Jahreshauptversammlung des FSH in Berlin

Berlin, den 07. Dezember 2018/086

 

Informativ und abwechslungsreich  – Jahreshauptversammlung des FSH in Berlin

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Unternehmerinnen und Unternehmer der BA-Mitgliedsverbände,

 

am 28.11.2018 trafen sich die Mitglieder des Fachverband Spielhallen e.V. (FSH) zur jährlich stattfindenden Jahreshauptversammlung. Der FSH, in seiner Locationwahl immer experimentierfreudig, hatte diesmal das Hotel Golden Tulip in Berlin- Tiergarten ausgesucht – und sich auch in diesem Jahr für einen ansprechenden Veranstaltungsort entschieden.

 

Das abwechslungsreiche Programm begann um 10:00 Uhr mit einer internen Gesprächsrunde zu der ausschließlich Automatenunternehmer eingeladen waren. Das Thema war klar definiert: TR5! Moderiert von den Vorstandsmitgliedern Jean Pierre Berlejung, Marcus Seuffert, und dem FSH Mitglied Benjamin Roick, tauschten sich die Unternehmer sehr offen und ohne Vorbehalte über die aktuellen Entwicklungen rund um die neuen Geräte der TR 5 aus.

 

Um 11:30 Uhr wurde die Runde für alle geöffnet, so dass nunmehr von allen auch die die Ausstellung der Fördermitglieder besucht werden und ein gepflegter Austausch bei einem Mittagsimbiss durchgeführt werden konnte.

 

Halb eins konnte die Geschäftsführerin des FSH, Jasmine Rohde, gleichermaßen eloquent und fachkundig, einen umfassenden Bericht der Arbeit der FSH-Geschäftsstelle übermitteln. Souverän managt Jasmin Rohde zusammen mit ihrem Team die Verbandsgeschäftsstelle des FSH und sorgt dafür, dass die Mitglieder die Vorteile ihrer Verbandsmitgliedschaft vollumfänglich nutzen können. Kassenbericht und Entlastung des Vorstands gehören in jedem Jahr zu einer Jahreshauptversammlung. So auch beim FSH. Und da nichts zu beanstanden war, konnte auch in der Vorstand einstimmig entlastet werden.

 

Mit Spannung wurde um 13:00 Uhr die Ansprache des 1. Vorsitzenden des FSH, Frank Waldeck, erwartet. In seiner pointierten Rede begeisterte er die anwesenden Mitglieder und Gäste mit der provokanten These: „Der Schwabe spielt nicht“.

 

Wie jedes Jahr hatte sich der FSH einen externen Redner eingeladen. Der Investmentberater Sven Lorenz, konnte den Teilnehmern der Versammlung seine Sicht auf „Die ewige Jagd nach dem Glück“ darlegen.

 

Die Rechtsanwälte Tim Hilbert und Damir Böhm, beide juristische Berater des FSH und nicht mehr weg zu denkende Experten in der Jura-Regie der Verbandslandschaft unserer Branche gaben einen dezidierten Überblick über die Rechtslage in den einzelnen Bundesländern. Auch Fragen der einzelnen Unternehmer wurden diskutiert und beantwortet.

 

Dass die Werbung für Spielhallen ein immer wieder streitbares Thema ist, bewies der nächste Tagesordnungspunkt zu dem RA Tim Hilbert und Mark Häfker, Fachbereichsleiter Glückspiel (zwei&40 GmbH), referierten. Die unterschiedlichen Werberichtlinien in den Ländern stellen einen Tummelplatz für Anwälte da und in diesem Dschungel stellt ich schon die Frage: Welche Werbung ist überhaupt noch erlaubt? RA Hilbert machte deutlich, dass ein Aufstellunternehmen auch eine Webepräsenz haben darf. Aufmunternd stelle er fest: „Es ist erlaubt sich von der Konkurrenz abzuheben. Also, tun Sie es!“

 

Die Teilnehmer der Versammlung erwarteten mit Spannung die Podiumsdiskussion, die souverän von Laura Wilms, Referentin für Politik und Kommunikation im FSH, moderiert wurde. Teilnehmer der Diskussionsrunde waren: Prof. Dr. Gerhard Meyer (Universität Bremen), Zora Nonhoff (Merlato GmbH), Michael Holderer (Automatenservice Holderer), Frank Waldeck (Vorsitzender FSH) und RA Stephan Burger (Justiziar BA).

 

Gleich zu Beginn stellte Laura Wilms die Zielsetzung des Sozialkonzeptes zur Diskussion. Als Coach und Psychologin betonte Zora Nonhoff, dass es wichtig sei, das Sozialkonzept in den Spielhallen zu leben. Dennoch ist manchmal nicht so klar, ob das Sozialkonzept eher für Behörden geschrieben wird, die dann wiederum gar nichts richtig damit anzufangen wissen. Kein Wunder, dass damit seitens des Spielhallenpersonals die Sinnhaftigkeit hinterfragt wird, was sich wiederum auf die Motivation auswirke. Hier griff Prof. Dr. Gerhard Meyer vehement in die Diskussion mit ein. „Ich wünsche mir, dass das Sozialkonzept so gelebt wird, dass die Anbieter des Geldspiels ihrer Verantwortung gerecht werden. Unsere Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass dies noch weit entfernt von der Realität ist. Es handelt sich doch hauptsächlich um Lippenbekenntnisse“. Dieser Aussage wiedersprach der Automatenkaufmann Michael Holderer mit Nachdruck. „Ich bin ein ordentlicher Unternehmer und nehme die Verantwortung für unser sensibles Produkt sehr ernst. Ich bemühe mich in meinen Betrieben intensiv darum, dass der Spielerschutz umgesetzt wird. Und ich möchte nicht, dass mir jemand unterstellt, ich komme meiner Verantwortung nicht nach! Genau das Gegenteil ist der Fall!“

 

Frank Waldeck griff in den lebendigen Disput ein. „Wir sind doch gar nicht so weit von einander entfernt. Die Aufgabe eines Unternehmers ist zunächst aber nun mal, das Unternehmen wirtschaftlich zu führen. In unserem Fall gehört der Spielerschutz zur Geschäftsgrundlage. Es müssen jedoch wirksame Maßnahmen eingesetzt werden. Natürlich wollen wir alle keine kranken Spieler bei uns in den Spielhallen. Die Lösung kann jedoch nicht in der Verteufelung des Geräts liegen. Geeignet wäre hier eine länder- und spielformübergreifende Spielersperre. Wenn wir gemeinsam eine Lösung finden können, dann gehen wir diesen Weg gerne zusammen.“

 

BA Justiziar, RA Stephan Burger, machte zudem in der Diskussion klar, dass die Fremdsperre kritisch zu hinterfragen ist. Hier wird in das Grundrecht auf Selbstbestimmung eingegriffen. Auch war sich die Runde einig, dass die Servicekraft nicht die Leistungen eines studierten Psychologen erbringen kann. Von ihr werden teilweise Fähigkeiten erwartet, die in keiner Weise dem Berufsbild entsprechen und auch mit der besten Schulung nicht realisierbar sind.

 

In die Diskussion brachten sich auch viele Teilnehmer aus dem Publikum ein. Unter anderem brach FSH-Vorstandsmitglied, Gundolf Aubke, ebenso Vizepräsident und Schatzmeister des BA sowie 1. Vorsitzender des HAV, eine Lanze für die Mitarbeiter in den Spielstätten, die täglich gefordert sind und ein offenes Auge haben müssen. BA- Geschäftsführerin Simone Storch lud Herrn Prof. Dr. Meyer zum kommenden Präventionstag ein, der Anfang März in Niedersachsen stattfinden soll. „Das wäre eine gute Möglichkeit, die von Ihnen proklamierte Dialogbereitschaft zu unterstützen und in die Tat umzusetzen.“ Beifall erlangte Prof. Meyer aus dem Publikum für die Forderung, dass der Vollzug viel stärker eingreifen muss.

 

Im Anschluss an die informative und aufschlussreiche Veranstaltung fuhren die Teilnehmer zu „Mampes Neue Heimat“. Hier konnten sie sich in einer wunderbar urbanen und weihnachtlichen Atmosphäre, bei ökologisch einwandfrei hergestellten Speisen und original gebrauten Getränken laben. Der 1. Vorsitzende Frank Waldeck bedankte sich für die hervorragende Organisation beim Team der FSH-Geschäftsstelle.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Simone Storch

Geschäftsführerin

 

 

Folgen Sie dem BA jetzt auch auf Facebook und Twitter:

https://www.facebook.com/pages/Bundesverband-Automatenunternehmer/214671368711505

https://twitter.com/BA_Automaten

 

BA direkt ist ein gemeinsamer Service des BA und seiner Mitgliedsverbände zur kurzfristigen Information der Mitgliedsunternehmen in den Landes- und Fachverbänden des Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von rund 2.000 organisierten Aufstellunternehmern. Mit seiner föderalen Struktur, organisiert in 11 Landesverbänden und 2 Fachverbänden, gestaltet der BA die Zukunft der Branche. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist als Verein organisiert. Unser Verband ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft e.V.
+49 30 726255-00
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Copyrights © 2016 Scale. All rights reserved.