die Mitglieder des AV Saar e.V. (AVS) statt. Der 1. Vorsitzende des AVS, Christian Antz, lud seine Mitgliedsunternehmer in den Tagungsraum des Bahnhofhotels nach Saarlouis ein. Der Einladung folgten auch eine Reihe von Vertretern der Industrie, sowie Gäste aus dem Bundesverband und, wie jedes Jahr zuverlässig mit dabei, die Vertreter der Branchenpresse.

 

Nach den allgemeinen üblichen Regularien und der Entlastung des Vorstandes wurde mit Spannung der Jahresbericht des 1. Vorsitzenden erwartet, der sich seit mehr als 20 Jahren im AVS unermüdlich für das Wohl der Aufstellunternehmer im Saarland einsetzt. Christian Antz setzte sich in seinen Ausführungen kritisch mit dem Verhalten der Politiker auseinander. Vor allem die CDU wurde von Antz in seiner ihm eigenen, klaren Deutlichkeit kritisiert. Von der CDU war und ist jedenfalls keine Unterstützung zu erwarten. Antz zeigte sich enttäuscht von der Politik. Zudem machte er keinen Hehl aus seiner negativen Position zu den Spielbanken im Saarland.

 

Die Konsequenzen der verfehlten Politik sind, dass Doppelt- und Mehrfachkonzessionen im Saarland bis Ende 2019 einfach weg reguliert werden. „Wer denkt an die vielen 100 Arbeitsplätze der Mitarbeiter in unseren Betrieben? Bis zum 31. Juli diesen Jahres werden allein in meinen Spielhallen ein Drittel der Geräte abgebaut. Als Unternehmer habe ich alles Erdenkliche getan und trotzdem werde ich meine zertifizierten Spielhallen verlieren.“, so Christian Antz. „Im Gegensatz dazu blüht und gedeiht das illegale Spiel. ,Dubiose Typen‘ vor den Lokalitäten ‚kontrollieren‘ sog. Mitgliedsausweise, bevor man in ein öffentliches Spiellokal eintreten kann. Ist das von der Politik so gewollt?“

 

Trotz all dieser Punkte betonte Antz mehrfach, dass er nach vorne blicke und dies auch von den Unternehmern und Unternehmerinnen des Saarlandes erwarte. Er wünscht sich einen Generationenwechsel im AVS- Vorstand. „Wir suchen junge, dynamische Unternehmer, die Verantwortung im Vorstand übernehmen wollen. Ihr wollt eure Läden auch in Zukunft führen, also beteiligt euch auch an der Arbeit des Verbandes.“ so Antz.

 

Wie in allen Landesverbandssitzungen war auch im Saarland das Thema Technische Richtlinie 5.0 ein Diskussionsschwerpunkt. Vorstandsmitglied Udo Altpeter erwartet von der Industrie Korrekturen, sodass die Geräte verlässlich und vor allem für die Unternehmer wirtschaftlich betrieben werden können. Es konnte aber auch berichtet werden, dass sich nach anfänglichen „Einbrüchen“ die Kundenentwicklung wieder etwas beruhigt hat.

 

Verbandsintern thematisierte Christian Antz die Finanzierungsproblematik im Landesverband. Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmig einen Antrag des AVS auf der nächsten BA- Jahreshauptversammlung, die BA-Mitgliedsverbände mit einem jährlichen Geschäftsstellenzuschuss in Höhe von 5.000 Euro zu unterstützen. Hier erwartet er mehr Unterstützung und vor allem Solidarität von seinen Präsidiumskollegen.

 

Die BA-Geschäftsführerin Simone Storch, spannte in ihrem Beitrag einen Bogen vom Positionsfindungsprozess, über praktische Anwendungshilfen wie die BAinfo App oder die Plattform BAlarm bis hin zur Spielhallen-Zertifizierung. Sie motivierte die Mitglieder, sich und ihre Betriebe zertifizieren zu lassen. „Die Zukunft heißt Qualität. Nur die Unternehmen werden wettbewerbsfähig bleiben, die die Qualität zur Chefsache machen.“ so Storch.

 

RA Stephan Burger, Justiziar des BA, berichtete über die rechtliche Situation im Saarland und über den Kampf gegen illegales Spiel, der mit Unterstützung der anonymen Meldeplattform BAlarm im gesamten Bundesgebiet geführt wird. Flankiert wurden die Ausführungen des kompetenten Verbandsjuristen durch den im Saarland tätigen AVS-Justiziar RA Harro Bunke. Auch Bunke hält seit Jahrzehnten dem AVS und dem BA die Treue und unterstützt die Unternehmer mit seinem profunden Fachwissen.

 

Thematisiert wurde in der Versammlung auch die Gastronomieaufstellung. Die Unternehmer diskutieren über die Konsequenzen aus dem Wegfall des 3. Gerätes und hoffen auf Innovationen seitens der Industrie, die wegfallenden Geldspielgeräte durch attraktive Unterhaltungsgeräte zu ersetzen.

 

Der regelmäßig an den Landesverbandssitzungen teilnehmende Geschäftsführer der AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH, Dirk Lamprecht, unterrichtete die anwesenden Unternehmer über Neues im Sozialkonzept.

 

Als Gastreferentin konnte Christian Antz schließlich auch Cora Bauriedl von der Firma MEDISinn GmbH gewinnen. Sie informierte die Unternehmer über ein wichtiges Thema der Mitarbeiterbetreuung, die physische Gefährdungsbeurteilung von Mitarbeitern. Ein Thema, das in Spielhallen nicht vernachlässigt werden sollte.

 

Ebenfalls eingeladen war Herr Lauble von der Firma adp Gauselmann. Der Vertreter von Sportwetten XTip, konnte die Unternehmer kompetent und realitätsbezogen über die Einrichtung von Sportwettbetrieben informieren.

 

Traditionsgemäß gab es in der Mittagspause ein ansehnliches Büffet. Die Pause nutzen die Unternehmer zum Austausch untereinander. Alles in allem kann man aus dem Saarland im Augenblick eher eine negative, verzweifelte Stimmungslage wahrnehmen. Kein Wunder in dieser schwierigen Situation, die die Unternehmer aufgrund der restriktiven und unternehmerfeindlichen Gesetzeslage und insbesondere Gesetzesumsetzung durch die Landesregierung hinnehmen müssen.

Dennoch werden sowohl der AVS-Vorstand als auch der BA weiterhin energisch für eine Änderung und damit für den Fortbestand der saarländischen Aufstellbetriebe kämpfen.

 

 

 

Erstellt: 27. März 2019

 

 

am 18. März 2019 trafen sich die organisierten Aufstellunternehmer in Baden-Württemberg zur Jahreshauptversammlung ihres Automatenverbandes. Die Veranstaltung fand erstmals im Dormero Hotel Stuttgart statt, welches in ein futuristisches Erlebniscenter integriert ist. Bevor um 11:00 Uhr pünktlich begonnen wurde, konnten die Mitglieder des Verbandes sich schon ab 10:00 Uhr zum zwanglosen Austausch treffen und die hervorragend organisierte Ausstellung von insgesamt 12 Ausstellern aus den Sparten Industrie, Handel und Dienstleistung besuchen.  

 

Michael Mühleck, 1. Vorsitzender des Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V., konnte bei seiner Eröffnung über 200 Mitglieder und Gäste begrüßen. Nach der Begrüßung ging es sogleich in die Vollen: Der Vorsitzende sieht die Automatenbranche „zwischen den Mühlsteinen von Bundes- und Landesgesetzgebung“. Als aktuellstes Beispiel hierfür führte er das Thema Technische Richtlinie an, welches seinen Vortrag auch dominierte. Mühleck sieht aufgrund dieser Regulierung die Automatenbranche als kaum noch wettbewerbsfähig an, da die Geräte nicht mehr attraktiv genug seien und bereits jetzt empirisch nachgewiesen werden könne, dass sich das Kundenverhalten nachhaltig zum Nachteil der Automatenbranche verändert habe. So seien bereits jetzt schon Migrationseffekte in staatlichen Spielbanken, in den Online-Markt oder das illegale terrestrische Spiel festzustellen.

 

Das andere große Thema, nämlich das der Auswahlentscheidungen zwischen konkurrierenden Spielhallen, wurde auch kurz angeschnitten. Hier verwies Mühleck auf die Folgen des möglichen Kahlschlags. Daneben ist er sich auch sicher, dass etwaige Nachnutzungen nicht zur städtebaulichen Aufwertung beitragen werden, da anzunehmen ist, dass sich Wettbüros oder ähnliche Nutzungen in den geschlossenen Spielhallen einrichten werden.

 

Äußerst prominent besetzt waren die anschließenden Impulsgrußworte aus der Politik:

 

So konnte der Verband Dr. Hans-Ulrich Rülke (MdL, FDP-Fraktionsvorsitzender), Fabian Gramling (MdL – Glücksspielpolitischer Sprecher CDU), Rainer Hinderer (MdL – Suchtpolitischer Sprecher SPD) und Jürgen Filius (MdL – Rechtspolitischer Sprecher Grüne) begrüßen. Damit waren annähernd alle Landtagsfraktionen mit hochkarätigem Personal beim Automatenverband vertreten.

 

Erwartungsgemäß waren sich die anwesenden Mandatsträger nicht ganz einig. Einigkeit herrschte allerdings bezüglich der Tatsache, dass Glückspiel ein menschliches Bedürfnis ist, welches mit einem legalen Angebot kanalisiert werden muss. Daneben lobten die Mandatsträger die Bemühungen der Branche im Bereich Schulungen und Prävention.

Die Geister schieden sich erwartungsgemäß am aktuellen Landesglücksspielgesetz. Während zum Beispiel Rainer Hinderer betonte, dass die SPD Fraktion zu den Gesetz stünde, sehen insbesondere die Abgeordneten Rülke und Gramling Änderungsbedarf im Sinne der Branche. Vorsichtiger formulierte es hier der Abgeordnete Filius, der davon sprach, dass sich auch das Landesglückspielgesetz an aktuelle Entwicklungen anzupassen habe. Alle Abgeordneten sahen dagegen wieder, dass die Automatenbranche nach 2021 eine Zukunft habe. In welcher Form blieb offen.

 

In der anschließenden Debatte, an der sich die anwesenden Mitglieder rege beteiligten, standen die Problematiken der Auswahlentscheidung und des Härtefalls im Mittelpunkt. Die Debatte verlief trotz der sehr angespannten Diskussion sachlich und ergebnisorientiert. Es bleibt äußerst positiv zu bemerken, dass sich alle Politiker der Debatte gestellt haben und auch Verständnis für die persönliche Situation der einzelnen Unternehmer zeigten.

 

Nach der hochinteressanten Debatte kamen weitere Gäste aus dem Bereich des Glücksspiels zu Wort. So ging Otto Wulferding (Geschäftsführer Spielbanken Baden-Württemberg) einen Schritt auf die Branche zu und führte aus, dass gemeinsam gegen einen illegalen Markt gekämpft werden muss und eine kohärente effektive Regulierung anzustreben sei. Der folgende Grußredner Georg Stecker (Sprecher des Vorstandes „Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.“) rief alle legalen Spielformen auf, an einen Strang zu ziehen. Ferner appellierte er an die Politik, den legalen Markt zu stärken und hinsichtlich der Glücksspielregulierung nun endlich  Qualitätsmaßstäbe einziehen zu lassen. Last but not least verwies Rainer Wieland (MdEP) auf die sich digitalisierende Welt. Er forderte dazu auf, Online-Angebote nicht zu stigmatisieren, hob jedoch auch die überragend wichtige Rolle des stationären Spiels bei der Glücksspielregulierung hervor.

 

Nach der Mittagspause, die ein hervorragendes Büffet bereithielt, diskutierten die Mitglieder im internen Teil die neue Technische Richtlinie 5.0. Hierbei formulierten die Aufstellunternehmer klare Positionen. In gewohnt kompetenter Manier konnte der Justitiar des Automatenverbandes, Rechtsanwalt Tim Hilbert, den letzten inhaltlichen Punkt der Veranstaltung beschließen: Er informierte die anwesenden Unternehmer zu den Auswahlverfahren und den Härtefällen nach dem Landesglücksspielgesetz, skizzierte die Entwicklung des dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrages und ging schließlich auf die Problematik der hohen Vergnügungssteuern im Ländle ein.

 

Abschließend wurden die Formalien souverän abgehandelt. Berichtenswert ist insbesondere, dass die Versammlung einstimmig beschloss, die Zusammenarbeit mit Herrn Alfred Hass als politischen Repräsentanten des Verbandes weiter zu führen. Schließlich stand auch noch die Ehrung verschiedener Mitglieder an, wobei Herr Wolfgang Gross mit 60 Jahren Mitgliedschaft herausstach. Insgesamt können die Organisatoren auf eine rundherum gelungene Mitgliederversammlung zurück blicken, die mit einem Kaffeetrinken endete. Neben wichtigen Informationen wurde hier insbesondere der positive Blick in die Zukunft vermittelt.

 

 

 

Erstellt: 25. März 2019

 

wir haben Sie mit BAdirekt vom 27. Februar und 15. März 2019 informiert, dass der 3. Glückspieländerungs-staatsvertrag  zur Entscheidung ansteht. Nach ersten Presseberichten wurde dieser heute im Rahmen der Konferenz der Ministerpräsidenten gezeichnet. Der vorgelegte 3. Glückspieländerungsstaatsvertrag beschränkt sich im Wesentlichen auf den Bereich der Sportwetten. Wesentlicher Inhalt ist:

—    Die Geltung der Experimentierklausel für Sportwetten bis zum 30. Juni 2021 (Datum des Außerkrafttretens des derzeit geltenden Glücksspielstaatsvertrages) verlängert.

—    Die Kontingentierung der Sportwettkonzessionen (bisher: 20) wird aufgehoben.
—    Das festgelegte Auswahlverfahren für die Erteilung von Sportwettkonzessionen entfällt. An die Stelle tritt ein Erlaubnisverfahren, dessen Regelungen noch bekannt gegeben werden.
—    Der Staatsvertrag soll am 01. Januar 2020 in Kraft treten.
—    Im Falle einer Fortgeltung des Glücksspielstaatsvertrages über den 30. Juni 2021 hinaus verlängert sich die Experimentierklausel für Sportwetten:

Der 3. Glückspieländerungsstaatsvertrag wird nunmehr den Landesparlamenten zur Beschlussfassung zugeleitet. Parallel soll das notwendige EU-Notifizierungsverfahren erfolgen.

In einer ersten Pressemitteilung hat Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., der auch der BA als Spitzenverband angehört, die Forderung erhoben, das Glücksspiel endlich ganzheitlich und nach Qualitätskriterien zu regulieren.  Die entsprechende Pressemitteilung fügen wir unserem Rundschreiben bei.

Wir werden Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

19_03_21_014_Anlage.pdf

 

 

Erstellt: 21.März 2019

wir haben Sie mit BAdirekt vom 27. Februar 2019 informiert, dass der 3. Glückspieländerungsstaatsvertrag nunmehr voraussichtlich zur Entscheidung ansteht. Dies hat sich nunmehr bewahrheitet, da eine Vielzahl vonBundesländern ihre jeweiligen Landesparlamente unterrichtet haben.


Der vorgelegte 3. Glückspieländerungsstaatsvertrag enthält nur im Bereich der Sportwetten wesentliche Änderungen. Diese sind:


— Die Geltung der Experimentierklausel für Sportwetten bis zum 30. Juni 2021 (Datum des Außerkrafttretens des derzeit geltenden Glücksspielstaatsvertrages) verlängert.
— Die Kontingentierung der Sportwettkonzessionen (bisher: 20) wird aufgehoben.
— Das festgelegte Auswahlverfahren für die Erteilung von Sportwettkonzessionen entfällt. An die Stelle tritt ein Erlaubnisverfahren, dessen Regelungen noch bekannt gegeben werden.
— Der Staatsvertrag soll am 01. Januar 2020 in Kraft treten.
— Im Falle einer Fortgeltung des Glücksspielstaatsvertrages über den 30. Juni 2021 hinaus verlängert sich die Experimentierklausel für Sportwetten bis zum 30. Juni 2024.


Wie bereits oben dargelegt, betrifft der 3. Glückspieländerungsstaatsvertrag lediglich den Bereich der Sportwetten. Der Bereich der Online-Casinos wird nach wie vor nicht geregelt. Es ist allerdings der Unterrichtung des Landtages in Schleswig-Holstein vom 12. März 2019 zu entnehmen, dass auf der Konferenz der Chefs der Staatskanzleien am 21. Februar 2019 ein Beschluss gefasst wurde, in dem die übrigen Bundesländer zur Kenntnis nehmen, daß Schleswig-Holstein denjenigen Anbietern, den auf der Grundlage des früheren Schleswig-Holsteinischen Landesrechts eine Erlaubnis für die Veranstaltung von Online-Casinoangeboten erteilt worden ist, nochmals eine bis zum 30. Juni 20121 befristete Erlaubnis erteilten. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am gestrigen Donnerstag dem Schleswig-Holsteinischen Landtag zugeleitet.


Der 3. Glückspieländerungsstaatsvertrag soll voraussichtlich am 21. März 2019 im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz unterzeichnet werden. Hiernach soll die Ratifizierung durch die Landesparlamente parallel zum anstehenden Notifizierungsverfahren erfolgen.


Wir werden Sie selbstverständlich weiter informiert halten.

 

Erstellt: 15. März 2019

 

Berlin, den 15. März 2019/012

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

 

am 13. März 2019 traf sich das BA-Präsidium zu seiner zweiten Sitzung des Jahres 2019 in Berlin. Die Präsidiumssitzung begann traditionsgemäß um 11 Uhr und fand im Konferenzsaal des Verbändehauses „Handel – Dienstleistung – Tourismus“ statt. Da eine sehr umfangreiche Agenda zu bearbeiten war, wurde sie nach beachtlichen acht Stunden Tagungszeit um 19 Uhr beendet.

 

Die Tagesordnung beinhaltete Themenschwerpunkte, die die Aufstellunternehmer derzeit besonders beschäftigen. Einen großen Raum nahm die Umsetzung der 7. Spielverordnung hinsichtlich der Technischen Richtlinie ein, aber auch die Haltung der Unternehmer zum Online-Spiel und die sich daraus ableitende strategische Ausrichtung des BA für die nähere und mittelfristige Zukunft wurden thematisiert.

 

Wie immer wurden die Diskussion im BA Präsidium sehr lebendig und tiefgreifend geführt. Die Landesvorsitzenden und die Vorsitzenden der Fachverbände sowie deren Stellvertreter brachten viele verschiedene Perspektiven in die Diskussion ein und berichteten über die Erfahrungen, die sie in den turbulenten und sehr anstrengenden letzten Monaten gemacht hatten.

 

Der Tagesordnungspunkt zum 3. Glücksspieländerungsstaatsvertrages wurde bei der Sitzung kurzfristig erweitert, da dessen Ausgestaltung gerade am selben Morgen, am 13. März, noch bekannt geworden war.

 

Als Gast war zudem Svenja Hinrichs eingeladen (Geschäftsführerin der Agentur „Elephantlogic“), die die vom Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) geschaltete Aufklärungskampagne mit Bastian Schweinsteiger auswertete. Diese war vor einigen Wochen in einer zweiten Phase angelaufen. Zusätzlich stellte sie ein weiteres Projekt vor, das derzeit noch in der Konzeptionsphase ist.

 

Die Teilnehmer konnten die ereignisreiche Sitzung beim traditionellen „Treff in der Brauerei“ ausklingen lassen und sich mit Branchenkollegen und Vertretern aus Politik und Wissenschaft austauschen. Bei der Abendveranstaltung wurde von Paul Gauselmann, dem Vorsitzenden des VDAI, außerdem ein Urgestein der Automatenbranche verabschiedet: Dr. Jürgen Bornecke geht nach 30 Jahren Arbeit in seinen wohlverdienten Ruhestand. Dem Dank von Paul Gauselmann schlossen sich im Laufe des Abends viele Gäste des Treffs an. Auch wir vom BA möchten uns bei Ihm ganz herzlich für die vertrauensvolle intensive Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedanken.

 

Die nächste Sitzung des BA-Präsidiums wird zeitgleich mit der BA-Jahreshauptversammlung am 04. und 05. Juni 2019 stattfinden.

 

 

Beste Grüße

 

Ihre

Simone Storch
Geschäftsführerin

 

 

 

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Berlin, den 07. März 2019/011

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

durch die heutige Presseberichterstattung ist bekannt geworden, dass die Medienaufsichten der Bundesländer ein gemeinsames Schreiben aufgesetzt und versandt haben. In ihm wurden 200 private Radio und 300 private Fernsehsender aufgefordert, das Senden von Werbung für illegale Online-Glücksspiele zu unterlassen.

( Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gluecksspiel-privatsender-101.html )

 

Hintergrund des Schreibens ist, dass sich zahlreiche private Sender seit einiger Zeit über das im Glücksspielstaatsvertrag verankerte Werbeverbot hinwegsetzen und diversen Online-Casinos trotz nicht vorhandener Lizenzen Werbeplätze einräumen. Die Medienanstalten weisen in ihrem Schreiben auf die Rechtslage hin, die dies eindeutig untersagt, und bitten diese bei der künftigen Platzierung von Werbung zu berücksichtigen.

 

Laut Angaben des Chefjustiziars der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein sei die Zahl der Verstöße seit Verschicken des Briefes am 25.Februar 2109 bereits „signifikant zurückgegangen“. Gegen Sender, die sich weiterhin nicht an das Werbeverbot halten, soll zukünftig mit „verwaltungsrechtlichen Mitteln“ vorgegangen werden.

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) begrüßt diesen Schritt der Medienaufsichten. Die Schaltung von Werbung für illegale Online-Glücksspiele war seit jeher ein unhaltbarer Zustand. Durch sie wurde der Bevölkerung suggeriert, dass es sich bei diesen Spielen um einen Teil des legalen und regulierten Glücksspielmarktes handele, was nicht der Fall ist. Dass nun endlich Druck auf die Sendeanstalten ausgeübt und geltendes Recht eingefordert wird, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Ihre

Simone Storch

Geschäftsführerin

 

 

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Berlin, den 04. März 2019/010

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

am vergangenen Samstag fand im Hotel Maritim in Berlin zum 24. Mal das Schachturnier „Politiker spielen Schach“ statt. Es wurde vom Berliner Schachverband ausgerichtet.

 

Das Turnier war offen für Bundestags-, Landtags- und kommunale Abgeordnete, deren Mitarbeiter sowie für Diplomaten. In seiner langen Historie konnten beispielsweise Dr. Richard von Weizsäcker, Otto Schily oder der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, begrüßt werden.

 

Der BA hat sich aufgrund einer Anfrage entschlossen, das Turnier zu unterstützen. In ihrem Grußwort wies die BA-Geschäftsführerin auf die Parallelen zwischen Schach und unserem Automatenspiel hin. Insbesondere verwies sie auf die Branchenmottos „Kein Spiel ohne Regeln“ und „Wir spielen fair“, welche zweifellos auch für den Schachsport Gültigkeit besitzen.

 

Sportlich konnte der Präsident des Berliner Schachverbandes, Carsten Schmidt, nach spannendem Verlauf dem Gesamtsieger Clemens Escher zum Turniersieg gratulieren. Der BA-Justitiar, RA Stephan Burger, der auch lange Jahre im kommunalen Bereich in der Politik engagiert war, wurde insgesamt Zweiter und gewann in seiner Kategorie „Mittelstarke Spieler“ die Wertung. Die Kategorie „Amateure“ gewann der vereinslose Gerd Schilling.

 

Der Berliner Schachverband plant im nächsten Jahr, bei besserer Berücksichtigung des politischen Kalenders, das Turnier zum 25. Mal auszurichten. Der BA wird sich hier weiter engagieren.

 

Mit freundlichen Grüßen


Ihre

Simone Storch

Geschäftsführerin

 

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gerne möchten wir Ihnen das aktuelle Blitzlicht Steuern – Recht – Wirtschaft für den Monat März 2019 des Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers Dipl.-Kfm. Henning Heitschmidt, zur Verfügung stellen (19_02_28_009_Anlage_Blitzlicht_03.2019.pdf).

           

Diese Ausgabe informiert Sie u. a. über folgende, sicherlich auch für Sie interessante, Themen:

 

           Fälligkeitstermine Steuern/Sozialversicherung März 2019 und April 2019

           Für Vorsteuerzwecke zu beachten: Frist zur Zuordnungsentscheidung von gemischt genutzten Leistungen zum Unternehmen endet am 31. Juli

           Nachweisanforderungen für den Vorsteuerabzug

           Voraussetzungen für die Abzinsung von Verbindlichkeiten

 

 

Erstellt: 28. Februar 2019

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände, aufgrund von guten Anregungen aus Mitgliederkreisen wird der BA nunmehr jeden Monat einen etwas ausführlicheren juristischen Beitrag liefern. Wir haben diese neue Kategorie „Urteil des Monats“ genannt, wobei die Besprechung nicht zwingend ein Urteil zum Gegenstand haben muss. Die Kategorie gibt uns die Möglichkeit, bei Gelegenheit auch ein Stück über den Tellerrand hinauszuschauen und Fragen zu diskutieren, die nicht unbedingt tagesaktuell auf der Agenda stehen. Der heutige Beitrag widmet sich einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Leipzig, welche sich mit der erdrosselnden Wirkung der örtlichen Vergnügungssteuersatzung der Stadt Leipzig befasst. Bevor wir auf die an sich positive Entscheidung eingehen, sollen an dieser Stelle einige Worte zu dem „Schreckgespenst“ der Branche verloren werden. Allein im Jahr 2017 hat die Branche des gewerblichen Automatenspiels über eine Milliarde Euro an kommunaler Vergnügungssteuer entrichtet. Da die Vergnügungssteuer mit Ausnahme der Stadtstaaten den jeweiligen Kommunen zugute kommt, trägt somit die gesamte Branche maßgeblich zur Stärkung des sozialen Zusammenlebens in der jeweiligen Kommune bei. Mit den Vergnügungssteuereinnahmen werden Kindergärten errichtet, Straßen gebaut und soziale Einrichtungen finanziell unterstützt. Historisch besteht die Vergnügungssteuer bereits seit dem Mittelalter, zunächst bekannt als Lustbarkeitssteuer. So führten viele mittelalterliche Städte Abgaben auf Glücksspiele ein. Mit Ausdehnung der Luxusbesteuerung im 17. und 18. Jahrhundert wurden auch andere öffentliche „Belustigungen“ erfasst. Aufgrund des Finanzdrucks nach dem ersten Weltkrieg zwang das Deutschen Reich 1920 den Gemeinden auf, die Erhebung einer Vergnügungssteuer zur Pflicht zu machen. Dazu wurden 1921 vom Reichsrat einheitliche Bestimmungen erlassen. Ziel war es, den „Luxus“ des Besitzbürgertums zu besteuern. Aus diesem Grund hatte die Vergnügungssteuer historisch schon immer einen „moralisierenden Hintergrund“, der das „überhandnehmen von Vergnügen“ als Begründung zur Steuererhebung anführte. Dieser Hintergrund tritt heute in der Rechtsprechung noch als „Lenkungszweck der Vergnügungssteuer“ auf. Nach Artikel 105 Abs. 2a Satz 1 des Grundgesetzes haben die Bundesländer die Befugnis zur Gesetzgebung über die örtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern, solange und soweit sie nicht den bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig sind. Gemäß Artikel 106 Abs. 6 Satz 1 des Grundgesetzes geht das Aufkommen der örtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern den Gemeinden oder nach Maßgabe der Landesgesetzgebung den Gemeindeverbänden zu. Hierzu haben die Bundesländer entsprechende Rechtsgrundlagen durch Vergnügungssteuergesetze oder Kommunalabgabengesetze geschaffen. Eine Ausnahme bilden hier die Stadtstaaten, in denen die entsprechenden Landesgesetze unmittelbar wirken. Eine weitere rühmliche Ausnahme bildet Bayern, wo gesetzlich geregelt ist, dass eine Vergnügungssteuer nicht erhoben werden darf. Bereits dieser kurze einleitende Absatz gibt Anlass zur Diskussion. Es lässt sich aufgrund der teilweise existenzbedrohenden Steuerlast die Frage aufwerfen, ob nach der derzeitigen Praxis die Vergnügungssteuer überhaupt noch als örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuer betrachtet werden kann, zumal das Bundesverfassungsgericht in einer Entscheidung aus dem Jahr 1962 von der Vergnügungssteuer als „kleine indirekte Steuer, die heute von den Gemeinden oder Kreisen erhoben werden“ gesprochen hat. Daneben ist sowohl in der Literatur als auch in der Rechtsprechung immer wieder von Bagatellsteuern die Rede. Die ständige obergerichtliche Rechtsprechung macht es sich hier etwas einfach, wenn sie argumentiert, dass es nicht auf die Sicht des Steuerschuldners (also des Unternehmers) ankommt. Vielmehr wird nach dieser Ansicht die Bezeichnung Bagatellsteuer verwendet, weil ihr Aufkommen im Verhältnis zum Gesamtsteueraufkommen der Gemeinde gering ist. Es wird also eine Betrachtung der gesamten Steuereinnahmen der Gemeinde vorgenommen. Diese Rechtsprechung wird sowohl in der Literatur als auch in verschiedenen Verfahren immer wieder hinterfragt. So wird mit Recht die These vertreten, dass sich die Vergnügungssteuer inzwischen in vielen Gemeinden zu einer Hauptunternehmenssteuer für Aufstellunternehmen entwickelt hat. Allerdings hat diese Argumentation bislang nicht den gewünschten gerichtlichen Erfolg gebracht. Auf zwei immer wieder diskutierte Probleme hinsichtlich der rechtlichen Auseinandersetzung um Vergnügungssteuersatzung soll nur kurz eingegangen werden: Zunächst muss der Satzungsgeber eine Bemessungsgrundlage wählen, in der der Aufwand sachgerecht erfasst wird (sogenannte Wirklichkeitsmaßstab). Zulässig sind hier nach ständiger Rechtsprechung sowohl der Vergnügungsaufwand des Spielers, als auch das Einspielergebnis. Daneben steht regelmäßig auch die formelle Wirksamkeit der jeweiligen Gesetze oder auch Satzungen auf dem Prüfstand. Diese richten sich nach den jeweils einschlägigen Landes- oder auch Bundesgesetzen. Schließlich muss auch die konkrete Vergnügungssteuersatzung oder in den Stadtstaaten das entsprechende Vergnügungssteuergesetz den Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes (Artikel 3 Grundgesetz) und der Berufsfreiheit (Artikel 12 Grundgesetz) genügen. Bei der vorliegenden Entscheidung war dies nicht der Fall. Die Rechtsprechung hat diese verfassungsrechtlichen Anforderungen im sogenannten Abwälzbarkeitsgebot (Artikel 3 i.V.m. Artikel 105 Grundgesetz) und dem Erdrosslungsverbot (Artikel 12 Grundgesetz) konkretisiert. Die ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts geht von einer Teilidentität der beiden Maßstäbe aus. Hinsichtlich des Abwälzbarkeitsgebotes genügt es nach der Rechtsprechung, wenn die Steuer auf Abwälzbarkeit angelegt ist. Dies soll bereits dann der Fall sein, wenn die Abwälzung kalkulatorisch erfolgen kann. Dies bedeutet, dass der Steuerpflichtige den von ihm zu zahlenden Betrag in die Kalkulation seiner Selbstkosten einsetzen und hiernach die zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens geeigneten Maßnahmen treffen kann. In Frage kommt hier nach der Formel des Bundesverfassungsgerichts die Maßnahmen der Preiserhöhung, der Umsatzsteigerung oder der Kostensenkung. Faktisch verbleibt den Aufstellunternehmern aufgrund der Regulierung des Rechts des gewerblichen Geldspiels nur die Preiserhöhung, die letztlich nur durch eine entsprechende Geräteauswahl erfolgen kann, da der Aufstellunternehmer nicht wesentlich in den Ablauf der Spielgeräte eingreifen kann. Nach neuerer Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgericht ist es jedoch wenigstens so, dass bei sprunghafter Vergnügungssteuererhöhung unter Umständen Übergangsfristen erforderlich sind, damit den Unternehmern ein angemessener Zeitraum für den Geräteaustausch verbleibt. Dies war im vorliegenden Fall jedoch nicht einschlägig. Einschlägig war im Ergebnis die erdrosselnde Wirkung der Vergnügungssteuer im konkreten beklagten Zeitraum (Februar 2007 – September 2007) im Satzungsgebiet (Stadt Leipzig). Grundsätzlich wirkt die Vergnügungssteuer dann erdrosselnd, wenn im Gemeindegebiet der durchschnittlich zu erzielende Bruttoumsatz die durchschnittlichen Kosten unter Berücksichtigung aller anfallenden Steuern einschließlich eines angemessenen Betrages für Eigenkapitalverzinsung und Unternehmerlohn nicht mehr abdecken kann. Für die prozessuale Darlegung reicht es daher aus, wenn der Betroffene nachweist, dass die Steuer in Bezug auf seinen Betrieb erdrosselnd wirkt. Gelingt die Darstellung, ist von Amts wegen und ggf. durch Sachverständigengutachten zu ermitteln, ob die Betätigung des durchschnittlichen Aufstellunternehmers erdrosselt wird. Dieser übliche Verweis auf die Geräteentwicklung im Satzungsgebiet hat in der obergerichtlichen Rechtsprechung an Bedeutung verloren. Im vorliegenden Fall war eine mögliche Erdrosselung recht einfach zu ermitteln, da bereits in einem zehn Jahre dauernden Verfahren die ursprüngliche Vergnügungssteuersatzung (7,5% Einsatzbesteuerung) für rechtswidrig befunden worden war (OVG Sachsen vom 25.02.2016 -AZ: 5A 251/10). Die Stadt Leipzig hatte daraufhin im Mai 2018 die Satzung rückwirkend bis 2006 geändert (5,0% Einsatzbesteuerung). Im vorliegenden Verfahren hat das Verwaltungsgericht sodann zunächst angenommen, dass die Satzung zwar grundsätzlich rückwirkend geändert werden durfte, jedoch der Steuersatz für die entsprechenden Zeiträume immer noch erdrosselnd wirkt. Begründet ist dies durch das vorhandene Gutachten über die relevanten Zeiträume welches durch den Gutachter auf den aktuellen Steuersatz der Stadt Leipzig angepasst wurde. Bei der Einordnung der Entscheidung muss jedoch noch erwähnt werden, dass das Verwaltungsgericht „nur“ die konkreten Belastungen im Satzungsgebiet (Stadt Leipzig) bewertet hat. Es erscheint denkbar, dass ein Steuersatz von 5% auf den Einsatz in anderen Satzungsgebieten zulässig ist. Daneben bezieht sich die Klage konkret auch auf einen länger zurückliegenden Zeitraum (Februar – September 2007) welcher unmittelbar nach Inkrafttreten der damaligen Vergnügungssteuersatzung (7,5% Einsatzbesteuerung) liegt. Die auftauchende Frage ist hier natürlich, ob die Vergnügungssteuer aktuell erdrosselnd wirkt. Trotzdem hat die Entscheidung eine Wirkung auf die Rechtsprechung zur Vergnügungssteuer, da es nun offenbar Gerichte gibt, die sehr genau die Vorgaben des Bundesverwaltungsgerichts umsetzen und im Satzungsgebiet eine mögliche Erdrosselung prüfen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch Bestrebungen gibt, die Vergnügungssteuersatzungen europarechtlich anzugreifen. Das Argument ist, dass die konkrete Vergnügungssteuersatzung den Charakter einer Umsatzsteuer aufweist und gegen die europarechtlich garantierte Dienstleistungsfreiheit verstoßen soll. Daneben bestünde eine Ungleichbehandlung im Verhältnis zu Spielbanken. Bislang hat sich diese Argumentation bedauerlicherweise nicht durchgesetzt. Wir raten daher dringend, bei einer möglichen Klage gegen Vergnügungssteuerbescheide die Einbeziehung Ihrer betriebswirtschaftlichen Kennzahlen vorzunehmen. Sodann ist genau abzuwägen, ob dieses Verfahren geführt werden soll. Gerade in Zeiten von Umsatzrückgängen, vielleicht auch im Zuge der neuen Technischen Richtlinie 5 sollten Sie Ihre Zahlen stets im Auge behalten. Die gerichtliche Auseinandersetzung ist jedoch immer nur der letzte Schritt einer hoffentlich längeren Kette. Besser lassen sich Vergnügungssteuererhöhungen auf politischem Weg in der Kommune bekämpfen. Der BA hat hierfür, als Hilfestellung z.B. ein „Vergnügungssteuer Kit“ bereitgestellt, welches Sie sowohl auf unserer Webseite abrufen, als auch bei uns direkt bestellen können. Erstellt: 08.02.2019

 

Berlin, den 30. Januar 2019/03

 

TECHNISCHE INFORMATION


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

wir haben die Technische Information Nr. 190130_01A vom 30. Januar 2019 der LÖWEN Entertainment GmbH erhalten und möchten Ihnen diese gerne zur Kenntnis bringen.

 

Nr. 190130_01A informiert darüber, dass ab sofort bei Crown-Bauarten mit COOLFIRE 5 (CF5)

der USB-Signalverstärker MP bei den verbauten Münzprüfern NRI G13 und Azkoyen D2S entfällt.

Dies beseitigt den auftretenden Fehler „Münzprüfer fehlt“.

 

Die Details zu der Technischen Information entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage. Natürlich können Sie diese auch auf der BA-Internetseite abrufen.

 

190130_01A_CF5-Wegfall_des_USB-Signalverstärkers_bei_Crown-Bauarten.pdf

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

 

BAinfoApp

 

 

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BAdirekt ist ein gemeinsamer Service des BA und seiner Mitgliedsverbände zur kurzfristigen Information der Mitgliedsunternehmen in den Landes- und Fachverbänden des Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

die Vergnügungssteuersatzung der Stadt Leipzig mutet nunmehr als unendliche Geschichte an. Nachdem bereit 2016 die ursprüngliche Vergnügungssteuersatzung (7,5% Einsatzbesteuerung) für rechtswidrig befunden worden war (OVG Sachsen vom 25.02.2016 -AZ: 5A 251/10) hat nunmehr das Verwaltungsgericht Leipzig in einer aktuellen Entscheidung (Urteil vom 20.12.2018 –AZ: 6K 1315/14) die erst im Mai 2018 rückwirkend bis 2006 geänderte Satzung (5,0% Einsatzbesteuerung) für rechtswidrig erklärt.

So hat das Gericht nach der mündlichen Verhandlung festgestellt, dass selbst bei kostensparender und marktgerechter Betriebsführung der von den Aufstellunternehmern im Satzungsgebiet durchschnittlich erzielte Bruttoumsatz nicht ausreicht, um die erforderlichen kosten unter Berücksichtigung aller anfallender Steuern sowie eines angemessenen Betrages für Eigenkapitalverzinsung und Unternehmerlohn zu decken. Folglich sei auch die Vergnügungssteuersatzung der Stadt Leipzig auch in dem neuen Steuersatz unwirksam. Die Einsatzbesteuerung an sich war nicht Gegenstand des Verfahrens.

Den tatsächlichen Ausführungen des Gerichts ist an dieser Stelle nichts hinzuzufügen, jedoch sei erwähnt, dass das Verwaltungsgericht die konkreten Belastungen im Satzungsgebiet (Stadt Leipzig) bewertet hat. Es erscheint denkbar, dass ein Vergnügungssteuersatz von 5,0% auf den Einsatz wie in anderen Satzungsgebieten zulässig ist. Hier sollte vor einer möglichen Klageerhebung eine konkrete Prüfung vor Ort erfolgen. Daneben bezieht sich die Klage konkret auf einen Zeitraum im Jahr 2007, unmittelbar nach Inkrafttreten der damaligen Satzung.

Vor dem Hintergrund der neuen Technischen Richtlinie erscheint es aber angezeigt, dass die Unternehmer ihre Umsätze und Kostenbelastungen in den kommenden Monaten sehr genau prüfen.
Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, jedoch ist die Berufung durch das Verwaltungsgericht nicht zugelassen worden.

Nachfolgend finden Sie den Wortlaut einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V., die sich mit dem Urteil befasst und dieses im Sinne aller Aufstellunternehmer begrüßt.

Presseinformation

Leipzigs Vergnügungssteuersatzung rechtswidrig
Automatenverbände begrüßen Entscheidung des Verwaltungsgerichts.

Leipzig, 14. Januar 2019. Später Teilerfolg für Leipzigs Spielhallenbetreiber und Automatenaufstellunternehmer. Das Leipziger Verwaltungsgericht befindet den Vergnügungssteuersatz von fünf Prozent auf Spieleinsätze als rechtswidrig. Automatenverbände begrüßen die Entscheidung – allerdings mit Wehmut: „Spielhallenbetreiber sind generell mit sehr hohen Auflagen konfrontiert und werden bis hin zur Geschäftsaufgabe reguliert, sei es durch die Regelungen des Glücksspielstaatsvertrages oder den Landesspielhallengesetzen“, erklärt Thomas Breitkopf, 1. Vorsitzender des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. und Präsident des Bundesverband Automateunternehmer e.V.. „Die Entscheidung des Verwaltungsgericht, die derzeitige Vergnügungssteuer zu senken, werten wir als wichtige Korrektur, die allerdings für viele Branchenteilnehmer zu spät kommt“, so Breitkopf.

Die im Jahr 2006 speziell auf Spieleinsätze eingeführte Vergnügungssteuer wirkte auf viele Spielhallenbetreiber „erdrosselnd“ und machte es für viele Unternehmer praktisch unmöglich, mit dem Beruf des Geldspielgerätebetreibers den Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Auch eine
anfängliche Senkung von 7,5 auf 5,0 Prozent änderte daran nichts. Die Folge war ein regelrechtes Spielhallensterben. „Die Unternehmen, die die vergangenen 12 Jahre überlebt haben, können jetzt zwar ein wenig aufatmen. Viele konnten diese lange Zeitspanne nicht überbrücken“, beschreibt Andreas Wardemann, Vorstand und Schatzmeister des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V., die Situation. „Etliche Unternehmerexistenzen sind an den hohen Auflagen kaputt gegangen. Viele Arbeitnehmer haben ihren Job verloren“, so Wardemann. Von den anfänglich 70 Aufstellunternehmern in Leipzig seien weniger als die Hälfte übriggeblieben.

Trotz der verheerenden Folgen sehen die Branchenvertreter in der aktuellen gerichtlichen Entscheidung ein wichtiges Signal, so auch Petra Stegkemper, Rechtsanwältin und Prozessbevollmächtigte des Klägers: „Künftig werden die Gerichte gehalten sein die Frage der Tragbarkeit der Vergnügungssteuer, speziell wenn es um Spieleinsätze geht, detaillierter zu prüfen“, erklärt die Juristin.

Über den Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V.

Gegründet im Jahr 1994 vertritt der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. die Interessen von kleinen und mittelständischen Automatenaufstellunternehmen aus den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Zu den Mitgliedern zählen Unternehmer, die in der Automatenaufstellung in Gaststätten und Spielhallen tätig sind. Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. ist Mitglied im Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

Über den Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), gegründet 1953, vertritt als Spitzenverband der Automatenwirtschaft die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in elf Landesverbänden und zwei Fachverbänden, gestaltet der BA im Schulterschluss mit den Partnerverbänden die Zukunft der Branche entscheidend mit. Die BA-Mitgliedsunternehmen bieten erwachsenen Spielgästen ein unterhaltsames, spannendes und sicheres Freizeitangebot. Der BA ist Gründungsmitglied des Branchen-Dachverbandes „Die
Deutsche Automatenwirtschaft e.V.“ (DAW) sowie im Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft e.V. (BDWi)

 

Berlin, den 17. Januar 2019/02

 

TECHNISCHE INFORMATION


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

wir haben die Technische Information Nr. 190117_01A und Nr. 190117_02A vom 17. Januar 2019 der LÖWEN Entertainment GmbH erhalten und möchten Ihnen diese gerne zur Kenntnis bringen.

 

Nr. 190117_01A informiert über die Möglichkeit im Markt befindlichen Geräte der Marken NOVO und

Crown softwareseitig mit dem Device-Update-Tool (V5.2-1) auf den aktuellsten technischen

Stand zu bringen.

 

Nr. 190117_02A weist darauf hin, dass es für den 27 Zoll Touch-Monitor im NOVO OPTIMUS und Crown MASTER eine neue Firmware-Version (27.0_L_2315_3_002) gibt. Diese Firmware-Version beseitigt das sporadisch auftretende Zittern des Bildes beim Abspielen von Animationen, sowie ausbleibende oder träge Reaktion des Touch durch Überlagerungen von Ghost Touches.

 

Die Details zu der Technischen Information entnehmen Sie bitte den beigefügten Anlagen. Natürlich können Sie diese auch auf der BA-Internetseite abrufen.

 

190117_01A__Neues_Device-Update-Tool_für_COOLFIRE.PDF

 

190117_02A_Softwareupdate_für_den_27z_PCAP_Monitor.pdf

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

 

 

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Berlin, den 03. Januar 2019 / 001

 

Neujahrsgruß und Neuigkeiten im Jahr 2019

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

zu Beginn wünscht Ihnen der BA ein glückliches, gesundes und vor allem erfolgreiches neues Jahr.

Gleich zum Jahresanfang wollen wir Ihnen zwei wichtige Informationen nicht vorenthalten.

 

Drogenbeauftragte –Bewegung in der Diskussion um den Glücksspielstaatsvertrag

 

Auf Bundesebene scheint Bewegung in die Diskussion um den Glücksspielstaatsvertrag zu kommen. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau, vom 30. Dezember 2018, spricht Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, über wichtige Aspekte bezüglich glückspielrechtlicher Anschlussregelungen. So führt sie aus, dass es klare Regelungen und Vollzugsmaßnahmen in Bezug auf das verbotene Online-Glücksspiel geben muss, welche die Grenzen zwischen dem sauberen Spiel und „windigen Angeboten“ klar definieren. Auch zur Gastronomieaufstellung hat die Drogenbeauftragte Stellung bezogen. Sie spricht sich dafür aus, dass analog zu Spielhallen, auch in der Gastronomieaufstellung ein hohes Niveau im Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz notwendig ist. Um dies zu realisieren, beteiligt sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung an den Runden Tischen, die auf Initiative der DAW und in Zusammenarbeit mit dem DEHOGA derzeit stattfinden. Statt Regulierung nur „hinzunehmen“, hat die Branche hier die Möglichkeit Regulierung aktiv mitzugestalten. Das komplette Interview finden Sie unter folgendem Link:

 

http://www.fr.de/panorama/marlene-mortler-wir-brauchen-regeln-fuer-das-online-gluecksspiel-a-1645456

 

 

Koalitionsvertrag in Hessen unter Dach und Fach

 

CDU und Grüne in Hessen haben sich nunmehr auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Mit der konstituierenden Sitzung des Landtages am 18. Januar 2019 wird aller Voraussicht nach die neue Landesregierung ihre Arbeit aufnehmen und den Vertrag umsetzen. Zum Thema „Glücksspielstaatsvertrag“ sieht die kommende Koalition Herausforderungen vor allem hinsichtlich des digitalen Verbraucherschutzes. Ziel sei es, ein kohärentes und europarechtskonformes Regelwerk zu schaffen, welches sich nach strengen Qualitätskriterien ausrichtet und nicht rein quantitative Kriterien als Grundlage verwendet. Zudem finden die Koalitionäre klare Worte in Bezug auf eine Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrags bis zum Ende des Jahres 2019. Sollten bis dahin keine zufriedenstellenden Anschlussregelungen erreicht worden sein, kündigt das Bundesland Hessen an, eine neue Ausgestaltung des Glücksspielrechts eigenständig zu erarbeiten. Weitere Informationen und den genauen Wortlaut zum Thema „Glücksspielstaatsvertrag“ finden Sie im Entwurf des Koalitionsvertrags (Stand: 20. Dezember 2018), auf Seite 66, unter dem folgenden Link:

 

https://www.gruene-hessen.de/partei/files/2018/12/Koalitionsvertrag-CDU-GR%C3%9CNE-2018-Stand-20-12-2018-online.pdf

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre

 

Simone Storch

Geschäftsführerin

 

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Oberverwaltungsgericht des Saarlandes zweifelt an Auswahlentscheidungen

 

mit Beschluss vom 13. Dezember 2018 (Az.: 1 B 248/18) hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Saarlandes das zentral zuständige Landesverwaltungsamt verpflichtet, im Rahmen des einstweiligen Rechtsschutzes den Betrieb einer Spielhalle vorläufig zu dulden, bis ein erneutes Auswahlverfahren unter Beachtung der Rechtsauffassung des Oberverwaltungsgerichts erfolgt ist.

 

Zum Sachverhalt ist auszuführen, dass es sich um eine Konkurrenzsituation einer Doppelspielhalle mit einer Einzelspielhalle handelt. Für beide Konzessionen der Doppelspielhalle wurde die für den Weiterbetrieb notwendige glücksspielrechtliche Erlaubnis nicht erteilt, da sich die Einzelspielhalle, die etwa 81 m Luftlinie entfernt ist und nicht vom gleichen Betreiber unterhalten wird, im Auswahlverfahren durchgesetzt hat. Die Auswahlentscheidung wurde mit der besseren „Qualität der Betriebsführung“ des Betreibers der konkurrierenden Spielhalle begründet. Auch eine mögliche Härtefallbefreiung für die Beschwerdeführerin wurde ausgeschlossen, da das Vertrauen der Spielhallenbetreiber auf den Bestand nicht schutzwürdig sei.

 

Das Verwaltungsgericht des Saarlandes hatte sodann den Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz für die Betreiberin der Doppelspielhalle abgelehnt (Beschluss vom 31. Juli 2018–AZ: 1 L 827_18). Hiergegen richtete sich die nun entschiedene Beschwerde.

 

Im Grundsatz hat das OVG die Rechtsprechung des Bundesverwaltungs-, bzw. des Bundesverfassungsgerichts bestätigt. Ferner wurde ausführlich die, aus Sicht des Gerichts nicht vorliegende Europarechtswidrigkeit diskutiert. Jedoch ist nach Auffassung des Gerichts die Auswahlentscheidung an sich grob fehlerhaft, da bei der Auswahlentscheidung allein auf die „Qualität der Betriebsführung“ abgestellt wurde.

Daneben wurde auch die grundsätzliche, überwiegend für die Branche negative, Rechtsprechung zur Härtefallbefreiung zwar bestätigt, jedoch auf eine von der Verwaltung „stiefmütterlich“ behandelte Regelung hingewiesen, nach der eine Befreiung von den Vorgaben des Saarländischen Spielhallengesetzes auch erfolgen kann, wenn die Voraussetzung einer unbilligen Härte nicht vollumfänglich erfüllt sind, aber ein Anpassungskonzept vorgelegt und umgesetzt wird.

 

Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts hat für das Saarland eine große Bedeutung, da eine Vielzahl von Auswahlentscheidungen, die mit der „Qualität der Betriebsführung“ begründet wurden, wohl neu zu treffen sein werden. Bei vergangenen Bescheiden im Falle einer „echten Konkurrenz“ zwischen verschiedenen Spielhallenbetreibern ist wohl nun die unterlegene Spielhalle bis zu einer gerichtlichen Entscheidung zu dulden. Die Regelung des Verbots von Mehrfachkonzessionen ist von dieser Entscheidung leider jedoch nicht betroffen, wobei betroffenen Betreibern geraten werden muss, sich mit ihren Rechtsbeistand zu beraten, um gegebenenfalls ein Anpassungskonzept anzubieten.

 

Die Prozessbevollmächtigten der Beschwerdeführerin, Rechtsanwälte Redeker Sellner Dahs, haben die vorliegende Entscheidung etwas ausführlicher kommentiert. Die entsprechende Ausarbeitung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung (18_12_20_090_Anlage_OVG_Saarlouis_v._13.12.2018.pdf).

 

 

Erstellt: 20. Dezember 2018

 

 

Berlin, den 18. Dezember 2018/089

 

Gemeinsame Wintersitzung des Automatenverband Niedersachsen und des Nordwestdeutschen Automaten-Verband | Moin Bremen – Willkommen in Hannover!

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

mittlerweile ist es eine Tradition, dass sich die beiden Norddeutschen Landesverbände AVN und NAV einmal jährlich zu einer gemeinsamen Wintersitzung zusammenfinden. Gestartet unter dem Motto: „ Aus Nachbarn werden Freunde“ nahmen bereits vor drei Jahren die Mitgliedsunternehmer an der ersten Sitzung teil. Seitdem kommen sie immer wieder gerne zu dieser Veranstaltung; haben sie doch damit die Gelegenheit über den Tellerrand des Verbandsgebietes hinauszuschauen, sich mit alten Kollegen zu treffen und Networking im besten Sinne zu leben. Am Dienstag, den 11. Dezember 2018 war es dann soweit. Der Automatenverband Niedersachsen und der Nordwestdeutsche Automaten-Verband luden zur gemeinsamen Wintersitzung in das Novotel in Hannover.

 

Sehr gerne leiten wir Ihnen mit nachfolgender pdf Anlage (620 KB) das Rundschreiben beider Verbände weiter, sodass auch Sie informiert sind, was mit der Themenpalette dieser interessanten Veranstaltung angeboten wurde.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre

 

Simone Storch

Geschäftsführerin

 

 

 

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 Berlin, den 17. Dezember 2018/088

 

Mitgliederversammlung des Automaten-Verband Schleswig-Holstein e.V.

- Informative und lebendige Diskussionen -

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

am Mittwoch, den 05. Dezember 2018, fand im Konferenzsaal des Hotels „Altes Stahlwerk“ in Neumünster die Mitgliederversammlung des Automaten-Verband Schleswig-Holstein e.V. statt. Unter dem Motto „Zeitenwende für die Automatenwirtschaft“ wurde die, wie immer gute besuchte, Versammlung mit einem Grußwort an die anwesenden Mitglieder und Gäste vom 1. Vorsitzenden Wolfgang Voß um kurz nach 14 Uhr eröffnet.

 

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit und Genehmigung der Tagesordnung standen gleich zu Beginn die Wahlen des Stellvertretenden Vorsitzenden und des Schatzmeisters an, die der langjährige ASH Justitiar RA Lüder Gause versiert leitete. In einer offenen Abstimmung wurde Max Krumme im Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden einstimmig bestätigt; ebenfalls einstimmig wurde Vorstandsmitglied Michael Mohr zum neuen Schatzmeister gewählt. Der Vorstand versäumte es auch nicht, sich bei der bisherigen Schatzmeisterin Doris Renner für die gute zuverlässige, konstruktive und kontinuierliche Zusammenarbeit zu bedanken.

 

Nach den Wahlen informierte Grit Roth, Präventionsbeauftragte der Deutschen Automatenwirtschaft, über die Aktualisierung der Sozialkonzepte im Rahmen der TR 5-Umstellung. Die neuen Sozialkonzepte entsprechen dem aktuellsten Stand der Suchtforschung und enthalten unter anderem spezielle Dienstanweisungen für die Mitarbeiter in den Unternehmen und Anpassungen an die Datenschutzgrundverordnung. Grit Roth betonte die Wichtigkeit der Sozialkonzepte, insbesondere für die Gastronomieaufstellung mit Hinblick auf anstehende Diskussionen über künftige Regulierungsentscheidungen.

 

Im Anschluss lieferte die Geschäftsführerin des BA, Simone Storch, den Bericht aus Berlin. Eingeleitet wurde der Bericht diesmal mit einem Kurzüberblick zum Abstimmungsprozess über die Positionierung zu aktuellen Branchenthemen. Hier stehen vor allem das Online-Spiel und die Sportwetten zur Diskussion. Weiter wurde den Teilnehmern der Versammlung die BA-Info-App empfohlen, welche den Mitgliedsunternehmen der BA Landes- und Fachverbände exklusiven und vor allem kostenfreien Zugang zu den neuesten branchenrelevanten politischen, juristischen und wirtschaftlichen Entwicklungen gewährt. Abschließend berichtete Simone Storch über eine Reihe von Projekten der DAW. Hier ist der BA aktiv involviert und unter anderem in der Projektleitung des Präventionstages betraut. Dieser fand zuletzt in Kiel statt und stieß unter anderem auch bei Vertretern des Hilfesystems auf positive Resonanz.

 

Im Folgenden berichtete Mario Tants, DAW-Länderreferent für Schleswig-Holstein, über Maßnahmen der politischen Kommunikation, die aktuell durchgeführt werden, um die Interessen der Aufstellunternehmer sachgerecht zu vertreten. Hierzu zählen Gespräche mit Abgeordneten, die Teilnahme an parlamentarischen Veranstaltungen und eine öffentlichkeitswirksame Pressearbeit.

 

Mit Spannung erwarteten die anwesenden Aufstellunternehmer den Tagesordnungspunkt. „TR 5 – Erfahrungen und Austausch“. Zu Beginn machte RA Lüder Gause einige allgemeine Anmerkungen zur Umrüstung. Im Verlauf seiner Ausführungen präzisierte sich Gause hinsichtlich des Verbotes der Mehrfachbespielung an Geräten der Version 2. Er betonte, dass die Aufstellunternehmer ihre organisatorische Verantwortung wahrnehmen müssen. Im Anschluss folgte eine lebhafte Debatte, die auch mit anwesenden Vertretern der Industrie geführt wurde.

 

Außerdem berichtete Gause über den aktuellen Sachstand zu Härtefallregelungen in Schleswig-Holstein. Er führte aus, dass nahezu alle Härtefälle bearbeitet wurden, sich die Situation in Flensburg und Lübeck jedoch als äußerst schwierig erweist. Insbesondere der Personalmangel in den relevanten Behörden führe dazu, dass sich Entscheidungen zeitlich in die Länge ziehen und somit große Planungsunsicherheit für die Unternehmer entstehe.

 

Die Automatenunternehmer Schleswig-Holsteins und die anwesenden Gäste erlebten eine muntere, informative und lebhafte Veranstaltung. Zudem konnten sie die Situation nutzen, um mit Kollegen und Vertretern der Industrie zu diskutieren oder dringende Fragen zu stellen. Bei einem gemeinsamen Abendessen konnten die Teilnehmer den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre

 

Simone Storch

Geschäftsführerin

 

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Berlin, den 10. Dezember 2018/087

 

Herbstversammlung Deutscher Automaten-Verband e.V.

- Themen, die nach vorne blicken -

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

unter dem Motto „Themen, die nach vorne blicken“ fand am Donnerstag, den 21. November 2018, die Herbstversammlung des Deutschen Automaten-Verband e.V. (DAV) im Tagungszentrum des Landhotel Krummenweg in Ratingen statt.

 

Als Mitglied des Vorstandes eröffnete Horst Hartmann die Versammlung um 13:00 Uhr mit einem Grußwort an die anwesenden Mitglieder und Gäste. Zugleich sprach er ein Lob an alle anwesenden Unternehmer, Vertreter aus Industrie und Handel und Verbandsmitglieder für die Anstrengungen während der TR-5-Umstellung aus und dankte allen Beteiligten für die erbrachte Leistung. Abschließend stellte Horst Hartmann die aktuelle DAW-Aufklärungskampagne mit Bastian Schweinsteiger vor. Er betonte, dass es sich bei dieser Kampagne eindeutig um Aufklärung zum Thema „Zuverlässigkeit und Qualität“ in Spielhallen handelt und nicht, wie medial verbreitet, um Werbung für das gewerbliche Glücksspiel.

 

Im Anschluss wurde ein kurzer Überblick zu glücksspielrechtlichen Erlaubnisverfahren in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens gegeben. Dabei wurde betont, dass es in den meisten Kommunen konstruktive Lösungen zwischen den Behörden und der Branche herbeigeführt werden konnten. Es gibt jedoch Kommunen in denen aus verschiedensten Gründen und Motiven wenig bis gar nichts geschieht. Nach wie vor gibt es die Problematik, dass Gemeinden Kriterien in Erlaubnisverfahren willkürlich und intransparent festlegen, sodass auch Verwaltung und Rechtsprechung die Grundlage zu rechtlich einwandfreien Entscheidungen fehlt. Auch bei der Bearbeitung von Härtefällen gibt es keinen ganzheitlichen Ansatz. Insgesamt steht die Branche in Nordrhein-Westfalen fortwährend vor einer rechtlich intransparenten und unsicheren Ausgangslage.

 

Der nächste Tagesordnungspunkt gab den anwesenden Mitgliedern des Verbandes die Möglichkeit erste Erfahrungen während der Umstellung der Geldspielgeräte auf TR 5 auszutauschen und mit Vertretern der Industrie zu diskutieren. Im Vorfeld der Diskussion betonte Vorstandsmitglied Andreas Wardemann nochmals den Stolz auf die Leistung der Branche vor, während und nach der Umstellung. Er hob hervor, dass sich das Spiel zwar stark verändert hat, zeigte jedoch gleichzeitig, dass die Branche in der Lage dazu ist innovativ auf solche Veränderungen zu reagieren. Wardemann appellierte zum Schluss seiner Ausführungen daran, dass jeder Unternehmer den Betrieb von Geldspielgeräten unbedingt nach den Gesetzesvorgaben zu realisieren hat. Eine Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben verzerrt nicht nur den Wettbewerb, sondern schadet auch der Branche insgesamt.

 

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war den Unternehmern konkrete Hilfen für die TÜV-Zertifizierung vorzustellen. Zunächst stelle Sonja Wilhelmy, Sozialkonzeptbeauftrage des TÜV InterCert Saar, unterstützende Maßnahme vor, die im Vorfeld eines Zertifizierungsverfahrens den Unternehmern zur Verfügung stehen. Dazu zählen insbesondere Mystery Shoppings, Vorbereitungstrainings, Informationsboards oder Audits vornehmlich zu Jugend- und Spielerschutz. Durch die SG-Service GmbH stehen den Unternehmern zusätzliche Hilfestellung während eines Zertifizierungsverfahren, beispielsweise durch Audits oder aber auch einfachere Anliegen, wie Dekoration oder Renovierungen von Räumlichkeiten. Der DAV wirbt mit Nachdruck für eine TÜV-Zertifizierung; diese sichere nicht nur Qualität, sondern spielt auch im Regulierungsprozess eine wichtige Rolle.

 

Anschließend stellte Horst Hartmann dar welche Aufgaben die Branche in Bezug auf die Digitalisierung der Buchführung und Finanzen zu bewältigen hat. Dies umfasst insbesondere die Pflicht, dass alle Fiskaldaten nicht nur physisch, sondern gleichzeitig auch digital aufbewahrt werden müssen.

 

Schließlich referierte Vorstandsmitglied Freddy Fischer über die Zukunft der Gastronomieaufstellung. Fischer bezog sich insbesondere auf die Ergebnisse des „Runden Tisches zur Automatenaufstellung auf Raststätten und Autohöfen“ und der Umsetzung der dort erarbeiteten Qualitätsansprüche. Diese Umsetzung sollte die gesamte Gastronomie vollziehen, um einem möglichen Verbot dieses Branchenzweiges entgegen zu wirken.

 

Abgeschlossen wurde die Versammlung mit der Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers und Justitiars Michael Eulgem. Vorstandsmitglied Wolfgang Pütz und Karl Besse, Ehrenpräsident des BA, blickten in ihren Reden zurück auf Michael Eulgems Leistungen und Errungenschaften in über 30 Jahren in der Branche und bedankten sich für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

 

Die Automatenunternehmer Nordrhein-Westfalens und die anwesenden Gäste erlebten eine muntere und informative Versammlung. Gleichzeitig konnten sie die Situation nutzen, um mit Kollegen und Vertretern der Industrie zu diskutieren oder dringende Fragen an die anwesenden Experten zu stellen. Bei einer gemeinsamen Feier konnten alle Teilnehmer den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen und Michael Eulgem in den wohl verdienten Ruhestand verabschieden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Ihr

 

RA Stephan Burger

 

 

Justitiar

 

 

 

 

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Berlin, den 07. Dezember 2018/086

 

Informativ und abwechslungsreich  – Jahreshauptversammlung des FSH in Berlin

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

am 28.11.2018 trafen sich die Mitglieder des Fachverband Spielhallen e.V. (FSH) zur jährlich stattfindenden Jahreshauptversammlung. Der FSH, in seiner Locationwahl immer experimentierfreudig, hatte diesmal das Hotel Golden Tulip in Berlin- Tiergarten ausgesucht – und sich auch in diesem Jahr für einen ansprechenden Veranstaltungsort entschieden.

 

Das abwechslungsreiche Programm begann um 10:00 Uhr mit einer internen Gesprächsrunde zu der ausschließlich Automatenunternehmer eingeladen waren. Das Thema war klar definiert: TR5! Moderiert von den Vorstandsmitgliedern Jean Pierre Berlejung, Marcus Seuffert, und dem FSH Mitglied Benjamin Roick, tauschten sich die Unternehmer sehr offen und ohne Vorbehalte über die aktuellen Entwicklungen rund um die neuen Geräte der TR 5 aus.

 

Um 11:30 Uhr wurde die Runde für alle geöffnet, so dass nunmehr von allen auch die die Ausstellung der Fördermitglieder besucht werden und ein gepflegter Austausch bei einem Mittagsimbiss durchgeführt werden konnte.

 

Halb eins konnte die Geschäftsführerin des FSH, Jasmine Rohde, gleichermaßen eloquent und fachkundig, einen umfassenden Bericht der Arbeit der FSH-Geschäftsstelle übermitteln. Souverän managt Jasmin Rohde zusammen mit ihrem Team die Verbandsgeschäftsstelle des FSH und sorgt dafür, dass die Mitglieder die Vorteile ihrer Verbandsmitgliedschaft vollumfänglich nutzen können. Kassenbericht und Entlastung des Vorstands gehören in jedem Jahr zu einer Jahreshauptversammlung. So auch beim FSH. Und da nichts zu beanstanden war, konnte auch in der Vorstand einstimmig entlastet werden.

 

Mit Spannung wurde um 13:00 Uhr die Ansprache des 1. Vorsitzenden des FSH, Frank Waldeck, erwartet. In seiner pointierten Rede begeisterte er die anwesenden Mitglieder und Gäste mit der provokanten These: „Der Schwabe spielt nicht“.

 

Wie jedes Jahr hatte sich der FSH einen externen Redner eingeladen. Der Investmentberater Sven Lorenz, konnte den Teilnehmern der Versammlung seine Sicht auf „Die ewige Jagd nach dem Glück“ darlegen.

 

Die Rechtsanwälte Tim Hilbert und Damir Böhm, beide juristische Berater des FSH und nicht mehr weg zu denkende Experten in der Jura-Regie der Verbandslandschaft unserer Branche gaben einen dezidierten Überblick über die Rechtslage in den einzelnen Bundesländern. Auch Fragen der einzelnen Unternehmer wurden diskutiert und beantwortet.

 

Dass die Werbung für Spielhallen ein immer wieder streitbares Thema ist, bewies der nächste Tagesordnungspunkt zu dem RA Tim Hilbert und Mark Häfker, Fachbereichsleiter Glückspiel (zwei&40 GmbH), referierten. Die unterschiedlichen Werberichtlinien in den Ländern stellen einen Tummelplatz für Anwälte da und in diesem Dschungel stellt ich schon die Frage: Welche Werbung ist überhaupt noch erlaubt? RA Hilbert machte deutlich, dass ein Aufstellunternehmen auch eine Webepräsenz haben darf. Aufmunternd stelle er fest: „Es ist erlaubt sich von der Konkurrenz abzuheben. Also, tun Sie es!“

 

Die Teilnehmer der Versammlung erwarteten mit Spannung die Podiumsdiskussion, die souverän von Laura Wilms, Referentin für Politik und Kommunikation im FSH, moderiert wurde. Teilnehmer der Diskussionsrunde waren: Prof. Dr. Gerhard Meyer (Universität Bremen), Zora Nonhoff (Merlato GmbH), Michael Holderer (Automatenservice Holderer), Frank Waldeck (Vorsitzender FSH) und RA Stephan Burger (Justiziar BA).

 

Gleich zu Beginn stellte Laura Wilms die Zielsetzung des Sozialkonzeptes zur Diskussion. Als Coach und Psychologin betonte Zora Nonhoff, dass es wichtig sei, das Sozialkonzept in den Spielhallen zu leben. Dennoch ist manchmal nicht so klar, ob das Sozialkonzept eher für Behörden geschrieben wird, die dann wiederum gar nichts richtig damit anzufangen wissen. Kein Wunder, dass damit seitens des Spielhallenpersonals die Sinnhaftigkeit hinterfragt wird, was sich wiederum auf die Motivation auswirke. Hier griff Prof. Dr. Gerhard Meyer vehement in die Diskussion mit ein. „Ich wünsche mir, dass das Sozialkonzept so gelebt wird, dass die Anbieter des Geldspiels ihrer Verantwortung gerecht werden. Unsere Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass dies noch weit entfernt von der Realität ist. Es handelt sich doch hauptsächlich um Lippenbekenntnisse“. Dieser Aussage wiedersprach der Automatenkaufmann Michael Holderer mit Nachdruck. „Ich bin ein ordentlicher Unternehmer und nehme die Verantwortung für unser sensibles Produkt sehr ernst. Ich bemühe mich in meinen Betrieben intensiv darum, dass der Spielerschutz umgesetzt wird. Und ich möchte nicht, dass mir jemand unterstellt, ich komme meiner Verantwortung nicht nach! Genau das Gegenteil ist der Fall!“

 

Frank Waldeck griff in den lebendigen Disput ein. „Wir sind doch gar nicht so weit von einander entfernt. Die Aufgabe eines Unternehmers ist zunächst aber nun mal, das Unternehmen wirtschaftlich zu führen. In unserem Fall gehört der Spielerschutz zur Geschäftsgrundlage. Es müssen jedoch wirksame Maßnahmen eingesetzt werden. Natürlich wollen wir alle keine kranken Spieler bei uns in den Spielhallen. Die Lösung kann jedoch nicht in der Verteufelung des Geräts liegen. Geeignet wäre hier eine länder- und spielformübergreifende Spielersperre. Wenn wir gemeinsam eine Lösung finden können, dann gehen wir diesen Weg gerne zusammen.“

 

BA Justiziar, RA Stephan Burger, machte zudem in der Diskussion klar, dass die Fremdsperre kritisch zu hinterfragen ist. Hier wird in das Grundrecht auf Selbstbestimmung eingegriffen. Auch war sich die Runde einig, dass die Servicekraft nicht die Leistungen eines studierten Psychologen erbringen kann. Von ihr werden teilweise Fähigkeiten erwartet, die in keiner Weise dem Berufsbild entsprechen und auch mit der besten Schulung nicht realisierbar sind.

 

In die Diskussion brachten sich auch viele Teilnehmer aus dem Publikum ein. Unter anderem brach FSH-Vorstandsmitglied, Gundolf Aubke, ebenso Vizepräsident und Schatzmeister des BA sowie 1. Vorsitzender des HAV, eine Lanze für die Mitarbeiter in den Spielstätten, die täglich gefordert sind und ein offenes Auge haben müssen. BA- Geschäftsführerin Simone Storch lud Herrn Prof. Dr. Meyer zum kommenden Präventionstag ein, der Anfang März in Niedersachsen stattfinden soll. „Das wäre eine gute Möglichkeit, die von Ihnen proklamierte Dialogbereitschaft zu unterstützen und in die Tat umzusetzen.“ Beifall erlangte Prof. Meyer aus dem Publikum für die Forderung, dass der Vollzug viel stärker eingreifen muss.

 

Im Anschluss an die informative und aufschlussreiche Veranstaltung fuhren die Teilnehmer zu „Mampes Neue Heimat“. Hier konnten sie sich in einer wunderbar urbanen und weihnachtlichen Atmosphäre, bei ökologisch einwandfrei hergestellten Speisen und original gebrauten Getränken laben. Der 1. Vorsitzende Frank Waldeck bedankte sich für die hervorragende Organisation beim Team der FSH-Geschäftsstelle.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Simone Storch

Geschäftsführerin

 

 

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Berlin, den 06. Dezember 2018/085

 

Verwaltungsgericht Koblenz stärkt die Rechte von Spielhallenbetreibern

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

in einem kürzlich veröffentlichten Urteil hat das Verwaltungsgericht (VG) Koblenz (Urteil vom 24.Oktober 2018 – Az: 2 K 49/18.KO) die Rechte von Spielhallenbetreibern in Rheinland-Pfalz gestärkt. Der Sachverhalt stellt sich dergestalt dar, dass sich die Klägerin (Spielhallenbetreiberin) gegen die Befristung der ihr erteilten Spielhallenerlaubnis (bis zum 30.06.2021) gewandt hat.

 

Die beklagte Verbandsgemeinde erteilte die Befristung nebst Befristung bis zum 30.06.2021 deswegen, weil die Spielhalle zwar 439 m Luftlinie von einer Grundschule entfernt und damit an sich nicht erlaubnisfähig sei, jedoch von dieser Vorgabe im Rahmen einer Ausnahme abgewichen werden kann. Das Landesglücksspielgesetz sieht die Befristung bis zu diesem Datum bei Ausnahmen zwingend vor, da eine entsprechende Befreiung nicht über die Geltungsdauer des Glücksspielstaatsvertrages hinaus möglich sei.

 

Das Gericht gab der Klägerin in wesentlichen Punkten Recht und verpflichtete die beklagte Verbandsgemeinde, über die Dauer der Befristung der glücksspielrechtlichen Erlaubnis, unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts, neu zu entscheiden, da der angefochtene Bescheid insoweit rechtswidrig und die Klägerin in ihren Rechten verletzt sei.

 

Das Gericht ging zunächst davon aus, dass es sich nicht um eine Ausnahmegenehmigung handele, sondern um eine „reguläre“ Erlaubnis, die nach den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrages und des Landesglücksspielgesetzes zwar zu befristen ist, jedoch nicht zwingend bis zum 30.06.2021. Begründet hat das Gericht seine Auffassung damit, dass eine glücksspielrechtliche Erlaubnis nur erteilt werden darf, wenn die betreffende Spielhalle einen Mindestabstand von 500 Meter Luftlinie zu einer öffentlichen oder privaten Einrichtung, die überwiegend von Minderjährigen besucht wird, nicht unterschreitet. In diesem Fall sei diese Regelung jedoch im Sinne der Vorschrift mit Rücksicht auf den Schutzzweck der Norm einschränkend auszulegen.

Das Gericht argumentiert hier in der gebotenen Klarheit, dass es sich bei einer Grundschule nicht um eine Einrichtung handelt, in der sich tatsächlich Mitglieder der durch das Automatenspiel besonders gefährdeten und deshalb durch das Landesglücksspielgesetz und den Glücksspielstaatsvertrag besonders geschützten Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen aufhalten. Eine Gefährdung von Minderjährigen unter 10 Lebensjahren erscheint dem Gericht aufgrund des Alters und der Einsichtsfähigkeit nicht möglich, so dass eine Verletzung des Mindestabstandsgebot von vornherein nicht in Betracht käme, da der Schutzzweck der Norm hiervon nicht tangiert sei.

 

Aus der Wertung des Gerichts ergibt sich nun, dass es sich hier nicht um eine Ausnahmevorschrift, sondern um eine „reguläre glücksspielrechtliche Erlaubnis“ handelt. Die bisherige behördliche Praxis besteht hier darin, dass auch solche Erlaubnisse nur bis zum 30.06.2021 befristet wurden. Begründet wurde dies in aller Regel mit der Geltungsdauer des Glücksspielstaatsvertrages. Weiterhin war es behördliche Praxis der Allgemeinen Dienstleistungsdirektion (ADD) ihre notwendige Zustimmung zur Erteilung einer glücksspielrechtlichen Erlaubnis nur bis zum Ablauf dieses Datums zu erteilen.

 

Das Gericht stellte zunächst fest, dass die jeweilige Behörde in diesem Fall nicht an die Vorgaben der ADD gebunden sei und eigene Erwägungen anzustellen habe, was vorliegend nicht erfolgte.

 

Das Gericht argumentierte ferner, dass im Rahmen einer solchen Ermessensentscheidung zu berücksichtigen ist, dass der Glücksspielstaatsvertrag in Form des rheinland-pfälzischen Landesrechts (Landesglücksspielgesetz) auch über das entsprechende Datum des 30.06.2021 bestehen kann und somit auch Belange des Unternehmens (z.B. Investitionssicherheit, Abschreibungsfristen) eine bessere Berücksichtigung finden können.

 

Die Berufung gegen diese Entscheidung wurde zunächst nicht zugelassen. Die beklagte Verbandsgemeinde könnte nunmehr die Zulassung der Berufung beantragen. Wir werden Sie weiter informiert halten.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

RA Stephan Burger

Justitiar

 

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Durch die Änderung der Spielverordnung müssen nunmehr auch die Spielrelevanten Informationen angepasst werden, was auch Auswirkungen auf die Inhalte der Sozialkonzepte hat. Aus diesem Grunde ist das Sozialkonzept für Spielhallen sowie das Sozialkonzept für die Gastronomie von der AWI überarbeitet worden. Beide stehen nun den organisierten Unternehmern online auf der BA-Homepage www.baberlin.de unter der jeweiligen Landesverbandsseite zum Download zur Verfügung. Sie finden die Sozialkonzepte im geschütztem Mitgliederbereich, den Sie als Mitglied nach dem Login mit Ihrer Mitgliedsnummer erreichen. Das Sozialkonzept für die Gastronomie in Rheinland-Pfalz erhalten wir aufgrund der besonderen Regelungen leider erst in der nächsten Woche, werden es dann jedoch unverzüglich auf der Webseite bereitstellen.

 

Die Aktualisierung der Sozialkonzepte wurde auch zum Anlass genommen, die Dokumentensicherheit und den Kopierschutz zu verbessern. Bestandteil unseres Sicherheitskonzeptes ist die Eingabe eines landesspezifischen Codes. Diesen erhalten Sie, als organisierter Unternehmer, telefonisch bei Ihrer jeweiligen Landesverbands-Geschäftsstelle. So ist sichergestellt, dass nur die Mitglieder unserer Landesverbände mit den neuen Sozialkonzepten arbeiten können. Dies ist ein besonderer Mehrwert für Sie als organisierter Aufstellunternehmer. Im Dokument des Sozialkonzeptes für Spielhallen ist zusätzlich ein landesverbandsspezifisches Wasserzeichen hinterlegt. Die ebenfalls zum Download bereitstehenden Anleitungen der Sozialkonzepte lassen sich ohne den landesspezifischen Code öffnen.

 

Bitte beachten Sie, dass diese Vorgehensweise nicht für den Bayerischen Automaten-Verband e.V. (BAV) gilt, da der BAV für seine Mitglieder ein eigenes Sozialkonzept bereithält. Hierzu wurden Sie bereits auf der Mitgliederversammlung des BAV informiert.

 

In Ihrem eigenen Interesse bitten wir Sie, zukünftig nur noch das aktualisierte Sozialkonzept zu verwenden.

 

 

 

Erstellt: 23. November 2018

 

 

Berlin, den 20. November 2018/15

 

TECHNISCHE INFORMATION


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

wir haben die Technische Information Nr. 06-2018 vom 20. November 2018 der BALLY WULFF Games & Entertainment GmbH erhalten und möchten Ihnen diese gerne zur Kenntnis bringen. Es wird darauf hingewiesen, dass möglicherweise ungerechtfertigte Gewinne, aufgrund ungewöhnlicher Spielstrategien, erzielt werden können. Daher deaktivieren Sie bitte folgendes Spiel:

 

-          The Shaman King

 

Die Details zu der Technischen Information entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage. Natürlich können Sie diese auch auf der BA-Internetseite abrufen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

 

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Berlin, den 15. November 2018/14

 

TECHNISCHE INFORMATION

 


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liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

 

wir haben den pdf Technischen Hinweis Nr. 181115_01A  (415 KB) vom 15. November 2018 des Löwen Crown Service erhalten und möchten Ihnen diesen gerne zur Kenntnis bringen. Es geht um die Volatilität der Spielepakete, insbesondere beim neuen Spiel „Fixed Book of Ra“.

 

 

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

 

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