Jahreshauptversammlung des FGA

am 4. Juli 2018 fand in Berlin im geschichtsträchtigen Dietrich-Bonhoeffer-Haus die Jahreshauptversammlung des Fachverband Gastronomie Aufstellunternehmer e.V. (FGA) statt.
Die Teilnehmer konnten sich zunächst bei einem „Get together“ am Mittagsbuffet von der Anreise aus dem gesamten Bundesgebiet erholen und untereinander schon mal erste Themen ansprechen.
Für den Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) waren BA-Justitiar RA Stephan Burger und Thomas Spengler, Mitarbeiter für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, vor Ort.

Im Anschluss eröffnete die 1. Vorsitzende des FGA, Sabine Dittmers-Meyer, in einer kurzen Eröffnungsrede, in der sie alle FGA-Mitglieder und die Vertreter der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. (DAW), des BA, der Branchenpresse und der Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH (AWI) willkommen hieß. Auch der 1. Vorsitzende des Bayerischen Automaten-Verband e.V. (BAV), Andy Meindl, der 1. Vorsitzende des Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. (HMV), Michael Wollenhaupt und der 2. Vorsitzende des Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V., Richard Fischer, waren unter den Gästen der Versammlung und wurden herzlich begrüßt.
Anschließend trug die 1. Vorsitzende den Bericht über das vergangene Geschäftsjahr 2017 vor, der eine Vielzahl von politischen Veranstaltungen, informellen Anlässen und Veranstaltungen der Branchenverbände Revue passieren ließ, an denen der FGA-Vorstand im unermüdlichen Einsatz für seine Mitglieder teilgenommen hatte. Exemplarisch seien das wissenschaftliche Hearing von Prof. Dr. Dr. Franz W. Peren im Februar, die Jahreshauptversammlung des BA sowie der DAW-/EUROMAT-Summit im Mai und die Teilnahme am Glücksspielrechtstag im September genannt. Des Weiteren gehören der Runde Tisch zur Zukunft der Automatenaufstellung auf Raststätten und Autohöfen, eine innovative, jederzeit und überall abrufbare Online-Schulung mit Zertifikatsprüfung für Servicemitarbeiter in der Gastronomie sowie die im Dezember des letzten Jahres versendeten Spielgastinformationspakete zu den wichtigen Projekten des FGA, die einen definitiven Mehrwert für alle Mitglieder und die Gastronomieaufstellung insgesamt bedeuten.

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung widmete sich dem Automatenaufstellvertrag, der unter anderem neue Bestimmungen zum Datenschutz und zum Sozialkonzept aufnimmt. Dieser wird den Mitgliedern des FGA zeitnah zur Verfügung gestellt und befindet sich derzeit in der finalen juristischen Prüfung. Ausdrücklich betonte Frau Dittmers-Meyer auch die gute Zusammenarbeit mit der 2. Vorsitzenden des BAV, Petra Höcketstaller, bei dem Projekt.

Das Vorstandsmitglied Michael Stang präsentierte den Teilnehmern eine Auswertung der zweiten Rheingold-Studie. Ähnlich wie die bereits 2012 durchgeführte erste Studie wurde diese nunmehr ebenfalls mit dem Ziel durchgeführt, das Image des gewerblichen Automatenspiels zu untersuchen. Auch eine Auswertung der bisherigen Maßnahmen, z.B. der Branchen-Imagekampagne, sollte sich aus der Studie ergeben. In den letzten Jahren hat sich hier viel getan, hervorzuheben ist vor allem die deutlichen Entwicklungen des Spielens im Onlinebereich; hier gab es einen regelrechten Schub. Das Spiel am Automaten wird leider dennoch nicht als positiv angesehen.
Jedoch wird von den Befragten herausgestellt, dass der Geldspielgeräte in der Gastronomie aufgrund der sozialen Kontrolle einen anderen Stellenwert hat.

Auf großes Interesse stieß der Vortrag der DAW-Präventionsbeauftragten Grit Roth über das Sozialkonzept in der Gastronomie. Die AWI erarbeitet derzeit eine aktualisierte Version ihres Sozialkonzeptes, das am 11. November 2018 zur Umstellung auf die Technische Richtlinie 5 (TR 5) erscheinen soll. Selbstverständlich werden alle Mitglieder der BA-Landes- und -Fachverbände dieses kostenlos erhalten. Bereits jetzt sind einige Seiten fertig überarbeitet und können kostenlos bei der Geschäftsstelle des Verbandes angefordert werden. Zum Abschluss ihres Vortrages lobte Roth auch den politischen Einsatz des FGA, wie beispielsweise den erfolgreichen Austausch mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, im Jahr 2016, der das Verständnis der Politik nachhaltig vertiefte. Für die Zukunft bestärkte Roth den FGA in seinem bewährten Vorgehen, den engen Kontakt mit den Gemeinden zu halten und einen offenen Dialog zu führen.

Anschließend hielt der 2. Vorsitzende, Thomas Kießling, eine Einführungsrede in das Thema TR 5, das den Unternehmerinnen und Unternehmern auch durch die Hausmessen der verschiedenen Hersteller sehr vertraut ist. Kießling machte daher auf einige wichtige Details speziell für den Bereich Gastronomie aufmerksam. Um noch einen ganz praktischen Einblick zu bieten, stellte ergänzend Matthias Wellenbrink, Produktmanager bei adp Gauselmann, allen Interessierten ein hauseigenes Gastronomiegerät mit integrierter Jugendschutzprüfung vor.
Nach einer kurzen Kaffeepause referierte Vorstandsmitglied und FGA-Justiziar RA Jörg Schintze über die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die in Kombination mit dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) am 25. Mai 2018 vollständig in Kraft getreten ist. Insbesondere stellte RA Schintze kenntnisreich und gut verständlich dar, unter welchen Umständen und wie welche personenbezogenen Daten von Geschäftspartnern juristisch korrekt abgefragt und abgespeichert werden dürfen. Ein wertvoller Beratungsservice des FGA für seine Mitglieder.

Als nächste Tagordnungspunkte folgten der Kassenbericht und der Bericht der Rechnungsprüfer, die beide durchweg positiv ausfielen, sowie die einstimmige Entlastung des Vorstandes.

Höhepunkt der Veranstaltung war schließlich die Wahl des Vorstandes. Die Leitung der geheimen Wahl übernahm Michael Wollenhaupt, der 1. Vorsitzende des Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. Der bisherige Vorstand stellte sich geschlossen erneut zur Wahl, wobei Thomas Kießling, bisher 2. Vorsitzender, als Beisitzer zur Wahl antrat und der bisherige Beisitzer, Michael Stang, als 2. Vorsitzender kandidierte. Insgesamt wurden die anwesenden Mitglieder aufgerufen, sechs statt wie bisher drei Beisitzer vorzuschlagen und zu wählen, um den Aufgaben des FGA, der Mitglieder im gesamten Bundesgebiet vertritt und der Politik überall ein verlässlicher Ansprechpartner ist, noch besser gerecht zu werden.
Als neuer FGA-Vorstand wurden einstimmig gewählt:

1. Vorsitzende: Sabine Dittmers-Meyer
2. Vorsitzender: Michael Stang
Schatzmeister: Georg Koselka
Beisitzer (alphabetisch): Philipp Duske
Thomas Kießling
Jens Lorenzen
Andy Meindl
Jörg Schintze
Frank Sengpiel

Der BA gratuliert dem neuen Vorstand des FGA und wünscht weiterhin eine erfolgreiche Arbeit.

Anschließend stand ein Antrag des Schatzmeisters Georg Koselka zur Diskussion, der den Einsatz im politischen Dialog für eine Beibehaltung des dritten Gerätes in der Gastronomie auch nach dem 11. November 2019 verfolgt. Bedingung hierfür ist eine automatische biometrische Alterskontrolle am Gerät. Die versammelten Mitglieder waren sich einig, dass dies eine sinnvolle Initiative für den geplanten neuen Runden Tisch zur Gastronomie Aufstellung sei.

Als Resümee der Jahreshauptversammlung, die viele wichtige und interessante Themen beinhaltete, sprach die 1. Vorsitzende Sabine Dittmers-Meyer in klaren Worten nochmals aus, was moderne Gastronomieaufstellung ausmacht: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, darum stehen wir für einen sicheren Spielbetrieb, ein sicheres Spielumfeld, sowie einen umfänglichen Jugend- und Spielerschutz.“

Im Anschluss an die Versammlung besuchte eine Reihe von Teilnehmern das Sommerfest der DAW, das am selben Abend stattfand und zu dem die 1. Vorsitzende des FGA einlud.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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