Pressegespräch in Düsseldorf

 

Mit Qualität in die Offensive

Ab dem 1. Dezember 2017 müssen Bestandsspielhallen in Nordrhein-Westfalen untereinander 350 Meter Abstand einhalten. Zudem kommt es zu einem Verbot der Mehrfachkonzession und des Betriebes von Spielhallen in räumlicher Nähe zu Kinder- und Jugendeinrichtungen. Für nach dem 28. Oktober 2011 zugelassene Spielhallen gelten diese Regelungen bereits heute.

Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Automaten-Verband e.V. (DAV) zusammen mit dem Bundesverband Automatenunternehmer e.V. und dem Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) am 11. Oktober 2017 in Düsseldorf ein Pressegespräch geführt.

Einleitend stellte die DAW stellte die Qualitätsinitiative 2020 vor, die für die Einführung biometrischer Zutrittskontrollen für Spielhallen eintritt. Daneben wird eine gesetzliche Grundlage für die Zertifizierung durch unabhängige Prüforganisationen wie den TÜV Rheinland oder den TÜV InterCert Saar gefordert. Der DAV schilderte die derzeitige Situation in Nordrhein-Westfalen und machte klar, dass die Behörden nun tätig werden müssen, da die Zeit für die Ausstellung der glücksspielrechtlichen Bescheide knapp wird. Der BA stellte die Plattform BAlarm vor, über die Betriebe gemeldet werden können, die sich nicht an die Bestimmungen der gesetzlichen Vorgaben halten. Hierdurch wird auch in den eigenen Reihen die Qualität durch die Überprüfung möglicher schwarzer Schafe erhöht. Sollte sich der Verdacht bestätigen, erfolgt eine Anzeige.
Sollten die neuen Regelungen in Nordrhein-Westfalen 1:1 greifen, droht laut Berechnungen der Automatentwirtschaft ab Dezember 60-70% der gewerblichen Spielhallen in Nordrhein-Westfalen die Schließung. Damit könnten bis zu 7000 Arbeitsplätze vernichtet werden.
Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. und seine Mitgliedsverbände werden auch weiterhin gegenüber den Medien, der Öffentlichkeit und den politischen Entscheidungsträgern klar machen, dass Auswahlentscheidungen zwischen Spielhallen nach qualitativen Maßstäben gefällt werden müssen. Großes Interesse riefen die innovativen Entwicklungen der Branche zur Verbesserung des Jugend- und Spielerschutzes – z.B. durch biometrische Zutrittskontrollsysteme und unabhängige Zertifizierungen – hervor.

Im Folgenden zitieren wir die Presseinformation, die den regionalen Medien während des Gespräches übersandt wurde:

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Spielhallenbetreiber in Nordrhein-Westfalen gehen mit Qualität in die Offensive
Automatenwirtschaft warnt vor Kahlschlag des legalen Spielangebots

Düsseldorf, 11. Oktober 2017. Verbesserung des Jugend- und Spielerschutzes durch biometrische
Einlasskontrollen sowie freiwillige TÜV-Zertifizierungen – Nordrhein-Westfalens Spielhallenbetreiber
setzen auf die „Qualitätsinitiative 2020“. Die Branche sieht sich aktuell mit einer weitgehenden
Regulierung konfrontiert. „Wir wollen, dass die überleben, die sich an Gesetze halten. Rigorose Mindestabstandsregelungen und das Verbot von Mehrfachkonzessionen, wie sie die aktuelle
Gesetzgebung vorsieht, würden lediglich für einen quantitativen Kahlschlag bei den gewerblichen Spielhallen sorgen. Dabei ist guter Spielerschutz vor allem das Ergebnis qualitativer Maßnahmen“,
erklärt Burkhard Revers, Vorstandsmitglied und Präventionsbeauftragter des Deutschen Automaten-Verbandes e.V. (DAV). „Wenn die Regulierung voll durchgreift, könnten bis zu 70 Prozent der Spielhallen
in Nordrhein-Westfalen von einer Schließung bedroht werden – tausende Arbeitsplätze geraten in
Gefahr“, so Revers weiter.

Schließungen nach dem Rasenmäherprinzip sind auch für Georg Stecker, Vorstandssprecher der
Deutschen Automatenwirtschaft e.V., nicht hinnehmbar: „Die aktuelle Regulierung stärkt den
Schwarzmarkt und damit fragwürdige Anbieter, z.B. Café-Casinos und das illegale Spiel im Internet.
Sie drängt gewerbliche Spielhallen vom Markt und schwächt den Spieler- und Verbraucherschutz.“

Die Automatenwirtschaft will den Gesetzgeber von einem Paradigmenwechsel beim Jugend- und
Spielerschutz überzeugen. Dem technischen Fortschritt müsse in Form geeigneter gesetzlicher
Grundlagen für die biometrischen Einlasskontrollsysteme Rechnung getragen werden. Dies würde gleichzeitig die Spielhallenbetreiber ermutigen, auf die „Qualitätsinitiative 2020“ aufzuspringen und
die innovativen, zuverlässigen Systeme flächendeckend einzuführen. Revers und Stecker machen
sich in jedem Fall für ordentlich geführte Spielhallen stark: „Wir unterstützen all diejenigen, die sich an Regeln halten. Wir stehen für das legale, verbraucherschützende Spiel!“

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Die nordrhein-westfälischen Medien haben mit einer breiten Berichterstattung reagiert. Vor Ort waren Journalisten aus Zeitungs-, Radio- und Fernsehredaktionen. Gerne möchten wir Ihnen nachfolgende exemplarische Beiträge empfehlen:

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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