Jahreshauptversammlung des Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. in Gambach

Jahreshauptversammlung des Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. in Gambach

 

Der Hessische Münzautomaten-Verband e.V. (HMV) hat am 6. Juni im idyllischen Gambach, einem Stadtteil von Münzenberg, seine diesjährige Jahreshauptversammlung veranstaltet. Der Einladung folgten zahlreiche Mitglieder, so dass sich die Räumlichkeiten schnell und nahezu bis auf den letzten Platz füllten.

Nach einem kleinen Willkommensimbiss ab 10 Uhr wurde die Zusammenkunft der HMV-Mitglieder pünktlich um 11 Uhr vom 1. Vorsitzenden des HMV, Michael Wollenhaupt, eröffnet. Dieser begrüßte neben den anwesenden Mitgliedern insbesondere auch die Vertreter der Branchenpresse sowie den neuen DAW-Länderreferenten Andreas Rey, der seit dem 1. Mai für die Länderkommunikation in Hessen zuständig ist. Für den Bundesverband Automatenunternehmer e.V. war der Mitarbeiter Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Thomas Spengler, vor Ort.

Erster Tagesordnungspunkt nach der Eröffnung war der Bericht über das Geschäftsjahr 2017 durch Michael Wollenhaupt. Wollenhaupt unterstrich die schwierige politische Lage für die Unternehmerinnen und Unternehmer im Land und erinnerte auch nochmals an die für die Branche sehr nachteilhaften Urteile des Bundesverfassungs- und Bundesverwaltungsgerichtes. Der HMV habe zwar nicht das Hessische Spielhallengesetz verhindern können, aber doch Entwicklungen wie in manchen anderen Bundesländern.
Der Vorsitzende betonte auch die besondere Glaubwürdigkeit des HMV, der als einziger BA-Mitgliedsverband einen Jungunternehmerkreis hat. „Wir haben nachfolgende Generationen, die selbst in dieser Branche tätig werden wollen“, was auch im politischen Dialog Signalwirkung besitze. Er rief generell die Unternehmer auf, direkt in die kommunalen Gremiensitzungen zu gehen, sonst würden z.B. Spielapparatesteuern einfach „durchgewinkt“.
Es folgten der Bericht des Schatzmeisters Oskar Adam, der Kassenprüfungsbericht durch Robert Taus sowie der Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Es ließen sich keine Auffälligkeiten feststellen, so dass sowohl der Vorstand als auch insbesondere Vorstandsmitglied und Schatzmeister Oskar Adam einstimmig entlastet wurden.

Nun folgten die vom Vorstandsmitglied Yvonne Corvinelli moderierten Ehrungen als Dank für langjährige Verbandszugehörigkeit und das darin zum Ausdruck gebrachte Vertrauen, die ebenso ein eindrücklicher Beweis für die starke Gemeinschaft innerhalb des HMV sind. Ausgezeichnet wurden B & N Player Place Playotheken GmbH, vertreten durch Andreas Braun, für 40 Jahre Mitgliedschaft, sowie für je 25-jährige Mitgliedschaft die Firmen Sauer Automaten, Katsiwanakis Automatenvertriebs GmbH, Kölsch Automaten und Knierim Automaten bzw. die anwesenden Unternehmer Wolfgang Sauer, Waios Katsiwanakis, Klaus Kölsch und Walter Knierim.

Anschließend hielt der 2. Vorsitzende des HMV, Michael Stang, der ebenfalls Vorstandsmitglied des Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer e.V. (FGA) ist, einen Vortrag zur Gastronomieaufstellung. Michael Stang kritisierte vor allem das bundesweit rapide Entstehen sogenannter Café-Casinos, kleiner scheingastronomischer Betriebe, und das damit verbundene Regulierungsdefizit von staatlicher Seite. Er betonte, dass die Gastronomieaufstellung ihrer Idee nach eine Ergänzung des geselligen Beisammenseins in der Gaststätte ist, eine Nebentätigkeit zum Zeitvertreib. Er appellierte auch an die Unternehmer, sich von vornherein klar von Café-Casinos und ähnlichen Betrieben abzugrenzen und, anders als es bei diesen oft der Fall ist, jederzeit alle gesetzlichen Vorgaben genau im Blick zu haben und zu erfüllen. Vor allem das Sozialkonzept solle man „mit Leben füllen“, schwarze Schafe hingegen können jederzeit bei BAlarm, der anonymen Meldeplattform des BA, gemeldet werden. Michael Stang machte auch nochmals auf das Känguru-Informationssystem des FGA sowie eine noch in diesem Jahr fertig gestellte Onlineschulung mit Zertifikat für Mitarbeiter in den gastronomischen Betrieben aufmerksam.

Bevor nun Vorstandsmitglied Christoph Schwarzer über die politischen Aktivitäten des Verbandes in Hessen berichtete, hob der Vorsitzende Michael Wollenhaupt nochmals Schwarzers gesellschaftliches Engagement in einem ganz anderen Bereich hervor: So hatte Schwarzer, der seit 2017 im HMV-Vorstand ist, erst vor wenigen Wochen das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhalten. Ein branchenferner Einsatz, der umso klarer zeigt, dass sich hier jemand ohne Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Vorteil um die Gemeinschaft verdient macht. Dies schafft ebenso Vertrauen wie z.B. die Veranstaltung Parlamentarischer Abende oder Kickerspenden, womit der Bogen zur Verbandsarbeit geschlagen war. Christoph Schwarzer erzählte ausführlich über Gespräche mit den politischen Parteien und die Erfolge der Verbandsarbeit in Hessen, zu denen insbesondere auch einige verhältnismäßig liberale Regelungen des Spielhallengesetzes zählen. Schwarzer rief abschließend dazu auf, ganz offen Gesicht zu zeigen und für das eigene ehrbare Gewerbe einzutreten: „Treten Sie selbstbewusster in der Öffentlichkeit auf […], nennen Sie sich Automatenunternehmer!“

Als nächstes berichtete der schon genannte Arbeitskreis der Jungunternehmer im HMV (AKJU), vertreten durch dessen Sprecher Dennis Adam, von den Verbandsaktivitäten der nachfolgenden und bereits jetzt Verantwortung übernehmenden Generation.  Zudem stellte sich RA Simon Scherer, der neue Justitiar des AKJU, vor: RA Scherer ist seit acht Jahren Anwalt, seit drei Jahren selbständig und u.a. spezialisiert auf Wirtschaftsrecht.  Als Beleg seiner Expertise stellte er den Zuhörern das Thesenpapier des AKJU vor, welches dank des starken Einsatzes der „Jungen“ bereits verschiedenen hessischen Ministerien und Abgeordneten vorliegt.

Ganz konkret und praxisnah war die folgende Einführung in das Thema TÜV-Zertifizierungen durch HMV-Zertifizierungsbotschafter und Vorstandsmitglied Oliver Ickenroth.

Nach einem kurzen Lob für die tolle und vor allem gleichberechtigte Zusammenarbeit im HMV-Vorstand der letzten Jahre durch den 1. Vorsitzenden Michael Wollenhaupt folgte die Wahl des neuen Vorstandes. Mit Ausnahme des bisherigen Schriftführers Wolfgang Wies, der dieses Amt über 20 Jahre bekleidet hatte, stellte sich der Vorstand geschlossen zur Wiederwahl. Zuvor aber wurde Wies für seine Verdienste um den Verband einstimmig zum Ehrenvorstandsmitglied des HMV gewählt. Ferner schlug Michael Wollenhaupt vor, Yvonne Corvinelli zur neuen Schriftführerin und Dennis Adam als neues Vorstandsmitglied zu wählen. Die Wahlleitung übernahm die Justitiarin RAin Christel Sondermann. Als neuer HMV-Vorstand wurden in betont geheimer Wahl gewählt:
•    Michael Wollenhaupt, 1. Vorsitzender
•    Michael Stang, 2. Vorsitzender
•    Oskar Adam, Schatzmeister
•    Yvonne Corvinelli, Schriftführerin
•    Christoph Schwarzer, Beisitzer
•    Oliver Ickenroth, Beisitzer
•    Dennis Adam, Beisitzer

Der BA gratuliert zu dieser Bestätigung der bisher geleisteten Arbeit.

Als Kassenprüfer wurden gewählt:
•    Heidi Gimbel
•    Timo Schwarzer
•    Robert Taus

Nach dem Haushaltsvorschlag für das Geschäftsjahr 2018 durch Oskar Adam und einem Blick auf die aktuellen Bestimmungen des Hessischen Spielhallengesetzes durch RAin Christel Sondermann und Michael Wollenhaupt folgte als mit großer Spannung erwarteter Tagesordnungspunkt das Statement der einzelnen Hersteller zur fristgerechten Anpassung ihrer Geräte an die Technische Richtlinie 5 sowie zu Neugeräten, die die TR 5 bereits von Werk aus erfüllen. Auf das Podium kamen nacheinander Joachim Mohrmann (Geschäftsführer adp Merkur Service), Gerhard Hubmann (Geschäftsführer APEX Germany), Peter Nötzold (Stellv. Leiter Produktmanagement Bally Wulff), Andreas Hingerl (Direktor Vertrieb LÖWEN und Crown) und Anton Schmid (Leitung Vertrieb psmtec).

Hieran anknüpfend referierte RAin Christel Sondermann über die aktuellen Entwicklungen beim Thema Spielapparatesteuer in Hessen. Zuletzt fasste RA Simon Scherer noch einmal die zentralen Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung, die seit dem 25. Mai voll in Kraft getreten ist und von Verbänden sowie Unternehmen beachtet werden muss, zusammen. Nach dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ folgten noch ein geselliger Ausklang und alsbald der Abschied.

Der BA wünscht allen hessischen Unternehmerinnen und Unternehmern weiterhin ein erfolgreiches Jahr und wird auch im kommenden Jahr wieder vor Ort sein und berichten.

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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