Gastronomie

Stellungnahme des DEHOGA NRW

Stellungnahme des DEHOGA Nordrhein-Westfalen zur Gastronomieaufstellung

Mit BAdirekt Nr. 58 haben wir Sie heute Vormittag über das Pressegespräch zum Thema Gastronomieaufstellung in Düsseldorf informiert.

Dieses Gespräch wurde auch durch den DEHOGA Nordrhein-Westfalen e.V. begleitet. Gerne möchten wir Ihnen ergänzend zu der Presseinformation des Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA) und der Initiativgruppe Gastronomie (IgG) auch die Stellungnahme des DEHOGA zur Information übersenden.

Nachfolgend der Wortlaut der Stellungnahem vom heutigen Tag.

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Düsseldorf, 26. Mai 2015

Der DEHOGA Nordrhein-Westfalen sieht mit Sorge geplante Reduzierungen von Spielgeräten in Gaststätten.

Gaststätten, insbesondere viele Schankbetriebe und lmbissbetriebe, verfügen über 1 oder mehrere Geldspielgeräte, die neben den Unterhaltungsgeräten in der Erwartung der Gäste zum Angebot gerade eines Schankbetriebes gehören. Geldspielgeräte in der Gastronomie spielen pro Gerät - ohne Mehrwertsteuer – monatlich rund 528 € ein. Bei mehreren Geldspielgeräten pro Aufstellungsort 910 € (Betriebsvergleich der Unterhaltungsautomaten-Unternehmen 2012 des lfH lnstituts für Handelsforschung GmbH, für das Jahr 2010).

Der Anteil für die Gastronomen aus dieser Summe (meist 50% nach Abzug der Kosten) ist für viele unserer Betriebe, insbesondere für die Kleinstbetriebe, lmbisse und Kneipen lebenserhaltend, da der durchschnittliche Jahresumsatz pro ,,Kneipe" bei rund 150.000 €
liegt. Der Gewinn beläuft sich nach den Betriebsvergleichen auf ca. 12-15o/o, solange die übrigen Eckdaten aufgrund der Kostensituation überhaupt Gewinne zulassen.

Gerade den Zahlungen aus dem Automatengeschäft stehen so gut wie keine Kosten entgegen, sie sind also nahezu direkte Gewinne. Für Gastronomen ist aber nicht nur der Umsatz aus den Automaten, sondern insbesondere auch die Kommunikation zwischen den Gästen und die damit verbundenen Umsätze aus dem gastronomischen Bereich ein wichtiger Faktor, denn mit den Spielgeräten gelingt es den Gastronomen ihre Gäste länger im Betrieb zu halten. Nach den Einbrüchen durch das Nichtraucherschutzgesetz und die vielfach vor den Türen stehenden
und nicht vezehrenden Gäste ist es für den Gastronomen wichtig, Möglichkeiten zu haben, die Gäste wieder längere Zeit im Betrieb zu haben.

Die Reduzierung der Zahl der Geldspielgeräte in der Gastronomie lässt sich unseres Erachtens auch nicht begründen: gerade in der Gastronomie ist die soziale Kontrolle von Spielsüchtigen besonders groß, da die Geräte fast ausschließlich im Thekenbereich hängen. Wir kennen keinen Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz in Gastronomiebetrieben, zumal neben der Kontrolle durch den Gastwirt und sein Personal zunehmend eine Kontrolle durch das
übrige Gastronomiepublikum stattfindet. Das Abziehen von Automaten in der Gastronomie würde die Spieler in wesentlich anonymere Spielhallen vertreiben.

In den letzten Jahren ist auch ohne eine Änderung in den Regelungen der Spielverordnung die Zahl der Spielautomaten in der Gastronomie stark zurückgegangen. Zwischen 2000 und 2010 um fast 40%, absolut um 11.500 Geräte - landesweit.

Aus diesen Gründen wendet sich der DEHOGA Nordrhein-Westfalen gegen eine weitere gesetzgeberische Einschränkung bei der Zahl der Spielautomaten.

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Die gesamte Stellungnahme finden Sie nachfolgend.


Mit freundlichen Grüßen

Simone Storch
Geschäftsführerin

pdfAnlage - Stellungnahme

Pressegespräch Gastronomieaufstellung

Pressegespräch zum Thema Gastronomieaufstellung: „Gegen Kneipensterben und illegales Glücksspiel“

Heute, am 26. Mai 2015, fand in Düsseldorf ein Pressehintergrundgespräch zum Themenfeld Gastronomieaufstellung statt, das gemeinsam durch den Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA) und die Initiativgruppe Gastronomie (IgG) wahrgenommen wurde. Themen  des Gespräches waren u.a. die Bedeutung der Gastronomieaufstellung für den Erhalt kleinerer Gaststätten sowie der hohe Grad des Jugend- und Spielerschutzes, der bereits heute beim Spiel in der Gastronomie etabliert ist.

Gerne möchten wir Ihnen nachfolgend den Wortlaut der Presseinformation übermitteln, die heute begleitend zum Gespräch an die Medien versendet wurde.

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Düsseldorf, 26. Mai 2015

Gegen Kneipensterben und illegales Glücksspiel

Automatenaufsteller und Gastwirte fürchten um ihre Existenz und warnen vor der Zunahme illegalen Glücksspiels

In Deutschland wird es zu einem Kneipensterben kommen. Allein in  Nordrhein-Westfalen sind hunderte Kneipen von einer Schließung bedroht. Strenge gesetzliche Regelungen, wie das Rauchverbot und der Mindestlohn, drängen deren Betreiber an den Rand des Ruins. „Geldspielgeräte bilden für Gastwirte eine wichtige Zusatzeinnahmequelle“, erklärt Thomas Kießling, erster Vorsitzender des Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA), „Zeiten, in denen es für den Gastwirt nicht so gut läuft, können mit den Einnahmen aus den Automaten überbrückt werden.“ Würde diese Quelle wegfallen, könnte es für viele Gastwirte eng werden. Schließungen wären die Folge.

Allein in Düsseldorf würden nach Einschätzung von Freddy Fischer, Vorsitzender der Initiativgruppe Gastronomie e.V. (IGG), in den kommenden Jahren über 100 Kneipen und Gastwirtschaften schließen müssen. Er spricht bereits vom Ende der traditionsreichen Eckkneipe: „Insbesondere Nordrhein-Westfalen ist von einer langen Kneipenkultur geprägt“, erklärt Fischer, „Liebgewonnene Lokale, die über mehrere Generationen von ein und derselben Familie betrieben werden, würden aus dem Stadtbild verschwinden.“ Nicht nur das Rheinland sei davon betroffen, so Fischer, im ganzen Bundesgebiet würden Kneipen und Gastwirtschaften gleichermaßen von der Schließung bedroht sein.

Indes sorgen sich die Automatenaufsteller hinsichtlich der Tatsache, dass durch das Zurückdrängen legaler Spielangebote dem illegalen Spiel Tür und Tor geöffnet wird. Aber nur, wenn eine ausreichende Zahl legaler Spielangebote vorhanden ist, kann der Spieler- und Jugendschutz wirklich gewährleistet werden. „In einer Kneipe befindet sich der Spieler unter den wachsamen Augen des Gastronomen. Zusätzlich wird durch technische Sicherungsmaßnahmen und die Einführung der sogenannten Spielerkarte verhindert, dass Jugendliche überhaupt an den Automaten spielen können“, erklärt Thomas Kießling vom FGA. Würde das Spiel in der Gaststätte wegfallen, profitierten  davon unweigerlich die illegalen Spielangebote und das unkontrollierte Online-Spiel. Damit wäre weder der Spielerschutz gewährleistet noch würde der Staat Steuereinnahmen erhalten, so Kießling.
 
Über den Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA)
Der FGA ist Mitglied des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) und vertritt in Kooperation mit den Landesverbänden des BA im Besonderen die Interessen der Gastronomieaufstellunternehmer in ganz Deutschland.

Über die Initiativgruppe Gastronomie (IgG)
Die Initiativgruppe Gastronomie ist eine branchenübergreifende Arbeitsgruppe, die sich für die Interessen der Kneipenkultur in Deutschland einsetzt.
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Flankiert wurde das Pressegespräch durch einen Appell vieler Düsseldorfer Betreiber von traditionellen Schank- und Speisegaststätten, die sich für den Erhalt von Geldspielgeräten in der Gastronomie einsetzen. Den vollständigen Appell können Sie dem Anhang entnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Simone Storch
Geschäftsführerin

pdfAnlage - Appell

DAW weist Forderungen der Drogenbeauftragten zurück

Deutsche Automatenwirtschaft weist Forderungen der Drogenbeauftragten entschieden zurück

Drogenbeauftragte Mortler diffamiert ordentliche Gastwirte und Automatenaufsteller

Nachfolgend finden Sie die Pressemitteilung des Sprechers des Vorstandes der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. (DAW), Herrn Georg Stecker, zu den Äußerungen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU).

In der Presseberichterstattung am Wochenende wurde Frau Mortler mit der Forderung nach einem totalen Verbot von Automatenspielen in der Gastronomie zitiert (u.a. Online-Ausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 09. August 2014: http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Drogenbeauftragte-Marlene-Mortler-will-Spielautomaten-aus-Kneipen-verbannen)

Georg Stecker setzt sich in seiner Meldung kritisch mit der Forderung und den Aussagen der Drogenbeauftragten auseinander.

Wortlaut der PRESSEMITTEILUNG vom 10. August 2014:
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"Die Forderung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler MdB (CSU), geht in die völlig falsche Richtung und diffamiert ordentliche Gastwirte und Automatenaufsteller. Indem sie die illegale Droge Crystal Meth und das legale und streng regulierte Automatenspiel völlig grundlos in einen Topf wirft, kriminalisiert sie das legale Automatenspiel und die Gastwirte, die es anbieten.  Das ist eine ungeheuerliche Verkehrung der Tatsachen. Gerade  durch ein geregeltes kontrolliertes Spielangebot in der ordentlich geführten Gastronomie wird das wirklich problematische illegale Spiel im Internet und in illegalen Spielclubs und Hinterzimmern eingedämmt und aktiver Jugend- und Spielerschutz praktiziert. Die verfehlte Forderung der Drogenbeauftragten trifft hier den rechtschaffenen Gastronom und das ordentlich geführte Wirtshaus, denn gerade dort findet ja seit den 50er Jahren legales und kontrolliertes Spiel unter den Augen des verantwortungsvollen Gastwirts statt".
"Jetzt soll gerade dieser ordentliche Gastwirt, der ohnehin mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat, mit der Automaten-Prohibition völlig unbegründet bestraft werden", so Stecker, "statt die wirkliche Gefahr im Internet und in halblegalen und illegalen 'Café-Casinos' und anderen dubiosen Spielorten zu bekämpfen."

Stecker weiter: "Dass die ordentlich geführten Wirtshäuser und Gaststätten eine Brutstätte der neuen Droge Crystal Meth sein sollen, halte ich in diesem Zusammenhang für eine ungeheuerliche Unterstellung der Drogenbeauftragten, Marlene Mortler MdB (CSU). Ob Crystal Meth bei Social Games, bei denen es auch auf das Durchhaltevermögen ankommt, eine Rolle spielen kann, sei dahingestellt. Beim Automatenspiel,  bei dem zwischen fünf und fünfzehn Euro pro Stunde ausgegeben werden, würde der Kauf teurer illegaler Drogen die Spielzeit eher verkürzen als verlängern. Insofern sind die Vermutungen und daraus abgeleiteten Forderungen der Drogenbeauftragten unhaltbar.

Dem Jugend- und Spielerschutz wird durch die Forderungen der Drogenbeauftragten wahrlich kein Dienst erwiesen. Denn Forderungen nach Prohibition sind immer nur Ausdruck politischer Ratlosigkeit, die der Illegalität Vorschub leisten. Die Deutsche Automatenwirtschaft steht für das legale und verantwortliche Spiel mit und um kleines Geld".
Abschließend erklärt Stecker: "Wir stehen jederzeit für Gespräche zur Verfügung, um den wirksamen Spieler und Jugendschutz weiter zu entwickeln."

Kontakt: Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.
Dircksenstr. 49
10178 Berlin
Tel. 030-24087780
www.automatenwirtschaft.de
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Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Simone Storch
Geschäftsführerin

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
+49 30 726255-00
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