AVN - Mitgliederversammlung

Am 07. Juni 2017 fand in Einbeck die Jahreshauptversammlung des Automaten-Verband Niedersachsen e.V. (AVN) statt. Der Automatenverband hatte sich dieses Mal eine außergewöhnliche Location im schönen Niedersachsen ausgesucht, so dass die organisierten Unternehmer gerne im PS. Speicher Einbeck zusammentrafen und eine Versammlung in einem außergewöhnlichen Ambiente verfolgen konnten.

Kurz nach 14:00 Uhr wurden die Unternehmer und Besucher der Versammlung durch einen Film über die Demonstration, die am 16. Mai 2017 in Hannover stattfand, eingestimmt. Der Film vermittelte den Anwesenden noch einmal die Stimmung der gesamten Demonstration. Von der Aussage spannte sich der Bogen von großer Verärgerung, Fassungslosigkeit über die Ungerechtigkeit, die den Menschen in unserer Branche widerfährt bis hin zu einem Hauch von Hoffnung, dass für die Situation der niedersächsischen Unternehmer und deren Familien sowie der vielen tausend Mitarbeiter doch noch eine vernünftige Lösung gefunden werden kann.

Im Anschluss daran fand der 1. Vorsitzende des Verbandes, Heinz Basse, die richtigen Worte und meisterte den Übergang von der emotionalen Eben zur Sachebene hervorragend. Er informierte die Unternehmer über die geleistete Arbeit im Berichtsjahr. Gerade für den Vorstand des niedersächsischen Automaten-Verbandes galt es, eine Vielzahl von Problemen zu lösen. Dies erforderte einen hohen Arbeitsaufwand. Im 4-wöchigen Rhythmus traf und trifft der Vorstand auch weiterhin zusammen. Zusätzlich hat der Vorstand des AVN im Berichtszeitraum noch drei Strategiesitzungen durchgeführt.

Mit Dr. Bernd Althusmann, Landesvorsitzender der CDU Niedersachsen, konnte der AVN für seine Versammlung ein „politisches Schwergewicht“ als Gast gewinnen. Der CDU-Abgeordnete bot einen Einblick in seine Sichtweise auf die Branche und in weitere wichtige politische Themen. „Von der Politik wird erwartet, nicht nur Probleme zu beschreiben sondern zu lösen.“ Dies hat sich Althusmann auch für seine politische Arbeit in Niedersachsen auf die Fahne geschrieben. Nach einer Auszeit von der deutschen und niedersächsischen Politik, die Althusmann drei Jahre mit seiner Familie in Südafrika und angrenzenden Ländern verbrachte, konnte der Politiker einen veränderten Blick auf bestimmte Fragestellungen gewinnen und dieser Perspektivwechsel unterstützt seine jetzige Arbeit maßgeblich. Der Vollblutpolitiker machte jedoch auch deutlich, dass es für einen politischen Entscheidungsträger nicht ganz einfach ist, den Spagat zwischen Suchtprävention auf der einen Seite und dem Bedürfnis der Spieler, die keine Probleme beim Spielen haben, auf der anderen Seite, hinzukriegen, um eine ausbalancierte Entscheidung zu treffen. In seinem Vortrag kamen aber auch die klassischen Mittelstandsthemen wie Digitalisierung, Bildung, Innere Sicherheit und in Niedersachsen auch die Antriebstechnik zum tragen. Althusmann ließ keinen Zweifel aufkommen: Der Wahlkampf für die bevorstehende Bundestagswahl und im Januar 2018 folgende Landtagswahl ist gestartet.

Der FDP-Abgeordnete Christian Dürr war das nächste politische Highlight in dieser wirklich hervorragend besetzten Mitgliederversammlung. An dieser Stelle auch ein großes Lob an die Geschäftsstelle des AVN, die wirklich durchgängig hochprofessionelle Arbeit leistet!
Dürr übermittelte zunächst ein großes Lob an die Mitarbeiter der Unternehmer für ihre Teilnahme an der Demonstration. „Das, was Sie da geleistet haben, war wirklich etwas ganz Besonderes und hat in dieser Legislaturperiode in Niedersachsen so noch keiner hinbekommen. Bitte richten Sie dies Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus.“ so Dürr. Der Abgeordnete beklagte, dass die Landesregierung derzeit nicht bereit sei, mit dem Mittelstand in einen Dialog zu treten. Andere Länder sind da pragmatischere Wege gegangen und verfolgen nicht diese „Geisterfahrerpolitik“. Ein überzeugender und authentischer Politiker, der den Mut hat, aus Überzeugung auch unpopuläre Haltungen zu vertreten.

Die Geschäftsführerin des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA), Simone Storch, informierte anschließend die Versammlungsteilnehmer über die wenige Tage zuvor stattgefundene BA-Jahreshauptversammlung und stellte den neuen alten BA-Vorstand vor. Heinz Basse ist in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des AVN erneut zum Vizepräsident des BA gewählt worden. Sie bedankte sich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit mit dem BA-Vizepräsidenten und dem gesamten Vorstand. Geleichzeitig verwies sie auf das Jahr 2018, in dem der BA 65 Jahre alt wird und kündigte an, dass der Bundesverband eine auf die Interessen seiner Mitgliedsunternehmer zugeschnittene Veranstaltung plant.

Nach der Kaffeepause richtete der Sprecher des Vorstandes des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW), RA Georg Stecker, ein Grußwort an die Versammlungsteilnehmer. Auch er ließ es sich nicht nehmen, den Weg nach Einbeck zu den niedersächsischen Automatenkaufleuten einzuschlagen und sein Interesse und Engagement zu zeigen.

Hochinteressant war wie immer der Vortrag von Prof. Dr. Florian Heinze, Justitiar des AVN. Prof. Heinze setzte sich in seinem Vortrag u.a. mit den Rechtsfolgen für die niedersächsischen Unternehmer hinsichtlich behördlicher Auswahlentscheidungen auseinander. Zuvor analysierte er fundiert und pointiert die Urteile der beiden Bundesgerichte – das Bundesverfassungs- und das Bundesverwaltungsgericht. Gut strukturiert skizzierte er die verfassungsrechtlichen und verwaltungsrechtlichen Problemstellungen, die sich aus den Urteilen ergeben. Ohne Wenn und Aber – die umfassende Regelungsstruktur liegt bei den Ländern. „Das ist die juristische Ausgangslage, mit der wir uns jetzt auseinanderzusetzen haben.“, so Heinze. Er stellte den Unternehmern auf, welche Konsequenzen die juristischen Fragestellungen ganz konkret für sie ab 01. Juli 2017 ergeben und welche Schritte zu unternehmen sind.

In der anschließenden Diskussionsrunde, die von Jens Hauschke, der seit geraumer Zeit den AVN in seiner PR-Arbeit unterstützt, moderiert wurde, ging es um das Thema „Was tun ab 01. Juli 2017?“. Hier berichteten die teilnehmenden Unternehmer Heinz Basse, Friedrich Leinemann (Mitglied AVN) und Thomas Oelfke (Vorstandsmitglied AVN), welche Möglichkeit sie für ihr Unternehmen nach dem 01. Juli sehen und wie ihr Vorgehen sein wird. Prof. Dr. Heinze sicherte in der Diskussion den Verbandsmitgliedern zu, sie stets über die aktuellen Änderungen und Informationen auf dem Laufenden zu halten. Zusammenfassend beschrieb Hauschke das Diskussionsergebnis mit den Worten „Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, breite Brust“.

Der Automaten-Verband Niedersachsen e.V. ist ja immer dafür bekannt, dass er seinen Mitgliedsunternehmen im Rahmen der Mitgliederversammlung ein besonderes Event bietet. So natürlich auch dieses Mal! Nach der Mitgliederversammlung schloss sich eine gut organisierte Führung durch das PS. Museum Einbeck an. Hier konnten sich die Mitgliedsunternehmer von der momentan sehr schwierigen und existenzvernichtenden Lage ablenken lassen, in dem Sie beeindruckt die ausgestellten Autos besichtigten – denn Autos stoßen ja bei fast jedem aus der Branche auf ein starkes Interesse.  

Die Veranstaltung bot High-Level-Mitglieder-Service.

Beste Grüße

Ihre
Simone Storch
Geschäftsführerin

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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