Klartext zur Jahreshauptversammlung des Automaten-Verband Niedersachsen e.V. in Braunschweig

Klartext zur Jahreshauptversammlung des Automaten-Verband Niedersachsen e.V. in Braunschweig

 

Am Donnerstag, den 24. Mai 2018, fand diesmal in Braunschweig die Jahreshauptversammlung des Automaten-Verband Niedersachsen e.V. (AVN) statt, zu der zahlreiche Unternehmer angereist waren.
Im Rahmen einer Ausstellung nutzten sie die Möglichkeit, sich über Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Noch vor Sitzungsbeginn konnten sie ein leckeres Mittagsbuffet genießen.

Der 1. Vorsitzende des AVN, Heinz Basse, eröffnete die Sitzung gegen 14:00 Uhr und begrüßte die Unternehmer und Gäste. Einer schönen Tradition folgend – wie in übrigens allen Landesverbänden – wurden gleich zu Beginn die Jubilare für langjährige Mitgliedschaft im Landesverband geehrt.

Lars Rogge, der Schatzmeister des Verbandes, übermittelte den Anwesenden sodann den Kassenbericht und konnte eine solide Finanzlage vorweisen. Im letzten Jahr wurde vor allem verstärkt in die politische Arbeit investiert, was gerade in Niedersachsen von großer Bedeutung ist. Dies wird sich auch in 2018 fortsetzen. Nachdem die Kassenprüfer die ordnungsgemäße Buchhaltung bestätigten, konnte der Vorstand entlastet werden.

Anschließend kündigte Heinz Basse verschiedene Verbandstermine an, u.a. bewarb er den DAW-Summit, den Tag des Automatenunternehmers – beide im Juni – und lud die Mitglieder schon jetzt zur gemeinsamen Weihnachtsversammlung des AVN und Nordwestdeutschen Automaten-Verband e.V. (NAV) nach Hannover ein. Außerdem kündigte er parlamentarische Veranstaltungen an, die zusammen mit dem Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) durchgeführt werden.

In seiner Ansprache zeigte Heinz Basse wenig Verständnis für die in jüngster Vergangenheit stattgefundenen Alleingänge einzelner Akteure der Branche. Ohne ins Detail zu gehen, kritisierten der 1. Vorsitzende und sein Vorstand diese Entwicklungen und schätzten dies als kontraproduktiv für die Entwicklung rund um das Landesspielhallengesetz ein.

Die anschließende Vorstandswahl wurde versiert vom Wahlleiter Prof. Dr. Florian Heinze, Justitiar des AVN, durchgeführt. Er bat zunächst um die Zustimmung der Mitglieder zur Erweiterung des Vorstandes um eine Person. Empfohlen für die Vorstandsarbeit wurde Friedrich Leinemann, ein ehrenwerter Automatenkaufmann, der seit 30 Jahren aktiv ist und der sich den Mitgliedsunternehmern kurz vorstellte. Leinemann hat seit zwei Jahren die Arbeit des Vorstandes begleitet und stellte sich nun zur Wahl.

Die Wahl des Vorstandes verlief erwartungsgemäß und unspektakulär und so konnten schließlich nachfolgende Vorstandsmitglieder wiedergewählt werden:
-    Heinz Basse, 1. Vorsitzender
-    Olaf Lücker, 2. Vorsitzender
-    Thomas Oelfke, Vorstandsmitglied
-    Lars Rogge, Vorstandsmitglied
-    Frank Waldeck, Vorstandsmitglied
-    Uwe Lücker, Ehrenpräsident.

Auch Friedrich Leinemann schaffte den Schritt in den Vorstand und konnte sich der vollen Zustimmung als neues Vorstandsmitglied und Schatzmeister erfreuen. Wir gratulieren!

Erfreulich war auch die kurze Ansprache von Andy Meindl, Ehrenpräsident des BA, der dem neugewählten Vorstand zum Wahlergebnis gratulierte und viel Glück für die weitere politische Arbeit wünschte.

Wie immer erwarteten die Mitglieder gespannt die Ausführungen von Prof. Dr. Florian Heinze, der unter dem Tagesordnungspunkt „Recht Aktuell!“ verschiedene juristische Themen ausführte.

Mit dem Beschluss des OVG Lüneburg wurde dem Losverfahren bei echter Abstandskonkurrenz ein Schlusspunkt gesetzt. Auch zur Lösung anderer Abstandskonflikte ist nach dieser Rechtsprechung ein Losverfahren die allerletzte Wahl. Damit ist seit dem 04.09.2017 die Politik in der Pflicht, ihre Hausaufgaben zu erledigen, die gesetzlichen Grundlagen schaffen, um echte Abstandskonflikte zu lösen. Sachkriterien müssen entwickelt werden, die der Verwaltung eine Grundlage für behördliche Auswahlverfahren bieten. Prof. Heinze ging in seinem Vortrag auch auf die Problematik der Mehrfachkonzessionen ein.
Der Status Quo in Niedersachsen zeigt, dass die Erlaubnisse der im Losverfahren unterlegenen Betreiber bis zum 31.12.2018 befristet sind. Bis auf wenige Ausnahmen wurden in Niedersachsen die Mehrfachkonzessionen geschlossen und auch jetzt, Ende Mai, ist immer noch kein Gesetzesentwurf in Sicht. Heinze legte die Zeitachse dar, die auf politischer Ebene zu erwarten ist, und hielt es für wahrscheinlich, dass die Erlaubnisbehörden die befristeten Erlaubnisse möglicherweise bis ins Jahr 2019 hineinverlängern werden müssen. Es ist also noch ein großes Stück Arbeit zu erledigen.
Auch die Datenschutz-Grundverordnung war Thema seines Vortrages. Zunächst erklärte er die rechtlichen Grundlagen und mahnte die Unternehmer vor allem hinsichtlich personenbezogener Daten, die Datenschutz-Grundverordnung in ihren Betrieben genau zu beachten und sich gegebenenfalls auch juristische Hilfe einzuholen.

Mit Spannung wurde die Podiumsdiskussion zum Thema TR 5.0 erwartet. Neben dem Vorsitzenden Heinz Basse und stellv. Vorsitzender Olaf Lücker – beide mit Leib und Seele Automatenaufstellunternehmer – durften sich die Mitglieder auf die Beiträge von Peter Mahler-Jakob (Vertriebsleiter Deutschland adp Gauselmann GmbH), Lars Rogge (Geschäftsführer Bally Wulff Games & Entertainment GmbH) und Arthur Stelter (Leiter Produktmanagement Löwen Gruppe) freuen, die allesamt als Vertreter der Industrie die Runde bereicherten.
Die von Prof. Heinze moderierte Gesprächsrunde nahm ihren Auftakt mit dem Statement von Heinz Basse, der sich unzufrieden mit dem Informationsverhalten der Industrie zeigte. „Hier wird Unsicherheit geschürt anstelle Fakten zu vermitteln“, so Basse. Alle an der Gesprächsrunde teilnehmenden Hersteller stellten die wesentlichen Punkte ihrer neuen Gerätegeneration vor.
In der mit klaren Worten geführten Diskussion kamen sowohl die politische Dimension als auch konkrete Umsetzungsvarianten zur Sprache. Auch über die Verantwortung des Betreibers und seiner Mitarbeiter wurde diskutiert. Die Diskussionsrunde war spannend, vor allem auch weil Klartext geredet wurde und so jeder Unternehmer im Saal aus verschiedenen Perspektiven Einblicke in die Zukunft der neuen Geräte erhielt. In einem Punkt waren sich alle Hersteller einig: Diese Umstellung ist hinsichtlich Logistik und technischer Umsetzung eine Herausforderung aller erster Ordnung und in dieser Form noch nie da gewesen. Die Realisierung der Umstellung verlangt allen Herstellern außerordentliche Leistungen ab – und alle werden diese Herausforderung annehmen!

Schließlich konnten die Teilnehmer der perfekt vorbereiteten Versammlung einem Kurzvortrag von Jens Hauschke folgen. Der Medienexperte arbeitet seit geraumer Zeit mit dem AVN als Medienberater zusammen. Er vermittelte den Unternehmern im Saal einen kurzen Einblick über die Gepflogenheiten der Medien hinter den Kulissen und kündigte einen Workshop zum Medientraining an. Noch in diesem Herbst, am 5. September 2018, wird der Workshop im Kokenhof Großburgwedel den Mitgliedern in Niedersachsen angeboten. Auch dieser Workshop verspricht spannend zu werden.

Traditionell treffen sich die Teilnehmer der Versammlung nach dem informativen Teil zum gemütlichen Beisammensein. So konnten die Unternehmer im Garten des Steigenberger Parkhotels in Braunschweig den Tag bei sommerlich warmen Wetter mit einem Glas Wein oder frischem Bier ausklingen lassen. Braunschweig war eine Reise wert. Auch dies werden die Teilnehmer mit nach Hause genommen haben.

 

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
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