NAV - Kompetenz, Information und Gemeinschaft

Am 14. Juni 2017 trafen sich die organisierten Aufstellunternehmer aus Bremen und Umgebung zur Jahreshauptversammlung des Nordwestdeutschen Automaten-Verbandes e.V. (NAV) traditionsgemäß im Borgfelder Landhaus.

Detlev Graß, der 1. Vorsitzende des NAV, begrüßte zunächst seine Mitglieder, die Gäste und die Aussteller und konnte mit einem hochkarätigen Politiker seinen Mitgliedsunternehmern schon vorab eine interessante Veranstaltung avisieren. Zunächst gab er jedoch einen Überblick zu den Aktivitäten des Vorstandes in Bremen. Durch hartnäckiges Bemühen konnten der Verwaltung einige Aspekte zur Erlaubniserteilung vermittelt werden. Er kündigte an, dass nach seiner Information derzeit die Bescheide an die Unternehmer unterwegs seien. Wie damit rechtlich umgegangen wird, sollte im weiteren Verlauf der Versammlung Prof. Dr. Florian Heinze, Justitiar des NAV, vortragen.

Im Gegensatz zu seinem Nachbarland Niedersachsen, so betonte Graß, ist Bremen noch halbwegs glimpflich davongekommen. Dennoch sei die Situation nicht befriedigend. Oberstes Ziel ist es nach wie vor, den Bestand zu schützen.

Anschließend vermittelte der CDU-Fraktionsvorsitzende von Bremen und ehemalige Senator für Inneres und Sport, Thomas Röwekamp, glaubwürdig und authentisch seine Sicht zu unserem Gewerbe. Der Politiker hatte auf Anfrage des 1. Vorsitzenden spontan zugesagt, bei der Versammlung dabei zu sein. „Es ist wichtig, dass sich Politiker blicken lassen und das nicht nur, wenn Erfolge zu vermelden sind.“ Gleichzeitig stellte er fest, dass der öffentliche Eindruck, dem das gewerbliche Geldspiel unterworfen ist, im Gegensatz zur Realität steht. „Bevor ein Politiker Entscheidungen trifft, sollte er sich doch einmal einen Betrieb ansehen.“ In der mit Zitaten von Reich-Ranicki bis hin zu Weisheiten des Zen gespickten Rede setzte er sich mit dem Glücksbegriff auseinander. Dabei stellte er fest, dass die Frage des Glücks nicht von materiellen Dingen abhänge, sondern an innere Werte geknüpft ist. Aber er blieb nicht nur bei politischen Äußerungen. Auch seine ganz pragmatische Herangehensweise vermittelte den Unternehmen, dass er mit der Branche nicht auf Kriegsfuß steht. „Anders als vom Bundesverfassungsgericht beurteilt, vertreten Sie ein schützenswertes Gewerbe. Sie haben es verdient, ordentlich behandelt zu werden, weil Sie Mittelstand sind, Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen.“ Gleichzeitig zog er Vergleiche zum staatlichen Spiel, vor allem zur Spielbank, für die er in seiner Amtszeit als Senator für Inneres und Sport zuständig war. Schließlich warnte er davor, Populismus auszunutzen, um mit dem Kampf gegen Spielhallen, Wahlen zu gewinnen.

Simone Storch, Geschäftsführerin des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), gab einen kurzen Überblick über die Jahreshauptversammlung des BA und die Arbeit des Präsidiums insgesamt. Zudem sprach Sie über die Qualitätsinitiative des Dachverband die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. und über die Maßnahmen, die hierbei unternommen werden. „Ja, es stehen aktuell ganz essentielle Probleme vor uns. Aber die Branche wird den Stichtag der Übergangsfrist überstehen. An unserer Zukunft müssen wir arbeiten und darum ist genau diese Initiative wichtig. Biometrische Zutrittskontrolle, Zertifizierung und Qualifizierung des Berufszugangs – das sind die Zukunftsthemen, mit denen wir uns beschäftigen müssen.“

Schließlich kam die Stunde von Prof. Dr. Heinze, der umfassend zur rechtlichen Situation informierte. In seinen Ausführungen ging er vor allem auf die Urteile der Verwaltungsgerichte Osnabrück und Oldenburg ein. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Weisung des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr noch nicht ergangen, sodass Prof. Heinze sich hierzu noch zurückhaltend äußerte.

Ein Gastreferent von der Universität Bremen, Prof. Dr. Reiner Malaka, beleuchtete die Thematik der Computer-Spiele und die gesellschaftliche Akzeptanz derselben. Entgegen der landläufigen Vorurteile, dass Computer-Spiele dumm, faul und fett machen, hält er dagegen, dass es Spiele gibt, die die Intelligenz fördern und damit auch die Produktivität steigern.

Am Ende konnte wie üblich die AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH Ausführungen zum Sozialkonzept für Bremen und Niedersachsen machen. Dirk Lamprecht, Geschäftsführer der AWI, und Grit Giebelhausen, Präventionsbeauftragte, beleuchteten ganz konkret die Voraussetzungen für das korrekte Führen eines Sozialkonzeptes in Bremen und Niedersachsen.

Auch dies ist Tradition: Nach der Versammlung trafen sich die Unternehmer, Referenten, Gäste und Aussteller auf der Terrasse des Borgfelder Landhauses und ließen die Versammlung bei einem deftigen Grillangebot ausklingen.

Beste Grüße

Ihre
Simone Storch
Geschäftsführerin

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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